Probleme mit Zink und/oder Kupfer

14.05.10 08:32 #1
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Probleme mit Zink und / oder Kupfer

ohleclaire ist offline
Themenstarter Beiträge: 282
Seit: 17.01.05
Zitat von Druidin Beitrag anzeigen
Morbus Wilson beschreibt den gestörten Kupferstoffwechsel in der Leber, dadurch kommt es zu einer vermehrten Ansammlung von Kupfer in der Leber, dem Auge, dem Zentralnervensystem und anderen Organen. Du zeigst doch aber an Hand der Laborwerte einen niedrigen Kupferwert auf – der natürlich erklärbar wäre, weil Du „jahrelang unregelmäßig“ Zink eingenommen hast, welches eine Kupferaufnahme vermindert.
Ich denke nicht, dass Du hier und heute in Richtung M. Wilson laborierst!

Irgendwie passt Deine Beschreibung nach der Zinkeinnahme – homöopatisch gesehen – genau dahin, dass der Körper zu wenig Kupfer und/oder auch zu wenig Magnesium erhält.

Das Antihistamin Cetrizin steht übrigens in Verdacht, Herzrythmusstörungen auszulösen. Das tut natürlich auch ein Mangel an Magnesium, Calcium oder Kupfer!

Es fällt schwer, Dir zu raten, es mit homöopathischen Dosen auszuprobieren. Du könntest an der Körperreaktion testen, was genau da fehlt oder -andersherum- was genau für die Zuckungen und Herzsymptome zeichnet.
Das Antihistamin nehme ich nicht regelmässig.

Ich habe gelesen, dass gerade bei MW oft ein niedriger Wert im Blut am Anfang messbar ist.

Ein Kupfermangel aufgrund unregelmässiger Zinkeinnahme in nicht hohen Dosen (ca. 20-30mg)?

Ist denn Kupfermangel nicht praktisch ausgeschlossen? Überall lese ich immer, dass man eher zuviel an Kupfer hat und es ausleiten soll.

Warum war meine Kupferausscheidung nach DMPS so stark erhöht, wenn ich angeblich zu wenig Kupfer habe?

Probleme mit Zink und / oder Kupfer

Druidin ist offline
Beiträge: 95
Seit: 12.04.10
Zitat von ohleclaire Beitrag anzeigen
Das Antihistamin nehme ich nicht regelmässig.

Ich habe gelesen, dass gerade bei MW oft ein niedriger Wert im Blut am Anfang messbar ist.

Ein Kupfermangel aufgrund unregelmässiger Zinkeinnahme in nicht hohen Dosen (ca. 20-30mg)?

Ist denn Kupfermangel nicht praktisch ausgeschlossen? Überall lese ich immer, dass man eher zuviel an Kupfer hat und es ausleiten soll.

Warum war meine Kupferausscheidung nach DMPS so stark erhöht, wenn ich angeblich zu wenig Kupfer habe?
Ja, sage mir, bist Du vielleicht genetisch vorbelastet, was einen Morbus Wilson begünstigen könnte? Hast Du bereits eine Leberzirrhose oder Veränderungen bezüglich Leber?

Ich denke, Du machst die pauschale Aufrechnung zu einfach: Zink und Kupfer sind Antagonisten und nicht in Sack-Kartoffeln mehr oder weniger auf die Waagschale zu bringen oder entsprechend zu werten.

Es spielen auch noch Deine Ernährungsgewohnheiten und auch die zeitliche Gabe eine große Rolle. Die eigene Verwertung der Mineralstoffe ist eben auch abhängig z.B. von der körpereigenen Größe der Metallvergiftung, dem Entzündungsstatus und der Funktion der Entgiftungsorgane, neben Versorgung und Aufnahme von weiteren Mineralstoffen und Spurenelementen, Vitaminen und Enzymen.

Was von einem DMPS Test zu halten ist, erklärt posting #4. Ich vermag es nicht zu beurteilen, weiß aber wohl, dass das Gleichgewicht der Mineralien innerhalb unserer Zellen von Wertigkeit ist und von dort aus für körperliche Funktionen und notwendige Stabilität sorgen und entsprechend eines aussagekräftigen Laborbefundes auch über die Zellen auch "gemessen" werden sollten.

L.G.
Ilka

P.S. auch zum Thema: http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...-2009-a-2.html

Probleme mit Zink und / oder Kupfer

ohleclaire ist offline
Themenstarter Beiträge: 282
Seit: 17.01.05
Hi Ilka,

also mir wäre es ganz recht, wenn ich mit MW nichts zu tun hätte. Es gibt hier im Forum nur Meinungen, die gerade bei den hohen Kupferausscheidungen nach DMPS-Test meinen, man sollte MW medizinisch ausschließen lassen.

