NEMs während DMSA oder in Einnahmepausen?

22.12.09 04:26 #1
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Zitrone ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Hallo, die Frage steht schon in der Ueberschrift. Mein Arzt riet davon ab, NEMs (vor allem Mineralien) in der DMSA Zeit zu nehmen und dafuer lieber in den Einnahmepausen. Seine Begruendung: es sei recht sinnlos, diese waehrenddessen zuzufuehren, da sie ja teilweise wieder gebunden werden. Denke zwar nicht, dass sie EHER gebunden werden als z.B. quecksilber, da DMSA sich ja angeblich das "schwerste" Metall zuerst "aussucht". Aber dennoch macht sein Gedankengang irgendwie Sinn fuer mich.

Was sagt ihr dazu bzw gibt es hier wen, der das so macht?

Ich hab heute meinen ersten Tag (100 mg) und bisher merk ich (bis auf verstaerkte Muedigkeit) ueberhaupt keine Reaktion. Heisst das, dass eher wenig im Gewebe ist oder kommen moegl. Reaktionen verspaetet? Bei mir sind Hauptprobleme Kopf und Hypophyse/Hypothal Achse.

Danke.

NEMs waehrend DMSA oder in EInnahmepausen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Was sagt ihr dazu bzw gibt es hier wen, der das so macht?
Ist weder nötig noch sinnvoll laut Cutler. Du brauchts ja auch NEMs um deinen Körper während der Ausleitung zu unterstützen.(Antioxidantien usw.)

Ich hab heute meinen ersten Tag (100 mg) und bisher merk ich (bis auf verstaerkte Muedigkeit) ueberhaupt keine Reaktion. Heisst das, dass eher wenig im Gewebe ist oder kommen moegl. Reaktionen verspaetet?
Kann auch heissen das du was im Gewebe hast aber das Hg im Gewebe bei dir nicht die Symptome verursacht. Reaktion können auch verspätet auftreten. Viele haben während der Ausleitung auch weniger Symptome.

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

ExLukas ist offline
Beiträge: 1.597
Seit: 27.08.09
Zitat von Zitrone Beitrag anzeigen
Hallo, die Frage steht schon in der Ueberschrift. Mein Arzt riet davon ab, NEMs (vor allem Mineralien) in der DMSA Zeit zu nehmen und dafuer lieber in den Einnahmepausen. Seine Begruendung: es sei recht sinnlos, diese waehrenddessen zuzufuehren, da sie ja teilweise wieder gebunden werden. Denke zwar nicht, dass sie EHER gebunden werden als z.B. quecksilber, da DMSA sich ja angeblich das "schwerste" Metall zuerst "aussucht". Aber dennoch macht sein Gedankengang irgendwie Sinn fuer mich.

Was sagt ihr dazu bzw gibt es hier wen, der das so macht?

Die Ansicht Deines Arztes ist sehr sinnvoll. Habe die Einnahmen auch immer voneinander getrennt. An Chelat-Tagen nimmt man keine Mineralstoffe ein, da jedes eingenommene Mineral, das vom verwendeten Chelat gebunden werden kann, natürlich die Bindungskapazität für die Stoffe, die man binden möchte, mindert. Da gibt es auch nichts zu überlegen oder zu diskutieren, das ist pure Logik. So eine eingenommene Menge an Chelat hat nur eine begrenzte Bindungskapazität, und wenn Du einen Teil davon an frisch eingeworfene Mineralstoffe verschwendest, dann bleibt natürlich weniger für die Schwermetalle übrig. Damit ist eine Einnahme von Mineralstoffen an Chelattagen nicht nur sinnlos sondern sogar kontraproduktiv.

Kalium oder Magnesium, also so Sachen, die nicht oder kaum vom entsprechenden Chelat gebunden werden, kann man natürlich auch nebenher nehmen, wenn man das unbedingt mag. Aber Zink etc. natürlich nicht.

Vitamine und insbesondere nicht-metallische Antioxidantien an Chelattagen zu nehmen ist dagegen sehr sinnvoll, um gegen den erhöhten Stress anzukämpfen...

Grüße
Lukas

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

ExLukas ist offline
Beiträge: 1.597
Seit: 27.08.09
Zitat von ExLukas Beitrag anzeigen
Kalium oder Magnesium, also so Sachen, die nicht oder kaum vom entsprechenden Chelat gebunden werden, kann man natürlich auch nebenher nehmen, wenn man das unbedingt mag. Aber Zink etc. natürlich nicht.


Ergänzung:

Wenn man ALA (noch zusätzlich) als Chelat verwenden möchte, dann auch kein Magnesium nehmen, da ALA auch Magnesium gut bindet...

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Ich habe jeden Tag in möglichst großem Abstand zum DMSA Selen, Molybdän, Zink, Vanadium, Eisen, Bor und Magnesium substituiert. Und dazu jede Menge Vitamine. Trotzdem hatte die Substitution nicht gereicht und nach 90 Kapseln 100mg-DMSA war ich ein gesundheitliches Wrack. Ich habe fast ein Jahr lang gebraucht, mich davon zu erholen.

DMSA entfernt auch gute Metalle. Je vergifteter man ist, desto kritischer ist das.

