Borreliose und Eiseninfusionen

16.04.17 12:30 #1
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Mera ist offline
Beiträge: 97
Seit: 27.12.15
Hallo,

ich habe kürzlich Eiseninfusionen erhalten. Gleich nach der Infusion fühlte ich mich als wäre eine Grippe im Anflug: müde, fröstelnd, Brennen der Augen, sofort auftretender Schnupfen, geschwollene Halslymphknoten, kratzender Hals. Diese Symptome verschwanden innerhalb der nächsten Tage.

Nach der zweiten Infusion jedoch wieder die gleichen Symptome nur noch mit der Steigerung, dass ich sogar 1,5 Wochen nicht mehr aus dem Bett kam. Ich bin sonst eher selten bis gar nicht so krank. Das hat mich also schon sehr verwundert. Dazu kam, dass ich sehr starken Nachtschweiß hatte, was sonst bei mir auch unüblich ist.

Da der Arzt mir erklärte, dass sich ein ausreichend hoher Eisenspiegel positiv auf Stoffwechsel und Immunsystem wirken würde, konnte ich mir meine Reaktion nur durch eine Herxheimer Reaktion seitens der Borrelien erklären?! Das wäre dann aber schon ganz schön heftig.

Weiß zu dem Thema vielleicht jemand Bescheid?

LG

Mera
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Borreliose und Eiseninfusionen

exMarkus83 ist offline
Beiträge: 352
Seit: 05.07.15
Eisen ist Futter für alle möglichen Erreger, außer Borrelien. Vielleicht hast du Chlamydien und die damit angefüttert. Eisen ist oft nicht ohne Grund niedrig.

Eisengabe und vor allem Infusionen ist glaube ich auch nicht unumstritten, da Eisen ja ausgeprägt toxisch wirkt, wenn es nicht an Proteine gebunden ist.

Borreliose und Eiseninfusionen

Mera ist offline
Themenstarter Beiträge: 97
Seit: 27.12.15
Danke für deine Antwort. Ich denke es wird den Biofilm und vielleicht auch die Bartonella gefüttert haben. Mann und ich dachte ich tu meinem Organismus was Gutes damit das Immunsystem wieder gestärkt wird. An und für sich hab ich einen Ferritin von 52.

Tja - war wohl ein Griff ins Klo ...
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Borreliose und Eiseninfusionen

Mera ist offline
Themenstarter Beiträge: 97
Seit: 27.12.15
Was mir dann aber doch schwer zu denken gibt:

Wenn es so wäre, dass Eisen alle möglichen Erreger füttert, müssten ja alle die eine Eiseninfusion bekommen haben derart heftig reagieren. Aber nein - kein einziger!

Die fühlen sich sogar alle noch besser. Und ich gehe mal davon aus, dass die Mehrzahl der Menschen (wenn nicht gar alle) Erreger in sich tragen die sich von Eisen nähren.

Mit einem Ferritin von 52 bin ich sicher nicht niedrig im Vergleich zu anderen sondern eher hoch. Ok laut Arzt ist ein Wert von 100 optimal damit der Stoffwechsel und damit die Energieproduktion richtig funktionieren kann.

Dass Eisen toxisch wirken soll als Infusion hab ich auch schon gelesen, jedoch keinen einzigen handfesten Beweis bis jetzt entdecken können - zumindest keine Symptome wie ich sie hatte.

Und auch hier gilt: Sollte es tatsächlich toxisch im Körper wirken, müssten die Leute reihenweise zusammenklappen oder es ihnen sehr viel schlechter gehen damit. Da ich die anderen regelmäßig beim Termin sehe, kann ich glaub ich vom Aussehen her abschätzen, dass da keine Vergiftung vorliegt und auch wenn sie die Infusion bekommen, brechen sie nicht zusammen oder geht ihnen schlechter.

Den Arzt auf meine Problematik angesprochen, war seine erste Reaktion eine ehrliche Überraschung. Ich denke - hätte er solche Fälle schon gehabt, hätte er zumindest gesagt, dass so etwas vorkommen kann.

Das sagt für mich erst mal, dass solche Probleme eher selten auftreten, was meiner Meinung nach bei mir jetzt nicht für ein plötzliches Anwachsen der Erregerpopulation spricht sondern eher für das Gegenteil - der Körper hat nun Reserven um einige Erreger besser zu bekämpfen meiner Meinung nach.

Oder ich hab eine Erregerart die kaum jemand anders hat. Aber was könnte das sein? Vor allem würde wieder der hohe Ferrit dagegen sprechen.


LG

Mera
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Geändert von Mera (17.04.17 um 09:19 Uhr)

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exMarkus83 ist offline
Beiträge: 352
Seit: 05.07.15
Bei so einem Ferritin Infusionen zu geben halte ich für fragwürdig. Wieso nimmst du nicht Tabletten bzw. ist da imho an sich gar kein Handlungsbedarf.

