Chronische Yersiniose

14.01.11 21:19 #1

Fehlbesiedlungen von nicht-resistenten Bakterien, bakterielle Infektionskrankheiten, sowie Aufbau der bakteriellen Darmflora
Neues Thema erstellen
Chronische Yersiniose

katimaki ist offline
Themenstarter Beiträge: 371
Seit: 14.07.10
Hallo an Alle!

Gyrasehemmer werden als erste Wahl gehandelt, so kenne ich das auch.
Diese bergen aber ein grosses Risiko für Sehnenschäden, so dass auch schon bei jungen Menschen die Achillessehne gerissen ist.
Ich wusst schon, von einer KurzeitAB mit Levofloxacin, dass ich mit den Achillessehnen reagiere und habe dann die Yersinien mit MInocyclin wegbekommen.
Nach 6 Wochen war der Wert im LTT halbiert, dann habe ich aber eine Pause gemacht. Dabei stieg der Wert wieder etwas. Dann habe ich nochmal 5 Monate Mino genommen (200mg) und jetzt sind sie weg.
Ich empfehle auf jeden Fall dern Nachweis per LTT (ich habe nur Erfahreungen mit dem IMD). Ich hatte zwar auch IgG und IgA positiv, aber der IgA war gerade eben so im positiven Bereich (21, statt 20). Da hätte es wieder geheissen:abgelaufene Infektion.

Babesien habe ich immer noch nicht getestet-müssten die nicht irgendwie auf MIno reagiert haben?
LG

Geändert von katimaki (17.07.11 um 15:34 Uhr)

Chronische Yersiniose

katimaki ist offline
Themenstarter Beiträge: 371
Seit: 14.07.10
hallo an Alle!

Ich muss mich korrigieren!
heute habe ich meine aktuellen LTT bekommen und siehe da!
Es grüßen meine Yersinien mit fröhlichen 10,7!!

Von wegen weg!

Die Chlamdien pneum. und trachom. sind auch gut dabei mit 7,6, bzw.9,7. Spitzenwerte!


Und das Ganz nach 5 Monaten Mino und 5 Wochen Azi.

Der LTT wurde 6 wochen nach Ende der AB gemacht.



LG, katimaki

Chronische Yersiniose

Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Zitat von katimaki Beitrag anzeigen
Hallo an Alle!

Gyrasehemmer werden als erste Wahl gehandelt, so kenne ich das auch.
Diese bergen aber ein grosses Risiko für Sehnenschäden, so dass auch schon bei jungen Menschen die Achillessehne gerissen ist.
Ich wusst schon, von einer KurzeitAB mit Levofloxacin, dass ich mit den Achillessehnen reagiere und habe dann die Yersinien mit MInocyclin wegbekommen.
Nach 6 Wochen war der Wert im LTT halbiert, dann habe ich aber eine Pause gemacht. Dabei stieg der Wert wieder etwas. Dann habe ich nochmal 5 Monate Mino genommen (200mg) und jetzt sind sie weg.
Ich empfehle auf jeden Fall dern Nachweis per LTT (ich habe nur Erfahreungen mit dem IMD). Ich hatte zwar auch IgG und IgA positiv, aber der IgA war gerade eben so im positiven Bereich (21, statt 20). Da hätte es wieder geheissen:abgelaufene Infektion.

Babesien habe ich immer noch nicht getestet-müssten die nicht irgendwie auf MIno reagiert haben?
LG
babesien sind eine schwester der malaria und reagieren nicht auf mino.

Chronische Yersiniose

Allergikus ist offline
Beiträge: 30
Seit: 18.11.08
Hallo Katimaki,

solltest du tatsächlich eine chronische Yersiniose haben (sicher lässt sich das nie sagen, es sei denn der Erreger wird isoliert) .. und dann auch noch mit einem pathogenen Erreger (apathogene Serotypen können auch mit dem LTT reagieren), dann hast du das Problem, dass sich diese Bakterien bei für sie ungünstigen Verhältnissen in geschlossenere Zellsysteme zurückziehen können.. und dort das Übel quasi "aussitzen". Wer hier durch monatelange Antibiotika - Einnahme mehr geschädigt wird - die Bakterien oder der Wirt - sei dahingestellt.
Im Prinzip müsste man Zytostatika einsetzten.. aber selbst dann wäre der Erfolg nicht garantiert. Den Körper stärken, anstatt ihn zu schwächen, wäre vielleicht eine Überlegung wert. Welche Symptome überhaupt die Folge der Infektion bzw. eine Folge der AK sind, ist wohl auch kaum einzuordnen (es sei denn, du hast in der Folge z.B. eine reaktive Arthritis bekommen)... und was noch an Symptomen durch lange AB-Gaben dazukommt, macht es noch unübersichtlicher.
Gerne würde ich mal mit jemandem sprechen, der eine chronische Yersiniose 100% nachgewiesen bekommen hat.. und sie dann zu 100% mit AB ausheilen konnte.
Meine Aussagen stammen übrigens von einem Prof. des Uni-Labors Bern, der in einer Forschungsgruppe zu dem Thema arbeitet.

