Keine Gewichtszunahme/seltener Stuhlgang

05.12.13 23:39 #1
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Stuhlbefund - PH Wert zu hoch

damdam ist gerade online
Beiträge: 2.041
Seit: 02.10.10
Ein erhöhter Stuhl-pH-Wert kann mit der Fehlbesiedlung des Darms zusammenhängen. Manche Bakterien produzieren Basen. Daher wäre es, auch aufgrund Deiner Darmfehlbesiedlung, es wichtig, diese wieder ins Lot zu bringen. Ich kenne mich mit Histaminintoleranz nicht so aus, sonst führen NMUs dazu, dass Nahrungsbestandteile in den Dickdarm gelangen (die beim Gesunden schon im Dünndarm aufgenommen werden würden) und dort von den Bakterien verstoffwechselt werden, was manche Bakterien fördert, andere schwächt.
Ein Säureüberschuss des Körpers kann auch eine Möglichkeit sein (kannst Du festellen, indem Du 3-4 Tage jedesmal den pH des Urins misst) -> basische Ernährung, aber mit Basensalzen würd ich nicht rumexperimentieren, besser sind Baseninfusionen.
Da ich grad in dem anderen Thread lese, dass Du Fructose- und Sorbitintoleranz hast: Hast Du die Ernährung denn entsprechend umgestellt? Das wäre ja so eine NMU wie oben beschrieben.

Geändert von damdam (18.01.14 um 20:04 Uhr)

Stuhlbefund - PH Wert zu hoch

Motif ist offline
Themenstarter Beiträge: 857
Seit: 23.11.13
Ernährung ist umgestellt, aber erst seit ein paar Wochen, da ich es vorher nicht wusste. Was rätst du mir zu tun?

Extrem seltener Stuhlgang schon seit Kindheit

Motif ist offline
Themenstarter Beiträge: 857
Seit: 23.11.13
Heute morgen habe ich Wasser mit 2 Esslöffeln Glaubersalz getrunken. Absolut KEINE Wirkung. Nichtmal ein grummeln im Bauch. Was stimmt denn nicht mit mir?!

Extrem seltener Stuhlgang schon seit Kindheit

Oregano ist offline
Beiträge: 62.966
Seit: 10.01.04
Hallo motif,

...
Wann spricht man von Verstopfung? Erst wenn man seltener als 3-mal pro Woche eine Stuhlentleerung hat, der Stuhlgang sehr hart ist und man nur durch kräftiges Drücken und unter großer Mühe seinen Darm entleeren kann, spricht man von Verstopfung bzw. Obstipation.
...
Verdauung Stuhlgang - Onmeda.de

Wenn man dieser Beschreibung glaubt, hast Du heute doch gar keine Verstopfung? - Vielleicht setzt Du am falschen Punkt an und müßtest Dich mehr um das, was Du ißt, kümmern?

Bei welchen Ärzten warst Du denn schon, welche Untersuchungen wurden gemacht?

...
Verstopfung kann vielfältige Ursachen haben und sollte deshalb durch eine ärztliche Untersuchung abgeklärt werden.
Oft liegt der Grund in einer falschen Ernährung, auch viel Trinken ist wichtig für eine gute Verdauung. Manchmal führt eine Nahrungsumstellung bei Säuglingen zeitweilig zu einer Verstopfung.
Verstopfung kann auch Folge einer schmerzhaften Darmentleerung sein, wodurch das Kind Angst vor dem Stuhlgang entwickelt und den Stuhl zurückhält. Dadurch wird der Stuhl ins kleine Becken zurückgezogen, wo er keinen Reiz mehr hervorruft und sich zu einer harten Masse eindicken kann, die dann umso größere Schmerzen verursacht bzw. die Angst noch mehr steigert. Hierdurch befindet man sich in einem wahren Teufelskreis.
In seltenen Fällen können auch Erkrankungen des Darmes eine Verstopfung bewirken, beispielsweise eine Funktionsstörung der Nerven durch angeborene Defekte wie z.B. beim Morbus Hirschsprung (Fehlen von Ganglienzellen). Angeborene Defekte sind selten die Ursache, wenn Kinder in den ersten Lebensjahren eine normale Darmentleerung hatten. Verschiedene Fehlbildungen (z.B. nach vorne verlagerter Anus oder Darmverengungen nach operativen Eingriffen oder bei Morbus Crohn) können ebenso zur Obstipation führen.
Auch andere Erkrankungen können eine Verstopfung verursachen. Dazu gehören beispielsweise ein chronischer Flüssigkeitsmangel, längere Bettlägerigkeit, eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose), Rückenmarkläsionen (z.B. Spina bifida) oder autonome Neuropathien (z.B. bei Diabetes mellitus).
Manche Medikamente können Verstopfung als Nebenwirkung verursachen, vor allem bestimmte Narkotika, Antidepressiva, Antikonvulsiva, Anticholinergika und Antazida.

