Verhalten als Krankenhausbesucher

02.07.11 00:13 #1
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Solveig ist offline
Beiträge: 995
Seit: 19.03.09
Hallo,
ich muss leider regelmäßig ins Krankenhaus auf eine Schlaganfallstation, und möchte mein 4-jähriges Kind dort auch mit hinnehmen.
Was muss ich tun, um mir nicht so einen Keim zu holen? Vorher und hinterher mit Desinfektionsmittel die Hände einreiben und nichts anfassen? Oder gibt es die Keime vorwiegend in den OP-Säälen?
Schon mal im voraus besten Dank für Eure Antworten,
Solveig

Verhalten als Krankenhausbesucher
Esther2
Zitat von Solveig Beitrag anzeigen
Was muss ich tun, um mir nicht so einen Keim zu holen?
Wenn du ein Immunsystem hast, passiert dir in der Regel nichts.

Wenn die Keime auf Desinfektionsmittel empfindlich wären, dann hätte das Krankenhaus sie nicht. In diesem Sinne glaube ich nicht, dass dir das Desinfektionsmittel da was bringt.

Die Erreger können im Krankenhaus auch deshalb so gut leben, weil von unserem Medizinsystem viele Menschen "ohne Immunsystem" gezüchtet werden.

Ich würde ganz einfach nachher ordentlich Hände waschen (was eigentlich selbstverständlich sein sollte).

LG, Esther.

Verhalten als Krankenhausbesucher

Nischka ist offline
Beiträge: 1.523
Seit: 02.01.11
Hallo!
Zum Ordentlich-Hände-Waschen empfehle ich Teebaumöl (100%iges). Ich nutze es mindestens einmal täglich zum Hände-Desinfizieren: Einen Tropfen auf die Hand, etwas Wasser dazu, dann gut verteilen an den Händen und Handgelenken, etwa eine Minute einwirken lassen und normal abwaschen. Riecht zwar stark, aber mich stört es nicht.
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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Guten Abend Esther2,

Die Erreger können im Krankenhaus auch deshalb so gut leben, weil von unserem Medizinsystem viele Menschen "ohne Immunsystem" gezüchtet werden.
Deine Aussage ist sehr interessant, also das Medizinsysthem züchtet Menschen ohne "Immunsystem". Das ist natürlich völlig richtig. Was spricht für Dich dagegen?

Alle Transplantierten bekommen Medikamente zur Immununterdrückung. Hast Du schon einmal mit Menschen gesprochen die auf ein neues Herz, Leber oder eine Niere warten und wie sehr sie mit einer Unterdrückung des Immunsystems einverstanden wären, wenn sie ein Organ bekommen würden.

Verfolgst Du die politischen Diskussionen über Organtransplantation, offensichtlich nicht, sonst würdest Du so etwas nicht schreiben. Deine Aussage ärgert mich, mächtig, gewaltig.

peter

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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Guten Abend Nischka,

ich habe den massiven Eindruck, Dir ist die Situation nich ganz klar, Teebaumöl als Mittel gegen MRSA anzubieten ist ein Witz. Zitat:

Es sind vor allem falsche und schlecht durchgeführte Therapien, durch die resistente Erreger gezüchtet werden Das Auftreten von MRSA-Stämmen im Krankenhaus erfordert gezielte antiepidemische Maßnahmen mit Isolierung des Patienten oder mehrerer mit MRSA besiedelten Patienten in einem Zimmer – sogenannte Kohortenisolierung. Da die Erreger im Krankenhaus meist von Pflegepersonal und Ärzten (iatrogen) verbreitet werden, ist die wichtigste Maßnahme gegen die Ausbreitung multiresistenter Erreger die gründliche Händedesinfektion. Je nach der zu verrichtenden Tätigkeit am Patienten oder der Lokalisation des MRSA beim Patienten werden zusätzlich Einmalhandschuhe, Schutzkittel und Mundschutz getragen. Die strikte Einhaltung der Händehygiene ist der wichtigste Punkt der Vorsorge. Isolierungsmaßnahmen können die Übertragungsrate in Krankenhäusern deutlich verringern.
aus:Staphylococcus aureus

