Chlorella vulgaris VOR Entfernen der Amalgamplomben ?

08.03.10 21:58 #1
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Chlorella vulgaris VOR Entfernen der Amalgamplomben ?

Borrelia ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Nein auf keinen Fall. ALA sollte man erst nehmen wenn man das Amalgam schon eine Weile draussen hat da es die Bluthirnschranke öffnet und das Quecksilber somit schneller hinaus aber auch schneller hinein kommt.

Wenn man noch Quecksilber ausgesetzt ist, ist das natürlich eine schlechte Idee. Andrew Cutler ist auchb der Meinung dass grosse Einzeldosen ALA noch mehr Gifte ins Gehirn umverteilen und empfiehlt deshalb ein spezielles Einnahmeschema auch "Cutler Protokoll" genannt um mit ALA die Gifte sicher entfernen zu können. Infos dazu kann man hier bzw. im Internet finden.
OK.Danke!

Und wie sieht es mit Selen aus?

Ich habe vor, Selen im Vollblut messen zu lassen (Empfehlung von Uwe Gröber). Wäre die Zufuhr von Selen bei einem nachgewiesenen Mangel vor der Plombenentfernung problematisch?

Selen ist ja für die Herstellung von Glutationperoxidase unerlässlich. Und Deutschland hat selenarme Böden. Ich hatte wegen der Hahimoto Thyreoiditis Natriumselenit (200 µg) eine Zeit lang genommen (mit Zinkaspartat), ich fühlte mich in dieser Zeit pudelwohl.
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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Ich habe vor, Selen im Vollblut messen zu lassen (Empfehlung von Uwe Gröber). Wäre die Zufuhr von Selen bei einem nachgewiesenen Mangel vor der Plombenentfernung problematisch?
Nein eigentlich nicht. Man sollte nur Natriumselenit vermeiden weil das den oxidativen Stress erhöhen kann genau wie Quecksilber.

Organisch gebundenen Formen wie zb. Selenmethionin in Ordnung.

Chlorella vulgaris VOR Entfernen der Amalgamplomben ?

InFlames ist offline
Beiträge: 58
Seit: 02.07.09
Hey Borrelia,

Selen ist auch ein umstrittenes Thema.
Die einen empfehlen es zu nehmen, die anderen sagen es geht Komplexe mit Quecksilber ein mit den man nicht weiss was passiert.

Man muss aber auch ganz klar unterscheiden zwischen organischen (Selenomethionin) und anorganischen Selen (Natriumselenit).
Organisches Selen hat keine direkte Entgiftende Wirkung und wird, wie du gesagt hast, auch für die Glutationperoxidase benötigt.
Anorganisches Selen geht vermutlich teilweise Komplexe mit Quecksilber ein. Allerdings nicht Inzellulär und man ist eben unsicher ob diese Komplexe gut oder schlecht sind.

Ich würde also dein Selenspeicher wenn dann mit organischen Selen auffüllen.

Gruss

Chlorella vulgaris VOR Entfernen der Amalgamplomben ?

Borrelia ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Man sollte nur Natriumselenit vermeiden weil das den oxidativen Stress erhöhen kann genau wie Quecksilber.
Woher hast du diese Info?

Hashimoto Patienten werden generell (Prof.Heufelder, Prof.Hotze, Prof.Gärtner) Natriumselenit empfohlen.

Selen ist Bestandteil der Glutathionperoxidase und somit ein Antioxydans:

Beispielsweise wirken sich Selendefizite negativ auf die Aktivität der Glutathionsperoxidasen aus, wodurch es zu einer verstärkten Radikalenbildung und vermehrten Ansammlung von Lipidhydroperoxiden kommt. Das geht wiederum mit einer erhöhten Bildung von entzündungsfördenden Prostaglandinen einher [20].
Spurenelemente | Selen | www.vitalstoff-lexikon.de | Ihr Vitalstoff-Führer von A-Z | Funktionen, Interaktionen, Wechselwirkungen, Lebensmittel-Listen, Zufuhrempfehlungen, Mangelsymptome, Prävention, Therapie, Vitalstoffmehrbedarf

Organisch gebundenen Formen wie zb. Selenmethionin in Ordnung.
Uwe Gröber warnte in einem Vortrag vor Selenomethionin, wegen der Gefahr einer toxischen Akkumulation.Diesen Hinweis fand ich auch in dieser Untersuchung:

Insgesamt zeigt sich bei der Gabe
von organischem Selen ein deutlicherer Kumulationseffekt überwiegend
ohne Plateaubildung, während unter anorganischer
Selensupplementation ein geringerer Kumulationseffekt zu beobachten ist

mit größtenteils Plateuabildung nach einer
Supplementationsdauer von 3 bis & Monaten. Die relative
Bioverfügbarkeit liegt dabei für das anorgansiche
Natriumselenit je nach Parameter zwischen 22%-90%
im Vergleich zum
organischen Selenomethion
in.