Sehr häufig steht die Verstopfung im Zusammenhang mit dem Sauberwerden des Kleinkindes.
Auch äußere Störfaktoren spielen eine Rolle. Eine Irritation der Entwicklung beim Sauberwerden wie eine Änderung in der Umgebung oder der familiären Situation können sich auswirken.
Schmerzhafte oder unangenehme Erlebnisse in Zusammenhang mit der Darmentleerung, besonders bei Kindern im Alter zwischen ein und vier Jahren – wenn die Kontrolle über die Schließmuskel erlernt wird –, spielen eine Rolle. Die Kinder vermeiden weitere derartige Erlebnisse und halten den Stuhl zurück. Allgemeine Konflikte rund ums Sauberwerden , auch Machtkämpfe auf dieser Ebene sind häufige Ursache, wo die Kinder den Stuhl zurückhalten, wodurch sich auf Dauer eine Verstopfung ergibt. Unabhängig von der auslösenden Ursache setzt sich eine einmal entstandene Verstopfung oft von selbst weiter fort.
...
Verstopfung (Obstipation) bei Kindern - Kinderarzt DDr. Peter Voitl

Hast Du eine Ahnung, ob mit dem frühen Stuhlgang als Kind/Baby irgendwelche unangenehmen Ereignisse bei Dir verbunden sind?
Fallen Dir Ursachen auf, die bei Dir zutreffen?

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Extrem seltener Stuhlgang schon seit Kindheit

Motif ist offline
Themenstarter Beiträge: 857
Seit: 23.11.13
hi.
hm nein, fällt mir nichts ein.

was auch komisch ist - man müsste meinen es müsste nach so einer zeit recht viel zum vorschein kommen. ist aber absolut nicht der fall. ich verstehe das einfach nicht.
untersuchungen was magen darm angeht noch überhaupt keine. ich habe mir da nie gedanken drüber gemacht, nur jetzt kommt es mir doch sehr seltsam vor und wegen der histaminunverträglichkeit denke ich könnte ein zusammenhang bestehen.

Keine Gewichtszunahme/seltener Stuhlgang

margie ist offline
Beiträge: 4.742
Seit: 02.01.05
Hallo zusammen,

Kupfermangel festzustellen, ist nicht sooo einfach.
Ein erniedrigtes Kupfer im Serum kann ein Hinweis auf die Leberkrankheit M. Wilson sein.
Dann hätte man nicht Kupfermangel, sondern eine Kupfervergiftung.
Beim M. Wilson wird das überschüssige Kupfer in der Leber gespeichert und im Blut ist es dann erniedrigt.
Wer zuviel Kupfer im Körper hat, hat in der Regel einen Zinkmangel.

Bei vielen Leberkrankheiten ist die Konstellation so, dass man zuviel Kupfer in der Leber hat und im Blut einen Zinkmangel vorfindet.
Ebenso hat man dann oft noch einen Mangel an Mg und an Vitamin A.

Im Darm sind oft die Fäulnisbakterien (Klebsiellen, Clostridien) vermehrt, weil eine kranke Leber das Nahrungsmittel Fleisch nicht mehr gut verstoffwechseln kann und als Folge hieraus die Fäulnisbakterien zunehmen.

Ich würde ggf. mal die Leber ins Visier nehmen.

LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Keine Gewichtszunahme/seltener Stuhlgang

Motif ist offline
Themenstarter Beiträge: 857
Seit: 23.11.13
hi!

also bei mir wurde im vollblut kupfer und zinkmangel festgestellt. vor diesem test habe ich aber schon zink eingenommen, kann also auch davon kommen vermute ich.

molybdän war noch ein mangel. auch im urintest auf schwermetalle wurde zink, kupfer und molybdänmangel angezeigt. Sonst kam da aber nichts raus.

was die leber angeht, habe ich einen chronisch erhöhten bilirubinspiegel (morbus meulengracht). alle ultraschall untersuchungen waren in ordnung. was könnte man da denn noch testen lassen?
also wegen morbus meulengracht wurden auch andere werte untersucht. mehrmals. das war immer in ordnung.

