Krankenhaushasser

15.09.10 03:24 #1
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Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Es gibt drei Sprüche von Ärzten, die ich hasse:

Platz drei: Das machen wir immer so.

Platz zwei: Ja, in diesem Alter.

Platz eins: Verhungern ist nicht die übelste Art zu sterben.

Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt 83 – und mein Vater 89 und topfit. Und „ja, in diesem Alter“ mussten wir uns dauernd anhören. Das hat auch mein Vater nicht gern gehört. Man kann doch nicht an einer Jahreszahl festmachen, ob und wie ein Mensch noch behandelt wird!

Meine Mutter hatte ursprünglich (2006 mit 82) eine Art Nervenzusammenbruch. In der MHH NACH der Einlieferung den ersten Krampfanfall. Sie hatte sich gut erholt. In der REHA in Kirchrode dann Clostridien, zu wenig Wasser und falsche Medikamentendosierung, dann der zweite Krampfanfall. Pflegestufe 3. Später im AKK Laatzen Medis unregelmäßig gegeben: der dritte Krampfanfall. Dann mehrere Monate zuhause: kein Krampfanfall. Seit der REHA durchgehend Lungenprobleme (wahrscheinlich wg. MRSA). Wegen Atemnot (ansprechbar) erneut AKK Intensivstation – danach nicht mehr ansprechbar. Zum Sterben nach Hause entlassen – am 07.05.07 02:00 gestorben.

Der Spruch von dem Arzt mit dem Verhungern war dann das „Tüpfelchen auf dem i“ – es wurde nicht wenig Nahrung und wenig Wasser gegeben sondern überhaupt keins. Die Angehörigen wurden darüber nicht informiert sondern eine Woche lang mit Ausreden abgespeist.

Danach hat mein Vater eine mündliche Patientenverfügung gemacht: Ich möchte nicht ins Heim und nicht verhungern und verdursten – und danach handele ich jetzt.

Mehr darüber auf index.html oder hier bei den Videos.

Krankenhaushasser

Kayen ist offline
Beiträge: 5.001
Seit: 14.03.07
Verstehe bitte meine Frage nicht falsch. Ich hatte keinesfalls vor das Alter zu bewerten. Es ist immer traurig/tragisch wenn die Mutter oder der Vater in welchem Alter auch immer/ in welcher Weise auch immer von uns geht.

Nur Hass/Wut sind sehr starke Emotionen die es zu bearbeiten gilt, um sich nicht selbst einen gesundheitlichen Schaden zuzufügen.

Liebe Grüße
Kayen
__________________
Sokrates hätte nicht philosophiert - er hätte mit mir getanzt

Krankenhaushasser

Nikki 1971 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 20.09.10
Hallo Krankenhaushasser!
Auch meine Mutter hat sich 2006 Krankenhauskeime eingefangen
so das sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus jeden Tag zum Arzt musste!
Meine Mutter ist 2006 im Oststadtkrankenhaus an den Beinen operiert worden.

Geändert von Nikki 1971 (20.09.10 um 19:24 Uhr)

Krankenhaushasser

Sepia ist offline
Beiträge: 491
Seit: 02.11.09
Liebe Krankenhaushasser,

ich kann die Geschichte von meinem Vater gerade nicht öffentlich hier wiedergeben, sie ist zu speziell und ich weiß noch nicht, was ich unternehme gegen das KH.

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo Kayen,
Was mich so wütend macht, ist dieses Gefühl der Ohnmacht.

Ich hatte bei meiner Mutter erlebt, was in Krankenhäusern falsch laufen kann und konnte nicht verhindern, dass nun auch mit meinem Vater das Selbe gemacht wurde (siehe auch meine Kommentare hier unter: Krankenhauskeime MRSA). Ich habe es kommen sehen und konnte trotzdem nichts machen.

In der geriatrischen Reha in Langenhagen (nach Schlaganfall am 24.05. und kurzem Aufenthalt im AKK Laatzen) geschahen Dinge, durch die die Infektionen meines Vaters fahrlässig hervorgerufen wurden.

Hallo Nikki 1971
Das Oststadt gehört auch zum Klinikum Region Hannover, genau wie das AKK Laatzen und der Hagenhof – in dem mein Vater jetzt verseucht worden ist.

Im Hagenhof wurde bezüglich der Keime als Entschuldigung gesagt: „Das ist aber nicht nur hier so“. Wie beruhigend !

