7-Tage-Regel bei Antibiotika neuerdings veraltet

07.04.17 11:17 #1
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7-Tage-Regel bei Antibiotika neuerdings veraltet

Rauke ist offline
Beiträge: 788
Seit: 17.11.12
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Auch wenn Rauke und ihr Doktor auf diese Weise 'überführt' werden würden, kann man nicht ausschließen, dass es sich um eine zufällige Mutation gehandelt hat, die sich auch ohne den Selektionsdruck des Antibiotikums durchgesetzt hätte. Genetik ist ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten, zwingende Schlussfolgerungen a la Sherlock Holmes und juristische Schuldzuweisungen sind da kaum drin.
Bei mir geht es mehr um verminderte Darmbakterien (die guten), Darmprobleme und immunologische Störungen in diesem Zusammenhang.

Geändert von Rauke (11.04.17 um 23:37 Uhr)

7-Tage-Regel bei Antibiotika neuerdings veraltet

James ist offline
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Seit: 20.05.08
Richtig ist, dass man diesen Umstand nicht beweisen kann. Wann und wie man sich resistente Stämme eingefangen oder ob man sie schon mitgebracht hat kann man nicht beweisen. Der "Schwarze Peter" bleibt immer beim Betroffenen hängen. Das ist leider so und das wird sich nicht ändern. Die Zusammensetzung der Flora der Darmbakterien kann man mit der Ernährungsweise ändern, selbst wenn sie durch AB-Gaben stark verändert ist. Nicht umsonst bezeichnen wir eine entgleiste Darmflora als Symptom, welche andere Ursachen hat. Das Symptom zu bekämpfen ist (wie wir wissen) wenig sinnvoll. Deshalb muß man an die Ursache oder wie hier an den Aufbau der Darmfolora denken.
__________________
Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

7-Tage-Regel bei Antibiotika neuerdings veraltet

MaxJoy ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.680
Seit: 18.03.16
Zitat von James Beitrag anzeigen
Der "Schwarze Peter" bleibt immer beim Betroffenen hängen. Das ist leider so und das wird sich nicht ändern.
Juristisch könnteman das Problem einfangen, indem man solche Erfahrungen zu Regeln und Gesetzen verarbeitet, die die Risiken möglichst klein halten. Wer dann dagegen verstößt, kann zur Verantwortung gezogen werden, sogar wenn nichts passiert ist (so wie man im Straßenverkehr auch dann für eine Geschwindigkeitsübertretung büßen muss, wenn kein Unfall passiert ist).

Den bisherigen Betroffenen bringt das aber leider nichts, da hast du Recht.

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MaxJoy ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.680
Seit: 18.03.16
Zitat von Rauke Beitrag anzeigen
Bei mir geht es mehr um verminderte Darmbakterien (die guten), Darmprobleme und immunologische Störungen in diesem Zusammenhang.
Gut, dass du darauf hinweist.

"Rauke und ihr Doktor" sind natürlich literarische Personen, so wie "Achilles und die Schildkröte".

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Rauke ist offline
Beiträge: 788
Seit: 17.11.12
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Juristisch könnteman das Problem einfangen, indem man solche Erfahrungen zu Regeln und Gesetzen verarbeitet, die die Risiken möglichst klein halten. Wer dann dagegen verstößt, kann zur Verantwortung gezogen werden, sogar wenn nichts passiert ist (so wie man im Straßenverkehr auch dann für eine Geschwindigkeitsübertretung büßen muss, wenn kein Unfall passiert ist).
Das wäre sicher eine Möglichkeit die Patienten besser zu schützen und die Ärzte zu mehr Verantwortung zu bewegen.
(Bspl.: Antibiotikagabe fahrlässig )


Solche Regeln und bessere Aufklärung über Risiken wären natürlich auch bei anderen Medikamenten/Behandlungen nötig.
Träumen darf man ja mal...

Geändert von Rauke (12.04.17 um 01:48 Uhr)

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Rauke ist offline
Beiträge: 788
Seit: 17.11.12
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Gut, dass du darauf hinweist.
"Rauke und ihr Doktor" sind natürlich literarische Personen, so wie "Achilles und die Schildkröte".
ha, ha, cool !

Geändert von Rauke (12.04.17 um 01:35 Uhr)

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Brigitte10 ist offline
Beiträge: 35
Seit: 14.08.17
Das mit der 7-Tage Regel war immer schon ein Blödsinn.

Arzt sagt: Bitte die ganze Schachteln nehmen, auf alle Fälle bis alle Symthome weg sind.

War bei mir nicht weg und ich wollte eine weitere Schachtel, die abgelehnt wurde. Damit habe ich mir die Blasenentzündung verschleppt.

Der Patient sollte selbst wissen, wie lange diese notwendig sind. Der Arzt kann das gar nicht wissen.

Meistens reichen weniger, selten werden mehr benötigt. Statt dem Arzt reicht ein Tonband mit seiner Ansicht. Der sollte dem Patienten die Symthome sagen, wann er aufhören kann oder noch welche benötigt und dies selbst ernst nehmen.

Bei Blasenentzündung chronisch + akut, kam am 5. Tag Antibiotika noch mehr gelb/grüner Ausfluss aus der Scheide. Die Schachtel war aus und der Arzt sagte: So jetzt sind diese weg. Und ich, nein und wieso wissen sie das. Weg sind Sie deshalb, weil Sie die Antibiotika genommen haben. Wenn sie diese nicht genommen haben, ist es deshalb noch nicht weg. Diese Blasenentzündung habe ich heute noch.

Danach nichts im Befund zu lesen, auch wenn es reichlich vorhanden ist. Es taucht viele Jahre später wieder auf mit "wenig". Weitere Jahre später "wenig bis mässig". Die Blasenentzündung dämmert Jahrzehnte lang damit dahin. Und wenn die Niere kaputt geht, ist der Patient schuld, dass er dies verschleppt hat und nicht der Arzt. Nicht ganz: Vorher kommen noch die Untersuchungen auf Krebsverdacht, weil so komische Entzündungen und Symthome darauf deuten.


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