Rizinus, Klinghardt und Co.: Zeit für ein Resümee

23.07.07 13:22 #1
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GeorgeT ist offline
Beiträge: 441
Seit: 16.07.06
Hallo Ihr Lieben !
Anstatt hier kräftig mitzulesen, habe ich einige Monate intensiv entgiftet, und dabei die Gelegenheit gehabt, gut zwischen verschiedenen Ausleitungswegen vergleichen zu können.
Mir standen dabei erfreulicherweise auch zahlreiche Nahrungsergänzungspräparate zur Verfügung, die sich als mehr oder weniger hilfreich erwiesen haben.
Ich erhebe selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Objektivität, da ich jedoch über eine gute innere Wahrnehmung verfüge und eine grosse Portion Zeit zur Verfügung hatte, um alles sehr bewußt zu erleben, sind einige Erkenntnisse vermutlich auch auf andere übertragbar.
Da ein paar Menschen unter meiner Anleitung und Beobachtung ebenfalls entgiftet haben, traue ich mir, ein paar Schlüsse zu ziehen.

Ich selbst habe vor ca. 18 Monaten ganz klassisch begonnen.
Chlorella und Bärlauch vor und dann der klassische Dreier (mit Koriander) nach dem Entfernen der letzten (Horror-)Plomben.
Wie's mir dabei ging : Beschissen ! Ziemlich beschissen ! Und ziemlich typisch für diese unausgereifte Methode !!!
Unausgereift (ich weiss, ein sehr hartes Wort, und ich bitte die jenigen, die diesen Weg Ihren heutigen Gesundheitszustand verdanken ausdrücklich um Entschuldigung) in sofern, als das sie nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen (bei mir und bei EINIGEN anderen Personen...) vieles heftigst verschlimmert, und zwar unter Umständen für viele, viele Monate und für mich inzwischen aufgrund von meinen Beobachtungen und Erfahrungen klar ist, das das überhaupt nicht sein muss...
Mein Eindruck ist, das während dieses Ausleitungsweges (speziell psychisch) oftmals so sehr gelitten wird, das viele nur die Hoffnung (das bald alles vorbei ist) am Leben erhält.
Was ich mir und meinen "Leidens"-Genossen Wünsche, ist (natürlich) eine baldige Erleichterung, möglichst viele motivierende (Anfangs-) Erfolge (die einem später helfen sollen, auch mal kleinere Entgiftungskrisen zu überstehen) und das grundsätzliche Gefühl, das es WIRKLICH bergauf geht.
Ich bin davon überzeugt, das das möglich ist, und denke, das sich niemand mehr mit weniger zufrieden geben sollte, weil es eben auch anders geht.
Fortsetzung folgt...

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee...

Francesco30 ist offline
Beiträge: 48
Seit: 07.07.07
Hallo GeorgT,
Deinen Beitrag finde ich sehr interessant!
Ich leite selber seit ca. 5 Monaten nach der Methode von Klinghardt aus und ich geb Dir völlig Recht, was man da körperlich und auch phsychisch durchmacht, mit dem hab ich nicht gerechnet, wirklich nicht!
Man hat so das Gefühl, daß alle Symptome immer schlimmer werden, obwohl es dem Körper natürlich besser geht, wenn Stück für Stück das Gift den Körper verläßt.
Es erfordert schon eine Menge Ausdauer und Durchhaltevermögen, diese körperlichen und seelischen Berg- und Talfahrten durchzustehen, vor allem, weil einem keiner sagen kann, wie lange das in etwa dauert.
Ich muß zugeben, daß ich vor Therapie-Beginn das Ganze etwas unterschätzt habe, mit solchen Reaktionen und Verschlimmerungen der Symptome hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Man hofft natürlich immer, daß die Phase der Verschlimmerung bald ein Ende hat und man endlich merken würde, daß es Stück für Stück bergauf geht.

Was mir übrigends sehr geholfen hat, ist dieses Forum mit all den netten und kompetenten usern, denn als Laie kann man viele Situationen einfach nicht richtig beurteilen und es wird einem immer weitergeholfen, wenn man grad in einer Krise steckt.
Gerade als bei mir die Verschlimmerung so richtig losging, war ich sehr entsetzt und ziemlich am Boden, da ich die neue Sitation ja nicht einschätzen konnte.
Eigentlich denkt man ja, wenn man ausleitet und das Gift im Körper weniger wird, sollte es einem ja besser gehen, aber weit gefehlt!!!

Einen Vergleich zwischen den Ausleitungsmethoden kann ich leider nicht machen, da ich mich für Klinghardt entschieden habe, dabei bleibe und das hoffentlich (bald) irgendwie schaffen werde.

So ist das eben, wenn man wieder richtig gesund werden will, muß man vielleicht auch mal ein paar Monate od. länger leiden, aber langfrisig gesehen, denk ich, ist die Ausleitung die richtige Entscheidung.
Würde man nicht ausleiten, wäre man sein Leben lang krank und wer weiß, welche Krankheiten im Laufe des Lebens aufgrund der Quecksilbervergiftung noch dazukommen werden.