Geht es Deiner Mutter wieder besser?

Hallo Sepia,
hoffentlich geht es Deinem Vater gut.

Etwas gegen Krankenhäuser zu unternehmen ist sehr schwer! Ich habe es bei meiner Mutter auch versucht (siehe auch meine Kommentare hier unter: Krankenhauskeime MRSA).

Ich habe mich im Fall meines Vaters an die Ärztekammer gewandt, weil das AKK Laatzen die Bilder von seinem Kopf nicht rausrücken wollten – das hat dann gut geklappt – ich glaube, vor denen haben die noch am meisten Respekt.

MDK und Gesundheitsamt stecken mit denen wohl mehr oder weniger unter einer Decke. Krähen halt…..

Krankenhaushasser

Nikki 1971 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 20.09.10
Meine Mutter hat in dem Bein wo die Keime reingekommen sind immer noch Schmerzen und sie kann keine weiten Strecken mehr gehen.
Damals beim Hausarzt musste jeden Tag das wilde Fleisch entfernt werden .

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo Nikki 1971

Was sagen denn die Ärzte dazu, dass es immer noch weh tut?

Was für ein Keim war es?

Krankenhaushasser

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Krankenhaushasser Beitrag anzeigen
Hallo nicht der Papa,

Ja, mit diesen Zahlen bin ich auch immer am zweifeln.

Als ich mit meiner Seite angefangen habe (vor ca. drei Jahren) konnte man überall lesen: 17.000 Tote jährlich (10.000 durch Infektion - 6.000 durch Medikamentenfehler - 1.000 durch sonstige Fehler) - als ca. jede halbe Stunde einer in Deutschland durch vermeidbare Fehler in Krankenhäusern - wobei ich nicht glaube, dass es wirklich so ist, dass die Hälfte bzw. ein Drittel (je nach Quelle) wirklich unvermeidbar sind.

Die einzige Zahl die einigermaßen konstant geblieben ist, ist die der sonstigen Fehler.

Jetzt findet man folgende Zahlen der Menschen, die jedes Jahr in Deutschland an vermeidbaren Fehlern in Krankenhäusern Sterben. Wahrscheinlich schwanken die Zahlen je nach Ehrlichkeit der Berichtenden:

An Krankenhauskeimen: 10.000 - 40.000 Menschen
An Medikamentenfehlern: 6.000 - 58.000 Menschen
An sonstigen Kunstfehlern: ca. 1.000 Menschen
Das Schlimme ist, dass die 58.000 nur für internistische Abteilungen angegeben wurde.
Da gibt es ja auch noch andere Abteilungen, wie z. B. die Psychiatrie.
Dann gibt es noch diverse andere Einrichtungen mit eigenen Ärzten wie Pflegeheime, Kurkliniken, Rehas.

Wenn man dann noch die Medikamentenfehler der niedergelassenen Ärzte dazurechnet, die auch die Altenheime betreuen, dann kommen wir auf Zahlen, da möchte man schon gar keinen Arzt mehr sehen.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Krankenhaushasser

dafi ist offline
Beiträge: 73
Seit: 25.02.10
Hallo Sepia!

Da es bei meinem Vater auch mal Probleme in einem Krankenhaus gab, kann ich mir vorstellen, wie es dir geht.
Ich habe damals kurzen Prozess gemacht und meinen Vater in ein anderes Krankenhaus verlegen lassen. Da war dann alles in Ordnung und er wurde wieder gesund und ist heute 83 Jahre.
Vielleicht wäre das für deinen Vater auch besser?

lg dafi

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Es ist nicht immer einfach, einen Patienten in ein anderes Krankenhaus zu bringen. Wenn sich z.B. der Patient nicht selber äußern kann und die Betreuung nicht geregelt ist, hat man keine Chance.

Meine Mutter wollte ich auch aus der Reha in Kirchrode rausholen. Zu der Zeit liefen gerade die Gespräche über die Betreuung. Das Neu Bethesda hat dann sofort beim Amtsgericht angerufen und wir bekamen erstmal eine Fremdbetreuung aufgedrückt. Als wir das dann geklärt hatten, war es zu spät – meine Mutter hatte den schweren Krampfanfall bekommen und war Pflegestufe 3.

Siehe "Hausverbot im Neu Bethesda" auf Krankenhaushasser.de index.html

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