Ausleitung: Bitte um Hilfe und zusätzliche Meinung

22.03.10 18:59 #1

Wie kann man Schwermetalle wie z.B. Quecksilber aus Amalgamfüllungen am besten aus dem Körper ausleiten?
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leonidas ist offline
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Seit: 15.02.10
@Uta

Liebe Uta, danke für deine Tipps. Ich habe nun alle Werte aufgelistet. Ich bin zwar seit über 10 Jahren strenger Vegetarier, hatte aber niemals ein Problem mit Eisen. Hatte auf Grund diverser Umstände (hierbei zu erwähnen: Sprunggelenksfraktur 2008 mit Titan-Verplattung die demnächst raus kommt [siehe Titan-Wert in Haar-Analyse]) in unterschiedlichen Abständen (aber dennoch regelmässig) Blutuntersuchungen - Eisenmangel war bei mir nie ein Thema - zumindest von den Untersuchungen her.

@Stengel

Vielen Dank für deine Antwort! Ich bin nicht ganz sicher über die genauere Symptomatik der Bleivergiftung - weißt du da vielleicht was konkretes?

Das Blei ein Problem ist, das stell ich nichtmal in Frage - es ist ja eindeutig im Körper vorhanden und da ich in den letzten 10 Jahren 12 mal umgezogen bin, würde es mich nicht wundern, wenn in einem (oder mehreren) der Wohnsitze Bleirohre verbaut waren.

Soweit ich das erlesen konnte, "reagiert" Quecksilber stark mit anderen Metallen und verstärkt die Giftwirkung bzw. hemmt die natürlichen Entgiftungsprozesse. Es könnte erklären, weshalb eine evtl. länger vorhandene Bleivergiftung erst jetzt zu tragen kommt.

Die Haarprobe habe ich direkt im Labor abschneiden lassen - damit alles glatt läuft. Das Labor ist sehr renommiert und wurde mir von meinem Zahnarzt empfohlen - ich hoffe daher, das die dort sauber mit den Proben umgehen und ordentlich arbeiten.

Am Montag habe ich einen Termin mit dem ausführenden Arzt des Labors zur Befundbesprechung. Er ist DMPS-Befürworter. Fallen euch vielleicht Fragen ein, die ich ihm bei dieser Gelegenheit stellen sollte?

Ich könnte mir durchaus vorstellen, das Quecksilber bei mir geringer ist. Man bedenke: ich habe nur drei Füllungen gehabt. Eine davon war allerdings Füllung unter der die Wurzel sich entzündete. In dem Rahmen hat mein damaliger Zahnarzt die Amalgam-Füllung ungeschützt ausgebohrt (Vielen Dank an ihn :( ). Somit sind nur noch zwei Füllungen übrig, die zum Glück nur oberflächlich liegen. Abgesehen von dem zerbrochenen Fieberthermometer letzten Sommer fällt mir keine spezielle Exposition ein.

Noch was, für die hartgesottenen Leser und motivierten Beantworter: Aluminium - das soll ja per DMPS nicht wirklich raus gehen. Ich hab was von Apfelessig gelesen. Hat da vielleicht jemand noch ein paar Tipps für mich?

Alles Liebe, Leonidas

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Zitat von leonidas Beitrag anzeigen
@Stengel

Vielen Dank für deine Antwort! Ich bin nicht ganz sicher über die genauere Symptomatik der Bleivergiftung - weißt du da vielleicht was konkretes?
Habe ein wenig aus Cutlers Buch herauskopiert:

Sehr ähnliche Symptome wie bei Quecksilbervergiftung mit einigen Unterschieden.