Mir sind keine genetischen Vorbelastungen bekannt, aber was heißt das schon.

Mein Mineralienstatus ist vor einigen Monaten gemessen worden. Ich hatte extra die Vollblutmineralanalyse gewählt, da sie den Status in den Zellen aufzeigen soll.

Dort war eben Cu, Ca und Na erniedrigt, dabei war Cu sehr stark niedrig, Mg und K war am oberen Anschlag. Zink war auch eher normal.

Das war alles noch von meiner 1. DMPS, DMSA + ALA Gabe.

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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Hi Ohclaire,
Hast du schon mal die kupferabhängigen Enzyme,wie SOD, Hämoglobin,coeruloplasmin,sowie die Erythrozytenanzahl bestimmen lassen? Auch eine Urinmessung,ohne Chelator,bietet sich an.
Hast du Vergleichswerte von Daten,an denen es dir noch subjektiv gut ging? Ich vermute stark,dass du bereits in eine Anämie gerutscht bist und auch der Eisenstoffwechsel beeiträchtigt ist. Kannst du deine Vollblutwerte einmal posten? Ein Kupfermangel ist weder unüblich,noch unmöglich.
Ich würde diese Parameter abklären lassen,da somit auch ein MW möglichst ausgeschlossen werden kann und du die Speicher füllen kannst. Es ergibt sonst keinen Sinn,die Ausleitung weiter zu betreiben,da Kupfer auch am antioxidativen System,sowie dem Immunsystem massiv beteiligt ist. Du würdest dem Körper eher schaden,denn nützen.
Ausserdem sehe ich Zink,Molybdän und Vitamin C Supplementierungen,bei Kupfermangel,als Kontraindikation an.

Lieben Gruß
Phil
__________________
Der Mann der Wissenschaft muss ständig bemüht sein,an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln

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Binnie
Hi Ohleclaire,

Zitat von ohleclaire Beitrag anzeigen
@Binnie
Was ergibt sich aus der Tatsache, dass Vollblut = Mangel, nach Mobilisation aber hohe Werte = mögliche Depots?

Kupfer ist ja trotzdem ein für den Körper nötiges Metall. Ein Mangel kann zu Schlafstörungen und neurologischen Symptomen führen. Ein zuviel aber scheinbar auch. Da ich Symptome wie starke, unbegründete Unruhe mit innerliches Zittern seit 3/4 Jahr kenne, frage ich mich, ob es etwas mit dem Cu (Mangel oder zuviel = MW) zu tun haben könnte und nicht so sehr mit dem Hg. Meine ganzen Symptome kamen ja relativ schnell und plötzlich.
Wie gesagt, ich hatte auch hohe Kupferwerte nach Mobilisation und i.S. war / ist bei mir Kupfer auch erniedrigt. Außerdem ist bei mir auch dieses Coeroluplasmin (oder so ähnlich ) erniedrigt. Da es aber in meiner Familie niemanden gibt, der MW hat und ich auch sonst keine besonderen Symptome habe (bspw. neurologische) schließe ich MW für mich mal aus.

Vielmehr gehe ich bei mir davon aus, dass ich unter einer erheblichen Dysbiose, sowohl des Dünn- wie auch des Dickdarms leide (speziell nach der "Ausleitung"), was zu einer sog. "Autointoxikation" führt und was natürlich eine enorme Belastung für die Leber darstellt! Energielos hat hier vor einiger Zeit mal einen guten Artikel dazu eingestellt: http://www.symptome.ch/vbboard/attac...xifikation.pdf

D.h. wenn der Darm fehlbesiedelt ist, funktioniert auch das Ausleiten nicht, weil die Leber ständig überlastet ist. Ich denke, das könnte bei Dir auch passiert sein, dass Du eh schon vorher Probleme dort hattest, die jetzt, speziell auch durch die orale Zufuhr von Chelatbildnern, noch weiterhin verschärft worden sind. Bei mir steht bei OSR im Übrigen auch dabei, dass es bei Pilzbefall des Darmes nicht genommen werden sollte... Das war für mich bis jetzt schon ein Ausschlusskriterium für die Einnahme davon.

Deine Symptome kenne ich teilweise bei mir auch. So wache ich sehr häufig auch gegen 5 Uhr früh auf (Dickdarmzeit nach der TCM-Organuhr) und kann danach nicht mehr gut einschlafen. Neuerdings nehme ich dann immer nochmals Heilerde (was ich am Abend zuvor auch immer tue) und dann kann ich meist weiterschlafen. Andernfalls komme ich sehr häufig aufgrund von Herzklopfen und einer inneren Unruhe auch nicht mehr zum Einschlafen. Ich denke mir, dass das einfach die Stoffwechselgifte der Clostridien und weiß der Geier, was sich da noch so alles in meinem Darm lümmelt, speziell nach der "Ausleitung" sind.

