Krankenhaushasser

15.09.10 03:24 #1
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Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Bisher wurde viel zu oft gesagt, dass eine Krankenhausinfektion schicksalhaft sei - aber so langsam scheint auch unsere Gerichtsbarkeit anzufangen sich dafür zu interessieren:

Klinik Künzelsau: Staatsanwalt ermittelt - Südwest Presse Online
17. Dez. 2010 ... Die Staatsanwaltschaft Hall ermittelt gegen das Hohenloher Krankenhaus in Künzelsau. Der Verdacht bezieht sich auf Verunreinigung mit Keimen ...

Klinik Künzelsau: Staatsanwalt ermittelt - Südwest Presse Online

Schwere Bakterien-Infektion: Anklage gegen Arzt
Heilpraxisnet.de - ‎06.01.2011‎
Gegen einen Arzt aus Fulda hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Dem Orthopäde wird vorgeworfen, in einem privaten Operationszentrum operiert zu haben ...

Schwere Bakterien-Infektion: Anklage gegen Arzt

Ermittlungen gegen Augenklinik Löbau
BILD - ‎10.01.11 17:00‎
... bei mehreren Patienten ermittelt die Staatsanwaltschaft Görlitz wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung in der Löbauer Augenklinik. ...

Ermittlungen gegen Augenklinik Löbau - Leipzig - Leipzig - Bild.de

Krankenhaushasser

Juppy ist offline
in memoriam
Beiträge: 1.494
Seit: 07.11.09
Hallo Krankenhaushasser,
da bekommt man schon beim lesen eine Gänsehaut.
Ob sich in der Zukunft was ändert, ich glaube kaum.
Da wird ja auch noch mit der Infektion Geld verdient.
Und die Daten, denke ich, sind auch noch bestimmt nach unten korrigiert.

Darum ist meine Einstellung, selbst für seine Gesundheit sorgen, damit es nicht zu einem Krankenhausaufenthalt kommt.
Natürlich bei einem Unfall ist man ja machtlos und ist auf Hilfe der Ärzte angewiesen.
Gruss
Juppy

Krankenhaushasser

Juppy ist offline
in memoriam
Beiträge: 1.494
Seit: 07.11.09
Beim durchlesen Deiner Seite, wird meine Einstellung zu den Ärzten immer wieder bestättigt.
Und darum meide ich sie wie die Pest.
Ich muss schon auf allen vieren kriechen müssen, bevor ich mich ins Krankenhaus einweisen lasse.
Da ich schon dem Arzt nicht glaube bei seiner Diagnose, konnte ich mir und meiner Frau so manche Operation ersparen.
Aber dafür muss man sich aber auch mit dem Thema auseinander setzen.
Ich bin froh, dass ich heute den nötigen Wissensstand habe um das richtige entscheiden zu können im Falle einer Erkrankung.

Ähnliche Bilder konnte ich im Krankenhaus auch sehen, als ich Verwandten besucht hatte.
In mancher Obdachlosen- Unterkunft ist es sauberer.
Gruss
Juppy

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo Juppy,
glücklicher Weise habe ich noch keine ernsthafte Erkrankung gehabt, obwohl ich nicht sehr gesund lebe (Raucherin, Überwicht, zu wenig Bewegung).

Aber ich warte auch grundsätzlich drei Tage ab, wenn ich etwas habe - und wenn es nach drei Tagen nicht anfängt besser zu werden, sehe ich erstmal im Internet nach, frage eventuell den Apotheker und erst dann fange ich an über einen Arztbesuch nachzudenken - also gehe ich äußerst selten zu Ärzten.

Ich überlege nur, ob es mir so gut geht, obwohl ich nicht zum Arzt gehe - oder deshalb !

LG Krankenhaushasser

Krankenhaushasser

polly ist offline
Beiträge: 47
Seit: 01.06.09
Hallo,
habe mir Deine HP angesehen, toll.
Die "Hygiene" in den Krankenhäusern ist leider gang und gäbe; aber auch ambulant in vereinzelten Praxen und in Altenheimen.

Man kann leider auch nicht grundsätzlich sagen, in dem Krkhs. ist es gut, in dem schlecht, es wechselt leider tgl. Die Zustände die Du beschreibst habe ich schon in der Notaufnahme erlebt und auf Station. So auch die "Tischdecke" auf dem Tisch, an dem gegessen werden konnte war mit Blutflecken "besiedelt". (Wahrscheinlich waren die Spritzen nach der Blutabnahme in der Hektik aus dem Nierenschälchen gefallen.....)

Auch das mit dem "Verhungern" ist leider nicht neu. Unser Schwager erkrankte vor ca. 35 Jahren an Krebs und kam vor Schwäche nicht mehr an sein Essen heran. Wie uns dann die Mitpatienten erzählten, dass das Essen seit Tagen mit der Frage: "hat es geschmeckt Herr ....." so abgeräumt wurde, wie es auf dem Nachttisch seitlich am Bett hingestellt war, fuhren wir vor und nach der Arbeit hin und fütterten ihn so gut es ging. Das er keine Überlebenschance hatte wussten wir, aber auch das Sterben sollte doch in Würde geschehen und er hatte schließlich noch Appetit.

Damals hat man sich noch nicht soviel den Kopf über Infektionen zerbrochen; entweder weil man zu jung war oder es noch nicht das Thema war. Nur, es ist seitdem doch immer schlimmer geworden; also zu der schon seit jeher mangelnden Pflege Schwerstkranker nun noch die vielen multiresistenten Keime, die uns erst die Lebensqualität und letztlich das Leben selbst rauben.

