Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

15.10.07 22:31 #1
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Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.119
Seit: 07.04.10
Auch off topic @nasenspray

Ich kenne das gut, die Ablehnung gegen Nasenspray; habe mir als Jugendliche die Nasenschleimhaut samt Geruchssinn ruiniert damit. Allerdings ist es auch keine Alternative, die Nase verstopft zu lassen, ohne etwas dagegen zu tun; auf die Weise habe ich mir Jahre später langwierige Nebenhöhlenentzüngen mit Zysten in den Nebenhöhlen eingehandelt.
Wie Ory scheibt: Salzwasserspray oder (meine Erfahrung) Spenglersan K-Spray helfen ganz gut. Das mache ich inzwischen bei Erkältung und Heuschnupfen
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"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

Anonym20100 ist offline
Beiträge: 496
Seit: 22.09.10
Hallo,

ich leide unter diversen Beschwerden (sh. mein Thema "Scheidenbrennen und Brennen beim Wasserlassen ohne Infektion") und möchte mal was fragen:

Ich brauche Teststäbchen zur Bestimmung des Urin pH Wertes. Kann mir jemand Links zu solchen Artikeln in einer Online Apotheke schicken?

Und - gibt es diese Teststreifen die Ärzte verwenden auch, wo man Nitrit etc. sehen kann? Wenn ja, bitte auch Links! DANKE!

Chronische Blasenentzündung - Wege aus dem Teufelskreis

Melle86 ist offline
Beiträge: 92
Seit: 03.11.10
Hallo Anonym,
Ich habe immer die Teststreifen"Combur9"Da habe ich alles drauf.pH-Wert,Leukos,Nitrit,Blut und Eiweiss.
Allerdings sind die nicht billig.
Beziehen tu ich sie bei Apotal oder kuck bei Preisroboter wo sie im Moment am günstigsten sind.

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Rope ist offline
Beiträge: 12
Seit: 10.05.11
Hallo Tweetyhole,

ich stell mich kurz vor. 39 Jahre weiblich, seit September letzen Jahres Blasenentzündung zunächst mit Nierenbecken Entzündung. In Frankreich zunächst fehlerhaft behandelt. Dann Antibiose, Besserung, Verschlimmerung, wieder Antibiose USW. Immer in zweiwöchigen Abständen. Ende November eine Woche stationär Antibiotikum i.v. Danach Langzeitantubiose bis Mitte Feburar. Trotz Abtubiotikum neue Infekte behandelt mit stärkerer Antibiose, so ging es weiter bis vor zwei Wochen. Zwischenzeitlich im April erneut stationär mit Verdacht auf interzistielle Zystitis, diese wurde durch Probeentnahem Ausgeschlossen. Die Hanröhre wurde geschlitzt. Das übrigens ohne Vorankündigung also ohne mein Wissen und ohne mein Einverständniss.
Nach der Op schlimmere Beschwerden als je zuvor die auch unter Antibiotikum nicht besser wurden.

Weitere Beschwerden haben sich zudem im Laufe der Monate hinzugesellt.
Schwach und zittrig, kurzatmig, ständige Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, Kopf- Nacken und Gliederschmerzen. Schwindelatacken, Wadenkrämpfe, Doppel Bilder beim sehen.

Weil ich mich in ein körperliches Wrack verwandelt hatte und dementsprechend nicht mehr regelmäßig bis garnicht arbeiten konnte, kamen Finanzielle Sorgen und Zukunftsängste hinzu. Das alles mündete in einer starken Depression. Ich war kommplett Empfindung- und Teilnahmslos geworden und wurde vollständig vom Schmerz beherrscht.

Ich stand kurz vorm Suizid, als mir ein Bekannter einen Link für dieses Forum geschickt hat und mir dadurch dein Beitrag in die Hände gefallen ist.

Ich danke dir tausendfach!!!!! Ich habe deine Vorschläge alle in die Tat umgesetzt. Begonnen habe ich mit einer Alkana N Kur. Nach drei Tagen waren die Schmerzen quasi verschwunden. Jetzt nach zwei Wochen sind sie einfach weg. Mein pH Wert im Urin lag bei 5,2 als ich mit der Kur begann. Ich habe eine Woche die dreifache Dosierung genommen jetzt nehme ich die zweifach und werde nach und nach langsam Ausschleichen.

Weiterhin habe ich wie du empfielst die Ernärung auf "basische Kost" umgestellt.

Wärend des ganzen Krankheitsverlaufes habe ich die Ärzte auch immer wieder auf Pilsinfektionen angesprochen. Wurde jedoch ignoriert. Lediglich die Frauenärztin ließ sich herab mir mitzuteilen daß die ständigen vaginalen Pilzbefälle, unter denen ich mittlerweile auch litt, vermutlich vom Darm ausgelöst würden. Unternommen hat sie nichts.

Mein Glück war daß mittlerweile auch mein ganzer Mund stark mit Pilzen besetzt war, sodaß der Arzr mich nicht länger als hysterische Ziege betrachten konnte und verschrieb mir Nystatin. Diese Tropfen sollte ich zweimal täglich 1ml nehmen. Dies habe ich dann, nach den Tipps aus dem Netz und nach Packungsbeilage auf 4xtäglich 2ml erhöht.

