Der Einlauf

15.01.08 09:24 #1
Neues Thema erstellen
Der Einlauf

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Katarina.
Ich habe mir ein Gerät gekauft wie in Posting Nr.71 in diesem Thread beschrieben.
Da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe, kann ich mir kein abschliessendes Urteil erlauben.
Ich komme jedoch gut damit zurecht, einziger Nachteil ist der kleine Behälter, den man jedoch während des Einlaufs nachfüllen kann.
Liebe Grüsse, Sine

Der Einlauf

Peter_A16 ist offline
Beiträge: 5
Seit: 27.03.08
Zitat von gerold Beitrag anzeigen
Hierfür mag es zwei Gründe geben:

* Die Temperatur der Einlaufflüssigkeit ist zu niedrig. Ich schaue, daß diese, mit einem Digitalthermometer gemessen, genau 42°C hat. Beim Durchfluß durch den Irrigatorschlauch kühlt sich dies immer noch weiter ab.

* Sofern man für den Einlauf warmes Leitungswasser ohne Zusätze oder z. B. Kamillentee nimmt, wird über den Darm relativ viel Flüssigkeit aufgenommen. Deshalb ziehe ich es vor, hierfür Seifenwasser zu verwenden, da dann weniger Flüssigkeit in den Körper übergeht, zudem die Darmperistaltik angeregt und der Darminhalt schneller ausgeschieden wird.

Alles Gute!

Gerold
42°C ist viel zu hoch! Der Einlauf sollte niemals wärmer als 37°C sein, sonst schädigst Du Dir die Darmschleimhaut. Ferner kann von Seife als Zusatz nur sehr abgeraten werden, da diese ebenfalls die Darmschleimhaut erheblich schädigen kann.

Im folgenden ein paar Auszüge aus H. Runge und H. Hartmann, Klinische und experimentelle Untersuchungen über Darmschädigungen nach Seifeneinlauf, Klinische Wochenschrift, 7. Jg. Nr. 50/1928, S. 2389f:

"Bemerkt werden soll, daß sich kein wesentlicher Unterschied der Schädigungen zeigte, wenn statt der Schmierseife Kernseife verwandt wurde. ...Die Seife wirkt also auch stark giftig, wenn sie neutral ist. Es lieB sich demnach zeigen, daß ohne Zweifel nach Darmeinläufen Schädigungen von bestimmter Lokalisation und bestimmter anatomischer Formation bei Kaninchen eintreten. ...
Wir haben uns daraufhin berechtigt gehalten, diese Frage auch bei Menschen
nachzuprüfen. (...) Wir kommen damit zu dem Ergebnis, daß sich Schädigungen nach Seifeneinläufen in ein Drittel der daraufhin beobachteten Fälle auch an Menschen feststellen lassen. Die klinische Folgerung, die hieraus zu ziehen ist, scheint uns die zu sein, daß von dem Verfahren des Seifeneinlaufs zu Abführzwecken durchaus abzuraten ist."

Der Einlauf

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Da kann ich Peter aus eigener Erfahrung nur beipflichten.
42 ° ist zu heiß, das empfinde ich als absolut unangenehm und mein Gefühl sagt mir, das kann nicht gut sein.

Ebenso frage ich mich, was an Seife positiv und sinnvoll sein soll?
Auch ohne wissenschaftlichen Untersuchungen erscheint es mir nicht einleuchtend.

Liebe Grüße
Anne S.

Der Einlauf

Peter_A16 ist offline
Beiträge: 5
Seit: 27.03.08
Seife wurde und wird wohl als Zusatz genommen, um den Darm besonders zu reizen und auf diese Weise die Darmbewegungen besonders kräftig anzuregen. Bei einem normal funktionierendem Darm, gesunder Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Bewegung sind solche scharfen Mittel aber gar nicht notwendig. Zudem reicht im Regelfall normales Wasser - ggf mit etwas Kochsalz (0,9 gr pro 100 ml) - für einen Einlauf völlig aus. Mit Zusätzen sollte man sehr vorsichtig sein.
In diversen amerikanischen Enema-Foren wird viel über "soapsud enemas" berichtet, wobei für diejenigen, die Einläufe nicht nur aus Gesundheitsgründen anwenden, die dadurch ausgelösten Bauchkrämpfe bzw. der heftige Entleerungsdrang den besonderen "Kick" ausmacht.
Seifeneinläufe sind nicht besonders schonend sondern das Gegenteil, weshalb sie allenfalls bei wirklich hartnäckstigster Verstopfung in Frage kommen, aber wirklich nur als absoluter Ausnahmefall und sofern der Dickdarm nicht anderweitig vorgeschädigt ist. Ich rate aber generell davon ab.

