Kupfer - viel zu viel !

09.06.11 20:18 #1
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Kupfer - viel zu viel !

Prema ist offline
Themenstarter Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Zitat von Indianerblut Beitrag anzeigen

Woher weißt du dass du zuviel Blei im Körper hast?
DMSA bindet auch Blei.
Ich weiß es nicht. Es könnte sein, weil ich ein Leitungswassertrinker bin und ein Jahrzehnt immer aus Bleileitungen geschöpft habe, ohne es zu wissen/aufzupassen.

Kupfer - viel zu viel !

Indianerblut ist offline
Beiträge: 350
Seit: 01.06.10
Hi Prema, also Cutler schreibt in seinem Buch:

To reduce copper levels, give zinc with every meal,
molybdenum 1000-3000 mcg a day ( or 10-30mcg
per pound per day for children under 100 pounds),
and nutritional supplements that promote bile flow
such as taurine, glycine, milk thistle extract
and phosphatidylcholine - all with meals.

lg

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Prema ist offline
Themenstarter Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Der Vollständigkeit halber hier mein Senf zum Kupfer-Ergebnis nach der zweiten DMPS-Spritze (etwa 5-6 WO nach der ersten). Ich muss ja immer schmunzeln, bei welchen Werten hier andere von sooo hoch sprechen...
Der Wert ist von meinem anfänglich 200-fachen in den Norm-Bereich (Referenzbereich) abgerutscht (oberers Drittel)! Was ich daraus folgern kann, ist dass Gedanken an Morbus Wilson verschwendet waren, und dass zumindest Cu bei mir gut an Chelate bindet, (und die Zink-Tabletten ihre Dienste getan haben), und dass die eine Kinesiologin in ihrer Testung beeinflußt war, wenn sie behauptet hat nach dem ersten DMPS-Test, ich wäre immer noch (und nur) Kupfer- belastet.
Ich habe aus Kostengründen aber nur Kupfer nach DMPS bestimmen lassen (nach dem Feedback der Foris hätte ich ja eher gar nichts bestimmen brauchen, weil das SW-Entgiften alles länger dauert). Und bezüglich meiner im Feber vom Arzt-Kinesiologen gestellten Diagnose einer Quecksilber-Vergiftung: Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.
Gruß mit üblichen
Prema

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brouwny ist offline
Beiträge: 14
Seit: 23.04.11
Hallo Prema,
dürfte ich erfahren wie hoch dein Kupferwert in etwa war?
denn mit 200fache über normal ist glaube ich das Problem, das da jeder Arzt etwas anderes darunter versteht.
Bei meinem Arzt sind anscheinend 2000 ug/g krea. noch der obere Normalwert bei dem eine Ausleitung von Blei/ Quecksilber noch normal mögliche währe...

mfg brouwny

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Prema ist offline
Themenstarter Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Hallo brouwny,
mein Kupfer-Wert war beim ersten Mal 9,2 mg/l (Ref.:0,01-0,05mg/l) - wobei ich eher befürchtet hatte, dass die Probe verwässert sein könnte, weil ich nach der Spritze zu schnell zu viel getrunken hatte. Ich hätte schon nach 15min. aufs Klo gewollt, und ich hab mehr als einen halben Liter getrunken gehabt bis zur Probe. (ich wusste nicht , dass das Speziallabor nicht automatisch die SM-Werte auf Kreatinin bezieht - und ich hätte dafür wieder zusätzlich zahlen müssen...).
lG Prema

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Prema ist offline
Themenstarter Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Da das Thema mit zu hohem Kupfer im Provokations-Urin-Test ja immer wieder auftaucht bei usern, der Vollständigkeit halber noch eine Ergänzung in meinem Theat:

Ich war dann mal bei einem Borreliose-Arzt gelandet, da eine erfahrene Klinghardt-Therapeutin nicht nur Hg im Gehirn, sondern auch Borre & Co-Infekte ausgetestet hatte. Der angeordnete Borre-Test im Zentrum Augsburg war dann auch positiv. (Der Borre-Arzt hat auch gleich vermutet, dass auch eine Hg-Belastung im Gehirn vorliegt, was sich aber leider bei mir nur kinesiologisch zeigen ließ. Nach der zweiten DMPS-Spritze hab ich leider ein Hirnödem bekommen, woraufhin ich das verständlicherweise nicht mehr versucht habe.)

Der Kommentar vom Borre-Arzt zum exorbitant hohen Kupfer-Wert (der sich übrigens auch ein Jahr nach dem ersten Test wiederholt hat) war: Durch die hohe Entzündungstätigkeit bei Borreliose würde sehr viel Zink verbraucht , was den Gegenspieler Kupfer in den extra-zellulären Raum holt. Und da DMPS dort abräumt, ist der Kupfer im Urin dann so hoch, was aber nicht heißt, dass ich insgesamt einen Kupfer-Überschuss im Körper hätte!