Edit: hat wahrscheinlich nichts mit dem thema zu tun, aber was mir noch auffällt - in letzter zeit werde ich immer vergesslicher. das ist wirklich auffällig in den letzten jahren.

Geändert von Motif (03.02.14 um 19:42 Uhr)

Keine Gewichtszunahme/seltener Stuhlgang

margie ist offline
Beiträge: 4.742
Seit: 02.01.05
Hallo Motif,

wurde der Morbus Meulenkracht auch im Gentest bestätigt? Und haben ihn noch mehr in Deiner Familie?

Es gibt auch noch andere (Leber-)Krankheiten, wo ein erhöhtes Bilirubin vorkommen kann.

Du hast im Urin einen Kupfermangel? Wie wurde der Mangel denn untersucht? 24h-Urin?

Ob die Leber krank ist, ist leider nicht immer einfach festzustellen, weil die Leberwerte erst ansteigen, wenn die Leber schon sehr krank ist.
Der Ultraschall ist keine sehr genaue Methode. Starke Leberprobleme würde man erkennen. Aber da Leberkrankheiten meist langsam voranschreiten, sieht man im Ultraschall erst spät, wenn sich die Leber verändert hat.
Es gibt noch den Fibroscan, den man machen kann, um eine Aussage zur Leber zu bekommen. Da wird die Lebersteifigkeit gemessen. Aber auch der ist nur eine grobe Methode.
Und dann gibt es noch die Leberbiopsie. Die sollte man aber erst in Erwägung ziehen, wenn man einen Verdacht auf eine Leberkrankheit hat.

Auch manche Leberwerte, die die Ärzte oft gar nicht bestimmen, können evtl. einen Hinweis liefern, wenn sie aus der Norm sind.
Cholinesterase, GLDH, Alkalische Phosphatase sind 3 solcher Werte, die nicht immer bestimmt werden.
Auch wenn die Gerinnungswerte nicht o.k. sind, liegt dies oft an der Leber.

Oder aber man läßt, wenn man glaubt, dass die Leber ein Problem hat, die Antikörper für Leberkrankheiten mal untersuchen. Da gibt es etliche Antikörper, die auf eine Leberkrankheit hinweisen können.
Auch die Prüfung der Eisen- oder der Kupferspeicherkrankheit wäre ggf. sinnvoll, weil beide Krankheiten angeboren sind und daher schon in jungen Jahren Probleme machen können. Die Eisenspeicherkrankheit ist die häufigere von beiden (jeder 80. Mensch soll sie haben).

Gerade wenn Du auffällig bist beim Kupfer, würde ich mal das Serum-Kupfer und das Coeruloplasmin in einer infektfreien Zeit bestimmen lassen. Allerdings beeinflusst Zink das Serumkupfer und senkt es.
Auch ein 24h-Urin auf Kupfer wäre dann sinnvoll. Aber auch hier senkt Zink das Urinkupfer.

Zink sollte man, wenn man diese Werte bestimmen will, schon länger nicht mehr eingenommen haben.
Allerdings kann das Absetzen von Zink bei den Menschen zu Problemen führen, die die Kupferspeicherkrankheit (unerkannt) haben. Denn Zink ist bei dieser Krankheit eine Therapieform und die Leber kann das Absetzen mit einer erheblichen Verschlimmerung der Krankheit (bis hin zum Leberversagen) "quittieren". Evtl. wäre an ein ausschleichendes Absetzen zu denken oder aber man setzt es nur für eine Woche ab und riskiert (leicht?) verfälschte Werte.

Vergesslichkeit kann bei Menschen, die leberkrank sind, ein Zeichen dafür sein, dass sie eine minimale hepatische Enzephalopathie haben. Aber vergesslich ist man auch, wenn man viel Stress hat.
Es gibt sicher viele Ursachen für Vergesslichkeit.

Ja, ich fürchte, dass es nicht immer leicht ist, eine (beginnende) Leberkrankheit zu erkennen. Deswegen wird die Dunkelziffer bei den Leberkrankheiten auch so hoch sein.

LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Keine Gewichtszunahme/seltener Stuhlgang

Motif ist offline
Themenstarter Beiträge: 857
Seit: 23.11.13
Nein, Gentest wurde keiner gemacht.
Der Test im Urin verlief so: Ich bekam DMSA tabletten und ein EDTA Zäpfchen - dann 4 Std warten und den Urin ins Labor schicken.