Der Einlauf

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Auf einer anderen Seite hab ich gelesen dass ein Einlauf mit L-Glutamin sehr gut sein soll, gerade beim Leaky Gut Syndrom. Da ich hier noch ne Dose L-Glutamin rumstehen hab, werd icuh das das nächste Mal ausprobieren. Dosierung 1 TL auf 3/4 Liter Wasser.
__________________
Liebe Grüße Carrie

Der Einlauf
Biene67
Zitat von Peter_A16 Beitrag anzeigen
Das liegt daran, daß Einläufe Kreislaufprobleme verursachen können, besonders wenn diese häufig und/oder mit großen Flüssigkeitsmengen (mehr als 1 Liter) durchgeführt werden und der Betreffende zu niedrigem Blutdruck neigt oder geschädigte Nieren hat. In diesem Fall ist folgendes zu empfehlen:
1) weniger Einlaufflüssigkeit und seltenere Durchführung, ggf. völligen Verzicht auf Einläufe
Och schade!

Ich wollt das demnächst auch mal so gerne vorsichtig versuchen, wie mir das bekommt.
Nehme bis jetzt während meiner Amalgam-Sanierung einmal die Woche Kohle.

Denn wenn du davor warnst, es unter bestimmten Umständen beser nicht zu tun, sollte man sicher vorsichtig sein.
Ich bin nämlich ein sehr blasser Typ, habe superniedrigen Blutdruck (schon solang ich denken kann) und neige zu Schwindel.
Eher FINGER WEG von Einläufen, oder?

LG, Biene

Der Einlauf

laotse ist offline
Beiträge: 82
Seit: 23.01.06
Zitat von Peter_A16 Beitrag anzeigen
Wir kommen damit zu dem Ergebnis, daß sich Schädigungen nach Seifeneinläufen in ein Drittel der daraufhin beobachteten Fälle auch an Menschen feststellen lassen. "
was denn bitte für schädigungen?

und wieso geht bei 42 grad die darmschleimhaut kaputt?

also ich persönlich finde 40 grad super angenehm und seh jetzt auch nicht wirklich nen logischen grund warum 3 grad so nen unterschied machen sollten.

außerdem kühlt das eh ziemlich schnell ab, weshalb das doch sehr kleinlich ist, sich da um 1-2 grad n kopf zu machen oder....

cheers

Geändert von laotse (29.03.08 um 23:26 Uhr)

Der Einlauf

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Na ja, ich würd bei 42 die Grenze sehen weil das halt die maximale Körpertemperatur ist und darüber gibt es auf jeden Fall Schäden. Ich denke, dass auch im Darm eine bestimmte Temperatur vorherrschen sollte und dass die Flora durch zu hohe Temperaturen geschädigt wird. Aber 40 Grad sind doch okay.
__________________
Liebe Grüße Carrie

Der Einlauf

gerold ist offline
Beiträge: 4.740
Seit: 24.10.05
Nach der Rückkehr von einer Reise möchte ich verschiedene der oben notierten Aussagen ein wenig zurechtrücken:

* Sofern die Einlaufflüssigkeit im Irrigator eine Temperatur von 42°C hat, kühlt sich diese beim Fließen durch den Irrigatorschlauch ab und erreicht den Anus vielleicht mit 39...40°C.

* Bis in die fünfziger/sechziger Jahre hat man für Einläufe auch hier in Deutschland grundsätzlich Kernseife verwendet. Aus der gesamten mir zugänglichen medizinischen Literatur ist mir nicht bekannt, daß dies jemals zu einer Gefährdung des Patienten geführt hat.

Alles Gute!

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

Der Einlauf

Peter_A16 ist offline
Beiträge: 5
Seit: 27.03.08
Zitat von Biene67 Beitrag anzeigen
Och schade!

Denn wenn du davor warnst, es unter bestimmten Umständen beser nicht zu tun, sollte man sicher vorsichtig sein.
Ich bin nämlich ein sehr blasser Typ, habe superniedrigen Blutdruck (schon solang ich denken kann) und neige zu Schwindel.
Eher FINGER WEG von Einläufen, oder?

LG, Biene
Liebe Biene,

nein, Du kannst es ruhig ausprobieren. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß man bei niedrigem Blutdruck etwas vorsichtig sein sollte. In Deinem Fall würde ich empfehlen, es mit Wasser und etwas Kochsalz - etwa ein Teelöffel pro Liter - zu probieren. Außerdem würde ich von Einlauf-Serien, also mehr als 2 Einläufen pro Tag, abraten. Ich weiß ja nicht, wie häufig Du sie anwenden willst. Sicherheitshalber solltest Du hinterher etwas zu Dir nehmen, das etwaigen Salz- und Mineralenverlust ausgleichen kann. Berichte mal von Deinen Erfahrungen, ob Du den Eindruck hast, daß es Dir hinterher kreislaufmäßig deutlich schlechter geht oder nicht. Ob also z.B. Schwindelgefühle auftreten. Wenn nicht, sehe ich kein Problem.

Gegen den niedrigen Blutdruck empfehle ich genügend zu trinken und regelmäßige Bewegung. Das beseitigt das Problem zwar nicht ganz, aber dürfte es aber deutlich lindern.


Optionen Suchen


Themenübersicht