Ist ESBL ansteckend?

30.10.13 13:35 #1
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marionl ist offline
Beiträge: 3
Seit: 30.10.13
hallo ! kann mir jemand informationen geben über den resistenten krankenhauskeim ESBL ?welche gefahr besteht für mich als pflegende person ?

ist ESBL ansteckend????

James ist offline
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Seit: 20.05.08
JA!

unser Wiki gibt nähere Auskunft: ESBL
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

ist ESBL ansteckend????

James ist offline
Moderator
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Beiträge: 5.906
Seit: 20.05.08
Hallo marionl,

jetzt erst mal ein herzliches Willkommen bei Symptome!
Wie Du sicher inzwischen gelesen hast, ist eine Trägerschaft mit ESBL nicht aufregend. Bedenklich wird es erst, wenn Du von den Bakterien mit dieser Eigenschaft eine behandlungs-bedürftige Infektion erleidest. Trotzdem kann man versuchen durch strenge Hygienemaßnahmen eine Übertragung zu verhindern. Hat man sich trotzdem so einen Stamm eingefangen, sollten seine Eigenschaften untersucht werden, damit man weiß welche antibiotischen Grundstoffe noch wirken und welche nicht! Der Arzt könnte versuchen den Zustand zu sanieren...das aber hängt gerade von diesen Ergebnissen ab.
Deinen Thread habe ich in die Rubrik "resistente Bakterien" verschoben, da er in technische Fragen nicht passt.
Falls Du Fragen hast, bitte diese stellen!
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Gruß, James

ist ESBL ansteckend????

marionl ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 30.10.13
vielen dank für die schnelle antwort

ist ESBL ansteckend????

marionl ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 30.10.13
Dennoch möchte ich hier meine angst näher schildern.ich arbeite im behindertenbereich .habe mehrere menschen mit schwerstmehrfachbehinderungen in der gruppe.ein neuer klient trägt diesen keim in sich.nachdem wir 2 monate schon mit ihm gearbeitet haben, wurden wir durch eine seiner schwestern die ihn immer begleiten ( wegen seiner trachialkanüle die mehrmals am tag abgesaugt werden muss und weil puls und sauerstoffsättigung immer überwacht werden müssen)informiert das er diesen resistenten krankenhauskeim hat.es folgte dann eine info an unsere vorgesetzten von uns.die haben den betriebsarzt und das hygieneamt informiert .von beiden kam grünes licht ,der klient darf unsere einrichtung weiter besuchen ,wenn wir die hygienevorschriften einhalten.das ist aber so nicht möglich .wir arbeiten in keiner pflegeeinrichtung sondern in einem förderbereich.da es mehrere leute gibt bei denen der ikm wechsel im pflegebett stattfindet ,müssen sich die leute ein pflegebett teilen.es gibt zwar jedes mal eine neue unterlage ,dennoch kann mal was daneben gehen ,vor allem speichel.die pflege machen wir bei uns grundsätzlich zu zweit um rückenschonender zu arbeiten.wegen personalmangel arbeiten wir aber meistens zu zweit ,obwohl wir eigentlich 3 kollegen sind.nebenher greift uns dann ein klient der fremdaggressiv ist genau bei der pflege an und muss abgewehrt werden .so kommt es auch vor das wir ihn weil wir uns schützen müssen mit kontaminierten handschuhen berühren.so viel zum einhalten der hygienevorschriften ,das sind nur einige beispiele.so machen wir uns natürlich sorgen um die gesundheit der menschen die uns anvertraut sind und auch um uns selbst.ausserdem ist so viel zeit im vorfeld vergangen ,wo schon was passiert sein kann.irgendwo hat der informationsfluss gestockt .wir werden nicht erfahren wo und fühlen uns auch nicht ausreichend informiert und ernst genommen.ja leider läuft es so ,da die finanzen wohl immer an erster stelle stehen.

Ist ESBL ansteckend?

James ist offline
Moderator
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Beiträge: 5.906
Seit: 20.05.08
Leider gibt es sowohl MRSA als auch ESBL in vielen Bereichen der Pflege, in Kliniken und Altenheime. Man kann die Gefahr zwar minimieren, aber nicht ausschließen. ESBL wird vorwiegend über Fäkalkeime übertragen, so dass in diesem Bereich besondere Vorsicht angebracht ist.
Das Problem ergibt sich dadurch, dass es Keimarten sind, die zu unserer ganz normalen Flora gehören. Man wird im Normalfall dadurch auch nicht krank. Sie besitzen jedoch die Eigenschaft antibiotische Medikamente zu inaktivieren. Das wird dann ein Problem, wenn man sich selbst mit diesen Keimen infiziert und das Immunsystem nicht mit der Infektion fertig wird. In diesem Fall werden dann vom Arzt Antibiotika eingesetzt, die jedoch außer den Nebenwirkungen nichts bewirken können. Das bedeutet Zeitverzug, der tragisch enden kann. Aus diesem Grund stellen größere Verletzungen durch Unfälle, OP`s, Chemotherapien usw. ein besonderes Risiko dar und deshalb sollten oben genannte Maßnahmen ergriffen werden.
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Gruß, James

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