Gruss vom
Allergikus

Chronische Yersiniose

katimaki ist offline
Themenstarter Beiträge: 371
Seit: 14.07.10
Hi Allergikus!
Mach mich nicht fertig!
Ich bin (auch ohne Antibiotika) so krank, dass ich Bett, bzw. Sofa kaum verlassen kann. Da fragt man nicht lange nach AB Schäden, denn da hat man kaum was zu verlieren.
Natürlich merke ich die 5 Monate lange Einnahme, Magen und darm haben ganz schön gelitten. Deshalb mach e ich gerade Pause.
Gelenkentzündungen an Fingern und Zehen habe ich, die immer schlimmer werden. Auch die Sehen werden angegriffen. Mein Zustand insgesamt verschlechtert sich weiter von Jahr zu Jahr.
Stärkende Maßnahmen nutzen nichts.
Und jetzt?
Worauf stützen sich die Aussagen dieses Profs. Hat er selbst LTT Versuche gemacht? Diese Aussage verunsichert mich sehr. Zwar habe ich positive IgG und IgA...und der Krankheitsbeginn passt..
LG

Chronische Yersiniose

Allergikus ist offline
Beiträge: 30
Seit: 18.11.08
Hi Katimaki,

sorry, ich will dich natürlich nicht fertig machen... ich weiss selber sehr genau wie es ist, wenn man sich im Sumpf einer Krankheit an einen Strohhalm klammert (und man wird sich wundern, an welche Strohhälme man sich so alles klammern wird). Ich war nach dem Gespräch mit dem Prof. auch sehr frustriert. NUR: Mit den Yersinien ist das alles nicht so einfach... denn erstens weiss man einfach viel zu wenig.. und das, was man weiss, ist nicht gerade beruhigend. Man weiss ja nicht einmal, ob die Yersinien selber irgendwie für eine reaktive Arthritis verantwortlich sind (d.h. wenn sie persistieren), oder ob nicht eine autoimmune Reaktion des Immunsystems, ausgelöst durch die Antikörper, Schuld ist... oder sogar beides? Jedenfalls sind intrazellulär lebende Bakterien äusserst schwer zu vernichten, wenn überhaupt. Die Therapie mit AB wird nicht umsonst sehr kontrovers diskutiert. Sicher gab es auch schon Erfolge, aber es gibt ja auch Spontanheilungen bei Krebs... ich meine damit: Alles ist möglich.. ob man es probieren will, muss man selber entscheiden. Wenn es aber die AK sind, die das Immunsystem fehlleiten, dann sind AB wohl eher nicht das Richtige, da sie weder aufbauende, noch harmonisierende Eigenschaften haben. Ein weiteres Problem bei der AB-Therapie: Wann aufhören? Es gibt keinen Test, der anzeigt, dass die Bakterien weg sind.. auch der LTT ist hier ungeeignet, denn er kann auch eine persistierende Infektion nicht beweisen, da (bei Vorhandensein von AK - IgG haben fast die Hälfte aller Deutschen - ) die T-zelluläre Immunreaktion lebenslang erhalten bleibt.
Wie hast du die Diagnose bekommen? AK IgG, IgA, IgM.. hoffentlich ELISA und kein KBR?! Wie hoch waren die Titer beim ersten Test, wie hoch beim letzten? Gibt es einen Abfall der IgA? Westernblot mit Bekanntgabe aller Banden? Wann fing alles an, nach der vermuteten Infektion? Wie ist man überhaupt auf Yersinien gekommen?
Da du scheinbar - im Gegensatz zu mir - noch Sachen einnehmen kannst, würden mir da gleich einige Dinge einfallen, die sicher sehr hilfreich wären.
Diese Seite kennst du sicher schon: rheuma-online: Rheuma von A-Z: Yersinien-induzierte Arthritis, oder?
Ich kann dir nicht sagen, was du jetzt tun sollst... ich kann dir nur sagen, was ich tun würde bzw. schon im Rahmen meiner Möglichkeiten tue.
Nur nicht aufgeben (oder nur temporär)... irgendwie kommst du da raus.
LG

Chronische Yersiniose

Datura ist offline
Beiträge: 4.305
Seit: 09.01.10
Hallo, Katimati (und alle, die sich mit intrazellulärem Gelumps rumplagen)!

