Medikament Rituximab - Studie Norwegen

19.10.11 17:33 #1

Chronische Multisystemerkrankung mit u.a. schwerer Erschöpfung. Als Krankheitsmechanismus gilt eine durch Erreger, Umwelt- o.a. Triggerfaktoren ausgelöste Immundysfunktion
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Werty ist offline
Beiträge: 77
Seit: 31.10.09
Norwegische Studie zum Medikament Rituximab (Antikörper gegen unreife B-Zelle)

Ein Bericht erscheint dazu in der wissenschaftlichen Online-Zeitschrift PlosOne.
Termin Mittwoch, den 19. Okt. 2011 ab 22 Uhr.
Nach den norwegischen Onkologen Fluge und Mella können damit CFS-Patienten behandelt werden und damit eine erhebliche Verminderung der Erschöpfungssymptomatik erreichen.

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

tomcatcgn ist offline
Beiträge: 75
Seit: 06.10.10
Leider wird Rituximab, von den Deutschen Versicherungsträgern nicht
als ME/CFS - Neurasthenie - Medikament erstattet.

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

paule ist offline
Beiträge: 841
Seit: 01.02.10

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

alibiorangerl ist offline
Moderatorin
Beiträge: 7.454
Seit: 09.09.08
Wuhu,
also entschuldigt, aber nach dem Artikel und den Aussagen der "Entdecker" kommt mir das vor, als ob jemand in einen sehr tiefen Wasser-Tank fällt (ME/CFidS bekommt), es steht einem also das Wasser bis zum Kinn - und niemand der "Zuschauer" rundherum kann oder will helfen (oder wird daran womöglich gehindert).

Dann kommt jemand (womöglich tatsächlich in guter Absicht) als quasi "Feuerwehr mit dickem Wasserschlauch" und füllt auch noch den Tank (zB mit Rituximab / Ocrelizumab) auf, damit der ins Wasser Gefallene doch bitte am Besten von selbst an den Tank-Rand schwimmen können solle...

Doch leider, in der Regel sind diese ins Wasser gefallen Menschen Nicht-Schwimmer (die gar nicht so schlimmen "Nebenwirkungen" - und je länger Rituximab eingenommen, desto schlechter wird das Immunsystem) - aber über die Schwimmfähigkeit wird ja (vorher) gar nicht (mehr) gefragt...

Was ist mit jenen "positiven" Fällen dieser Studie nach dieser Studie? Welche "Lang-Zeit-Wert" gibts da?

Erinnert mich "ein wenig" an AZT etc bei HIV und AIDS oder eben die diversen "helfenden" Chemos bei KREBS

Ps: Anbei die Druckversion des Artikels als PDF
__________________
♥liche Grüße, Alibi ORANGERL
{gerechtfertigtes Apfelsinchen}

Hinweis: Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Board. Beteiligen sie sich inhaltlich, sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

Olaf Bodden ist offline
Beiträge: 170
Seit: 20.10.10
Habt ihr mal den Beipackzettel gelesen?
Rituximab darf auf keinen Fall bei chronischen Infekten eingenommen werden!!
Die meisten CFIDS-Kranken haben dieses aber und ein geschwächtes Immunsystem dazu,welches durch Rituximab noch mehr geschwächt wird.
Ich bin da sehr skeptisch!

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

Harry ist offline
Beiträge: 366
Seit: 30.10.09
Das erinnert mich an die Studie aus Spanien, welche dieses Jahr durchgeführt wurde. Auch das dort eingesetzte Medikament brachte durchaus eine symptomatische Verbesserung, aber auch erhebliche Nebenwirkungen mit, sodaß diese Studie ausschließlich während eines Klinikaufenthaltes durchgeführt wurde.

Liest man den Beipackzettel des Medikaments (es ist in Deutschland unter einem anderen Namen erhältlich), wird klar, warum das in Spanien nur im Krankenhaus verabreicht wurde und nicht mehr verabreicht wird.