Jetzt nach zwei Wochen ist der Soor im Mund zwar noch da aber wesentlich besser. War auch nochmal beim Arzt ohne Erfolg. Man wird schlicht nicht ernst genommen. Zu einer Untersuchung des Stuhls konnte ich bisher keinen Arzt überreden. :-(

Gleichzeitig habe ich mit einer Pilzdiät begonnen und auch hier: Nach drei Tagen waren die Depressionen und alle Körperlichen Bescherden verschwunden! Weiterhin nehme ich ein hochdosiertes Vitaminpräparat sowie Bakterien die die Darmflora wieder aufbauen.

Ich muss es nochmal sagen danke danke danke. Ohne deine Tipps wäre ich höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben. Noch bin ich nicht wieder kommplett bei Kräften, aber es wird. Ich denke daß ich das Programm ab nächster Woche mit einem Leichten Lauftrauning ergänzen kann um wieder
vollends auf die Beine zu kommen.

Du bist meine Retterin! DANKE!!!!!

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.093
Seit: 04.02.09
hallo rope ,

erst einmal recht herzlich willkommen hier im forum .

ein wink des schicksal das du den thread von tweetyhole gefunden/gelesen hast und etwas für dich rausholen konntest .

Tweetyhole war längere zeit nicht mehr hier im forum (august 2oo9 das letzte mal ) aber sicherlich werden andere deinen beitrag lesen und eventuell fragen haben .

weiterhin gute besserung
lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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Rope ist offline
Beiträge: 12
Seit: 10.05.11
Hallo Carmen,

die reine Erweiterung der Hanröhre wurde bei mir auch gemacht, es wurde nichts geschnitten sondern nur gedehnt. Nach einer Weile war dann wohl ein vertretbares Maß erreicht. Allerdings geht diese Dehnung auch wieder zurück und muss ggf immer wieder neu gemacht werden.

Diese Harnrögrenschlitzung wurde bei mir dann später ebenfalls gemacht, allerdings ohne mein Wissen und ohne Einwilligung. Die hätte ich nie gegeben, denn auch wenn mir kein Urologe wirklich helfen konnte, in dem Punkt waren sich alle einig. das ist ein veraltetes Verfahren und bringt nichts außer Narbengewebe und damit möglicherweise noch mehr Probleme.

Nach diesen Dehnungen waren bei mir die Infekte nur noch schlimmer und nach der Op war es schlimmer als je zuvor.

Wenn es irgendwie anders geht, lass es nicht machen.
Ich denke daß mit der verengten Harnröhre is quatsch, denn ich konnte ja 39 Jahre lang prima damit leben.

Hallo Ory, und Hallo alle anderen,

Fragen beantworte ich gern, was bei mir funktioniert hat muss bei anderen nicht auch funktioniern, aber ich schildere gerne meine Erfahrungen. Vielleicht klappt es bei anderen Menschen ja auch.

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mondvogel ist offline
Beiträge: 5.119
Seit: 07.04.10
So, guten Morgen,

jetzt habe ich wieder eine Blasenentzündung erwischt; die verhagelt mir gerade den so heiß ersehnten Feiertag.
Ich bin so enttäuscht; ich habe ab ca 15. Dez bis mitte März Urovaxom geschluckt; und ich wollte ab nächsten Montag eine 10tägige Auffrischung machen; und jetzt das...es ist zum Heulen. Morgen gehe ich dann zu meiner HÄ; und ich werde wahrscheinlich auf den Knien nach ABs winseln. So eine SCh.......

Huete trinke ich halt viel Blasentee, nehme abwechselnd: Goldrute(Tablette); und homöopatisches Ferrum, und Natrium phosphoricum und dann trinke ich wieder was, und dann schlucke ich wieder ferrum... ich hatte mir den Feiertag anders vorgestellt.....
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Hakushi ist offline
Beiträge: 784
Seit: 19.03.07
hallo Monsterbird,

das ist ja wirklich übel, tut mir leid.

Allerdings finde ich, Du könntest Dich besser behandeln.

- Ich meine, mich zu erinnern, dass ich bei Udo Pollmer mal gelesen habe, dass gerade Eisen von Bakterien benötigt wird. Also ferrum halte ich daher für eher nicht geeignet. Wenns auch homöopathisch ist, also wirkungslos.
Aber die Laktose... Würd ich weglassen.
-Goldrute, Schachtelhalm und Bärentraubenblätter würd ich als sehr hoch dosierte Tees , selbst aufgebrüht, einsetzen. Nicht das gefriergetrocknete aus der Apo. Das ist überwiegend Zucker und zu wenig Wirkstoff.

Tabletten würd ich generell vermeiden, wegen Laktose und der anderen Beistoffe.
Vielleicht mal Meerrettich?

Von den ABs würd ich mich so fern wie möglich halten. Mir gibt es sehr zu denken, dass vor allem Frauen von EHEC betroffen sind. - Wenn das mal nicht die sind, die zu häufig beim Uro waren... Und viel Salat essen, aus Zeitgründen den fertig gerichteten aus dem Kühlregal, in die Schüssel gekippt und Soße aus der Flasche drüber. So stell ich mir den Start der EHEC-Epidemie vor.

