Fragen zum Cutler Protokoll - Was haltet Ihr davon?

20.01.11 21:32 #1
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Meine Fragen zum Cutler-Protokoll

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
dmps123:
Also ist Deine Meinung nach die Pulsdosis mit einmaliger DMSA-Gabe (oder auch DMPS) alle paar Wochen eher ungeeignet?
Ja um das Gehirn/Nervensystem zu entgiften ist es ungeeignet. Es wurde in der wissenschaftlichen Literatur glaube ich auch nie die Behauptung gemacht dass das Gehirn dadurch entgiftet werden würde bei einer chronischen Vergiftung, eher das Gegenteil.

Wenn die Vergiftung noch frisch/akut ist, kann es aber helfen dass sich das Hg nicht so stark im Gehirn ablagert.

Grüsse

Meine Fragen zum Cutler-Protokoll

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Was ist dann Deiner Meinung nach die genaue Vorgehensweise bei einer
chronischen Vergiftung?

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Meine Fragen zum Cutler-Protokoll

ArmesHaschel ist offline
Beiträge: 840
Seit: 11.04.10
Hallo Zusammen,

ahhh viel mehr verstanden, danke !!!

Also, m.E. wird die Durchlässigkeit der Blut/Hirnschranke im wesentliche durch ein Protein gemessen.

Jetzt habe ich mal eine Frage:
Wie kann man sich davor schützen, das mehr in das Gehirn verlagert wird ? Ich meine etwa indirekte, das die Bluthirnschranke schließt ?

Jemand eine Idee, ich meine das Thema kommt ja immer wieder auf und es muss doch irgendjeman gegen der eine Idee hat ?

Gruss Haschel...

Meine Fragen zum Cutler-Protokoll
Männlich Bodo
Hi Haschel.



Zitat von ArmesHaschel Beitrag anzeigen
Warum ist Umverteilung so schlimm, die Menge des Amalgams im Körper wird ja nicht mehr...

Die Umverteilung ist in aller Regel überhaupt nicht 'schlimm' - sie ist nützlich:

Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Die Leber und insbesondere die Nieren fungieren als Blutfilter und speichern bei der
chronischen Metall-Intoxikation als absolute Hauptspeicher bis zu 90% Quecksilber!

Deshalb macht es großen Sinn diese beispielsweise durch richtig applizierte DMPS-Spritzen
in mehrwöchigen Abständen zu entlasten. Der 'Nachstromeffekt' bzw. das Nachströmen
aus anderen Kompartimenten durch Diffusionsausgleich führt dann wieder zur Nierenanreicherung.
Dieses Quecksilber der Umverteilung ist quantitativ jeweils anteilsmäßig wesentlich geringer
als dasjenige Quecksilber, das fest durch DMPS gebunden werden konnte.

Durch Chelatierung des Hg im extrazellulären Raum kommt es indirekt zu einer Entgiftung der Depot-Zellen.
Die Verschiebung der Gift-Kompartimente durch die gewünschte Umverteilung führt zu einem stetigen,
wenn auch langsamen Entgiften des Organismus. Die durch das Dimercaptan gelösten Metall-Ionen
werden entweder festgebunden ausgeschieden und damit eliminiert, oder wandern in weniger gebundener
Form über das Blut wieder Richtung Nieren, wo sie bei der nächsten Mobilisation abgeholt werden.

Dieses therapeutische Konzept hat sich bewährt und hat schon vielen Patienten helfen können.

Genau dieses Prinzip machte ich mir per DMSA-Pulsdosis zu eigen
und am wirksamsten per DMPS-Spritzentherapie.


Das (wenige) Quecksilber der Umverteilung und das wenige 'Losgelassene' landet nicht im Gehirn,
sondern wandert hauptsächlich wieder in die Nieren oder wird über den Urin ausgeschieden.
Dass elementare Quecksilber (dampfförmig) hingegen ist in der Lage, die BHS zu überwinden:

Quecksilber wird ständig aus den Plomben verdampft und freigesetzt,
besonders stark beim Kauen und Trinken heißer Getränke. Es gelangt zu
einem Teil in Form von beim Kauen abgeriebenen, kleinen Teilchen in den
Speichel und von dort aus in Magen und Darm. Zum anderen Teil gelangt
es in verdampfter Form in den Speichel und in die Nasen- und Mundhöhle
und wird von dort aus in die Lungen eingeatmet. Über die Nasenhöhle kann
es auch direkt ins Gehirn gelangen. Durch Diffusion gelangt das Quecksilber
durch die Zahnwurzeln in die Kieferknochen, über die Zahnnerven in das
zentrale Nervensystem (ZNS) und ins Gehirn (siehe Abb.1).

Link I

1. Das elementare Quecksilber, das schon bei Zimmertemperaturen verdampft.

Die Dämpfe sind sehr giftig und werden z.B. beim Kauen, aber auch verstärkt
beim Ausbohren des Amalgams frei, v.a. wenn ein schnell rotierender Bohrer
mit entsprechender Wärmeentwicklung verwandt wird. Aufgrund seiner
Fettlöslichkeit dringt das über die Lungen aufgenommene Quecksilber aus
dem Blut in das Gehirn. Den Filter, der das Gehirn schützen sollte, die
sogenannte Blut-Hirnschranke, kann es gut passieren.

Link II


Also: Kein Grund zur Panik! Probiere die genannten Schemata aus und schaue, was Dir hilft.