Grüße

Harry
__________________
Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...

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castor ist offline
Beiträge: 1.091
Seit: 02.08.09
Sehr interessant. Die Funktionsmechanismen (hier: EBV-infizierte B-Zellen) sind also nicht ganz unbekannt. Seitens der Seilschaften - inkl. Charité - findet dies jedoch nur Würdigung, wenn eine chemische Keule in Aussicht ist.

Das Verhalten von Roche ist ebenfalls vorhersehbar. Ähnlich wie im Fall Lucentis/Avastin wird wohl zuerst eine Marktstudie durchgeführt, die bei betriebswirtschaftlich positiven Aussichten ein neues Präparat rechtfertigt - natürlich mit leichten "Veränderungen" , neuem Patent und noch höheren Preisen. Außerdem muß gecheckt werden, welche weiteren Auswirkungen sich ergeben.

Mit der Anerkennung der entzündlichen Ursache des CFIDS/ME käme nämlich ein Stein ins Rollen, der nicht mehr zu stoppen ist. So ließen sich die verlogenen Ärztekammer-Dogmen nicht mehr propagieren, wonach Autoimmunkrankheiten CFIDS/ME ausschließen. Multiple Sklerose funktioniert bspw. genau nach dem beschriebenen Muster, dass das EB Virus B-Zellen als Trojanisches Pferd benutzt und auf diesem Weg in das Gehirn wandert. Eine Überlappung der zwei Krankheiten MS und CFIDS/ME ist dadurch eigentlich schon belegt.

Letztlich bleibt die Frage, warum das entgleiste Immunsystem - normalerweise würden infizierte B-Zellen in die Apoptose gestürzt - nicht wieder auf den rechten Weg gebracht wird. Für den befallenen Organismus wäre dies sicher der schonendste Weg. Dazu bedürfte es z.B. der Vermessung des Zytokinprofils. Aber mit den komplexen Zusammenhängen will sich niemand auseinandersetzen und die Resultate führen auch nicht zu lukrativen Umsätzen.

Grüsse!
__________________
"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." (B.Brecht)

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

aspi ist offline
Beiträge: 190
Seit: 16.08.10

Medikament Rituximab - Studie Norwegen
Weiblich whitney99
Zitat Deutsches Ärzteblatt, Link s.o.

Hilft Rituximab bei chronischem Erschöpfungssyndrom?

Bergen –
Ist das chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) eine Autoimmunerkrankung? Norwegische Mediziner berichten in PLoS ONE (2011; 6: e26358) über Therapieerfolge mit dem monoklonalen Antikörper Rituximab, der zur Behandlung von Lymphomen und Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird.

Es gibt kaum jemanden mit CFS/ME, der nicht mindestens eine Autoimmunerkrankung als Co-Erkrankung entwickelt hat
oder schon vorher hatte.
Hashimoto-Thyreoditis, Fibromyalgie, Rheumatische Arthritis, Morbus Bechterew, Colitis Ulcerosa, Psoriasis etc.

Das allein spricht doch schon für Autoimmungeschehen
im Körper von CFS/ME Patienten.

Geändert von whitney99 (20.10.11 um 23:42 Uhr)

Medikament Rituximab - Studie Norwegen

Hollmann ist offline
Beiträge: 538
Seit: 22.10.06
Hallo zusammen,
@castor: stimme Dir völlig zu!

Möchte aber eines klar posten:
CFS ist aus meiner Erfahrung keine Autoimmunerkrankung. Da werden jetzt voreilig Schlüsse gezogen, nur weil Rituximab einigen geholfen hat. Übrigens: Kosten pro Monat: > 4000 Euro. Warum hat es den anderen 5en nicht geholfen?
Lieben Gruß
Thorsten
__________________
Multisystemerkrankungen: 7 Fachrichtungen zusammen an einem Tisch. Gibt´s das denn überhaupt?


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