Haarmineralanalyse - kein Quecksilber, trotzdem Vergiftung?

27.07.07 19:24 #1
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Haarmineralanalyse-kein Quecksilber, trotzdem Vergiftung?

Gioconda ist offline
Beiträge: 85
Seit: 17.11.08
Zitat von Anne B. Beitrag anzeigen
Die übliche Haarmineralanalyse ist nicht besonders gut zur Diagnostizierung von Schwermetallbelastungen geeignet. Ursprünglich ist sie dafür gedacht, um Stoffwechselmuster (Überschüsse, Mineralstoffmängel) herauszufinden und durch eine individuell angepaßte Ernährung auszugleichen.

Es gibt aber inzwischen auch die Untersuchung von Methylquecksilber in den Haaren. Der Nachweis von Methylquecksilber, auch in den Haaren, ist immer ein Hinweis auf eine schwere Belastung!

Ich habe übrigens mal gehört, das bei einer hohen Hg-Belastung (bzw. -Ausscheidung) die Haare dunkler werden und dies vor Jahren auch bei mir festgestellt. Meine Mutter war sogar der Meinung, ich hätte mir meine Haare schwarz gefärbt . Damals hatte ich noch Amalgam. Heute sind meine Haare wieder heller, obwohl ich (leider) weniger in der Sonne bin.

Viele Grüße
Hallo Anne,

habe gerade deinen interessanten Beitrag gelesen und ich kann deine Beobachtung mit den Haaren nur bestätigen, meine Haare sind in den letzten Jahren auch immer dunkler geworden, ich habe dann angefangen meinen Körper zu entgiften mit Bambus Pflastern die unter anderem auch das Quecksilber entgiften und nun werden die Haare wieder heller.

Viele Grüsse
Gioconda

Haarmineralanalyse-kein Quecksilber, trotzdem Vergiftung?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Binnie

Was hat Dir Dr Mutter genau (Stoff, mengenangabe und Einnahemzeiten) verschrieben
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Liebe Grüsse
Beat

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Haarmineralanalyse-kein Quecksilber, trotzdem Vergiftung?

wurstbrot ist offline
Beiträge: 122
Seit: 16.01.08
Zitat von Beat Beitrag anzeigen
Hallo an alle

Claudias Antwort noch etwas ergänze:

war vor wenigen wochen in wien in der uniklinik. abt. für arbeitsmedizin.
der dortige prof. hat mir versichert das derartige werte aus einer haaranalyse und einen befund daraus zu erstellen, wie kaffeesatzlesen ist. er meinte es ist völlig unseriös und hat keine aussagekraft, weder in die eine noch in die andere richtung.

Das ist so nicht richtig, richtig ist Claudias Aussage
HMA sind wohl schon (sehr) zuverlässig, allerdings muss man sie im Gesamtzusammenhang richtig interpretieren können
Ein Körper mit gesunder Entgiftungskapazität leidet von selbst dauernd etwas hg via Blut aus, abhängig von seiner Belastung.
Solche Leute haben hohe hg Werte im Haar, das vom Blut gespiesen wird, wenn sie hoch belastet sind und umgekehrt.
Wenn aber die Entgiftungsfunktionen stark gestört sind (was ein Grund einer hohen Belastung ist) dann geht das abgelagerte hg eben nicht/kaum mehr ins Blut und somit auch nicht ins haar. Solche hg belasteten Leute haben unterdurchschnittliche hg Werte im Haar, manchmal gar keine mehr. Deshalb sind unterdurchschnittliche hg Werte ein Anzeichen (kein Beweis) für eine hohe hg Belastung! Man muss also wissen, wie die eigene Entgiftungskapazität ist. Das kann man testen, ist aber nicht billig. Aus der Gesamtschau der Haaranalyse kann man das aber in der Mehrzahl der Fälle auch ersehen. Wenn andere SM tendenziell überdurchschnittlich sind und Mineralien tendenziell unterdurchschnittlich, dann ist dies ein Zeichen einer schlechten Selbstausleitung. Um es genau zu wissen wo die Werte liegen, müsste man das engl. Buch von Andy Cutler kaufen, dort ist es beschrieben. Muss dazu noch anmerken, dass eine rel. kleinen Minderheit der Analysefälle im Graubereich sind, bei der man nicht sagen kann, ob die tiefen hg Werte nun wegen der schlechten selbstausleitung oder der geringen Belastung kommt. Jessy könnte eventuell in diesem Bereich liegen. Um mehr zu sagen, müsste ich alle werte kennen und eventuell sogar rückfragen

In diesem Fall hier teile ansonsten ich die Aussage von Claudia:
Du kannst also davon ausgehen, dass Du sehr wohl Hg belastet bist.

hallo beat,
ich habe das buch "amalgam illness" gekauft (es gibt ja ein eigenes nur über haaranalysen). darin ist in der diagnostik der haarmineraltest nur einer von vielen tests die man machen kann um eine hg-belastung zu verifizieren. jedenfalls ist ein hoher ca-wert und ein geringer hg-wert im haar schon ein guter hinweis auf eine belastung, aber nicht der weisheit letzter schluß.
wie gesagt ist lt. cuttler diese untersuchung nur eine von vielen möglichen bzw erforderlichen.
wie du es hier wiedergibst ist es jedenfalls aus der sichtweise von cuttler, aber bekanntermaßen bist du ja ein starker befürworter seiner ansichten.
ich übrigens auch.

lg

Haarmineralanalyse-kein Quecksilber, trotzdem Vergiftung?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Wurstbrot

Cutler hat ja nicht einfach nur ansichten, sondern kann diese theoretisch belegen und hat sehr viel praktische Erfahrungen damit (die ich in der zwischenzeit ein wenig auch gemacht habe). Deshalb denkle ich, dass er recht hat mit der HMA interpretation.
Aber auch bei Cutler gibt es bei einer Minderheit der Analysen., Resultate die keine sxchlüssige Interopertation ob eine (übermässige) Belastung vorliegt, liefert.
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Liebe Grüsse
Beat

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Haarmineralanalyse-kein Quecksilber, trotzdem Vergiftung?