"Und ich gehe mal davon aus, dass die Mehrzahl der Menschen (wenn nicht gar alle) Erreger in sich tragen die sich von Eisen nähren."

Wieso sollte ein gesunder Mensch bakterielle Erreger in sich tragen (außer auf den Schleimhäuten)? Deine Symptome könnten auf jeden Fall auf Chlamydia pneumoniae passen, kannst du ja mal untersuchen lassen.

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Prema ist offline
Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Hallo Mera,

interessant was du berichtest. Dieses Zeug was wir beide Borreliose-Kranke da zB durch bestimmte Methoden aus dem Darm mit Einläufen ausscheiden (das haben wir nicht nur im Darm) speichert angeblich Eisen. Ich habe nach den ersten zehn Tagen meiner diesbezüglichen Therapie angefangen täglich Rostfarbenes, also Eisenhaltiges, nach dem Einlauf auszuscheiden - täglich für etwa 10-14 Tage. Jetzt passiert es so nur noch sporadisch. Wie gesagt glaube ich dass wir mit Borreliose-Mischinfekt auch mit kleinen Organismen konfrontiert sind, die aus dem Meer stammen und so manche von diesen speichern Eisen, heißt es. Bin gespannt wie's dir weiter geht damit...

LG Prema

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exMarkus83 ist offline
Beiträge: 352
Seit: 05.07.15
@Mera: Wie wurden bei dir Borrelien und Bartonellen diagnostiziert?

Ansonsten können deine Symptome auch zu eine Allergie passen. Dann müsste es aber während der Infusion schon zu Symptomen kommen. Würde denke ich dann auch nicht 1,5 Wochen anhalten.

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ullika ist offline
Temporär gesperrt
Beiträge: 2.189
Seit: 27.08.13
Ich würde bei Eisenmangel kein Eisen nehmen, um nicht Parasiten zu füttern. Sowohl Parasiten als auch Krebszellen haben einen erhöhten Eisenbedarf und und speichern viel Eisen.
ich würde Wermutblätter essen. Gerät das Artemisin vom Wermut in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die freie Radikale erzeugt werden, die die Zellmembrane von Krebszellen und Parasiten auseinanderreißen und vernichten.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22185819

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Mera ist offline
Themenstarter Beiträge: 97
Seit: 27.12.15
Erst mal vielen Dank für die vielen Antworten.


@exMarkus:

Ich hatte einen Test auf Chlamydien der negativ war. Allerdings weiß ich nicht ob dieser Test auf alle Spezies testet oder nur auf eine bestimmte wie in diesem Fall auf Chlamydia trachomatis. Wurde von meinem Frauenart durchgeführt. Klar - hast schon Recht - alle Symptome deuten auf Chlamydophila pneumoniae. Trotzdem - ich hatte noch nie im Leben Lungenentzündung - aber das beweist wahrscheinlich gar nichts.

Die Borrelien wurden via Dunkelfeld festgestellt. Naja - hatte auch einen typisch großen roten Fleck und bereits ungezählte Zeckenbisse bzw. Mückenstiche in meinem Leben. Wäre von daher tatsächlich ein Wunder, wäre ich nicht infiziert. Noch dazu eine HPU, bei der Klinghart ja meint, dass diese die Grundvoraussetzung für eine Infektion darstellen würde. An anderer Stelle hab ich jedoch auch schon gelesen, dass HPU gerade von Borrelien hervorgerufen wird. Jetzt schmeck's halt.

Ich weiß, dass ich bei Ferritin von 52 keinen Bedarf hab. Allerdings setzt sich jetzt eine neue Erkenntnis durch, die besagt, dass der Stoffwechsel des Körpers, und damit der mitochondriale Stoffwechsel, erst dann optimal funktionieren kann ab einem Ferritin von 100. Daher der Ansatz für die Infusion. Daher auch meine Intention auf einen Ferritin von 100 zu kommen.

Siehe auch hier: https://www.eisen-netzwerk.de/eisen/...im-koerper.htm
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Mera ist offline
Themenstarter Beiträge: 97
Seit: 27.12.15
@Prema: Sprichst du jetzt auf die Parasiten an? Ja die sollen ja auch Eisen speichern - wie so viele anderen Nährstoffe auch soweit ich weiß. Das sind ja die Vitalräuber schlechthin.

Rostfarbene Dinger hab ich bis jetzt noch nicht ausgeschieden. Der überwiegende Teil war transparent, farblos auch sehr viel Biofilm.

also das mit dem Mischeffekt glaub ich sofort. Der Biofilm soll ja ein richtiges Mikroklima für die Erschaffung völlig neuer Mikroorganismen darstellen.
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