Krankenhauskeim MRSA

20.05.08 21:42 #1
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Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo ory,

bitte unbedingt auf einen Abstrich (möglichst mit Antibiogramm) bestehen und das Ergebnis (darauf hat man einen Anspruch!) verlangen. Nicht abwimmeln oder vertrösten lassen! Das Ergebnis liegt spätestens in 48 Stunden vor.
Liebe Grüße,
James

...nicht heilende Wunden sind stets verdächtig! Oft wird man mit Floskeln bei Wundheilungsstörungen abgespeist....schwaches Immunsystem, Diabetes, Alter usw. Falls man unberechtigt "auf Granit beisst" auf "private Bezahlung" bestehen, dann sind die Ärzte in Zugzwang und man bekommt Klarheit. Lehnt man weiter ab, Klinikwechsel!
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

ory ist offline
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......danke james ,die op-wunden sind geschlossen ,aber man weiß nicht woher der ständige entzündungswert kommt .auch gestern in der klinik gab es für uns kein resultat ,außer eine weiter"gammagrafia osea "in 2 wochen.

lg ory

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo ory,

wenn ein Knochen-Scan (grammagrafia orea) angeordnet ist, ist wahrscheinlich kein MRSA zu vermuten.
lg,
James
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Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

Petri ist offline
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Seit: 27.10.07
Hallo ory,

bei MRSA darf auch das Sputum und der Urin nicht vergessen werden. Dies wird häufig übersehn. Hat dein Mann evtl eine Bronchitis oder Brennen beim Wasserlassen? Auch bei einer leichten Bronchitis ist es nicht ausgeschlossen.

Krankenhauskeim MRSA

ory ist offline
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………..er hüstelt und spricht heiser aber ist ohne erkältung .
am tag seiner entlassung hatte er immer noch eine entzündung im körper ,man konnte sie nur nicht richtig zuordnen : arthritis ,gicht oder befall des hüftgelenk (prothese).

lg ory

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo ory,

ein nicht geringer Teil der MRSA-Infizierten tragen den Keim entweder in den Atemwegen oder im Urogentitaltrakt. Deshalb kann ich die Empfehlung von Petri nur unterstützen und bekräftigen. Es ist immer besser gleich Klarheit zu schaffen. Je früher eingegriffen werden kann, um so höher ist die Heilungsmöglichkeit.
Liebe Grüße,
James
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Gruß, James

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Schätzung: Bis zu einer Million Patienten infizieren sich jährlich

Die MRSA-Infektionsrate hat in den vergangenen Jahren zugenommen, bestätigt die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Konkrete Statistiken fehlen allerdings, weil nach dem Infektionsschutzgesetz nur das "gehäufte Auftreten" dem Gesundheitsamt zu melden ist. Krankenhausmanagern, die ihre Keimprobleme lieber verschweigen, um nicht ins Gerede zu kommen, droht keine Strafe.

Klaus-Dieter Zastrow, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) in Berlin, schätzt, dass sich jährlich bis zu einer Million Patienten wegen "wahnsinniger Hygiene-Schlamperei in den Kliniken" mit Keimen infizieren. An den Folgen wie Blutvergiftung, Harnwegsinfektionen, Wundbrand oder Lungenentzündung sterben 40.000 bis 50.000 Menschen. Also zehnmal soviel wie jährlich im deutschen Straßenverkehr. "Das ist ein Skandal, kein Kavaliersdelikt", empört sich Zastrow.

MRSA trifft nicht nur ältere Menschen wie Werner M., sondern auch junge Gesunde. Der Wuppertaler Hobby-Fußballer Sven Kaiser beispielsweise wollte 2005 nur eine gerissene Sehne im Knie reparieren lassen. Die Wunde infizierte sich, Fieber und Ausschlag folgten. Das Bein musste mit drei weiteren Eingriffen nachbehandelt werden. Oder die Handballerin Tanja Koppmann, die sich bei einem Routineeingriff in einer Sportklinik die Keime einfing und zig-mal nachoperiert werden musste. Heute ist die 39-jährige Mutter arbeitslos und leidet unter chronischen Schmerzen.

