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Vorsicht: Zeckenschlinge funktioniert nicht immer!
Solveig
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Beiträge: 931
Hallochen nochmal,
Mein Arzt hat gerade zurückgerufen, er verschreibt mir kein anderes Medikament. Er meint, in diesem Stadium würde das Cefixim alle Bakterien in 3-4 Tagen abtöten. Das hätte er auf einer Fortbildung gelernt.
Es wäre viel weniger belastend für den Körper als Doxycyclin (stimmt, Cefixim wird sogar während der Schwangerschaft genommen). Er hätte es sich gestern gut überlegt, mir kein Doxycyclin zu geben, weil Doxycyclin die Bakterien nicht abtöte sondern nur eine Vermehrung verhindere.
Komisch, dass man diese Info nirgends im Internet findet
Ich habe jetzt beim Hersteller Astellas angerufen, und um Fachinformationen gebeten. Und zwar möchte ich wissen, ob es eine Studie gibt, die beweist, dass Cefixim Borreliose-Bakterien im Anfangsstadium schon in 3-4 Tagen abtöten können. Am Montag wollen sie mich zurückrufen.
Wenn das wirklich stimmen würde, wäre es ja ein Klacks, sich mal eben prophelaktisch was für 7 Tage einzuschmeißen.
Bei jedem Antibiotikum kann der Therapieerfolg verzögert oder gar nicht auftre-
ten,(76/94/99/121) so dass eine Nachbehandlung, ggfs. mit einem anderen Antibiotikum, er-
forderlich ist.(31/159)
und auf Seite 18 eindeutig nachlesen
Zitat:
Eine erfolgreiche antibiotische Behandlung ist nur bei einem effizienten Immunsystem mög-
lich. Im Hinblick auf die Antibiose ergeben sich zudem bei den Borrelien Probleme durch na-
türliche oder erworbene Resistenzen. Dem Immunsystem kann sich der Erreger der Lyme-
Borreliose durch sogenannte Escape-Mechanismen entziehen.(7/74)
Im Frühstadium, d. h. in den ersten 4 Wochen nach Infektionsbeginn, ist bei der Antibiotika-
Behandlung mit einer Versagerquote von 10% zu rechnen.(121/135) Bei den chronischen Ver-
laufsformen liegt sie mit bis zu 50% wesentlich höher.(30/31/52/55/74/99/121)
Dagegen kann man auf anderen Seiten lesen, dass man mit einem gesunden Immunsystem den Erreger auch selbst erfolgreich bekämpfen kann.
Ich muss auch daran denken, dass 90% der Hunde Borreliose-positiv sind, aber nur 5% der Hunde an Borreliose erkranken. Warum?
Und ist das beim Menschen vielleicht eigentlich genau so?
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11
Vorsicht: Zeckenschlinge funktioniert nicht immer!
Quittie
Moderatorin
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Beiträge: 2.992
Hallo Solveig,
Zitat von Solveig
Wenn das wirklich stimmen würde, wäre es ja ein Klacks, sich mal eben prophelaktisch was für 7 Tage einzuschmeißen.
wenn Symptome bestehen, auch Allgemeinsymptome wie z.B. Fieber, dann ist es nicht mehr prophylaktisch mit der Therapie, sondern dabei handelt es sich dann schon um eine Infektion, wenn Borrelien übertragen wurden!
Das täte mich auch mal interessieren, was das für eine Fortbildung war, denn das habe ich so noch nie gehört.
Ja Doxy wirkt "nur" bakterostatisch, jedoch sind die Bakterien danach auch nicht mehr lebensfähig und sterben dann ab, da sie in ihrer Vermehrung gehemmt werden bzw. in ihrem Stoffwechsel eingegriffen wird.
Zudem hat Doxy ein breites Wirkungsspektrum, was von Vorteil sein kann, nach einem Zeckenstich mit möglicher Infektion.
Die universitäre Therapieempfehlung liegt schon zumindest bei 14-21 Tage, welche ziemlich kurz bemessen ist.
