DMSA-Kontroverse

20.06.07 20:03 #1
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DMSA-Kontroverse
Lukas
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
wo soll das gift aus dem gehirn denn hin, wenn sämtliche körperdepots schon so voll sind, dass beschwerden auftreten (also bei so ziemlich jedem, der hier schreibt)? man würde die körperlichen symptome nur um ein vielfaches verstärken.

Hallo Alanis,

diese Überlegung hinkt in diesem Zusammenhang aber etwas:
Mit einem wirkungsvollen Chelatbildner soll Schwermetall (gleich, von wo im Körper es gegriffen wird) ja grundsätzlich fest gebunden und aus dem Körper ausgeschieden werden, nicht lediglich im Körper umverteilt.

Grüße
Lukas

DMSA-Kontroverse

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
Hallo Alanis,

diese Überlegung hinkt in diesem Zusammenhang aber etwas:
Mit einem wirkungsvollen Chelatbildner soll Schwermetall (gleich, von wo im Körper es gegriffen wird) ja grundsätzlich fest gebunden und aus dem Körper ausgeschieden werden, nicht lediglich im Körper umverteilt.

Grüße
Lukas
grundsätzlich geschieht die mobilisation immer durch osmose, und dafür müssen freiräume geschaffen werden. es wäre schön, wenn DMSA ein großer besen wäre, der einfach alles rauskehrt, aber so einfach funktioniert das leider nicht.

DMSA-Kontroverse
Lukas
Zitat von Beat Beitrag anzeigen
Viele DAN Ärzte sind heute der Meinung, dass zumindest die schnelle gute wirkung von DMSA auf der sehr guten antioxidativen Wirkung von DMSA und nicht der entgiftung beruht.

Das ist eigentlich kaum anzunehmen. Dann würden kurzfristig ebenso andere Substanzen, die z.T. eine wesentlich größere antioxidative Potenz besitzen als DMSA, eine ebenso gute oder noch gesteigerte Besserung bewirken. Tun sie aber nicht. Zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Grüße
Lukas

DMSA-Kontroverse
Lukas
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
grundsätzlich geschieht die mobilisation immer durch osmose, und dafür müssen freiräume geschaffen werden. es wäre schön, wenn DMSA ein großer besen wäre, der einfach alles rauskehrt, aber so einfach funktioniert das leider nicht.

Hier verwechselt Du jetzt die Wirkung des Chelatbildners (Greifen von Schwermetallen) mit dem, was im Körper danach, also nach Ausscheiden des an Chelatbildner gebundenen Schwermetalles passiert.
Erst in der Zeit nach Wirkung des Chelatbildners bildet sich im Körper durch Osmose ein neues, ausgleichendes Schwermetallbelastungsniveau.

Grüße
Lukas

DMSA-Kontroverse

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Lukas

Da viele diese Leute vorher eben keine hochantioxidativen Mittel nahmen, wäre es sehr gut möglich, dass die Wirkung auch so oder besser ausgefallen wäre. Gerade bei unbehandelten Autisten, die enorme freie Radikale und ein sehr schlechtes Antioxidatives Potenzial haben, wäre dies möglich.
Es gibt nebenbei auch einige Geschichten mit wundersamen Wirkungen bei menschen, die nur ein Mittel mit hohen Antioxidativen Potenzial eingenommen haben, sogar MS Erkrankte.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

DMSA-Kontroverse

Eugen ist offline
Gesperrt
Beiträge: 274
Seit: 01.04.07
L-Carnosin verspricht einiges:
www.provitas.org/InfoTexte/L-Carnosin.htm

DMSA-Kontroverse

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von Eugen Beitrag anzeigen
L-Carnosin verspricht einiges:
www.provitas.org/InfoTexte/L-Carnosin.htm
ach weißt du, eugen... versprechen tun sie immer vieles. ich hab das auch schon genommen und hatte gar keine wirkung. letztendlich kannst du nur nach einem selbstversuch wissen, wie welches mittel bei dir wirkt, deshalb hab ich mir ja im april auch einfach mal ganz mutig das DMSA bestellt und ich hatte glück. nach der beschreibung des SAMe 400 ist das mittel auch ganz toll, aber für mich war es nix. das kann man halt leider vorher nicht wissen. aber trotzdem danke für den hinweis

DMSA-Kontroverse

Liberty ist offline
Beiträge: 48
Seit: 22.07.07
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
grundsätzlich geschieht die mobilisation immer durch osmose, und dafür müssen freiräume geschaffen werden. es wäre schön, wenn DMSA ein großer besen wäre, der einfach alles rauskehrt, aber so einfach funktioniert das leider nicht.
Also, der Chelator, z. B. DMSA bindet das Hg. Dann Ausscheidung über die Niere?
Und die 2. Frage: im Hirn ist doch v. a. organisches Hg, d. h. Hg, das irgendwie an ein Molekül gebunden ist und nicht als Atom vorliegt.
Meines Wissens können durch Osmose doch nur recht kleine Teilchen für den Ausgleich suchen. Ein Molekül mit organischem Hg erscheint da zu groß, um einfach durch eine Zellwand zu diffundieren oder?
Oder sprechen wir hier nur von Durchdringen der Blut-Hirn-Schranke? Aber dann ist es auch keine Osmose?
Oder werden einfach "Entgiftungskapazitäten" in Form von Molekülen frei, die das Hg z. B. zur Entgiftung in die Leber transportieren?