Für Opfer und Angehörige von Verstorbenen ist es eine Sisyphos-Aufgabe, das Krankenhaus zu verklagen. "Die Kliniken und ihre Versicherungen mauern, vertuschen, wiegeln ab", schimpft der Dortmunder Patientenanwalt Christian Koch. Er betreut seit zwei Jahren den Fall von drei Witwen, deren Ehemänner nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation des örtlichen Klinikums im Sommer 2005 kurz nacheinander verstarben. Die Frauen sind überzeugt, dass ihre Männer aufgrund gravierender Hygienemängel mit MRSA angesteckt wurden. Klägerin Kornelia Gallas sagte vor dem Landgericht aus, das Pflegepersonal habe sich oft weder die Hände gewaschen noch Mundschutz getragen noch die Kittel gewechselt, bevor sie von einem Isolations-Bett zum anderen gingen. Auch ein mobiles Röntgengerät sei ohne Zwischen-Desinfektion von Patient zu Patient geschoben worden. Ein Klinikums-Sprecher nannte die Vorwürfe unhaltbar. Der nächste Gerichtstermin mit Aussagen von Krankenschwestern ist für den 29. April angesetzt.

Quelle: Auszug aus Stern.de , Link: Hygiene-Schlamperei : Der Tod lauert im Krankenhaus - Wissenschaft - STERN.DE

MfG,
James
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Gruß, James

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ory ist offline
Weiblich ory
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Seit: 04.02.09
Hallo james,
……………wenn ich ganz ehrlich bin ich bin total verunsichert nach dem letzten klinik besuch am montag.
irgendwie bekomme ich das gefühl nicht los das da im körper meines mannes etwas ordentlich schief läuft .vielleicht mach ich mich auch nur verrückt und es besteht gar keine grund zur sorge ( die zeit die die ärzte sich nehmen lässt ja darauf schließen )
…………diese entzündung muß doch gefunden und behandelt werden auch wenn sie sich (was man vermutet ) „nur“ an der hüftprothese eingenistet haben sollte.

wir sind am kommenden dienstag in einer anderen klinik angemeldet. vielleicht bekommen wir dort mehr einsicht und auskunft .

danke james und petri
lg ory

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spieli ist offline
Beiträge: 3
Seit: 11.06.09
Hallo,
ich bin jetzt doch ein bißchen verunsichert. Und beim vielen suchen bin ich nun auf diese Seite gestoßen. Ich liege jetzt seit gut 14 Tagen im Krankenhaus. Bin auch von 3 Tagen operiert worden. Dort wo der Schmerzkatheter lag, hat sich ein böser Eitriger Abzeß gebildet.
Hatte auch tagelang sehr hohes Fieber bis zu 39 grad und habe nur geschlafen.
Nun kriege ich heute die Nachricht, dass in der Wunde MRSA Keime gefunden wurden. Ich wurde nun isoliert.
Ich mußte mich mit einem speziellen Duschzeug duschen, dann wurden Abstriche von mir genommen, Nase, Leiste, Po.
Nun soll getestet werden ob die Keime bei mir überall auf der Haut verteielt sind.
Wie geht es jetzt weiter?
Bin für jede Antwort dankbar, bin total verzweifelt.
Gruß Tanja

Krankenhauskeim MRSA

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo ory,

es muß ja nicht unbedingt ein resistenter Keim wie MRSA sein, denn die Symptome sind gegenüber den "normalen" Keimen ja völlig gleich! Bei den resistenten Keimen kommt eben hinzu, dass sie sehr schwer behandelbar sind. Aus diesem Grunde ist ein Abstrich notwendig. Ist dieser positiv, wird ein Antibiogramm zeigen, ob und wenn ja welche Antibiotika ansprechen. Sich verrückt zu machen brimgt nichts! Aber Druck auf die Ärzte sollte vom Patienten oder dessen Angehörige gemacht werden. Mann will ja möglichst früh Klarheit schaffen und das ist wichtig, denn je früher ein Problem erkannt wird um so besser kann man es lösen.

Herzliche Grüße und Deinem Mann gute Besserung,
James
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Gruß, James


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