Im Falle einer als notwendig erachteten therapeutischen
Selensupplementation bei PKU-Kindern ist aufgrund der besseren
pharmakokinetischen Steuerbarkeit die Supplementation mit
anorganischem Natriumselenit zu bevorzugen
, da eine
Langzeitsupplementation mit organischem Selenomethionin zu einer
toxischen Kumulation
führen kann.
Langzeitsupplementation von Phenylketonurie-Patienten mit anorganischen oder organischen Selenverbindungen - Vernderungen des Selen- und Glutathionperoxidase-Status in verschiedenen Krperkompartimenten

Selenomethionin und Natriumselenit hatten übrigens in Hinsicht auf die Bildung von Glutathionperoxidase einen vergleichbaren Effekt.Somit trägt Natriunselenit genauso zur Senkung von oxydativem Stress bei wie Selenomethionin.
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Borrelia ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Hi InFlames,

Zitat von InFlames Beitrag anzeigen
Anorganisches Selen geht vermutlich teilweise Komplexe mit Quecksilber ein. Allerdings nicht Inzellulär und man ist eben unsicher ob diese Komplexe gut oder schlecht sind.
Dazu habe ich Folgendes gefunden:

Schwermetallbindung

Selen ist in der Lage, den Körper vor schädigenden Schwermetallen wie Blei, Kadmium und Quecksilber zu schützen.

Das Spurenelement geht mit den Schwermetallen einen schwerlöslichen biologisch inaktiven Selenid-Proteinkomplex ein und macht sie so unschädlich.

Schließlich wird dadurch die Resorption von Blei, Kadmium beziehungsweise Quecksilber wesentlich herabgesetzt [19, 20, 25].

Eine zu hohe Belastung mit Schwermetallen kann den Bedarf an Selen beträchtlich steigern, da das Spurenelement ständig für die Schwermetallbindung bereitgestellt werden muss [22].

22.Schrauzer G.N. (2000)
Selenomethionine: A review of its nutritional significance, metabolism and toxicity.
J. Nutr. 130: 1653-1656
Spurenelemente | Selen | www.vitalstoff-lexikon.de | Ihr Vitalstoff-Führer von A-Z | Funktionen, Interaktionen, Wechselwirkungen, Lebensmittel-Listen, Zufuhrempfehlungen, Mangelsymptome, Prävention, Therapie, Vitalstoffmehrbedarf

Wenn Selen mit dem Quecksilber, das aus den Amalgamplomben täglich freigesetzt wird, einen schwerlöslichen biologisch inaktiven Selenid-Proteinkomplex bildet, dann würde ich mir persönlich keine Sorge wegen einer Selenzufuhr machen (unter der Vorraussetzung, daß ein Selenmangel tatsächlich vorliegt). Im Gegenteil: es scheint, daß Selen sogar die Quecksilberbelastung durch die Komplexe herabsetzen kann. Die Frage ist, was aus diesen Proteinkomplexen geschieht: werden sie dann mit dem Urin oder mit dem Stuhl ausgeschieden? Oder braucht man dafür zusätzliche Chelatbildner?


Ich würde also dein Selenspeicher wenn dann mit organischen Selen auffüllen.
Nee, danke! Siehe Antwort an den Kollegen!
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Borrelia ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Zum Vergleich zwischen Natriumselenit und Selenomethionin:

Selen gibt es in zwei medikamentösen Darreichungsformen, nämlich als Natriumselenit und als Selenomethionin.

Zwischen beiden besteht eine unterschiedliche Metabolisierung: Das organische Selenomethionin - an Methionin gebundenes Selen - erhöht effek-tiver den augenscheinlichen Selenstatus, als das ungebundene, anorganische Natriumselenit, weil es unspezifisch anstelle von Methionin in Proteine (z.B
Hämoglobin oder Albumin) eingebaut wird (Thomson CD, 1993).

Es besitzt jedoch keine katalytische Aktivität und muß erst in einen anorganischen Präkursor umgewandelt werden, bevor es in den verfügbaren Selen-Pool gelangen kann.

Selenomethionin ist daher eine weniger gut verfügbare metabolische Quelle von Selen, als Selenit oder Selenat.

Diese werden nach Reduktion zu Selenid in der Leber in das Selenocystein eingebaut. Es stellt die aktive Form von Selen in den Selenoproteinen dar (Allan CB, 1999).

Oft werden aber gerade die an Proteine gebundenen Formen (z.B. Selenhefe) als Nahrungsergänzung bevorzugt, da sie im Falle einer Überdosierung akut weniger toxisch wirken (Standing committee on the Scientific Evaluation of DietaryReference Intakes of the Food and Nutrition Board, 2000).