Blei wirkt negativ auf das Langzeitgedächtnis (Quecksilber auf das Kurrzeitgedächtnis)
Blei erzeugt keine Alkoholunverträglichkeit im Gegensatz zu Quecksilber.
Bei Quecksilber sind FSH, LH und Testosteron niedrig, bei Blei istTestosteron niedrig und der Körper erhöht FSH und LH als Antwort.
Gicht (erhöhte Harnsäure, bei Quecksilber tendenziell niedriger)
Übergewicht, erhöhter Blutdruck, Blutarmut (mit niedrigem MCV und MCH)
Gewalttätiges Verhalten und Wutausbrüche.
Dünklere (gut gebräunte) Haut
Magenkrämpfe

Die eher gemeinsamen Symptome
Gestörte Schilddrüsen- und Nebennierenfunktion
Unfruchtbarkeit, Gleichgewichtsprobleme, schlechter Gehörsinn, eingeschränktes Sehfeld, veringerte Intelligenz, langsamere Reaktionen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Verdauungsprobleme, Verwirrung und mangelndegeistige Klarheit, Reizbarkeit, mangelnde Selbstkontrolle, usw. usw.
Die werden eh überall beschrieben und keine Liste scheint komplett zu sein.

Soweit ich das erlesen konnte, "reagiert" Quecksilber stark mit anderen Metallen und verstärkt die Giftwirkung bzw. hemmt die natürlichen Entgiftungsprozesse. Es könnte erklären, weshalb eine evtl. länger vorhandene Bleivergiftung erst jetzt zu tragen kommt.
Blei sammelt sich nach Exposition hauptsächlich (zu 95%) in den Knochen an und bleibt ohne Ausleitung sehr lange dort. Eine Belastung kann auch von früher kommen.

Er ist DMPS-Befürworter. Fallen euch vielleicht Fragen ein, die ich ihm bei dieser Gelegenheit stellen sollte?
Der umstrittene Punkt der oft diskutiert wird ist nicht DMPS selber, sondern die Verabreichungsart (Injektion oder Kapsel) und Häufigkeit .

Ich persönlich kann keinen Vorteil in der Injektion sehen (außer für den Arzt der extra kassiert), und es gibt recht viele Berichte von schweren Nebenwirkungen die mit Injektionen in Verbindung gebracht werden. Ich würde den Arzt fragen ob er dir Kapseln verschreibt. Falls er das nicht macht, DMSA ist bei Blei noch effektiver als DMPS und nicht rezeptpflichtig.

Du musst für dich entscheiden was du hast, wen du konsultieren und wie du vorgehen willst.

Noch was, für die hartgesottenen Leser und motivierten Beantworter: Aluminium - das soll ja per DMPS nicht wirklich raus gehen. Ich hab was von Apfelessig gelesen. Hat da vielleicht jemand noch ein paar Tipps für mich?
Alumium normalisiert sich laut Cutler von alleine wenn man das eigentliche Schwermetall ausleitet. Man sollte Aluminium im Alltag zu vermeiden (wird als Rieselhilfe zu Kakao, Salz etc dazugegeben, kein Essen in Alufolie, etc)

Geändert von Stengel (25.03.10 um 22:19 Uhr)

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Männlich Bodo
Hi Leonidas.


Zitat von leonidas Beitrag anzeigen
Am Montag habe ich einen Termin mit dem ausführenden Arzt des Labors zur Befundbesprechung.
Ich nehme an, dass dies nicht Dein behandelnder Arzt ist. Mit den DMPS-Infos
aus meinem Vorpost solltest Du hier eigentlich gut vorbereitet sein. Dort findest
Du auch den Link mit umfassenden Erläuterungen zur intravenösen Applikation.

Zitat von leonidas Beitrag anzeigen
Aluminium - das soll ja per DMPS nicht wirklich raus gehen.
Hilfreiche und umfassende Infos zu Alu.

Wegen des Bleis: Stengel hat Recht, DMSA leitet Blei (etwas) besser aus.
Wobei DMPS in der Reihenfolge Blei direkt nach Quecksilber chelatiert.

Zwecks Elimination mittels DMSA-Einnahme rate ich dazu, wie im Beipackzettel dargestellt mittels
Pulsdosis zu verfahren - mit regelmäßigem Messen der ausgeschiedenen Menge Pb im dritten Stuhl.