Kupfer war nur eben in diesem Urintest und im Vollblut test erniedrigt. Im Serum war er aber auch recht niedrig, aber eben kein Mangel.
Mh ich weiß leider nicht mehr was genau im Blut untersucht wurde wegen der Leber. Wurde aber schon bei verschiedenen Ärzten untersucht.
Was würde denn da noch am meisten Sinn machen zu untersuchen?

Meinst du das könnte wirklich Auslöser für meine Probleme sein oder ist es eher Folge von irgendwas FALLS irgendwas nicht stimmen sollte?
Vielleicht ist es ja wirklich der Darm auch wegen der HIT.

Keine Gewichtszunahme/seltener Stuhlgang

margie ist offline
Beiträge: 4.742
Seit: 02.01.05
Hallo motif,

wenn Du in der Zeit vor dem DMSA-Test kein Zink genommen hast und das Kupfer war eher niedrig, so spräche das zunächst mal nicht für die Kupferspeicherkrankheit (MW) nach meiner Auffassung als Laie.
Allerdings wird bei der Prüfung des MW das Kupfer in einem 24h-Urin bestimmt. Da lassen sich die Werte dann besser bewerten, wenn es um diese Krankheit geht. DMSA-Tests gibt es nicht bei der Diagnose eines MW.

Aber wenn Dein Serum-Kupfer auch eher niedrig ist (ohne Zinkeinnahme?), so kann das ein Hinweis auf den MW sein.
Vielleicht wäre dann sinnvoll, wenn man am selben Tag das Serum-Kupfer und das Coeruloplasmin bestimmt. - Die Zinkeinnahme wird das Serum-Kupfer allerdings verfälschen, d. h. absenken.

Wenn es allgemein um die Beurteilung der Leber geht, so würde ich die Leberwerte, die noch nie besitmmt wurden, mal bestimmen lassen. Vielleicht hast Du Deine Werte zu Hause?
Ich würde die Werte, die ausser der Norm sind und die grenzwertigen Werte, ggf. später nochmals kontrollieren lassen und wenn es Auffälligkeiten gibt, ggf. in eine Leberambulanz einer Uniklinik gehen.
Die Cholinesterase (CHE) ist, wenn sie niedrig ist, evtl. ein Hinweis auf eine Zirrhose oder eine Fibrose. Der Wert ist sehr aussagefähig. Aber auch, wenn die GLDH erhöht wäre, wäre das ein Hinweis auf eine Leberkrankheit.

Ich vemute ja, dass zumindest die CHE schon mal untersucht wurde, wenn Du bei verschiedenen Ärzten wegen MM warst.
GLDH wird kaum noch bestimmt. Ich selbst hatte aber eine stark erhöhte GLDH und bei mir ging sie runter, nachdem ich Urso eingenommen habe. Das ist eine verschreibungspflichtige Gallensäure. Allerdings werde ich noch auf MW (Kupferspeicherkrankheit) behandelt.

Es ist schwer zu sagen, ob Deine Darmprobleme nun die Ursache oder die Folge einer Krankheit sind.
Ich selbst habe auch schon lange Darmprobleme. Auch bei mir waren wiederholt die Fäulnisbakterien erhöht. - Ich esse aber schon länger kein Fleisch mehr, denn das ist wohl eine der Hauptursachen für Fäulnisbakterien im Darm (wenn die Leber schwach ist).

HIT habe ich auch. HIT kann angeboren sein. HIT kann aber auch die Folge von verschiedenen Störungen sein. Eine davon kann die Leber sein, aber auch die Nieren sollen Schuld an einer HIT sein können.
Ich selbst habe vor, 2 Gentests auf HIT noch zu machen, um die Sache eingrenzen zu können.
Ich habe oft sehr stark erhöhtes Histamin im Blut.
Bei mir wurde allerdings auch noch ein Karzinoid der Lunge entfernt und solche Karzinoide sollen auch zu erhöhtem Histamin führen können. Aber trotz der Entfernung des Karzinoids hat sich die HIT nicht gebessert (so dass ich befürchte, ich könnte gar noch mehr Karzinoide haben).

Dir jetzt zu sagen, mache die Untersuchung oder jene, fällt mir schwer, da ich Deinen Fall zu einem kaum kenne und da ich selbst auch nur Laie bin und mich daher auch irren kann.

LG
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


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