Krankenhauskeim MRSA

20.05.08 21:42 #1
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AW: Krankenhauskeim MRSA

Oregano ist offline
Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Aus der Homöopathie:

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Obwohl Carboneum sulfuratum zu den gut geprüften homöopathischen Mitteln gehört, als tief wirksam gilt und ein breites Wirkungsspektrum abdeckt, wird es in Klinik und Praxis eher selten eingesetzt. Folgen von – auch medikamentösen – Vergiftungen, Verbrennungen, schlechte Wundheilung bei bakterieller Besiedlung sowie starke Schmerzen sind wichtige Indikationen. Drei Kasuistiken aus der Klinik bestätigen die tiefe Wirkung des Mittels bei schweren Krankheitsbildern, besonders auch mit MRSA-Besiedlung.
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https://www.thieme-connect.com/produ...s-0029-1208119

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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James ist offline
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Hallo Oregano,

danke für den tollen Hinweis! Wäre natürlich super, wenn es tatsächlich in der Tiefe wirkt. Leider werden manchmal die Keime bei OP´s übertragen, sitzen dann in Organe, an den Knochen oder Implantaten. In diesen Fällen ist eine Behandlung wirklich problematisch.
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

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julisa ist offline
Beiträge: 1.800
Seit: 20.03.09
Ich habe mir nicht alles durchgelesen, wenn das hier schon erwähnt war, dann bitte wieder löschen:
Das einfache Rezept der Holländer gegen MRSA

Warum ist das bei uns nicht umzusetzen?

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Hallo julisa,

das war zwar schon öfters ein Thema, man kann aber gar nicht oft genug erwähnen, dass zwar seit Jahren alle Fakten bekannt sind aber bei uns einfach nicht gehandelt wird! ---Skandalös---ein anderes Wort fällt mir dabei nicht mehr ein
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Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA
Clematis
Zitat von julisa Beitrag anzeigen
Das einfache Rezept der Holländer gegen MRSA
Warum ist das bei uns nicht umzusetzen?
Hallo Julisa,

es fällt Politikern offenbar sehr schwer positive Erfahrungen aus dem Ausland, selbst gut geprüfte, zu akzeptieren und umzusetzen. Ich erinnere mich noch gut an den Zirkus, den sie vor vielen Jahren veranstalteten, als die Niederländer mit Metadon erfolgreich gegen die Drogenabhängigkeit vorgingen. Es dauerte mehrere Jahre, bis in Deutschland erste Versuche damit begonnen wurden, wobei die Hürden für den Zugang zu diesen Programmen viel höher geschraubt wurden als in den Niederlanden, so daß letztlich nur wenige Betroffene Zugang dazu hatten. Ähnlich ist es jetzt mit MRSA - was sie nicht selbst "erfunden" haben, kann nicht gut sein .

Gruß,
Clematis

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James ist offline
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Genau!
Es fehlt einfach der politische Wille lange bekannte Grundsätze, welche die Situation verbessern würden umzusetzen. Das daraus tausende Todesfälle, Amputationen, Arbeits- und Erwerbslosigkeit durch Schwerbehinderungen und neben dem induviduellen Leid auch erhebliche Kosten für die Gesellschaft entstehen scheint überhaupt nicht zu stören. Aktionen um diese Zustände zu verbessern sind im Wahlkampf schlecht zu vermarkten, denn Menschen, die nicht selbst betroffen sind interessieren solche Themen offenbar nicht.
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Gruß, James

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
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James ist offline
Themenstarter Moderator
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Hallo,

inzwischen sind seit Eröffnung dieses Threads fast 8 Jahre ins Land gegangen. Da stellt sich die Frage, was sich verändert hat.
Zu erst die gute Nachricht: Zum Glück für uns hat die Kurve des rasanten Anstiegs der MRSA-Infektionen einen Knick bekommen sich stabilisiert. Zur Zeit kann man davon ausgehen, dass die Zahl der betroffenen Menschen leicht sinkt obwohl sich die Anzahl verschiedener Stämme stark erhöht hat und auch es inzwischen Stämme gibt, die auf Reserveantibiotika Resistenzen erworben haben.
Ob diese Tatsache durch politische Maßnahmen wie die Aktion "Saubere Hände", eine zunehmende Sensibilisierung der Ärzte und Patienten oder durch natürliche Faktoren bedingt sind kann ich nicht sagen.

