MRSA/ESBL in der Familie

26.05.12 11:07 #1
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Amira227 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 24.05.12
Hallo alle miteinander, ich bin neu hier, und hab ein paar dringende Fragen, bzw. erhoffe mir ein paar Tipps von euch, da ich den eindruck habe das sich manche hier mit MRSA/ESBL gut auskennen!

Nun, ich versuche mich kurz zu halten, was aber schwer möglich sein wird. Um die Hauptperson die es geht ist meine Mutter, nach einem Schlaganfall pflegefall und ans Bett bzw. Rollstuhl gefesselt, nicht mehr selbstständig mobil. Durch Elefantiasis und dem dadurch entstandenem starkem übergewicht, Lungenerkrankungen (COPD) und Herzerkrankungen hat sie auch jedes jahr 1-2Krankenhausaufenthalte.

Nun musste sie dieses Jahr im Feburar ins Krankenhaus, in dessen Verlauf stellte sich heraus das sie einen ESBL Keim in der Blase hat. Im Krankenhaus wurde sie isoliert, mehr jedoch auch nicht. Der Hausarzt hat versucht mit mehreren AB das Problem zu bekämpfen, hat aber nichts gebracht (wie die AB genau hießen weiß ich leider nicht mehr, hab langsam den überblick verloren). MRSA war da noch negativ.

Im März musste sie wieder ins Krankenhaus, dann die Diagnose MRSA in der Leiste und der Nase. 3Wochen war sie isoliert, mit der Sanierung wurde NICHT begonnen.

Dies geschah erst wieder zuhause durch meinen Vater. Abstriche wurden genommen, Keim in der leiste nicht mehr nachweisbar - in der nase gering. Nun, 6 Wochen nach beginn der sanierung ist der keim in der nase immer noch zu 1% vorhanden, da vergessen wurde das Nasenstück des sauerstoffgerätes zu desinfizieren.

Der Hausarzt meint, das reicht schon so, ich hab gelesen, das muss mehrmals kontrolliert werden?!

Zumal man sagen muss, ich wohne mit meinem Mann und 2 Kindern (eins davon 6Wochen alt) mit meinen Eltern unter einem Dach, da ich die Hauptpflegeperson bis vor geburt meiner Tochter war.

Leider nehmen meine Eltern die Problematik nicht sehr ernst, meine Mutter wollte meine Tochter schon auf den Arm haben, da der Keim in der Nase ja schon "eh fast weg währe", mein Vater nimmts mit der desinfektion nicht so ernst...

Kennt ihr vielleicht jemanden nähe München, der sich mit MRSA/ESBL gut auskennt und evtl. mal zu meiner Mutter nach hause kommen würde. Super währe natürlich ein kompetenter arzt in unserer nähe.

Ach ja, meint ihr ich solle von mir, meinem Mann und unseren Kindern vorsorglich Abstriche machen lassen?

Entschuldigt bitte die teilweise durchgehende kleinschreibung, hab´s Baby aufm Arm

Viele Grüße, Amira

MRSA/ESBL in der Familie

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.909
Seit: 20.05.08
Hallo Amira,

erst einmal ein herzliches Willkommen, auch wenn der Anlass weniger schön ist.

Hast Du schon unsere Wiki-Seiten MRSA und ESBL entdeckt? Da stehen etliche Infos zur Thematik.

Das Kind sollte streng geschützt werden, da bei Kindern das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist. Zwar wird es erst bei einer Infektion gefährlich, aber diese kann sehr schnell eintreten. Mache bitte Deinen Eltern klar, dass die Situation wirklich bedenklich und alles andere als ungefährlich ist auch wenn man natürlich nicht in Panik verfallen sollte. Eventuell solltest Du Ihnen mitteilen, dass die Babys, die in den Kliniken gestorben sind (ging ja durch die Presse) sich an ESBL angesteckt hatten...
__________________
Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

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