Viele Grüße
Binnie

P.S. Hier (http://www.symptome.ch/vbboard/krypt...e-bericht.html) beschreibt noch jemand seine Erfahrungen in Sachen Zinkunverträglichkeit, usw. Ich finde diesen Bericht recht interessant, weil er auch meine Erfahrungen in letzter Zeit bestätigt: meist stimmt etwas bei der hormonellen Stressachse nicht und der Darm ist fehlbesiedelt, wobei sich das u.U. gegenseitig bedingt...

Geändert von Binnie (14.05.10 um 19:00 Uhr)

Probleme mit Zink und / oder Kupfer

Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Hi Binnie.
Danke für deine,auch für mich,immer lesenswerten Erfahrungen... Ich hoffe,dir geht es besser.
Eine weitere Vermutung wäre,dass zuzüglich des möglichen Mangels einfach das Zink/Kupfer Verhältnis gestört ist und es m.E. weiterhin zu Symptomen der Zinkintoxikation kommt. Normalerweise wird bei den Vollblutuntersuchen der Quotient angegeben. Steht der auch auf deinen Befunden,Ohleclaire?
Die Symptome kannst du dir u.a. hier anschauen. Leider auf Englisch.
Zinc Potassium DRI/RDA, negative health/side effects, overdose, toxicity, nutritional requirements
Hatte ich auch mal. Ist sehr unangenehm. Ich hatte zwar recht wenig Zink (bis 25mg) genommen,das aber sehr lange (über 1 Jahr),was meinen kompletten Zinkhaushalt aus den Fugen gerissen hat mit Werten teilweise über 10 Vollblutparameter.
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Der Mann der Wissenschaft muss ständig bemüht sein,an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln

Geändert von Phil2k (15.05.10 um 02:57 Uhr)

Probleme mit Zink und / oder Kupfer

ohleclaire ist offline
Themenstarter Beiträge: 282
Seit: 17.01.05
Hi@all,

vielen Dank für eure Ausführungen. Meine Vollblutwerte habe ich jetzt gerade nicht hier. Ich weiß nur noch, dass das Verhältnis Zink/Cu nicht stimmte, also Zink eher hoch, Cu sehr! niedrig.

Das mit der Organuhr kenne ich auch. Momentan ist es wieder arg. Ich bemerke dann auch immer meinen Darm arbeiten. So wie jetzt und nun ist wieder ein Kohletag dran. Mein Darm war eigentlich schon super drauf (nach Sauerkraut, Molke, Kokusmilch & Co). DOch meine letzte Runde DMSA & ALA taten meinen Körper als Gesamtsystem nicht wirklich gut. Ich mache erstmal jetzt mit OSR weiter, kommt mir irgendwie schonender vor. Hierzu auch mein Bericht.

#Gruß

Geändert von ohleclaire (17.05.10 um 12:11 Uhr)

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ohleclaire ist offline
Themenstarter Beiträge: 282
Seit: 17.01.05
Hi,

ich bin durch google noch auf das hier aufmerksam geworden. Einerseits interessant aber auch beängstigend, wenn das alles stimmen würde.

Genozid durch Übersäuerungsattacke auf die Menschheit » Kupfer, Körper, Blutgruppe, pH-Wert, Blutgruppen, Nahrung » Bert Jensen

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Druidin ist offline
Beiträge: 95
Seit: 12.04.10
Hy Oli,

mein Reden! Obwohl wir durch eigene Information und eigene Verantwortung viel dagegen unternehmen könnten!

Und wenn Du nur die Hälfte des Artikels als verständliche Wahrheit wertest, dann bist Du schon zu nah dran! Ich erinnere an den Codex Alimentarius!

L.G. Ilka

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ohleclaire ist offline
Themenstarter Beiträge: 282
Seit: 17.01.05
jetzt stellt sich mir nur die Frage, wie ich aus dem Ungleichgewicht wieder rauskomme.

Wenn ich kein Molybdän, Vitamine, etc suplementieren soll, wie kann ich dann weiter entgiften?

Eine Zwickmühle...., denn ich denke, dass diese Verschiebungen gerade aufgrund der Schwermetalle zustande gekommen sind.

Wäre denn eine Entgiftung über die Haut eine mögliche Zwischenalternative? Stichwort Fern Infrarotsauna?

Gruß

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