Jeder Chelator hinterläßt Moleküle, denen das Schwermetall entrissen wurde. Diese sind nun hochreaktive freie Radikale und schädigen ihrerseits andere Moleküle, bis der körpereigene Radikalenschutz greift. Dann kommt das große Aufräumen im Körper und die defekten Moleküle werden durch ordnungsgemäße ersetzt. Dazu werden wieder jede Menge gute Metalle gebraucht.

Man kann mit der Substitution guter Metalle nicht warten, bis man die DMSA-Ausleitung beendet hat. Wer schwermetallvergiftet ist, hat eh zuwenig davon. Da kann ein weiteres Minus katastrophale Auswirkungen haben.
Liebe Grüße

Günter
__________________
Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?
Männlich Bodo
Ausschnitt Beipackzettel DMSA-Kapseln:

Nehmen Sie die DMSA-Kapsel zwischen den Mahlzeiten mit viel Flüssigkeit ein.
Vermeiden Sie an den Tagen der DMSA-Einnahme die gleichzeitige Einnahme von
Präparaten, die Mineralien (z. B. Magnesium, Eisen) oder Spurenelemente (z. B.
Zink oder Mangan) enthalten
, und verzichten Sie auf gerbstoffhaltige Getränke
(schwarzer und grüner Tee, Kaffee), da dies die Wirkung von DMSA beeinträchtigen könnte.
Übrigens: Ich selbst hatte eine sehr ausgeprägte, chronische
Schwermetallintoxikation. Zink war dabei nicht zu niedrig.





GB

Geändert von Bodo (22.12.09 um 18:40 Uhr)

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

Zitrone ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Danke fuer die Info. Ich bin schwermetallvergiftet, aber mineralisch war bei mir alles soweit im gruenen Bereich (per Bluttest), wobei die ganz "exotischen" nicht getestet wurden.

Ich hoer mal auf mein Gefuehl. Antiox machen fuer mich viel Sinn, alles andere gibt es erst in den Einnahmepausen. Meine Speicher duerften halbwegs voll sein (substituiere seit 6 Monaten!). Laut meinem Arzt schnappt sich DMSA erst das schwerste Metall, aber klar: wenn man Zink UND DMSA einnimmt noch zur gleichen Zeit, dann denk ich schnappt es sich halt das, was es zuerst vorfindet.

Danke fuer eure Antworten .

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
1. DMSA steigert zb. die Ausscheidung von Zink im mcg Bereich. (Durch div. Messungen dokumentiert und nachlesbar) Wir nehmen Zink aber im Mg Bereich zu uns.(1000 Mal mehr) DMSA erhöht die Zink Ausscheidung in keiner bedeutenden Menge. Bei Magnesium ist es ähnlich.

2. Die Chelatbindung mit den Metallen sind nicht irreversibel sondern ändern sich ständig. Es ist nicht so dass ein DMSA Molekül sich ein Zink Atom greift und dann nicht mehr hergibt. Selbst wenn das DMSA im Darm alles binden würde, würde es die Metalle im Körper rasch wieder mit anderen ausstauschen.

Unter diesen Bedingungen ist es natürlich sinnvoll auch während der Ausleitung nicht auf Dinge wie Zink und Magnesium zu verzichten.

Geändert von Carrie (24.12.09 um 08:00 Uhr) Grund: Beleidigung

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

Zitrone ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Interessanter noch waere ja zu wissen: wieviel Schwermetalle loest der Koerper aus, wenn gleichzeitig Zink, Magnesium etc. gegeben werden und wieviel scheidet er aus, wenn das nicht gegeben wird.

NEMs waehrend DMSA oder in Einnahmepausen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Es ist vollkommen egal ob du Zink, Magnesium usw. gleichzeitig gibst. Die Bindung ist nicht irreversibel und die Metalle werden im Körper rasch wieder gegen andere ausgetauscht. Das ist nicht so wie es sich manche vorstellen: Das DMSA Molekül greift ein Metall und gibt es nicht mehr her. Das ist falsch.

Zitat von Cutler
Casdorph and Walker are MD's, not PhDs or chemists. Thus they can be
excused for making a glib sounding but not completely accurate discussion of
the chemistry of chelation.

All this stuff was ancient in 1995. DMPS was first used in 1956 and DMSA not
long thereafter. Their chemical properties were known before that.

It is true that the metal ions will compete for a chelating agent and will
"win" to the extent they have a higher affinity for it than the others.

This only occurs when they are present in high enough concentration to
consume all of the chelating agent. This is not the case physiologically
under conditions where the chelating agents are used when it comes to the
toxic metals. While the nontoxic ones are present in high enough
concentration to saturate EDTA (but not DMSA or DMPS), the EDTA is saturated
with calcium which your body holds in a relatively narrow range, so the
competition always comes out the same and it can be viewed as a
noncompetitive binding of the toxic elements to the free amount of EDTA the
calcium leaves over.

Think of it as dance hall filled with a lot of guys and a few girls. The
guys are chelating agent molecules and the girls are the different metals.
As long as there are enough guys, it doesn't matter how the girls look or
dress (that is, it doesn't matter what affinity the guys have for each girl)
since they all can find a partner. If there ever got to be too many girls
in the dance hall, then it would start to matter how they dressed and
looked. But as long as there are lots of guys each girl gets to dance as
much as she wants. Which in this analogy is saying that each toxic metal
gets bound to the extent of its affinity for the chelator in question
regardless of what other toxics are around.


http://onibasu.com/archives/am/2096.html

Geändert von dmps123 (22.12.09 um 23:13 Uhr)


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