Gioconda ist offline
Beiträge: 85
Seit: 17.11.08
Hallo,

kann mir bitte jemand sagen wer Dr. Cutler ist und wo ist er?
Gibt es evtl. eine Homepage von ihm?

Danke!
LG
Gioconda

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Gioconda

Er ist aus der USA, ein sehr bekannter hg Spezialist, der ein eigenes effizientes aber tief dosiertes und dadurch auch nebenwirkungarmes Ausleitungsprotokoll entworfen hat.
Er hat aussderdem grosse Erfahrung mit Kindern des autistischen Spektrums (berechtigt zum tragen des DAN Arzt Titels = defaut autism now!)und eben der HMA. Zu letzterem hat er auch ein Buch geschrieben.
Homepage weiss ich nicht ob er hat, aber er hat ein engl Forum wo über Entgiftung NME etc diskutiert wird. google nach Dr Andrew Cutler DAN autism
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Liebe Grüsse
Beat

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Gioconda ist offline
Beiträge: 85
Seit: 17.11.08
Vielen Dank Beat !!

Liebe Grüsse
Gioconda

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Claudia S. ist offline
Beiträge: 619
Seit: 18.05.07
Hallo,

das mit der sich ändernden Haarfarbe bei Ver- bzw. Entgiftung mit hg finde ich sehr interessant. Werde beim nächsten Haarschneiden von mir und den Kindern eine Probe aufheben und das nach einiger Zeit mal vergleichen. Kann mir gut vorstellen, dass da Zusammenhänge sind.

Ich hatte früher auch leicht gewelltes Haar und deutlich gebogene Wimpern. Ich dachte zunächst, dass das Kinderkriegen das "beseitigt" hätte, denn es wurde danach peu a peu alles glatt. Andererseits wurde vor jeder Schwangerschaft ohne Schutzmaßnahmen oder Engiftung je ein Kiefer von Amalgam befreit (deshalb sind meine Kinder auch hochgradig allergisch), es wird daher wohl eher von der akuten Amalgambelastung damals kommen.

Nun entgifte ich vor allem das Blut und Bindegwebe seit einem Jahr durch Aderlass nach Hildegard, meine Ekzeme sind bereits weg, also der Allergiepegel gesunken (Blut ist auch lange nicht mehr so verdreckt (= dunkel, weist auf massig Schwarzgalle und krankmachende Fäulnisstoffe hin) wie zu Beginn der Therapie), und ich habe gerade festgestellt, dass einige Wimpern wieder deutlicher gebogen sind.

Das Haar sieht leider noch genauso langweilig glatt aus wie in den letzten Jahren, aber vielleicht tut sich da auch bald etwas.

Hat noch jemand da Erfahrungen gemacht?

Ich weiß von einer Friseuse, dass Patienten mit Depressionen in schlechten Phasen quasi nicht frisierbar sind, das Haar sitzt dann trotz aller Bemühungen einfach nicht. Der Stoffwechsel scheint also einen erheblichen Einfluss auf das Aussehen des Haares zu haben.

Alles Gute
Claudia

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Sowohl Gluten, wie Fettsäurestatus (Omega3 / EPA) als auch hg wie b Niacin, Vitamine B6 und Biotin haben einen Einfluss auf das Haar wie auf neurologisches (Depressionen)
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Liebe Grüsse
Beat

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Claudia S. ist offline
Beiträge: 619
Seit: 18.05.07
Hallo,

hier ein Nachtrag zu meinem vorherigen Beitrag: Mein Haar ist tatsächlich dunkler als früher, seit ich verstärkt ausleite. Meiner Mutter war es zuerst aufgefallen, nachdem sie mich einige Monate nicht gesehen hatte. Es ist inzwischen fast so dunkel wie das meines Mannes.
Früher konnte man an der Farbe immer genau erkennen, welches Haar von wem da vor einem lag. Jetzt muss man schon sehr genau hinsehen.

Auch mein Sohn ist enorm nachgedunkelt in den Monaten seit der Ausleitung.

Ich habe nach zwei Jahren Entgiftung nun einen Bluttest machen lassen. Vor den ersten Ausleitungsmaßnahmen lag der hg Wert bei 0,5, jetzt bei 1,8, also fast vierfach so hoch und knapp unter der Normgrenze von 2,0. Und das nach 2 Jahren Entgiftung!
Ich möchte nicht wissen, wie der zu Beginn ausgesehen hat, als das Blut noch wesentlich dunkler (= belasteter) war und die Ekzeme sich plötzlich zurückzogen und auch einige andere Dinge sich reguliert haben.

Alles Gute
Claudia


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