GB

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leonidas ist offline
Themenstarter Beiträge: 44
Seit: 15.02.10
Liebe Mitleser & Schreiber,

hier ein kleines Update:

Heute war ich bei dem Arzt im Beratungsgespräch, welcher die Haaranalyse gemacht hat - jener also, den ich zuvor als DMPS-Befürworter erkennbar gemacht habe.

Es war insgesamt eine sehr gutartige Erfahrung. Er hat sich wirklich viel Zeit genommen - das Beratungsgespräch war im Analysepreis mit inbegriffen, was ich auch spitze fand.

Was ich mitunter heute herausgefunden habe, ist, das jener Arzt schon seit rund 25 Jahren in dem Sektor aktiv tätig ist. Auf sein Konto gehen (ich nehme an, er hat die Zahlen etwas aufgerundet, aber wer neigt nicht dazu?) 20.000 DMPS Behandlungen, von denen nur bei 4 unerwünschte Reaktionen auftraten, und nur bei einer davon eine richtige allergische Reaktion, die er erfolgreich abgefangen hat.

Ich frage ihn unter anderem, wie es mit DMSA aussieht. Er erklärte, das er zuerst so lange DMPS gäbe, bis keine Metalle mehr ausgeschieden werden, bzw. bis die Werte unter den Sollwerten liegen. Danach gibt er DMSA und testet dann nochmals ob etwas ausgeschieden wird. Wenn ja, geht er von einer Belastung im Nervensystem (unter anderem, nehme ich an) aus, wobei dann die DMSA Behandlung (nehme an per Pulsdosis) in Kraft tritt.

Interessant war das Gespräch über Chlorella. Ich fragte ihn nach seiner Meinung. Er erklärte, das ihm bei Chlorella nicht gefiel, das er keinen klaren Nachweis von dessen Wirkung vorliegen hätte. Auch sei es enorm schwierig, bei Chlorella, das Ergebnis überhaupt nur zu messen - ein Faktor der durchaus nenneswert ist.

Er bat mir an, ich solle ihm drei Harnproben bringen, wovon eine nach Chlorella-Gabe genommen werden sollte, die anderen ausserhalb dieser Beeinflussung. Ich ging auf den Deal nicht ein, weil ich sowieso bereits entschieden hatte, die DMPS-Variante zu wählen (u.a.!)

Es ist zu erwähnen, das er sehr ruhig und bedacht, gar unparteiisch wirkend gegen Chlorella sprach, nicht irgendwie aggressiv oder blind voreingenommen.

In jedem Fall riet er mir von der weiteren Einnahme ab.

----

Am 12.4. habe ich meinen ersten Termin für die DMPS-Verabreichung. Die darauf folgende Auswertung dauert etwa 20 Tage.

Ich habe beschlossen bis dahin vorerst mal die jetzige Ausleitungstherapie fortzusetzen, die aus Chlorella, Bärlauch, Knoblauch und einigen aufbauenden Stoffen (siehe 1.Post in diesem Thread) besteht.

Falls da jemand ein Problem damit sieht, die beiden Varianten entweder zu kombinieren oder so nahtlos aneinander anknüpfen zu lassen, würde ich mich über Infos und Meinungen hierzu durchaus freuen.

Morgen um 10 Uhr habe ich meine Amalgamentfernung. Die Ärztin arbeitet mit niedertourigem Bohrer, starker Absaugung und Cofferdam. Ich habe zusätzlich Nathriumthiosulfat, Kohletabletten, sowie Sauerstoff in der Flasche mit Nasensonde besorgt. Ich denke das müßte in Ordnung gehen und hoffe das die Zahnärztin mitspielt.

Bin gerne offen für Input.

