Analyse

20.08.10 20:35 #1
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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Zitat von Esther2 Beitrag anzeigen
Die anderen angeführten Mittel, die angeblich die Zelle entgiften können, tun das in erster Linie durch die Förderung der Gluthathion-Produktion bzw. greifen irgendwo in den Gluthathion-Stoffwechsel ein. Oder bin ich da falsch?
Der Wirkungsmechanismus ist die Chelierung der Schwermetalle. Der Glutathionspiegel steigt an in Folge an, da der Körper bei geringerer Schwermetallbelastung auch weniger Glutathion verbraucht und die Glutathionproduktion auch besser funktionieren kann.

Dass der Wirkungsmechanismus bloß auf der Erhöhung des Glutathionspiegels beruht, wurde bei OSR nur aus legalen Gründen gesagt (und beiden anderen Mitteln nicht behauptet). OSR wurde als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, und darf deswegen nicht als Schwermetallentgifter angepriesen werden (so etwas darf nur bei Medikamenten nach entsprechender Zulassung behauptet werden).


dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/arti...pdf/392499.pdf
Mercury in saliva and feces after removal of amalg... [Toxicol Appl Pharmacol. 1997] - PubMed result

ich habe mir die Werte der Studien angesehen und ich glaube da kam folgendes raus:

Studie 1:

Amalgamträger schieden im Schnitt 1000mcg/kg Stuhl aus (Trockengewicht)
und Leute ohne Amalgam 1/17 davon, 58mcg/kg Stuhl (Trockengewicht)

Studie 2:

Amalgamträger schieden im Schnitt 540mcg/kg Stuhl aus (Trockengewicht)
und Leute ohne Amalgam weniger als 1/10 davon, 46mcg/kg Stuhl (Trockengewicht)

Keine Ahnung ob die Werte stimmen und wie man jetzt das Trockengewicht umrechnen könnte ... viell. 5 Mal weniger?

also die Werte beider Studien sind bei den Leuten ohne Amalgam relativ ähnlich ca. 50mcg/kg Stuhl das wären dann eventuell 10mcg/kg Stuhl(nicht trocken) für eine Person die keine Füllungen hat.

Ich kann natürlich nicht versprechen dass das stimmt aber die Werte sind denen die wir hier gepostet haben doch relativ ähnlich kommt mir vor.

Grüsse

Geändert von dmps123 (24.08.10 um 21:59 Uhr)


ChriB ist offline
Beiträge: 455
Seit: 17.01.09
Hallo,

das Labor Bremen gibt 10 µg / kg als Obergrenze für amalgamfreie Personen an.

lt. WHO (1991) Hauptaufnahmequellen von Hg in µg / Tag:

- Amalgam: 3-17
- Fisch etc: 2,3
- sonstige Nahrung: 0,25
- Luft, Wasser: 0,005

von daher müßte es im Durchschnitt unter 10 µg / kg sein, wobei die Art der Nahrung einen sehr starken Einfluß hat.

LG,

ChriB
__________________
Laserdrucker und damit bedrucktes Papier können toxische, metallhaltige Stäube freisetzen.

Geändert von ChriB (24.08.10 um 23:43 Uhr)


Polarwind ist offline
Beiträge: 561
Seit: 11.02.10
Dazu kommen aber noch Leute, die das Hg garnicht ausscheiden können (Autisten u.a.).
Ich würde erwarten, dass diese Leute mit Chlorella usw. mehr ausscheiden.


Julgen ist offline
Beiträge: 4
Seit: 24.08.10
Danke Stengel und mha1972

für den Hinweis. Ja, die Kritik ist berechtigt, weil die allererste Untersuchung fehlte.
Die Werte ganz zu Anfang, vor der Einnahme vder Algen waren niedriger.
Nr. 1 - 27 ug/kg
Nr. 2 - 31 ug/kg
Nr. 3 - 18 ug/kg
Erst nach der 1 monatigen Einnahme von Chlorella + Bärlauch stiegen sie an, um dann nach der Amalganentfernung wieder zu fallen.
Der Schluß ist schon zulässig, dass Chlorella + Bärlauch vor der Amalganentfernung anscheinend Hg "mobilisiert" und zur Ausscheidung gebracht haben usw. usf..