Das ist meine Motivation, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...........

Gruß Francesco

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee...

GeorgeT ist offline
Themenstarter Beiträge: 441
Seit: 16.07.06
So, möchte nun, in diesem zweiten Teil, näher auf die Alternativen eingehen...

Die wichtigste Methode zur allgemeinen Körperentgiftung ist meines Erachtens nach zweifelsohne die Ausleitung mit Rizinusöl.
Denn das, was duch das Öl mobilisiert wird, landet abgesehen von einem kleinen Anteil (der später aus dem Darm rückresorbiert wird), tatsächlich in der Kloschüssel (da gehört es doch auch hin, gell ?).
Chlorella kann zwar kurzfristig zu einer Erleichterung führen, aber auf dem langen Weg durch den Darm wird meiner Erfahrung nach IMMER mehr Gift mobilisiert als abgebunden, darin liegt meiner Ansicht nach auch der grösste Schwachpunkt der Klinghardt-Methode. Und deshalb gehe ich auch so weit zu sagen, das die Methode unausgereift ist.

Eine Rizinuskur bringt meiner Erfahrung nach ein Gefühl von extremer Befreiung und Erleichterung mit sich, und ich denke das ist es doch, was man sich von einer Therapie verspricht, oder ?
Abgesehen davon ist die Entgiftung mittels Rizinusöl so eine Art "Breitband-Entgiftung". Das was unsere Leber für giftig befunden und aus dem Blut herausgefiltert hat, gelangt ins Klo. Nicht nur die Schwermetalle, sondern auch sonstige Medikamentenrückstände, Chemikalien und was sich da sonst noch so alles angesammelt hat.
(Ich weiss nicht, ob das wissenschaftlich bereits bewiesen wurde, aber mein Gefühl sagt mir, das es so ist.)
Es wird mit jeder Kur etwas Gift "abgetragen" und durch Umverteilung kann der Körper langsam aber sicher rundum gereinigt werden.
Auch die Tatsache, das sich die Entgiftung mittels Rizinusöl wirklich jeder leisten kann, halte ich für wichtig und positiv. Für die vielen weiteren und genaueren Vorzüge dieser Methode ist und bleibt aber Mr. Rizinus himself, der Erfinder der Rizinus, auch genannt "El Rizinus" , Gerold, weiter zuständig

Ich denke, wenn man ein bischen Geduld hat, und weder unnötig viel Zeit noch Energie in die eigene Entgiftung investieren möcht, ist man mit ein bis maximal zwei Kuren pro Monat wirklich gut beraten. Es gibt wohl wenige Menschen, die von diese "Routine" nicht profitieren würden, so vermute ich.

(Die Tatsache, das es selbst Personen, die sich schon seit jahren intensiv um Ihre Gesundheit bemühen, selbst bei langjährigen strikten Rohköstlern, zu massivsten Giftaussscheidungen durch Rizinusöl kommt, zeigt meiner Ansicht nach das unglaubliche Potential dieser Methode)

Aber das ist noch nicht alles.
Es gibt so einiges, was man ergänzend, ev. sogar alternativ tun kann, um zu entgiften, bzw. die Entgiftung zu beschleunigen und zu unterstützen.
Solange sich noch Gift im Körper befindet, schwimmt auch etwas davon im Blut herum. Und landet natürlich auch zwischen den Rizinusküren mittels der Gallenflüssigkeit im Darm.
Es besteht daher die Möglichkeit, vermehrt Giftstoffe im Darm abzubinden (nicht nur mittels Chlorella) und wir können natürlich Giftstoffe auch im Blut abbinden und (im Idealfall) über den Urin ausscheiden, damit unser Darm nicht zu sehr belastet wird (je mehr Gift durch den Darm geschleust wird bzw. dort verweilt, desto mehr leidet unsere Darmflora).
Und es besteht bekanntermaßen die hilfreiche Möglichkeit, mittels Korianderkraut Gifte vom Zellinneren ins Zelläußere und von inneren unseres Hirnes herauszutransportieren um sie dort vermehrt abzubinden.
Sich diesen Effekt von Koriander zunutze zu machen, halte ich auch unabhängig von einer Klinghart-Therapie für sehr hilfreich.
Fortsetzung folgt (das Ganze wird doch relativ umfangreich, ich hoffe ich langweile nicht...)

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee...
Lukas
Zitat von GeorgeT Beitrag anzeigen
Es besteht daher die Möglichkeit, vermehrt Giftstoffe im Darm abzubinden (nicht nur mittels Chlorella) und wir können natürlich Giftstoffe auch im Blut abbinden und (im Idealfall) über den Urin ausscheiden, damit unser Darm nicht zu sehr belastet wird (je mehr Gift durch den Darm geschleust wird bzw. dort verweilt, desto mehr leidet unsere Darmflora).

Eine geschädigte Darmflora lässt sich - im Normalfall - relativ leicht, wenn auch bei starker Schädigung eher langwierig, wieder aufbauen.
Bei geschädigten Nieren (aufgrund zu intensiver Giftausleitung über den Urin) sieht die Sachlage möglicherweise etwas anders aus.