Warst Du schon in einem Kranenhaus und hattest MRSA? Ich denke Du würdest nicht einen solchen Unsinn hier schreiben, dazu ist die Angelegenheit mit über 5000 Toten im Jahr wohl zu ernst.

peter

peter

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Nischka ist offline
Beiträge: 1.523
Seit: 02.01.11
Teebaumöl als Mittel gegen MRSA anzubieten
knutpeter: Du mußt mich verwechseln, oder Du hast mir was angedichtet...
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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.006
Seit: 04.02.09
hallo knutpeter ,

Je nach der zu verrichtenden Tätigkeit am Patienten oder der Lokalisation des MRSA beim Patienten werden zusätzlich Einmalhandschuhe, Schutzkittel und Mundschutz getragen.
so sollte es sein, ist es aber leider bei weitem nicht .

Die strikte Einhaltung der Händehygiene ist der wichtigste Punkt der Vorsorge. Isolierungsmaßnahmen können die Übertragungsrate in Krankenhäusern deutlich verringern
so sollte es sein .

@Solveig,

zu deiner frage ob man kinder mit zu einem krankenhausbesuch mitnehmen kann , kann ich persönlich nur sagen : man sollte dies so gut es geht umgehen /vermeiden .

ließ mal hier ;Der alltägliche Wahnsinn – Krankenhaus unplugged « Assistenzarzt

lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Hallo, Ory, danke für Deinen Beitrag und für den informativen Link!

Hallo, Soveigh, bitte lies Dir den Link durch (na ja, die Bitte ist überflüssig, Du wirst das sowieso tun), bitte beherzige das und bitte

ich weiß zwar nicht, warum Du auf die Schlaganfallstation musst, aber nimm Dein Kind nicht mit, die Gefahr ist einfach zu groß, dass es Keime aus dem Kindergarten reinschleppt. Das Kind ist einfach zu klein, um antiseptische Maßnahmen zu begreifen und Regeln konsequent einzuhalten.

Alles Gute!

Datura

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Esther2
Bei all diesen Sachen ist abzuwägen - wenn das Kind z.B. seine Oma besuchen geht, ist es eine andere Situation als es geht zu einer ihm unbekannten Person. Natürlich ist es bzgl. der Keime nix anderes, aber es gehört zum sozialen Aufwachsen schon auch dazu, kranke Familienmitglieder zumindest von Zeit zu Zeit zu besuchen. Je weniger Kontakt Kinder mit Kranken oder sogar Sterbenden Menschen haben, desto tabuisierter wird dieser Teil des Lebens für sie, mit allen Konsequenzen ...

Ich habe selbst schon öfter diese Entscheidung treffen müssen, und habe mich immer für den Besuch im Krankenhaus entschieden. Natürlich nur, wenn das Kind gesund ist und keine weitere Gefahr für den Kranken darstellt.

LG, Esther.

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Solveig ist offline
Themenstarter Beiträge: 995
Seit: 19.03.09
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die vielen Beiträge!

Mein Sohn war seine Oma besuchen. Nicht direkt in der Schlaganfallstation sondern zwei Zimmer weiter. Und die Oma ist aufgeblüht, als sie ihr einziges Enkelkind sah. Sie begann zu singen und zu zählen wie sie es immer mit ihm machte...... Sie wird gottseidank Dienstag in die Reha verlegt, und da kursieren ja hoffentlich nicht so viele Keime wie im Krankenhaus. Wir haben uns vorher und hinterher desinfiziert und mein Sohn hatte den Auftrag, nichts anzufassen (Fensterbank, Tür usw....). Er hat bisher ein super Immunsystem (ungeimpft und vorher ein Jahr Waldkindergarten), die ganzen Keime die im Kindergarten rumgehen (derzeit ständig Scharlach!) prasseln an ihm ab. Er ist quasi nie krank außer einmal pro Jahr ein bissl Fieber. Daher hoffe ich, dass er auch mögliche Keime von der Oma nicht abbekommen hat....

Liebe Grüße
Solveig


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