Gruß,
Liberty

DMSA-Kontroverse
oli
DMSA Entgiftung:

DMSA ist fettlöslicher (lipoidlöslicher) als DMPS, durchdringt daher die Blut-Hirn-Schranke und dringt damit voll in das Gehirn ein. Metalle werden in dem Komplex gebunden und verlassen auf dem Blutweg wieder das Gehirn. Da Gifte im Gehirn in organischer Form vorliegen, kann man die Ausscheidung aus dem Gehirn in ihrer organischen Form messen im Urin messen und damit den Therapieerfolg messen. Es gibt keine andere Substanz auf der Welt, die nur annähernd so etwas erreicht.
Quelle: 2007 DMSA Ampullen wesentlich besser als DMPS
The organic mercury species with greatest toxicity are methylmercury compounds, which have a high affinity for the brain and nervous system. DMSA is shown to cross the blood brain barrier and remove mercury from that organ. DMPS is much less effective. DMPS is also 3 times more toxic than DMSA, based on LD-50. Animal studies show DMSA to be almost 3 times more effective than DMPS in removing brain mercury, as tabulated below. DMSA has the added advantage that it is taken by mouth in capsule form. DMPS is usually given by injection.
STUDY OF MERCURY TOXIC MICE:
Brain mercury before treatment averaged 2.3 nmol/g
Brain mercury after DMPS treatment = 1.6 nmol.g
Brain mercury after DMSA treatment = 0.6 nmol/g
Author's conclusion: "DMSA may now be considered as the treatment of first choice in cases of acute or subacute lead poisoning and in methylmercury poisoning. . . All experimental and clinical experiences show a low toxicity for this drug."
Quelle: www.drcranton.com/mercury/dmsa.htm
Cutler meint allerdings was anderes:
This is a rat paper, not one with human subjects, but most of the
fundamentals of biochemistry remain the same among all mammals. The things
you have to watch out for are papers where vitamin C is relevant (since rats
make their own and we need to eat it) and papers where the blood/brain
barrier is relevant (since ours works much differently and much better than
the one rats have).
Quelle: Onibasu.com :: [Autism-Mercury] Re: LIPOIC ACID
Er meint, dass bei Studien mit Ratten (in der Studie oben waren es Mäuse...) keine auf den Menschen übertragbaren Ergebnisse erzielt werden können, wenn es um die Blut-Hirn-Schranke geht. Diese funktioniert beim Menschen anders und ist wohl auch "stärker".

Außerdem meint er folgendes zu DMSA:
DMSA does NOT cross the blood brain barrier and does NOT clear mercury out of
the brain at a clinically meaningful rate and this is based on all the
literature studies that exist. There is one rat study that is widely
misinterpreted by people who don't bother to read it (e. g. alternative
medicine practitioners who claim DMSA speeds up the natural rate of brain
clearance by 20% under the circumstances used in that study - which is to say
that instead of 25 or more years for half the mercury to come out it would
only take 20 or so if you used DMSA the way it was done in that study.

Unlike mercury, lead does slowly come out of the brain on its own, so
chelating the lead out of your body reduces brain levels too.

Andy Cutler
Quelle: Onibasu.com :: [Autism-Mercury] Re: Autism-mercury detox?

Im Cutler Protokoll wird ja DMSA und ALA (Alpha-Liponsäure, Thioctsäure, thioctic acid, Lipoid Acid...) zusammen verwendet. Cutler hält aber insgesamt wohl ALA für den wichtigsten Faktor:

click on the address. type in lipoic acid and cadmium search function, I thought #4 was interesting. Robert
PubMed Home
I'll save people the trouble. What you find is

Toxicol Appl Pharmacol 1992 May;114(1):88-96

Effect of lipoic acid on biliary excretion of glutathione and metals.

Gregus Z, Stein AF, Varga F, Klaassen CD

Department of Pharmacology, University Medical School of Pecs, Hungary.Quelle: Onibasu.com :: [Autism-Mercury] Re: LIPOIC ACID
Hier noch weitere Studien zu ALA (engl.)
Laut Cutler ist ja ALA ein wahres Wundermittel:

The Russian article has the most direct discussion of lipoic acid for mercury
chelation, but even in that article they don't analyze actual amounts of
mercury in the brain tissue - they do however discuss how lipoic acid
prevented the pathological changes in the brain which were seen in the
control (mercury poisoned, no lipoic acid) group.

So we have journal papers that say lipoic acid crosses the BBB, lipoic acid
chelates mercury (and tons of other stuff), lipoic acid increases urinary
and fecal excretion of mercury, lipoic acid is effective for treating
mercury poisoning in a variety of mammals, lipoic acid prevents the
pathological brain changes characteristic of mercury poisoning, and we have
a bunch of adults who tried it and have had their neurological and centrally
mediated endocrine symptoms cured. This set of facts leads me to conclude
lipoic acid effectively chelates mercury out of the human brain. It is up to
you what you make of it.
Quelle: Onibasu.com :: [Autism-Mercury] Re: Lipoic Acid
Weiterlesen bei:

Geändert von oli (07.08.07 um 22:06 Uhr)


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