Äh, entschuldige, Sarkasmus übermannt mich - war heut nicht Vatertag - also nicht Deiner? *grins*

Danke Euren Berichten zu Urovaxom und Schlitzungen. Entspricht genau meinen Kenntnissen. Nur Geldmacherei.

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inchiostra ist offline
Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Hallo liebe Monsterbird


Bin eben mal runtergehechelt und dir im Garten was ausgesucht.
Habe dir den blühenden Lavendel ausgesucht, wegen dem Duft. Wollte erst die Rose, aber die duftet nicht so.

Für deinen leider verpatzten Tag. Das ist aber auch wirklich sch...

Vielleicht deswegen, weil du dich so gefreut hast, ist ja manchmal so.




Aber stimmt, wie Hakushi sagt, wegen der Tabletten. Da ist ja oft Laktose drin (in deinem jetzt nicht) aber sehr oft.

Du siehst ja glaube ich, wie ich mich seit Monaten bemühe wegen der Ernährung.
Auf jeden Fall habe ich alle Milchprodukte weg (außer einen Schluck Sahne mal)

Ich bin bei mir auf Die Zusatzstoffe gestossen. Besonders die E Stoffe.
Bei Uro-Vaxom sind z.B. Titandioxid E 171 drinn und Mannitol.
Mannitol ist ja Harntreibend. Da ist übrigens auch Eisen drin, wie Hakushi ja sagt ist nicht so gut.

Ich will ja nur vorschlagen, mal an eine Pseudoallergie zu denken.
Und an die Milchprodukte und überhaupt an die Ernährung.

Halt dich mal schön an mich hier im Forum.
Ich bin immer mal irgendwo, weil ich ja noch ausprobiere und lerne.

Ich drück dich mal (aber nicht zu feste)und singe Heile heile gänschen wird bald wieder gut........
Und ein Wärmekisen vielleicht....

Hole dir Morgen wirklich mal Meerrettich. Frischen.

Ganz liebe Grüße
inchiostra

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Pieroszka ist offline
Beiträge: 1
Seit: 02.06.11
Hey!
ich bin heute zum ersten Mal auf dieses Forum gestoßen, als ich aus Langeweile, weil ich mal wieder mit Blasenentzündung im Bett liegen muss, ein bisschen nach möglichen Tipps von Leidensgenossinnen gesucht habe.
Ich muss sagen, was ich in diesem Thread auf den ersten Seiten gelesen habe war für mich ein bisschen so, wie für Martin Luther das „Turmerlebnis“ auf der Wartburg gewesen sein muss: „Das Tor zum Paradies“. Naja vielleicht übertreibe ich, aber zumindest ist es sehr erleichternd, wenn ich merke: dass es die letzten Tage einfach nicht besser wird, liegt nicht daran, dass die Bakterien extrem hartnäckig sind, oder dass ich trotz literweise Kräutertee noch zu wenig trinke, sondern daran, dass ich übersäuert bin. Zumindest erscheint jetzt ein etwas größeres Licht am Ende des Blasenentzündungs-Tunnels.
Trotzdem haben mich einige Sachen etwas verwirrt bzw. haben sich bei mir als Fragen aufgeworfen, weswegen ich noch mal nachfragen wollte:

Zunächst habe ich so zur Mitte des Forums oder ca. auf den 40er Seiten festgestellt, dass plötzlich doch wieder ganz viel von ABs (ihr meint doch Antibiotika oder???) gesprochen wurde, obwohl ja auf den ersten Seiten festgestellt wurde, dass genau darin eine Ursache des ganzen Übels liegt. Ich gebe zu, ich habe sehr großzügig Seiten übersprungen und habe daher nicht den Zusammenhang mitbekommen, aber irgendwie verwirrt mich das.
Genauso wie das plötzliche Abraten von Nr.3 Ferrum phosphoricum. In allen Schüssler-Büchern und Ratgebern lese ich, dass die Nr. 3 bei Blasenentzündung empfohlen wird. Wieso jetzt plötzlich doch nicht? Worauf basiert diese Aussage? Hab in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen mit Eisen bei BE gemacht.

3. Frage: Das männliche Anhängsel.
Was meint ihr? Hat die Ernährung und Übersäuerung meines Freundes dann auch wieder Auswirkungen auf mich? Wenn er Bakterien in sich trägt, die bei ihm nicht zum Ausbruch kommen, er sie aber beim GV an mich weitergibt, bin ich dann durch meinen zukünftig hoffentlich besseren Säure-Basis-Haushalt besser geschützt? Es wäre nämlich so gut wie unmöglich ihn von einer gesünderen Ernährung zu überzeugen, denn er liebt Fleisch, Käse, fettiges und salziges Essen und mag kaum Gemüse. (wobei es mit Gemüse ja zurzeit wegen EHEC eh nicht so einfach ist.)

Würde mich sehr über Antworten freuen.
Schönen Feiertag noch…


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