Alles Liebe

Geändert von leonidas (30.03.10 um 00:20 Uhr)

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Inzwischen ist man der Meinung, dass DMSA das Gehirn nicht engiften kann, da es in Menschen nicht die Blut/Hirn Schranke überwindet. Der Arzt ist da nicht am neuesten Stand.

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.786
Seit: 05.09.08
Bin gerne offen für Input.
Also der Arzt sagt DMSA entgiftet das Gehirn obwohl man mittlerweile weiss dass es das nicht tut.

Wegen dem DMPS Einnahmeschema von in der Monographie wird folgendes empfohlen bei chronischen Vergiftungen.

Zitat von DMPS Monographie

7.1.4.2 Chronische Vergiftungen

Ein Vorteil von DMPS gegenüber anderen Chelatbildnern ist die Möglichkeit der oralen Gabe bei chronischen Intoxikationen.Im Fall von chronischer Vergiftung ohne schwere Symptomatik
sollte auf die hochdosierte Antidotgabe verzichtet werden, um eine starke Mobilisierung des Schwermetalls zu vermeiden.

7.1.4.2.1 Erwachsene

Bei chronischen Vergiftungen werden in der Regel 200 - 400 mg DMPS/Tag oral (möglichst vor dem Essen - aufgeteilt in drei Einzeldosen - verabreicht

Sind ca. 100mg DMPS Oral 3x am Tag die empfohlen werden. Eine höhere Dosis muss nicht genommen werden in so einem Fall.

Um das ganze zu verifizieren kann man noch ein Lehrbuch konsultieren (Medizinische Toxikologie)

Medical Toxicology 3rd Edition

Da steht folgendes (übersetzt):

Zitat von Medical Toxicology 3rd Edition

(DMPS) DOSIS UND VERABREICHUNG

Bei akuten Vergiftungen gibt man 250mg IV alle 3-4 Stunden anfangs und reduziert in den nachfolgenden Tagen. Bei chronischen Vergiftungen wird DMPS 3x am Tag 100mg oral gegeben.


Also keine Pulsdosis.


20.000 DMPS Behandlungen, von denen nur bei 4 unerwünschte Reaktionen auftraten,
Das bedeutet im Schnitt nur jede 5000 Behandlung hatte Nebenwirkungen. Leute die unabhängige Statistiken erstellt haben kamen auf andere Zahlen ca. bei 1 von 6 der Patienten kam es zu Problemen. Wenn jeder Patient im Schnitt 10 Injektionen erhält würde das bedeuten dass jede 60 Injektion zu Problemen führt.

Also 100 Mal häufiger als der Arzt angibt. Entweder ist er ein statistischer Ausreisser(extrem unrealistisch) oder seine Behandlung ist anders als die anderen DMPS IV Behandlungen oder die unabhängigen Statistiken stimmen nicht. Da es hier im Forum doch relativ häufig Berichte von Nebenwirkungen gibt kann die "nur einer von 5000 Fällen Zahl" nicht die Regel sein.

Also bleiben nur noch die Möglichkeiten:

Seine Behandlung ist "besser" und anders als die herkömliche DMPS Behandlung ODER er stellt die Nebenwirkungen nicht realistisch und objektiv dar.

Der Arzt hat die Wirkung des DMSA nicht realistisch dargestellt. Es passiert die Blutirnschranke des Menschen nicht und entgiftet das Gehirn nicht besser als DMPS. Es stellt sich jetzt die Frage inwieweit seine anderen Information stimmen.

Beim Thema Amalgam wird von Schulmedizinern oft gesagt es sei ungefährlich und es gebe nur eine winzige Zahl von Nebenwirkungen dadurch. Die amerikanische Gesellschaft der Zahnärzte (ADA)behauptet es gab in der Geschichte des Amalgams weniger als 100 Fälle einer allergischen Reaktion auf das Quecksilber.

Viele Zahnärzte werden dir versichern sie haben schon 1000 Füllungen gelegt und kein Patient habe Probleme damit.

Beim Thema DMPS IV Therapie könnte es ähnlich sein.