Was aber viel wichtiger ist: Klappt das auch mit dem Koriander und seiner "reinigenden Wirkung" auf Gehirn und Nerven? Hier ist der analytische Nachweis viel schwieriger lt. Klinghardt: "Wenn wir Korianderkraut verwenden, erscheinen innerhalb von 2-3 Minuten hohe Quecksilberwerte in der Ausatemluft und auch im Schweiß. Im Urin und Stuhl findet Ihr nichts." Quelle: Alternative Medizin: Schwermetalle, Entgiftung Teil 3

Wer hatte nachweislich damit wirklich Erfolg ?
Neben dem andauernden, "gefühlten" Erfolg wäre natürlich auch ein messbarer ganz nett.

Für eine Antwort bin ich aufrichtig dankbar.


Julgen ist offline
Beiträge: 4
Seit: 24.08.10
und wer sagt, dass sich die Nerven nach so langer Zeit vollständig regenerieren?

Hallo Polarwind
Das sagt Klinghardt
Vortrag Klinghardt/Kane 2003: Nervenreparatur durch Öle/Fette
Alternative Medizin: Schwermetalle, Entgiftung Teil 3

Geändert von Julgen (25.08.10 um 00:28 Uhr)


Polarwind ist offline
Beiträge: 561
Seit: 11.02.10
Zitat von Julgen Beitrag anzeigen
Hallo Polarwind
Das sagt Klinghardt
Vortrag Klinghardt/Kane 2003: Nervenreparatur durch Öle/Fette
Alternative Medizin: Schwermetalle, Entgiftung Teil 3
Danke für den Link. Hoffen wir mal das Beste...


helen ist offline
Beiträge: 676
Seit: 24.02.07
Hallo,

mit 3 Eßl. Kohle hatte ich 40 µg Hg im 3. Stuhl. Allerdings weiß ich nicht mehr, was ich genommen hatte. Ich war halbbewußtlos vor Schmerzen und hab wohl dosiert so einiges genommen.

lg
Helen


Gotteskind ist offline
Themenstarter Gesperrt
Beiträge: 224
Seit: 20.08.10
Hallo!

Erstmal freue ich mich natürlich über so viel Resonanz! Danke an alle (Esther2, Stengel, Polarwind, Julgen, mha1972, ChriB, helen,...). Ich äußere mich die Tage genauer dazu.

Festgehalten habe ich erstmal:

1. Über die Stuhluntersuchung läßt sich so ein Vergiftungs-/Entgiftungsverlauf unproblematisch begleiten. Man braucht nur ein gutes Labor, das evenuell auch noch die verschiedenen Arten von Hg ausweisen kann.

2. Über die optimale Ausleitungsmethode läßt sich nach wie vor trefflich streiten
Man braucht 2 Komponenten:
A. ein Lösemittel
B. ein Bindemittel

3. Es ist wesentlich, die körpereigene Entiftungsfähigkeit zu unterstützen.

Mehr weiß ich auch noch nicht. Ich lese und lese!

Alles Gute

Bis bald


Gotteskind ist offline
Themenstarter Gesperrt
Beiträge: 224
Seit: 20.08.10
Hallo miteinander (ChriB, dmps123, esther, helen, julgen, mha, polarwind, stengel, .....)!

Wollte mich doch nochmal melden. Ihr seid alle so unglaublich gut informiert, da komme ich ja kaum mit! Ernsthaft, meine Kopfsymptome betreffen v.a. die Konzentrationsfähigkeit. Wirkt sich stark aus auf das Lesen langer Studien. Hoffe aber, mit dem logischen Denken klappt's noch so einigermaßen

Nach einigem Lesen in diesem Forum stelle ich mir folgende Fragen:

1. Woher weiß man, wenn der Urin nach einigen Gaben von schwefelhaltigen Chelatbildnern weniger Hg enthält, dass dies ein Erfolg ist und nicht sogar ein Misserfolg (s. zum Problem organisches/anorganisches Hg)?

2. Ich lese eigentlich nicht von wirklich langfristigen und belegbaren Entgiftungserfolgen durch irgendeine Maßnahme, auch wenn, meist kurzfristig, offenbar heftige Fürsprechereien bestimmter Methoden existieren. Heißt das, einmal Hg - immer Hg?

3. Was könnte man dem Hg anbieten, das attraktiver ist als schwefelhaltige körpereigene Proteine (außer chemische, schwefelhaltige, wasserlösliche Chelatbildner) und den Körper nicht über die Nieren verläßt?


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