Kopfschmerzen durch Entgiftung

22.01.10 11:04 #1
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Kopfschmerzen durch Entgiftung
tropicalrain
Zitat von Zitrone Beitrag anzeigen
Mit DMSA geht es mir besser, seit ich das Protokoll gewechselt habe und nicht mehr cutlere.
Hi Zitrone, welches Protokoll machst du nun. ich habe bei mir auch eher das gefühl, dass das cutler-protokoll bei mir nicht so toll war und eine einmalige einnahme in der woche besser ist.

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Zitrone ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Mein Arzt hatte mir gesagt: 10 mg/KG (bei mir waeren das 700 mg) pro Tag (Einzeldosis) fuer 3 Tage, dann 11 Tage Pause. Das erschien mir viel zu hoch und zudem war ich vom Cutlern "infiziert" (was sicher fuer viele die Loesung ist). Daher hatte ich mit extrem viel niedrigerer Dosis gecutlered fuer 4 Tage, dann Pause etc. Ich stellte dabei fest: Das Aufrechterhalten des DMSA Levels zu jeder Tageszeit ueber Tage hinweg ist nicht das richtige fuer meinen Koerper (zu anstrengend, zu viele Nebenwirkungen). Mir leuchtet die Umverteilungstheorie auch nicht wirklich ein, da man ja auch die Cutlerrunden unterbricht und dabei umverteilt.

Ich habe mich also jetzt wieder fuer Einzeldosen entschieden (im Grunde aehnlich wie die Packungsbeilage von DMSA vorsieht, allerdings hoehere Dosis) und fahre damit weit besser. Es passiert mehr mit geringeren Nebenwirkungen. Mit ALA lege ich erst in ein paar Wochen wieder los (allerdings auch etwas anders als das Cutler Protokoll vorsieht).

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chandsen
Die Theorie beim Cutlern ist, dass der Umverteilungsprozess nur einmal am Ende der Runde stattfindet. Bei drei Einmaldosen an drei Tagen hintereinander stehen dem potentiell drei Umverteilungen gegenüber.

Dass du starke NW beim Cutlern hattest lässt auf zu hohe Dosierung schließen. Soweit ich mich erinnere hast du mit der Höchstdosis 100mg DMSA begonnen. Man soll niedrig beginnen und für sich eine Dosis finden, wo man KEINE starken NW hat.

Nichtsdestotrotz wünsche ich dir mit deiner Methode viel Erfolg. Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass du schon Fortschritte gemacht hast. Wieviel hast du denn ausgeleitet damit du positive Veränderungen gespürt hast (nur mit DMSA)?

Werde diese Woche mal wieder seit längerem einen Ausleitungsversuch wagen. Mehr als 3mg DMPS alle 5h gehen aber bei mir nicht. Da wird man selbst auf die neidisch, die "nur" 25mg vertragen.

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Zitrone ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Ich weiss, auf welchen Ansichten das Cutlerprotokoll beruht und habe auch das schlecht strukturierte ueberteuerte Buch hier.

Fuer viele ist das sicher das richtige, aber Cutler tut mir nicht gut. Bei einer hohen Einmaldosis wird viel geloest und auch einigermassen viel ausgeschieden. Bei vielen kleinen Dosierungen (so die Argumentation) wird auch nicht viel locker getreten. Man belastet den Koerper aber gleichzeitig mit immer wiederkehrender Einnahme. Zwischendrin besteht keinerlei Moeglichkeit fuer den Koerper sein Gleichgewicht wieder herzustellen. Denn es wird ja permanent nachgeschoben (manche cutlern ueber 3 Wochen am Stueck!). Ausserdem braucht der Koerper meiner Meinung gerade waehrend der Entgiftung einen erholsamen nicht dauernd unterbrochenen Schlaf (Adrenals). Ich habe Cutler nicht zu hoch dosiert. Als Einzeldosis kann ich ohne Probleme 500 mg nehmen. Warum also soll 100 mg zu hoch dosiert sein? Die permanente (!) Einnahme war das Problem.

Ich habe 3 Cutlerrunden gemacht (fuer mich war das fast fuer die Katz). Wie gesagt furchtbare Seitenstechen, Aphten im Mund, alle moeglichen Allergieerscheinungen, Pickel, es hat sich kaum was getan, Wassereinlagerungen, Nierenschmerzen! Ich habe dann mit den hohen Einmaldosierungen jetzt angefangen (bin zugegebenermassen noch am Anfang): keine Seitenstechen, keine Aphten mehr, und das beste: es tut sich endlich was (es sind ja bei allem die Symptome etwas anders, aber bei mir tut sich was in Bezug auf meine Ohren (Tinnitus verschwindet, mangelnder Druckausgleich bessert sich) und in Bezug auf CFS.

Es tut mir leid, dass du nicht mehr vertraegst. Ich nehme an, dass ich ein "Sonderfall" bin, weil ich neben latenter chron. Verg. auch noch eine relativ akute dazu hatte/habe (meine irre HP hat mir 6 Wochen homeopath. Tropfen trotz Amalgam im Mund gegeben). Erst danach ging es mir richtig schlecht. Moeglicherweise schlagen deshalb hohe Dosierungen (so wird ja eher bei akuten Verg. gearbeitet) bei mir besser an.