Ich vermute ja (es gibt wohl keine halbwegs ordentliche Studien), dass das Konzept von der Dr. Jadin (hängt an) am geeignetsten ist, da der Körper sich in den drei Wochen Pause erholen kann und halbtote Reste wegräumen kann, man kann so die Therapie länger durchhalten, ohne noch zusätzlich krank zu werden.

Leider weiß ich auch keinen Spezi, der solche Behandlungsversuche macht, auch die DBG schweigt darüber.

Bei Yersinien müsste man die AB- Kombination nartürlich verändern.

Liebe Grüße, einen schönen Sonntag!

Datura
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf AB-JADIN-Ther[1].Intraz.Protokoll.pdf (33,0 KB, 27x aufgerufen)
__________________
Mein Motto: "Selber wissen ist gesund" . Ich gebe keinerlei Therapieempfehlungen.

Chronische Yersiniose

Allergikus ist offline
Beiträge: 30
Seit: 18.11.08
"Den Körper stärken, anstatt ihn zu schwächen, wäre vielleicht eine Überlegung wert."

Hallo zusammen,

ich muss da noch was wichtiges klarstellen: Mit der obigen Aussage meinte ich explizit nicht das Immunsystem! Das Immunsystem zu stärken wird ja heute vielerorts - auch hier im Forum - oftmals "blind" empfohlen, als wäre dies das Ei des Kolumbus... was es aber bei vorhandenen oder möglichen autoimmunen Prozessen nicht ist! Ein fehlgeleitetes Immunsystem müsste moduliert werden, wozu allerdings sehr viel Fingerspitzengefühl nötig ist und wofür nur wenige Mittel taugen. Ich persönlich halte autoimmune Prozesse bei Spätfolgen einer Yersiniose für sehr wahrscheinlich, denn es gibt auch einige Studien, die z.B. einen Zusammenhang zwischen Yersinien-AK und autoimmunen Schilddrüsenkrankheiten nahelegen.

LG
Allergikus

Chronische Yersiniose

katimaki ist offline
Themenstarter Beiträge: 371
Seit: 14.07.10
Zitat von Allergikus Beitrag anzeigen
Hi Katimaki,

sorry, ich will dich natürlich nicht fertig machen... ich weiss selber sehr genau wie es ist, wenn man sich im Sumpf einer Krankheit an einen Strohhalm klammert (und man wird sich wundern, an welche Strohhälme man sich so alles klammern wird). Ich war nach dem Gespräch mit dem Prof. auch sehr frustriert. NUR: Mit den Yersinien ist das alles nicht so einfach... denn erstens weiss man einfach viel zu wenig.. und das, was man weiss, ist nicht gerade beruhigend. Man weiss ja nicht einmal, ob die Yersinien selber irgendwie für eine reaktive Arthritis verantwortlich sind (d.h. wenn sie persistieren), oder ob nicht eine autoimmune Reaktion des Immunsystems, ausgelöst durch die Antikörper, Schuld ist... oder sogar beides? Jedenfalls sind intrazellulär lebende Bakterien äusserst schwer zu vernichten, wenn überhaupt. Die Therapie mit AB wird nicht umsonst sehr kontrovers diskutiert. Sicher gab es auch schon Erfolge, aber es gibt ja auch Spontanheilungen bei Krebs... ich meine damit: Alles ist möglich.. ob man es probieren will, muss man selber entscheiden. Wenn es aber die AK sind, die das Immunsystem fehlleiten, dann sind AB wohl eher nicht das Richtige, da sie weder aufbauende, noch harmonisierende Eigenschaften haben. Ein weiteres Problem bei der AB-Therapie: Wann aufhören? Es gibt keinen Test, der anzeigt, dass die Bakterien weg sind.. auch der LTT ist hier ungeeignet, denn er kann auch eine persistierende Infektion nicht beweisen, da (bei Vorhandensein von AK - IgG haben fast die Hälfte aller Deutschen - ) die T-zelluläre Immunreaktion lebenslang erhalten bleibt.
Wie hast du die Diagnose bekommen? AK IgG, IgA, IgM.. hoffentlich ELISA und kein KBR?! Wie hoch waren die Titer beim ersten Test, wie hoch beim letzten? Gibt es einen Abfall der IgA? Westernblot mit Bekanntgabe aller Banden? Wann fing alles an, nach der vermuteten Infektion? Wie ist man überhaupt auf Yersinien gekommen?
Da du scheinbar - im Gegensatz zu mir - noch Sachen einnehmen kannst, würden mir da gleich einige Dinge einfallen, die sicher sehr hilfreich wären.
Diese Seite kennst du sicher schon: rheuma-online: Rheuma von A-Z: Yersinien-induzierte Arthritis, oder?
Ich kann dir nicht sagen, was du jetzt tun sollst... ich kann dir nur sagen, was ich tun würde bzw. schon im Rahmen meiner Möglichkeiten tue.
Nur nicht aufgeben (oder nur temporär)... irgendwie kommst du da raus.
LG
Lieb, dass du dich so kümmerst! Kann ich echt brauchen, da ich wirklich schwerst krank bin.
Also, im Profil stehen die Eckdaten. Aber ich fasse kurz zusammen. Dezember 2007 Beginn mit schubartigem Krankheitsverlauf beginnend mit Magen-darmsymptomatik und extremer Benommenheit, sowie Halsschmerzen.
Auf der Arbeit hatte 3 Tage zuvor jemand über "Magen-darm" geklagt.