HGB

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Was ist dann Deiner Meinung nach die genaue Vorgehensweise bei einer
chronischen Vergiftung?

Gruß
Rübe
Man kann(muss aber nicht) den Körper bzw. manche Organe im Körper mit DMPS/DMSA entgiften.

Wenn man dann noch weiter Probleme hat, insbesondere neurologische würde ich über eine Gehirn/intrazelluläre Entgiftung nachdenken.

Für das Gehirn(u. Zellen) muss man dann ein hirngängiges Chelat nehmen wie ALA, OSR, Koriander(wird zumindest diese Wirkung nachgesagt)

Wenn man aus dem Gehirn entfernt muss man natürlich sehr auf die Rückvergiftung/Umverteilung achten ansonsten verstärkt man die Vergiftung noch mehr.

Es dauert lange Zeit bis man das Gehirn entgiftet hat also muss man das regelmässig für lange Zeit machen, am besten so dass man den Körper nicht zu stark stresst und belastet.

Da es im Moment kein OSR am Markt gibt, kann man dafür ALA nehmen. Sofern man nur eine Hg Vergiftung hat ist m.E eine Kombination aus DMPS + ALA am effektivsten. DMPS oder DMSA ist aber nicht unbedingt notwendig um das ZNS zu entgiften. Zu Koriander kann ich persönlich nicht so viel sagen weil nicht so viel darüber bekannt ist, ich möchte es aber nicht ausklammern.

EDIT: Ach ja ich würde auf jeden Fall(egal was du machst) so viele NEMs als möglich nehmen um den Körper bei der Regeneration zu unterstützen.

Grüsse

Geändert von dmps123 (06.11.11 um 15:27 Uhr)

Meine Fragen zum Cutler-Protokoll
Männlich Bodo
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Sofern man nur eine Hg Vergiftung hat ist m.E eine Kombination aus DMPS + ALA am effektivsten.
DMPS als Chelat-Supporter der Liponsäure könnte sicherlich sinnvoll sein.
Klinghardt will mit der Kombi DMPS+Procain das DMPS zellgängig gemacht haben.





GB

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Jetzt habe ich mal eine Frage:
Wie kann man sich davor schützen, das mehr in das Gehirn verlagert wird ?
Hohe Einzeldosen meiden, viele Dosen hintereinander nehmen (Halbwertszeit/Cutlern)

Grüsse

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Männlich Bodo
Haschel.



Zitat von ArmesHaschel Beitrag anzeigen
Wie kann man sich davor schützen, das mehr in das Gehirn verlagert wird ?
Ich meine etwa indirekte, das die Bluthirnschranke schließt ?
Wenn Du kein Amalgam mehr in den Zähnen hast, kannst Du ebenso sowohl die Pulsdosis wie auch die
www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/97175-fragen-cutler-protokoll.html#post741702
DMPS-Applikationen in mehrwöchigen Abständen verbesserten meine Hirnfunktion dramatisch (siehe Profil).




PS: Noch ein interessantes PDF (Seite 15) zum erfahrenen DMPS/DMSA-Arzt Wolfgang Gerz.

PPS: Hier noch mal die Wege, die das Quecksilber aus dem Amalgam im Körper geht.



Absorption und Metabolismus von Quecksilber aus Amalgamfüllungen. (1)
Inhalation von dampfförmigem Quecksilber (Hg0). (2)
Neuronaler Transport von dampfförmigem Quecksilber (Hg0) in das Gehirn.(3)
Verschlucken von anorganischem Quecksilber (Hg0, Hg2+) und von Amalgampartikeln (HgA).(4)
Eindringen von Quecksilber in Dentin und Pulpa.(5)
Eindringen von Quecksilber in Zahnwurzel und Alveolarknochen.(6)
Diffusion von Quecksilber in die Gingiva. Link









HGB

Geändert von Bodo (06.11.11 um 20:11 Uhr)

Meine Fragen zum Cutler-Protokoll

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Cutler hat geschrieben er hat mit vielen Leuten geprochen die hohe Einzeldosen genommen haben. Seine Beobachtungen:

Zitat von Cutler
I certainly talked to lots of people who did DMSA every other day (a
common fad at the time) and a few who did it every 8 hours. Saw one do
it every other day until she could hardly walk and was crazier than a
loon. Others I talked to who had done it every other day had similar
experiences, and some became psychotic, got put in psych ward and
medicated. Didn't sound like they were very normal by the time I was
talking to them, either.
Klingt nicht so toll m.E.

Grüsse

Meine Fragen zum Cutler-Protokoll
Männlich Bodo
Wenn ich eins während meiner Ver- wie Entgiftung lernte, dann das Loslösen von Dogmen.

So können hier keine verallgemeinernden, repräsentativen Aussagen getroffen werden.

Ich habe auch schon mit sehr Vielen gesprochen, die mit höheren Einmaldosen, ob nun in
kürzeren Intervallen nach Gerz oder längeren nach Daunderer, sehr gute Erfahrungen machten.

Gibt auch Leute, die gute Erfahrungen mit Cutlern machten - Andere weniger Gute.

Und mir half beispielsweise der Wechsel auf die DMSA-Pulsdosis.



PS: Cutler und Daunderer sind übrigens beide Dogmatiker.






LGB

Geändert von Bodo (06.11.11 um 21:55 Uhr)


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