Krankenhauskeim MRSA

20.05.08 21:42 #1
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Krankenhauskeim MRSA

floh10 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 09.04.13
Hallo James,

klar spielen finanzielle Hilfen eine Rolle!!! Ohne diese geht nichtmal ein vorrübergehende Vollzeitpflege!! Werde versuchen heute noch mit dem sozialen Dienst des KH zu sprechen.

Der Arzt will meine Ma heute auf Station verlegen. Medizinisch vermutlich okay... Wie sie da "so alleine" klar kommen soll, weiß ich allerdings nicht. Werde mir das wohl ansehen müssen, ob die Pfleger da wie versprochen tatsächlich ständig nach ihr gucken können...

Nun habe ich allerdings erfahren, dass man versucht, sie mit einer anderen MRSA-Infektion zusammen zu legen. Menschlich aus meiner Sicht tausendmal besser, als schon wieder und längerfristig alleine. Sie versteht ja überhaupt nicht mehr, was da passiert. Aber ist das aus Infektions-Gründen okay?? Der Doc sagt, solange beide nicht "mobil" sind, wäre das okay....

LG Anja

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Das Zusammenlegen hat nach meiner Meinung Vor- und Nachteile. Vorteilhaft wäre, wenn sich Deine Mutter sonst zu allein fühlt und die Psyche spielt ja immer bei Heilungsprozessen eine Rolle. Schwierig ist es jedoch jedweden Ping-Pong-Effekt zu vermeiden. Das klappt nur, wenn wirklich kein Körperkontakt (auch nicht über Gegenstände, Licht-Schalter, Armaturen) möglich ist und sich Ärzte, Pflegekräfte und Rinigungspersonal nach allen Regeln der Hygiene verhalten. Eine Übertragung durch die Luft ist ziemlich unwahrscheinlich.

Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

floh10 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 09.04.13
Hallo James,

genaus so sehe ich das auch!! Ich denke, meine Ma ist unmittelbar vor oder gar in einer schweren Depresssion!! Insofern finde ich Zusammenlegen vermutlich sehr hilfreich. Ob das mit der Hygiene klappt weiß ich nicht...

Auf Intensiv machte alles einen super-korrekten Eindruck, wenn ich da war... Auf Station vorher "beklagte" meine Ma, dass Ärzte ohne "Vollverkleidung" zu ihr kommen... Aber ob die dies vom Nachbar-MRSA-Zimmer oder vom Nachbarbett machen, ist wohl eher ein kleiner Unterschied. Die Pfleger scheinen alle ihren Job ordentlich zu machen, (wenn ich da bin!!!).

LG Anja

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Meist kann man sich auf sein "Bauchgefühl" verlassen. Bei der Hygiene wird oft weniger "Theater" gespielt als in anderen Bereichen...entweder ist man immer relativ korrekt, oder eben nicht.
Ich denke auch, dass etwas Abwechslung gut ist und andere Gedanken aufkommen lässt....

Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

floh10 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 09.04.13
Werde Euch morgen auf dem Laufenden halten, wie sich das "neue Zimmer" und die entsprechende Pflege zeigt.

Schön, dass es dieses Forum gibt!!!

Danke, an alle Beteiligten...

LG Anja

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Hallo Anja,

alles ok oder gibt es Schwierigkeiten? Ich mache mir schon Sorgen, weil ich ein paar Tage nichts von Dir gehört habe...

Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

floh10 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 09.04.13
Hallo James,

danke für deine "Sorge" um mich und meine Ma.... Ich war ein paar Tage fast nur im KH, da sie nicht wirklich Besserung zeigte und ich dann versucht habe, gemeinsam mit dem sozialen Dienst eine Verlegung in eine Akut-Geriatrie zu organisieren.

Seit gestern Nachmittag ist aber auch das wieder "nur mein kleinstes Problem". Sie hat nun auch einen Infekt, vermutlich auch MRSA, an der Herzklappe. Einzige, theoretische "Heilungschance" ist eine neue Herzklappe!!? Eine Herz-OP in ihrem Zustand?? Und selbst wenn sie das noch schaffen sollte, kommt dann nächste Woche die Niere, die Leber oder was auch immer.... Habe um 11.00 einen weiteren Termin beim Chefarzt, werde aber wohl nicht für die OP sein....

Und zu allem Überfluss habe ich einen Bruder, der sich seit 30 Jahren nicht um seine Mutter kümmerte, aber jetzt den großen Zampano miemt und mir droht, und fordert und die Ärzte kirre macht.... Habe schon einen Anwalt eingeschaltet....

Habt ihr Erfahrungen mit MRSA und Hospiz?? Wenn meine Ma nicht operiert wird, wird sie das Ganze wohl nicht überleben, laut Arzt von gestern.... Was habe ich für Möglichkeiten, ihr dann wenigstens das Sterben zu erleichtern???