Grüße
Lukas

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee...

gerold ist offline
Beiträge: 4.721
Seit: 24.10.05
Zitat von GeorgeT Beitrag anzeigen

Für die vielen weiteren und genaueren Vorzüge dieser Methode ist und bleibt aber Mr. Rizinus himself, der Erfinder der Rizinus, auch genannt "El Rizinus" , Gerold, weiter zuständig
Dies ist zuviel der Ehre: Erstmals ist in dem 3600 Jahre alten Papyrus Ebers als dem ältesten Buch der Erde mit der umfassendsten Darstellung der Heilkunst im alten Ägypten von der Rizinuspflanze und deren Heilwirkungen die Rede.
Papyrus Ebers

Von der abführenden Wirkung des Rizinusöls spricht 1582 LONICERUS in seinem Kräuterbuch.
Quelle:
Zepernick, Langhammer, Lüdcke: Lexikon der offizinellen Arzneipflanzen / Berlin; New York: Walter de Gruyter, 1984, S. 352.

Meine Tätigkeit hat sich lediglich darauf beschränkt, systematisch alles, was bislang nach der pharmakologischen Fachliteratur über den biochemischen Wirkungsmechanismus des Rizinusöls im menschlichen Körper bekannt ist, zusammenzutragen und systemisch zu durchdenken. Nur ein vergleichbar winziges Detail habe ich selbst entdeckt: Die Tatsache, daß den beim Abführen mit Rizinusöl zufolge der Unterbrechung des enterohepatischen Kreislaufs ausgeschiedenen Giften beim Abführgeschehen die Bedeutung eines Katalysators zukommt.

Alles Gute!

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee

GeorgeT ist offline
Themenstarter Beiträge: 441
Seit: 16.07.06
Also, mal vorweg :
Lukas, Du hast natürlich recht. Ein irreversibler Nierenschaden ist bedeutsamer als eine geschädigte Darmflora.
Jedoch würde ich das mit der Darmflora auf gar keinen Fall unterschätzen. Viele von uns sind weder glücklich noch einigermaßen psychisch stabil, und die kleinen Freunde im Darm haben (leider) einen riesengrossen Einfluss auf unser Wohlbefinden und den allgemeinen Gesundheitszustand.
Werden zu viele von den ca. 400 Bakterienstämmen, die in einem gesunden Darm hausen, stark dezimiert bzw. sogar eliminiert, kann es lange dauern, bis sich die wertvollen Helfer wieder "eingefunden" haben, wenn sie überhaupt alle in ausreichender Zahl wieder "Fuß fassen". Die Bedeutung der Darmbewohner für unser Immunsystem, die Synthese von B- Vitaminen (die Bedeutung der Vitaminsynthese im Darm wird meines Erfahrung nach gerne unterschätzt) und Antioxidantien, die Hilfe beim zerkleinern und resorbieren der Nährstoffe etc...tja, die Darmflora ist eben auch superwichtig und sollte daher so gut wie möglich geschützt und gepflegt werden.
Werde später noch ein paar Produkte (nein, keine (!) Joghurt) zu Pflege bzw. zum Wiederaufbau empfehlen.

Gerold, Du verstehst meinen Humor doch hoffentlich, oder ?
Und das Du die Rizinus nicht selbst erfunden hast ist zwar kaum zu glauben, aber schon in Ordnung...

Werde heute Abend am meinem Bericht weiterschreiben. Bin leider etwas am "stückeln", da ich aber selbst momentan heftig am Entgiften bin, ist es so besser.

Also, bis dann...GeorgeT

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee

Oregano ist offline
Beiträge: 61.989
Seit: 10.01.04
Chlorella kann zwar kurzfristig zu einer Erleichterung führen, aber auf dem langen Weg durch den Darm wird meiner Erfahrung nach IMMER mehr Gift mobilisiert als abgebunden, darin liegt meiner Ansicht nach auch der grösste Schwachpunkt der Klinghardt-Methode. Und deshalb gehe ich auch so weit zu sagen, das die Methode unausgereift ist.
Wo bleibt der Bärlauch in Deiner Schilderung, George?

Gruss,
Uta

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.734
Seit: 05.10.06
Hallo GeorgeT,
ich bin kein "Ausleiter", finde deinen Bericht aber sehr interessant! Bin neugierig auf die Fortsetzung.
Gruß, Horaz

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee
goldi
Komischerweise "schwärmen" ausschliesslich die Männer über die "Rizinuskur".

Frauen, scheint zu sein, bekommt es nicht so gut.

Oder irre ich mich?
Übrigens, Frauen vertragen weniger Gifte, als Männer. Gibt es ein Zusammenhang?

goldi

Rizinus, Klinghardt und co. : Zeit für ein Resümee
oli
Zitat von goldi Beitrag anzeigen
Übrigens, Frauen vertragen weniger Gifte, als Männer. Gibt es ein Zusammenhang?
Wieso ?
Ich dachte immer, Frauen würden über die Monatsblutung entgiften ?
Las ich zumindest mal.

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