Ich wäre zumindest skeptisch und würde kritisch bleiben.

bei DMPSbackfire.com werden Nebenwirkungen beschrieben die nach IV Gabe von DMPS auftraten. Die einfachste und logischste Erklärung für diese ist eine künstlich induzierte AKUTE Vergiftung veruracht durch exzessive Quecksilbermobilisation.

In der DMPS Monographie steht auch schon wie oben erwähnt:

Zitat von DMPS Monographie
Im Fall von chronischer Vergiftung ohne schwere Symptomatik sollte auf die hochdosierte Antidotgabe verzichtet werden, um eine starke Mobilisierung des Schwermetalls zu vermeiden.
Eine grosse hohe Einzeldosis intravenös würde so etwas am ehesten verursachen. Das erklärt auch warum intravenöse Pulsdosen am häufigsten mit Nebenwirkungen in Verbindung gebracht werden und es sogar eine eigene Internet Seite zu den Nebenwirkungen der Behandlung gibt.

Geändert von dmps123 (30.03.10 um 13:58 Uhr)

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leonidas ist offline
Themenstarter Beiträge: 44
Seit: 15.02.10
Hallo zusammen,

danke für den Input! Interessant ist das schon. Ich neige dazu, sehr optimistisch zu denken, weshalb ich wohl gar nicht auf die Idee gekommen wäre, das die genannten Zahlen unrealistisch sein könnten.

Ich werde den Arzt in jedem Fall darauf ansprechen, bevor ich mir am 12.4. meine erste DMPS Infusion geben lasse (wobei ich nun, offengestanden, wieder verunsichert bin, ob ich es überhaupt machen soll :( ). Eins ist gewiß: er testet vorweg auf Allergien, soweit ich das richtig verstanden habe, indem er eine ganz geringe Menge gibt (vielleicht injiziert er sie, evtl. subkutan.. keine Ahnung, müßte nochmals fragen). Ist das gängig? Verläßlich?

Was DMSA angeht, so habe ich ähnliches vernommen. Andererseits lese ich im gängigen Buch von Dr.Mutter "Amalgam, Risiko für die Menschheit" (3. Auflage) die Zeilen "Ob DMSA im Gehirn Quecksilber binden kann, ist umstritten". Verwirrung ohne Ende - Aussage gegen Aussage. Gibt es denn irgend eine Substanz oder Methode, bei der man einfach weiß, das sie das ZNS ordentlich entgiftet?

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Update im übrigen: heute wurden meine beiden restlichen Amalgamfüllungen entfernt. Insgesamt hatte ich drei. Eine wurde 2006/2007 ohne Schutz ausgebohrt, der Zahn wurde wurzelbehandelt, nun habe ich eine andere Füllung drinnen, allerdings ist der Zahn entzunden und soll nun von einem Spezialisten bearbeitet werden. Ist das ein Fall für's Kiefer ausfräsen?

Die Behandlung heute war eigentlich in Ordnung, allerdings spreche ich ja nicht aus Erfahrung. Ich hatte die Sauerstoffflasche mit Nasensonde dabei, aber die Ärztin war dagegen, das ich sie anwende. Sie meinte, ich würde mit Kanonen auf Spatzen schießen, da meine Füllungen so extrem klein wären, obendrein sehr alt (ca. 20 Jahre), da sie extra intensiv absaugt, Cofferdam legt und einen Spezialbohrer verwendet der eher meißelt als kratzt und bohrt. All dies führte letztendlich zu meinem Einverständnis - wobei sie beim Bearbeiten der Füllungen jeweils mich anwies die Luft anzuhalten. Vermutlich rein psychologischer Natur, genau so wie das sie mir einen Teil des Cofferdams über die Nase gelegt hat.

