resistente Salmonellen

04.08.11 07:45 #1
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James ist offline
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Ein neu aufgetretener resistenter Salmonellen-Stamm bereitet in Nordamerika und Europa Sorgen. Der Durchfall-Erreger ist gegen die gängigen Antibiotika unempfindlich. Ursprünglich kam dieser Stamm aus Afrika, breitet sich aber ständig weiter aus.
Näheres unter
Durchfallerreger: Resistente*Salmonellen bereiten Forschern Sorge - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

resistente Salmonellen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Das sind ungute Nachrichten, James .
Das Bundesinstitut für Risikoforschung hat sich auch mit diesem Thema befaßt:

Ergebnis:
Die vorgelegten Daten zeigen, dass bei Salmonellen und E. coli während des gesamten
Untersuchungszeitraumes:
• 69 % der aus Lebensmittel liefernden Nutztieren (Rind, Schwein, Geflügel) stammenden
Salmonellen und 42 % der E. coli-Isolate resistent gegenüber antimikrobiell wirksamen
Substanzen sind.
• 52 % der vom Nutztier und 42 % der von Lebensmittel stammenden Salmonellen sowie
37 % aller E. coli-Isolate multiresistent sind (mehr als eine Resistenz).
• es speziell beim Geflügel zunehmend zur Resistenz gegenüber Chinolonen kommt. Bei
Salmonellen nahm die Resistenz innerhalb des Untersuchungszeitraums signifikant von
5,3 % auf 26 % zu.
• die Fluorochinolonresistenz bei E. coli bereits bei 14 % liegt.
• viele multiresistente Isolate Integronstrukturen aufweisen, die Multiresistenzen en bloc
horizontal und vertikal ausbreiten können.
• die Resistenzdeterminanten von E. coli und Salmonellen teilweise große Unterschiede
aufweisen.
http://www.bfr.bund.de/cm/343/resist...i_isolaten.pdf

Grüsse,
Oregano

resistente Salmonellen

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Viele Frauen leiden unter Entzündungen von Harnleiter und Blase. In den meisten Fällen steckt E.coli dahinter, weil der räumliche Abstand zum natürlichen Siedlungsort (Darm) gering ist. Eventuell ist eine Fehlbesiedlung deshalb so schlecht zu bekämpfen, weil Resistenzen dahinter zu vermuten sind. Sicher würde auch hier ein Antibiogramm VOR einer Antibiotika-Behandlung Aufklärung bringen.
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Gruß, James


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