Ich weiß nicht ob man es hier darf, möchte aber mal auf eine Website hinweisen, die sehr aufschlussreich - zumindest was das Gesundheitswesen betrifft - ist: "Öffentlicher Brief eines bayrischen Hausarztes".

Gruss polly

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo Polly,
vielen Dank für den Hinweis auf den "Öffentlicher Brief eines bayrischen Hausarztes“.

Das macht einem ja richtig Angst weil sich das sehr logisch anhört, was der da schreibt.

Ich habe ja schon von der Pflegemafia und vom Pharmakartell gehört – aber wenn es jetzt noch ein Krankenhauskartell gibt, können die mit uns machen, was sie wollen !

Und die Politiker kommen nicht dagegen an oder machen mit.

Der Seehofer hat in einem Video bei YouTube zugegeben, das die Politiker nicht gegen das Pharmakartell ankommen. Es geht um die Positivliste – eine Liste von Medikamenten, die von den Ärzten verschrieben werden dürfen, weil sie wirksam und kostengünstig sind. Aber die Pharmamafia verhindert seit dreißig Jahren erfolgreich, dass eine solche Liste erstellt wird, wenn sie nicht selbst bestimmen dürfen, welche Medikamente da drauf stehen.


Auch Herr Rösler hat nach seinem Amtsantritt gesagt, dass er der Pharmaindustrie auf die Füße treten will – das haben die ihm aber schnell wieder abgeschminkt.

Und wenn die Krankenhäuser auch eine solche Macht bekommen, kommen die Normalbürger bald wieder in 20–Betten–Zimmer – das ist billiger.

LG
Krankenhaushasser

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Heute habe ich auf NDR 3 einen Bericht über eine MRSA-Studie in Osnabrück gesehen - es sträubten sich meine Nackenhaare !

Auf den Seite vom Ndr steht der Bericht darüber - mit Video.

Da steht unter anderem:

Die Auswertung ergab nun, dass das höchste Infektions-Risiko Menschen mit beruflichem Kontakt zu Schweinen haben.

Studie zu gefährlichen Krankenhauskeimen | NDR.de - Regional - Niedersachsen - Osnabrück/Emsland

Also: keine Angst vor MRSA, wenn Du kein Schweinebauer bist !

Krankenhaushasser

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.800
Seit: 20.05.08
Das ist aber wirklich wahr!

Schon über 80% aller Schweine in Deutschland sind Träger von MRSA. Die Tiere erkranken nicht, leider aber ihre Pfleger und deren Familienmitglieder und Kontaktpersonen. Damit gehört der Beruf Tierpfleger genau so wie Altenpfleger zu der höchsten Risikogruppe.
Inzwischen ist auch klar, dass MRSA auch über die Schlachtung und Vermarktung auf die Verbraucher verschleppt wird. Ich kann nur dringend raten, dass man frisches Schweinefleisch (ähnlich wie Geflügel mit der Salmonellengefahr) mit Vorsicht behandeln sollte. Besonders schlecht zu reinigende Holzbrettchen...usw....ein eigenes Kapitel...
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo James,
Ist das wirklich bewiesen ?

In diesem Artikel steht, dass im KH nur 0,3 % Schweine – MRSA aufgetreten ist:

www.tiergesundheit-aktuell.de/schweine/aktuelles-805.php

Innerhalb der MRSA-Gruppe gibt es unterschiedliche Typen. Interessant ist, dass bei den bisherigen MRSA-Krankenhausinfektionen kaum die Typen auftreten, die typischerweise in den Schweinställen gefunden werden. So konnte 2007 in einer groß angelegten Studie nur in 11 von 4370 MRSA-Isolaten (= 0,3%) der schweinespezifische Typ ST398 nachgewiesen werden. Das heißt, die bisherigen Probleme in den Krankenhäusern sind kaum auf Einträge aus Schweinestallungen zurückzuführen.

Hat sich das inzwischen geändert ? Von la-MRSA habe ich noch nicht viel gelesen.

Was mich an dem Beitrag vom NDR stört ist, dass die so tun, als wenn man sich im Krankenhaus nicht anstecken kann und alle MRSA – Fälle im KH von den Schweinezüchtern kommt.


Mein Vater hat übrigens immer noch MRSA. Heute war eine Heilpraktikerin hier und hat etwas von KS und Knoblauch gesagt. Ich bekomme das noch schriftlich. Ich lese gerade den KS – Thread. Hast Du Erfahrung mit KS bei MRSA im Sputum ?

Gruß
KHH

Krankenhaushasser

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.800
Seit: 20.05.08
Hallo,

als die Veterinäre vor 2 Jahren den ersten Alarm auslösten, waren im Untersuchungsgebiet 3/4 der Schweinebestände Träger von ST 398 = livestock associated MRSA (kurz laMRSA). Heute nimmt man an, dass es mindestens 80% der Bestände sind. Umfangreiche neuere Untersuchungen gibt es nicht, auch weil die Tiere nicht erkranken. Es steckt demnach kein wirtschaftlicher Schaden dahinter...zumindest nicht bei den Schweinen. Bei dem Personal scheint das nicht so wichtig zu sein. Schließlich zahlen die ihre Kassenbeiträge
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Gruß, James

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