Drinne steckt man nicht - es könnten u.U. auch schon eine kürzere Therapiedauer reichen, aber ich persönlich würde nach heutigen Kenntnissen mich nicht darauf verlassen, und zusehen (wenn ich nach Zeckenstich Symptome entwickelt habe), dass es mindestens 3-4 Wochen gegeben wird und wenn danach immer noch Symptome bestehen oder wieder auftauchen, es auch länger verschreiben lassen. Notfalls würde ich den Arzt wechseln.
Vorsicht: Zeckenschlinge funktioniert nicht immer!
Solveig
Themenstarter
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Beiträge: 931
Hallo Quittie,
Vielen Dank für die Infos!
Ich glaube, er geht davon aus, dass es sehr wahrscheinlich eine FSME Reaktion war (wollen wir hoffen dass ich zu den 90% Leuten gehören, bei denen es bei der Erstreaktion bleibt).
Meine Symptome waren auch nicht stark. Ich hatte schwaches Fieber, Schwitzen und am Freitag schwache Kopfschmerzen.
Zitat von Quittie
Das täte mich auch mal interessieren, was das für eine Fortbildung war, denn das habe ich so noch nie gehört.
Danach hab ich nicht mehr gefragt, ich kam mir sowieso schon etwas frech vor, als ich ihn fragte, ob er die Information von einem Pharma-Referenten hätte
Zitat:
Ja Doxy wirkt "nur" bakterostatisch, jedoch sind die Bakterien danach auch nicht mehr lebensfähig und sterben dann ab, da sie in ihrer Vermehrung gehemmt werden bzw. in ihrem Stoffwechsel eingegriffen wird.
Das müsste ja wohl ausreichen!
Wenn ich nächste Woche die Kraft hab, such ich mir noch mal einen anderen Arzt - einen der sich mit Borreliose mehr auskennt.
Ansonsten warte ich auf den nächsten "Schub" oder auf eine sichere Diagnose, die irgendwann erstellt werden kann.
Ich werd hier auf jeden Fall weiter berichten, und wenn ihr nix mehr von mir hört hat mich die FSME zerlegt.
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nicht der papa
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Hallo Solveig,
denke bitte an die Probiotika, wie Angie schon geschrieben hat. Durch die Einnahme von AB kann sich eine sehr unangenehme antibiotikaassoziierte Kolitis oder pseudomembranöse Kolitis entwickeln, der man auch mit diesen probiotischen Joghurts oder Trinkjoghurts entgegen wirken kann.
Antibio=GegenLeben
Zu den unterschiedlichen Einstellungen zu Zeckenbissen darf man nicht vergessen, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Erfahrungen gemacht und unterschiedliche Einstellungen haben. Die sind zum Teil vollkommen entgegen gesetzt. Das kann ganz schön irritierend sein, wenn man das erste Mal ins Borrelioseunterforum kommt.
Dabei darf man nicht vergessen, dass viele hier seit Jahren an chronischer Borreliose leiden und entsprechend sensibilisiert sind.
Weitere Erklärungen gibt auch dieser Thread: Borreliose-Infos für Einsteiger
Unstrittig ist dabei allerdings, dass es wirklich absolut übel ist, wenn man an chronischer Borreliose leidet.
Ich wünsche dir in jedem Fall gute Besserung und das sich die Sache mit der AB-Einnahme erledigt hat.
An die Profis: Welche zusätzlichen homöopathischen und/oder phytotherapeutischen Massnahmen sind denn zur weiteren Unterstützung in so einem Fall empfehlenswert?
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11
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Angie1
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Beiträge: 3.335
Zitat:
nicht der papa An die Profis: Welche zusätzlichen homöopathischen und/oder phytotherapeutischen Massnahmen sind denn zur weiteren Unterstützung in so einem Fall empfehlenswert?[/QUOTE
Bin zwar kein Profi, schreibe aber trotzdem.
Ich würde ein Multivitaminpräparat, VitaminC (aber nicht zusammen mit dem AB), hochdosiertes Curcuma (zum Schutz der Mitochondrien) und ordentlich Entgiftungstee (Nieren.- und Lebergalletee), ggf. noch homöopathisches Konstituntionsmittel, einige nehmen auch Ledum in der C200 und Schlafen.
Wichtig: Darmprobiotika!!! (auch während AB und noch eine zeitlang nach AB)