LG von einem verzweifelten Floh

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
Themenstarter Moderator
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Hallo Floh,

ich teile Deine Sorge, denn der Zustand lässt Befürchtungen aufkommen. Nach meiner Erfahrung gebe ich dem Arzt Recht, ohne OP wird das nicht ausheilen können. Es ist nun die Frage, ob man so einen Eingriff dem Patienten noch zumuten kann. Da bin ich natürlich mit meinem Latein am Ende.
Ich persönlich habe für so einen Fall (da ich MRSA hatte und vermutlich auch wieder bekommen werde) eine Patientenverfügung um mir einen langen Weg, der lediglich von der Gerätemedizin bestimmt wird zu ersparen. Aber so etwas ist natürlich von dem Empfinden des Betroffenen abhängig.

Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

agnetae ist offline
Beiträge: 44
Seit: 22.03.12
hallo
bei meiner mutter war es vor zwei jahren bevor sie verstorben ist ähnlich. eine infektion kam zur anderen. schlussendlich wurde sie von der klinik in der sie seit praktisch zwei jahren von einer abteilung zur anderen weitergereicht worden ist in ein alten- und pflegeheim abgeschoben.

meine mutter hatte in einem offenen bein das über lange zeit nicht zugewachsen war einen mrsa-keim entwickelt, andere stellen kamen dazu, es gab diese und jene folgekrankheit u.a. einen leichten herzinfarkt als sie plötzlich nach hause entlassen worden war ohne dass ich vorher darüber informiert war und eine niereninsuffizienz.

da meine mutter bis zuletzt immer wieder positiv getestet wurde kam nur ein einzelzimmer in frage für einen aufenthalt. da sie kein heim aufnehmen wollte im wohnkanton (wir leben in der schweiz) mussten wir suchen bis wir endlich etwas gefunden hatten das überhaupt bereits war sie aufnzunehmen. wir stellten anträge über anträge.
schlussendlich und nach bezahlung einer happigen aufnahmegebühr, einer ständigen ausserkantonalen monatspauschale durfte sie die klinik verlassen und übersiedeln. drei wochen lebte sie in einem kleinen zimmerchen isoliert vom leben und von den menschen bis sich ihr zustand so verschlechterte dass sie gestorben ist.
ein hospiz in der schweiz haben wir nicht gefunden, das bereit war sie aufzunehmen. die pflege die sie aber in diesem pflegeheim bekam und die zuwendung von ihrer persönlichen betreuerin war sehr gut, diese hat sich neben mir sehr liebevoll und engagiert um meine mutter gekümmert.

leider hatte ich damals noch keinerlei ahnung von diesem forum hier, ich habe es später erst entdeckt.

ich wünsche dir von herzen eine gute entscheidung und einen ort wo deine mutter gute pflege bekommt und sich doch noch alles zum guten wenden kann und natürlich auch ganz viel kraft.
lg susann

Krankenhauskeim MRSA

floh10 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 09.04.13
hallo James,

weiß du, wo ich Informationen zu meinen Rechten als Patient, bzw. als Bevollmächtigte erhalte??? Das Ganze wird immer "bunter"....

Meine Mutter hat (soweit sie überhaupt verstanden hat, worum es geht) sich gegen die OP entschieden!! Meine volle Unterstützung hat sie!! Ich weiß aus langen und vielen Gesprächen mit ihr, dass sie niemals "freiwillig" zustimmen würde. Ich denke, sie und ich sind uns einig, dass sie nur noch in Würde, schmerz- und angstfrei sterben möchte.

Da aber laut Arzt eine zumindest theoretische Chance auf "Heilung" besteht, besteht er auf Einhaltung der Vorgaben nach medizinischen Standards. Sprich, er "verlangt" 6 Wochen Antibiotika-Behandlung mit dem bei ihr bisher angewandtem Reserve-Antibiotikum und danach Absetzen und schauen, was passiert... Mit dem natürlich vorhandenen Risiko, dass sich der Zustand sofort weiter verschlechtert oder gar das nächste Organ dran ist...

Ich halte das für "Quälerei" und denke, man sollte sich jetzt nur noch auf Beschwerde-Reduzierung und würdevolles Sterben einlassen....

Verlegung in eine akut-Geriatrie ist vom Tisch, da Mobilisierung nicht mehr wichtig ist, sondern nur noch Keim-Behandlung.... Krankengymnastik, sprich Bewegung von Gelenken, ist ebenfalls vom Tisch, weil das "eh nichts bringt", solange der Keim da ist....

Ich bin völlig verzweifelt. Möchte jegliche "Gesundungsversuche" einstellen und "sterben helfen". Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten.... Wer hilft mir, das umzusetzen???

Meine Mutter stöhnt und schreit übrigens seit gestern sehr häufig und langanhaltend. Wenn ich frage, warum, weiß sie nicht, dass sie stöhnt oder schreit... Ist das Gehirn ebenfalls infiziert???

Was kann ich tun????

Anja

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