LG

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Claudia S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 619
Seit: 18.05.07
NEMs, vor allem aus dem Vitaminbereich, vertrage ich leider auch nicht, nicht einmal welche von der Reinhildis-Apotheke ohne Zusatzstoffe.

Bin schon froh, dass ich wenigstens Calcium, Magnesium, Kalium, Zink und D3 vertrage.

Das Vitalstoffdefizit, das wohl alle Schwermetaller haben, ist schon ein Problem. Viele, wie ich auch, haben auch KPU, also Zink und B6-Mangel. Mir würde es zumindest nervlich sicher auch besser gehen, wenn ich P5P nehmen könnte. Allerdings: Meine Kinder nehmen es von Thorne, aber geholfen hat es nicht, ebenso wenig wie Q10, Glutathion etc..

Es heißt ja auch, man soll vor der Entgiftung die Vitalstoffe auffüllen.
Wahrscheinlich ist das bei jedem unterschiedlich, dem einen helfen die NEMs, dem anderen nicht, manchen helfen sie auch nur kurzzeitig. Auf jeden Fall danke für den Tipp!

Für die Entgiftung extrem wichtig soll ein aufgefüllter Mineralienhaushalt sein, weil der Körper die SM nur her gibt, wenn er statt dessen Mineralien einlagern kann. Jemand mit sehr starkem Min.mangel dürfte daher nur sehr schwer entgiften können.
Ich habe meine Zufuhr an der HMA orientiert und bei Magnesium so dosiert, dass ich keine Krämpfe bekomme. Calcium hatte ich überdosiert, obwohl ich ar nicht so viel genommen hatte und Magnesium und Kalium, das ich in größerer Menge zuführe, war am unteren Normbereich.
Daraus schließe ich, dass bei mir vor allem Magnesium und Kalium durch die Entgiftung vermehrt verbraucht werden, denn ich musste das im Laufe der Entgiftung noch erhöhen, weil sonst Krämpfe auftraten. Vielleicht haben andere von euch ähnliche Erfahrungen.

Ich glaube aber nicht, dass die Kopfschmerzen von Vitalstoffmangel kommen, denn viele von uns kannten so etwas vor der Entgiftung viele Jahrzehnte lang gar nicht.
Ich hatte schon eine HMA vor einigen Jahren machen lassen, also vor der Ausleitung und vor Substitution, da waren alle Mineralien im Keller, also unter der Norm. Wenn die Kopfschmerzen also an Magnesiummangel lägen, hätte ich sie damals erst Recht haben müssen.

Gruß
CLaudia

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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Die Frage ist, wie aussagefähig ist eine HMA bezüglich sowas? Ich hatte auch Calciumwerte, die über die Skala hinausschossen, aber ich hab trotzdem Calciummangel denk ich (seh ich an meinen Zähnen). Das, was in den Haaren abgelagert wird, ist ja vielleicht nicht gerade respräsentativ für das, was in den Zellen, im Blut und sonstwo ist?
Was Magnesium angeht, kann ich auch ohne Ende substituieren, das scheint irgendwo bei mir zu versickern
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Liebe Grüße Carrie

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Zitrone ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Bei Magnesium substituiere ich auch mithilfe von Magnesiumgel (ueber die Haut dann) und Epsom Salzbaedern. Ich fuerchte, dass ich da auch einen Mangel habe, da ich manchmal bei Ausleitung Kraempfe in den Zehen bekommen habe. Ich habe laut Blutbild eher hohes Kalzium. Zu viele NEM (vor allem im Vit. bereich (und da insb. die B-Gruppe) seh ich als problematisch an.

PS: die Kopfschmerzen koennten ja evt. auch Candida-bedingt sein? Ich hatte sie definitiv schon Jahre vor der Ausbohrung und Ausleitung, allerdings klar getriggert: bei Hitze/Waerme, zyklisch bedingt und und und

PPS: ich nehme DMSA einmal woechentlich

Geändert von Zitrone (26.01.10 um 08:49 Uhr)

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Claudia S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 619
Seit: 18.05.07
Hast schon recht, Carrie, die HMA ist so eine Sache. Ich hatte aber vor Substituierung von Calcium einen klaren Mangel in HMA, auch bei Magnesium, Kalium und Natrium (typisch für sehr schlechte Entgifter, wenn gleichzeitig trotz ungeschütztem Ausbohren kein hg nachweisbar ist), nach Substituierung nur bei Calcium einen Überschuss, nehme jetzt also die Hälfte dieser Pillen und müsste damit vernünftig liegen.

Das Problem bei Calcium ist, dass ein Zuviel Steine fördert und Herzprobleme! Daher sollte man da lieber vorsichtig sein.