Nach der Ausbohrung hat sie Chlorella in die offenen Zähne gefüllt und wirken lassen (5 Minuten), dann wieder entfernt. Danach wurde mir mit Selenid (oder ähnlich) der Mund gespült. 10 Minuten. Dann durfte ich meine Methoden anwenden (Natriumthiosulfat 1:10 Mundspülung, sowie 10 Kohletabletten schlucken).

Insgesamt wurde ich für meine Anwendung eher belächelt, wenn auch still und bescheiden im Hintergrund. Vorallem für die Sauerstoff-Aktion erntete ich blöde Blicke, was mir gar nicht gefallen hat. Am Ende gabs ne dicke Rechnung mit einer Position "Beratung Schwermetallausleitung / Therapie", die angeblich für die paar Aussagen war, die die Ärztin während dieser und der letzten Behandlung getätigt hat.

Ein "Heilkostenplan" für einen kariösen Frontzahn und eine Füllung des Loches wurde mir ausgehändigt - hier stehen EUR 46,- für den Cofferdam an. Ich wunderte mich, was mach ich mit einem Cofferdam bei einem Frontzahn der nichtmal eine Füllung hat, die ausgebohrt werden müßte? Antwort der Assistentin: es käme mir zu Gute, es sei Standard, es würde für eine lang anhaltende Füllung garantieren (hä??? Logik wo?)

Naja, ich weiß nicht, ob ich noch mal dort hin gehe.

Was die Amalgamentfernung angeht, muß ich ihre Aussage stützen, das die Füllungen extrem klein waren. Sie hat alle angekündigten Schutzmaßnahmen angewandt. Ich hoffe es hat gereicht. Symptome bemerke ich bisher keine, ich fühle mich eher irgendwie gut, aber das könnte auch von der Betäubung der zwei Spritzen stammen, die mir heute ins Zahnfleisch gesetzt wurden.

Bin natürlich wieder offen für Meinungen bzw. freue mich drüber.

Liebe Grüße!

Ps.: Einer der beiden heute behandelten Zähne schmerzt nun - ich glaube es ist das Zahnfleisch :(

Geändert von leonidas (30.03.10 um 17:12 Uhr)

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Maja 72 ist offline
Beiträge: 981
Seit: 30.12.09
Hallo Leonidas,
Das die einen doof angucken, war klar. Mein ZA war erst auch skeptisch, dass meine Probs davon kommen. Aber auf Cofferdamm wollte er dann auch nicht verzichten. Er nahm für Cofferdam 8,00€ Und nun ist er auch gespannt, ob es was bringen wird.
Eigentlich soll man ja Kapseln nehmen. Mein Doc schwört aber auch auf Infusionen.

Ich habe auch dmps Infusionen bekommen. 20. Ich soll eigentlich noch 5 bekommen. Die ersten 15 2x pro Woche. 5 1x die Woche. Jetzt erst mal 2 Wochen Pause. Ich hatte Schwindel und Sehprobleme. Der doc meint, dass das HG er durch den Körper geht, bevor es ausgeleitet wird. Ich hab jetzt einen Termin bei einem vom Bremer Labor empfohlenen Artz der auch mit DMPS arbeitet. Da habe ich erst ende April einen Termin.

Lt. Buch von Dr. Mutter soll man ja Kapseln nehmen. Und die Depots auf jeden Fall auffüllen. Die Beispiele der Patieten hören sich ja toll an.

lg Maja

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leonidas ist offline
Themenstarter Beiträge: 44
Seit: 15.02.10
Hey Maja,

danke für deine Infos!

Wie geht es deinem Schwindel und den Sehproblemen inzwischen?

Alles Liebe

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Maja 72 ist offline
Beiträge: 981
Seit: 30.12.09
Jetzt ist es wieder weg. Kam halt immer durch die Ausleitung. Aber ich trank vorher auch Kuhmolke und weiß nicht, ob es davon kam. (Tiereiweiß oder auch Jod, kann ich nicht ab)
Jetzt trinke ich Ziegenmolke. Mit den Depots meinte ich Nems auffüllen
lg Maja


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