Gruß
Prema

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akiva ist offline
Beiträge: 57
Seit: 27.02.09
Hallo Prema,
Prof. Daunderer schreibt in seinem Buch "Amalgam" (ecomed-Verlag, 6. Aufl. 2000) auf S. 43:


Kupferdepot

"Bei jeder chronischen Metallvergiftung kommt es dann zu einem relativen Kupferdepot, wie es im DMPS-Spritzentest (Kupfer über 500 mikrogramm/gr Kreatinin) zu erkennen ist, wenn in der Zelle zugleich ein Zinkmangel besteht. [...] Das Kupferdepot verschwindet erst, wenn alle giftigen Metalle [...] aus dem Körper entfernt sind und sich damit der Zinkmangel der Zelle wieder normalisieren konnte. Das Kupferdepot ist ein Indikator für eine Metallvergiftung. [...] Mit einer Kupfer-Speicher-Krankheit (Morb. Wilson) hat das nichts zu tun."

LG, Akiva

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Prema ist offline
Themenstarter Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Hallo akiva,

ja ja, mein Thread wird schön langsam alt, aber das Thema ist noch immer nicht vom Tisch
Daher wäre ich jetzt direkt noch neugierig, was in dem [...] bei Daunderer steht! Wenn in der Zelle ein Zink-Mangel herrscht, was ist dann in der Matrix? Der Kupfer muss ja in der Matrix sein, wenn es sich in der Ausscheidung nach DMPS zeigt. Ich habe nur die Amalgam-Bücher von Mutter und Runow gelesen und kenne viel von Klinghardt, aber die Erklärung zum gestörten Cu-Zn Haushalt bei Hg-Belastung hab ich dort nicht gefunden. Cutler schreibt wohl auch etwas dazu (aber was genau?)

Das Ergebnis nach dem 2.DMPS vor über zwei Jahren hab ich nur vom Arzt gehört und nicht selbst zu sehen bekommen. Da war nur 6 Wochen nach dem 1.Test der exorbitante Kupfer-Wert schon wieder in den Norm Bereich gesunken. In den nachfolgenden Tests nach DMSA war er aber wieder sehr hoch (teils ohne die Monate davor Chlorella oder ähnliches genommen zu haben).
Diese Wochen war ich beim erfahrendsten DMPS Arzt hier in meiner Gegend, der selber ein Labor für solche Analysen betreibt. Der hat glatt gesagt, das gibt es nicht , da müssen die sich vermessen haben beim Kupfer-Wert des 2.Tests (war nicht sein Institut), denn ein Cu nach DMPS muss immer erhöht sein (auch ohne Hg Belastung habe ich verstanden). Dann frage ich mich aber warum es Referenz-Werte gibt für DMPS-Test. Er meinte, der hohe Cu-Wert kann einfach heißen, dass DMPS bei mir Kupfer gut chelatiert. Es sagt nicht wirklich etwas darüber aus, wie viel Kupfer man im Körper hätte. Er fände den Wert nicht pathologisch und würde nicht an Morbus Wilson (Kupferspeicher-Krankheit) denken. Man müsse erst weiter entgiften bis der Kupfer-Wert gesunken ist, und ev. würde sich erst dann zeigen , wie es mit dem Hg im Körper steht. Dass der hohe Cu-Wert ein hinweis auf eine Hg Belastung ist, hat er aber nicht gesagt nach den 15.000 DMPS- Spritzen , die er in seiner Laufbahn gegeben hat.

Jedenfalls hab ich jetzt die von ihm empfohlenen Haaranalyse auch noch machen lassen. Und da ist das Kupfer wieder seeehr hoch; Zink aber noch im Norm-Bereich. Hg zeigt sich da genauso wenig wie nach DMPS oder DMSA. Nach Cutler und Klinghardt zeigt sich auch kein Hg im Haar, wenn man nur im Gehirn Depots hat (die kines.Tests sagen bei mir, dass Hg nur dort gespeichert ist, und ich hab inzwischen einige Erfahrung mit der Methode) Das könnte auch zu meiner Lebensgeschichte passen, da die meisten der 20 Amalgam-Füllungen seit 20 Jahren raus sind (nachdem ich vorher viiiel Kaugummi gekaut habe auf den Dingern), und ich meist viel Sport gemacht habe, auf dass es aus dem Bindegewebe in andere fettige Bereiche verschoben wurde. Erst wenn man die Depots schafft zu aktivieren und das Hg in Bewegung kommt, taucht es im Haar auf. Aber nach zwei Jahren Entgiftungs-Maßnahmen (ohne weiteres DMPS) mit Pausen ist das halt schon etwas frustrierend.
Einziges Mangel-Element in meinem Haar neben Chrom ist Lithium.- Ist laut Cutler auch ein typisches Hg-Vergiftungsmerkmal. Lithium findet man in der Schutzschicht der Nerven...
Eigentlich will ich nicht dauernd Tests zahlen. Jetzt warte ich auf das Ergebnis der Leitungswasser-Analysen.