Scheint dann ja zu stimmen, dass Magnesium in Entgiftungen vermehrt verbraucht wird, wenn viele von euch Mangelerscheinungen haben (die man ja bei Magnesium zum Glück bemerkt in Form von Krämpfen), zum Teil trotz Substitution. Ich nehme 1000mg Magnesium am Tag, da von 750mg als Aspartat, Rest Orotat. Dazu 750mg Kaliumaspartat (Trophicard Köhler = Kombipillen).

Da sehr viel Kalium auch Probleme machen kann, traue ich mich nicht, mehr zu nehmen, obwohl mein Gefühl und die HMA es nahelegen. Blutwerte sind da auch nicht sehr aussagekräftig.

Von Candida kann es bei mir nicht sein, da ich den vor 10 Jahren mit Nystatin bekämpft habe und seither zuckerfrei lebe. Ich hätte dann auch längst wieder Pilze in der Scheide, wenn sie im Darm aufgeflammt wären. Seit der Nystatinkur ist in der Scheide auch endlich Ruhe, hatte das sonst mehrmals im Jahr, seit ich mal zwei Jahre die Pille genommen hatte, vor mehr als 15 Jahren.

CLaudia

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Heureka
Zitat von Claudia S. Beitrag anzeigen
NEMs, vor allem aus dem Vitaminbereich, vertrage ich leider auch nicht, nicht einmal welche von der Reinhildis-Apotheke ohne Zusatzstoffe.
...
Das Vitalstoffdefizit, das wohl alle Schwermetaller haben, ist schon ein Problem. Viele, wie ich auch, haben auch KPU, also Zink und B6-Mangel. Mir würde es zumindest nervlich sicher auch besser gehen, wenn ich P5P nehmen könnte. ...

Es heißt ja auch, man soll vor der Entgiftung die Vitalstoffe auffüllen.
Wahrscheinlich ist das bei jedem unterschiedlich, dem einen helfen die NEMs, dem anderen nicht, manchen helfen sie auch nur kurzzeitig ...
CLaudia
Das Problem kenne ich sehr gut. Man braucht eigentlich alle möglichen NEM, verträgt sie aber überhaupt nicht.

Ich vertrug gar nichts, außer Zink. Wie gerne hätte ich wenigstens B-Vitamine genommen ...

Die Dinge änderten sich, als ich durch Zufall über Knoblauchtabletten zum MSM kam. Das war echt ein Aha-Erlebnis, denn die Wirkung war umwerfend ...

Cutler sieht schwefelhaltige Substanzen kritisch, aber für mich war der organische Schwefel ein Türöffner zur besseren Verträglichkeit von NEM.

Plötzlich vertrug ich die B-Vitamine hochdosiert ohne Probleme. Mit den B-Vitaminen vertrug ich dann auch ALA bestens, auf das ich vorher heftig-negativ reagiert hatte. DMPS/DMSA verursachten plötzlich keine allergischen Reaktionen mehr ...

Ich machte weiter und probierte fast alles aus dem Bereich der orthomolekularen Medizin aus, Vitamine, Mineralstoffe/Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren und Hormone, immer Einzelsubstanzen.
Damit bekam ich dann schließlich auch hartnäckige Unverträglichkeiten wie z.B. jene von Melatonin, Tryptophan, Tyrosin, Vitamin D3 oder Verdauungsenzymen in den Griff.

Es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen, aber ich gehe davon aus, dass ich nun auch die lästige Einnahme von einer Kapsel DMPS alle vier Wochen in Zukunft einstellen kann.
Das war nämlich bisher immer noch nötig, einfach deshalb, weil bestimmte Symptome immer schön pünktlich recht abrupt und sehr deutlich wiederkehrten: fehlende Konzentration, Vergesslichkeit, nervliche Anspannung, Nervosität, vermehrtes Achselschwitzen und Schlaflosigkeit.

Schaun mer mal.

Körpereigene Entgiftung - bitte übernehmen!

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gerold ist offline
Beiträge: 4.808
Seit: 24.10.05
Zitat von Claudia S. Beitrag anzeigen
Hallo chandsen,

Sauna ist gerade bei stark Vergifteten nicht angesagt, weil da sehr viel mobilisiert wird und dann oft keinen Ausgang findet. So kommt es zu Kopfdruck und all den anderen lästigen Entgiftungserscheinungen.

Du musst zusehen, dass du ein Ventil findest, um die gelösten Gifte rauszuschwemmen.

Alles Gute
CLaudia
Hier im Forum habe ich unter Amalgam --> Amalgam Entgiftung --> Rizinusöl dargelegt, daß ich früher sehr stark vergiftet gewesen bin, dies mit nahezu allen Symptomen einer chronischen Quecksilbervergiftung. Eine besonders intensive Form der Giftausleitung habe ich immer dann erfahren, wenn ich morgens früh auf nüchternen Magen Rizinusöl eingenommen habe, um mich anschließend in die Sauna zu setzen. Auf diese Weise ist es bei mir niemals zu "Kopfdruck und all den anderen lästigen Entgiftungserscheinungen" gekommen. Für mich sehe ich dieses kombinierte Verfahren - so wie es oben geschrieben ist - als das Ventil schlechthin an, um die gelösten Gifte hinauszuschwemmen.

Alles Gute!

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.


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