das ging zunächst 8 Wochen, dann verschwand es völig, Im August 2008 wieder 4 Wochen, dann in immer kürzeren Abständen , bis schließlich das Krankheitsgefühl nicht mehr wegging und ich seit 2009 BU bin.
Weiterhin habe ich innerhalb des sowieso schon sehr schweren Krankheitsbildes schubartige Verschlechterungen und insgesamt wird es immer schlimmer. Gelenkbeteiligung seit ca. 3 Jahren, zunehmend.
bei HP H. in W. war ich 2010 und der hat einen Rundumschlag LTT in Berlin machen lassen. Da hatte ich einen WErt von 34 bei Yersinien. (Auch borreliose u.a. waren positiv.)
IgA war bei 21 statt unter 20, IgG war 97, statt unter 20. EIA steht für ELISA, oder? danach habe ich das nicht mehr machen lassen.
Westernblot wird für IgM und igG als positiv angegeben-wie interpretierst du das?
nach Minocyclin ging der Yersinienwert im LTT runter.
Ich weiss, dass der LTT immer noch skeptisch beurteilt wird, aber meine Erfahrungen sprechen sehr für ihn, auch dafür, dass er negativ wird, wenn die Infektionen überwunden wird.
Z.B: bei mir die Borreliose und die Lambliose. Candida kann ja nicht negativ werden, ist aber dank adäquater Therapie von 65 auf 11 gesunken!
Ich habe das so verstanden, dass die Lymphos nach spät. 8 Wochen versterben, so dass damit die Reaktion im LTT ausbleibt, wenn keiner mehr da ist, der den Erreger noch kennt. (Mal ganz vereinfacht ausgedrückt).

Wie meinst du, ich kann noch was nehmen? Hast du Unverträglichkeiten?
Wie geht es dir und wie seiht deine Diagnostik aus?

GLG

Chronische Yersiniose

katimaki ist offline
Themenstarter Beiträge: 371
Seit: 14.07.10
Zitat von Datura Beitrag anzeigen
Hallo, Katimati (und alle, die sich mit intrazellulärem Gelumps rumplagen)!

Ich vermute ja (es gibt wohl keine halbwegs ordentliche Studien), dass das Konzept von der Dr. Jadin (hängt an) am geeignetsten ist, da der Körper sich in den drei Wochen Pause erholen kann und halbtote Reste wegräumen kann, man kann so die Therapie länger durchhalten, ohne noch zusätzlich krank zu werden.

Leider weiß ich auch keinen Spezi, der solche Behandlungsversuche macht, auch die DBG schweigt darüber.

Bei Yersinien müsste man die AB- Kombination nartürlich verändern.

Liebe Grüße, einen schönen Sonntag!

Datura
Hi Datura!
Vielen dank! habe schon einiges über Dr. jadin gelesen, aber noch nicht dieses schöne Dokument gefunden!
machst du das?
Die Frage ist, ob man das bei Yersinien auch bringen kann...
Vielleicht werden die resistent?
Chlamydien hätte ich auch zu bieten, Antikörper negativ, LTT positiv.Rickettsien AK sind auch alle negativ, aber da gibt es noch keinen LTT.
LG


Optionen Suchen


Themenübersicht