Allerdings bleibt noch zu klären, ob langfristig nicht andererseits die Gefahr einer Akkumulation bei einer Verabreichung von Selenomethionin besteht.
Einfluß einer Selen-Substitution auf den Verlauf einer Autoimmunthyreoiditis

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/751/1...er_Barbara.pdf
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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Hi Borrelia.
Natriumselenit könnte in der Tat prooxidativ wirken.Siehe:
Induction of apoptosis by sodium selenite in human acute promyelocytic leukemia NB4 cells: involvement of oxidative stress and mitochondria

Sodium selenite could inhibit the growth and induce apoptosis of NB4 cells. Sodium selenite could increase the production of reactive oxygen species (ROS) in NB4 cells and decrease the level of intracellular reduced glutathione, but caused no change in the activity of antioxidant enzymes, superoxide dismutase (SOD), glutathione peroxidase (GPx).

oder: http://www3.interscience.wiley.com/j...TRY=1&SRETRY=0

Our results clearly show that Se-induced cell death occurs predominantly in the form of apoptosis. Selenite-induced oxidative stress was evaluated by the measurement of reactive oxygen species production using lucigenin-dependent chemiluminescence. The involvement of glutathione in selenite-induced oxidative stress was further demonstrated by the concurrent decline of intracellular reduced glutathione and increase of oxidized glutathione contents in Se-treated cells.

Selenmethionin besitzt diese Fähigkeit nicht und wird als antioxidant benutzt. Eine Akkumulationsgefahr erkenne ich,bei gegebenen und empfohlenen Dosierungen,nicht. Selen macht das Quecksilber auch nicht unschädlich. Es macht Quecksilber nur weniger giftig. Die Aussage,dass HgSe Komplexe nicht giftig wären,ist kein wissenschaftlicher Konsens. Desweiteren sind diese Komplexe keineswegs für alle Zeiten unlöslich.
Lg
Phil
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Geändert von Phil2k (09.03.10 um 15:57 Uhr)

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Borrelia ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Phil, hier steht daß Natriumselenit in der Krebsmedizin angewendet wird und gleichzeitig ist zu lesen, daß es stark giftig ist und in Verdacht steht, krebserregend zu sein:

Natriumselenit ? Wikipedia

Macht die Dosis erst das Gift?

In welcher Dosierung wurde es in der von dir zitierten Studie verwendet?

Aufgrunde dieser Kumulationsgefahr, die laut verschiedenen Untersuchungen durchaus besteht, würde ich Natriumselenit den Vorzug geben, so wie Uwe Gröber es empfiehlt.Eigentlich mit Kontrolluntersuchungen vor und nach Einnahme, um die Gefahr einer Überdosierung zu vermeiden.
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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Zitat von Borrelia Beitrag anzeigen
Phil, hier steht daß Natriumselenit in der Krebsmedizin angewendet wird und gleichzeitig ist zu lesen, daß es stark giftig ist und in Verdacht steht, krebserregend zu sein:

Natriumselenit ? Wikipedia

Macht die Dosis erst das Gift?

In welcher Dosierung wurde es in der von dir zitierten Studie verwendet?

Aufgrunde dieser Kumulationsgefahr, die laut verschiedenen Untersuchungen durchaus besteht, würde ich Natriumselenit den Vorzug geben, so wie Uwe Gröber es empfiehlt.
Natürlich macht die Dosis das Gift und Selen in Hochdosen ist hoch toxisch. Allerdings hat das nicht unbedingt etwas damit zu tun,wenn diese Selenverbindung,womöglich dosenunabhängig,wie auch u.a. von Dr. Cutler kommuniziert wird, den oxidatven Stress erhöhen könnte. Oxidativer Stress ist ein möglicher Trigger für jegliche Krebsgeschehen. Über die Dosis,ist mir nichts weiteres bekannt,sofern nicht im Abstract angegeben.
Welche Akkumulationsgefahr meinst du? In deinem Link klingt dies eher nach einem Gedankenansatz,der überprüft werden sollte. Laut der Quelle besteht keine faktische Akkumulationsgefahr. Selenmethionin ist nur weniger gut verfügbar.
Lg
Phil
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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Überdosierung ist bei beiden Formen von Selen möglich.

Ich habe zufällig gerade eine Studie über ein NEM da, inder behauptet wird dass selbst bei 1000 mcg Selen pro Tag keine Vergiftungserscheinungen festzustellen sind. Normalerweise wird empfohlen nicht mehr als etwa 400 mcg/Tag zu sich zu nehmen (oder sogar noch weniger je nach Meinung).

Geändert von Stengel (09.03.10 um 16:32 Uhr)


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