LG Prema

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
aber die Erklärung zum gestörten Cu-Zn Haushalt bei Hg-Belastung hab ich dort nicht gefunden. Cutler schreibt wohl auch etwas dazu (aber was genau?)
Soweit ich mich erinnere:

Ich glaube er schreibt interessanterweise das selbe wie Dr. D.:

Kupferdepot

"Bei jeder chronischen Metallvergiftung kommt es dann zu einem relativen Kupferdepot, wie es im DMPS-Spritzentest (Kupfer über 500 mikrogramm/gr Kreatinin) zu erkennen ist, wenn in der Zelle zugleich ein Zinkmangel besteht. [...] Das Kupferdepot verschwindet erst, wenn alle giftigen Metalle [...] aus dem Körper entfernt sind und sich damit der Zinkmangel der Zelle wieder normalisieren konnte. Das Kupferdepot ist ein Indikator für eine Metallvergiftung. [...] Mit einer Kupfer-Speicher-Krankheit (Morb. Wilson) hat das nichts zu tun."
Er sagt ungefähr: Hohes Kupfer ist bei Amalgamvergiftungen häufig und entsteht da Quecksilber den Mineralstoffhaushalt durcheinanderbringt und auch die Ausscheidung von anderen Metallen verhindert. Zink ist meistens zu niedrig hingegen und sollte supplementiert werden.

Kupfer wirkt in Synergie mit Quecksilber und macht es noch giftiger. Man sollte deshalb versuchen während der Entgiftung das Kupfer eher niedrig zu halten und auch eher nicht supplementieren.

Man sollte aber nicht das Kupfer sondern das Quecksilber loswerden, dann normalisiert sich das Kupfer wieder von alleine.

Eine Kupfervergiftung verursacht Symptome die praktisch ident mit einer Quecksilbervergiftung sind. Kupferspeicherkrankheiten sind extrem selten, und Quecksilbervergiftungen (dank Amalgam) eher häufig. Trotzdem sollte man ggf. wenn man auf Verdacht Quecksilber entgiftet und sich nicht sicher ist ob man damit auch vergiftet ist und es auch Anzeichen auf hohes Kupfer im Körper gibt, eine Kupferspeicherkrankheit ausschliessen, was relativ einfach ist.

Er meinte, der hohe Cu-Wert kann einfach heißen, dass DMPS bei mir Kupfer gut chelatiert. Es sagt nicht wirklich etwas darüber aus, wie viel Kupfer man im Körper hätte. Er fände den Wert nicht pathologisch und würde nicht an Morbus Wilson (Kupferspeicher-Krankheit) denken.
Kupfer unter DMPS ist m.E kein zuverlässiger Indikator für die Kupferspiegel im Körper. DMPS chlatiert Kupfer einfach gut deshalb produziert es oft hohe Werte beim Test, das alleine sagt nicht viel aus. Morbus Wilson ist eine schulm. anerkannte Krankheit das kann man bei einem Spezialisten auch ohne DMPS diagnostizieren und ausschliessen lassen. Aufgrund von DMPS Ergebnissen auf mögliches Morbus Wilson/Kupferintoxikation schliessen ist m.E keine gute Idee.

lg

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akiva ist offline
Beiträge: 57
Seit: 27.02.09
Das ungekürzte Originalzitat lautet:

Kupferdepot

"Bei jeder chronischen Metallvergiftung kommt es dann zu einem relativen Kupferdepot, wie es im DMPS-Spritzentest (Kupfer über 500 mikrogramm/gr Kreatinin) zu erkennen ist, wenn in der Zelle zugleich ein Zinkmangel besteht. Anders ist ein Zinkmangel der Zelle nur zu erkennen, wenn man Zink in den roten Blutzellen (Erythrozyten) mißt.

Das Kupferdepot verschwindet erst, wenn alle giftigen Metalle (Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber, Wismut, Zinn u.a.) aus dem Körper entfernt sind und sich damit der Zinkmangel der Zelle wieder normalisieren konnte. Das Kupferdepot ist ein Indikator für eine Metallvergiftung.

DMPS senkt das Kupfer nicht direkt. Bei dem Kupferdepot der Zelle kann Kupfer im Blutserum und im 24-Stunden-Urin normal sein. Mit einer Kupfer-Speicher-Krankheit (Morb. Wilson) hat das nichts zu tun."
Daunderer, M.: Amalgam. Landsberg: ecomed 2000, 6. Aufl., S. 43



Lithium nehme ich in Form von Lithiumorotat ein, auf Empfehlung von Rosner (The Top Ten Lyme Disease Treaments, S. 261).


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