Nun zu der schlechten Nachricht:
Viel schneller als das Absinken der Infekte bei MRSA steigen die Infektionsraten bei ESBL Ich hatte das schon vor einigen Jahren im Berliner Raum beobachtet, inzwischen scheint diese Tatsache sich in unserem Sprachraum ausgedehnt zu haben.

Diese Tendenz spiegelt sich auch bei den Zugriffen auf unsere Wiki-Seiten im Lexikon.
MRSA hat momentan ca 481.000 Zugriffe und bei
ESBL verzeichen wir ca. 636.000 Klicks, wobei die MRSA-Seite länger als ESBL vorhanden ist.
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Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

Sonora ist offline
Beiträge: 3.014
Seit: 10.09.08
Hi James!

Ich frage mich schon seit einiger Zeit, ob es richtig ist, wie in vielen Krankenhäusern mit Hygiene umgegangen wird. Da konnte ich schon einiges beobachten. Vielleicht reinigt sich das Personal häufiger die Hände und die eine Keim-Sorte kann dafür etwas besser in Schach gehalten werde. Aber andere Dinge scheinen mir mächtig im Argen.

So konnten wir es schon mehrere Male beobachten, dass Durchfall-Unfälle von Patienten nur mit spitzen Fingern und feuchten Tüchern "weggewischt" wurden, wonach über einen langen Zeitraum zu sehen war, wie die nicht weggewischten, nur verschmierten Reste zum Teil des Mobiliars wurden. Den Angehörigen ist das Putzen aber verboten – aus Hygienegründen.

Darmkeime werden so bestimmt nicht in Schach gehalten.

Und darüber, wie das Reinigungspersonal putzt, war im Fernsehen in der letzten Zeit ja öfter etwas zu sehen.

Aus dem Freundeskreis und aus eigener Beobachtung weiß ich, wie außerhalb des Krankenhauses von Putzfirmen "geputzt" wird: Der gleiche Lappen wird für die Küche und die Toilette benutzt, die Reihenfolge ist egal, solange es niemandem auffällt. Und eine Freundin, die auf diese Weise bei einem Arzt putzen musste, verlor ihren Job, weil sie aufbegehrte. Zu unseren eigenen Büro-Putz-Leuten habe ich einen guten Draht und erfahre so einiges. Es zählt nur, dass alles schnell geht. Ob es gründlich ist, ist egal. Es gibt ja keine Zeugen.

Wieso sollte das im Krankenhaus anders sein? Bei den Fernsehberichten standen mir auf jeden Fall die Haare zu Berge.

Liebe Grüße
Sonora

Krankenhauskeim MRSA

Anahata77 ist offline
Beiträge: 1.525
Seit: 25.03.12
Hallo,

wenn auch vielen von uns schon bekannt, heute aktuell:

Honig hilft gegen Krankenhauskeime
Dunkler Manuka-Honig hemmt Haftung und Wachstum von bakteriellen Biofilmen auf Plastik
Kraft der Natur: Dunkler Manuka-Honig wirkt nicht nur stark antibakteriell, er kann sogar hartnäckige Biofilme verhindern helfen, wie ein Experiment belegt. Schon eine stark verdünnte Honiglösung senkte die Haftung von Bakterienfilmen an Plastik und beeinträchtigte ihr Wachstum. Infektionen durch verkeimte Katheter und andere Kunststoffteile im Krankenhaus könnten daher künftig vielleicht durch dieses natürliche Mittel vermieden werden.
scinexx | Honig hilft gegen Krankenhauskeime: Dunkler Manuka-Honig hemmt Haftung und Wachstum von bakteriellen Biofilmen auf Plastik

Viele Grüße
Anahata


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