Panikattacken, Übererregbarkeit

12.11.09 19:10 #1
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Erfahrungsbericht Hydergin

Angie ist offline
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Hallo Chandsen,

Diese Wirkung auf den Kopf kenne ich auch bei Glutamin, Glycin, Carnitin..bei höheren Dosierungen.
Ganz schlimm beim Einschlafen; diese Mittel meide ich konsequent inzwischen.

Kannst du den Auslöser beschreiben? War das nach DMSA oder nach den genannten Mitteln wie Vinopectin...?

Hast du schon mal Johanneskraut, Hopfenextrakt ausprobiert?

Ansonsten würde ich vielleicht doch eine klassische Homöopathie versuchen, da du vieles nicht verträgst. In den Globulis ist kein Alkohol.

LG

Angie

Geändert von Angie (15.11.09 um 23:15 Uhr)

Erfahrungsbericht Hydergin
chandsen
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Hast du schon mal Johanneskraut, Hopfenextrakt ausprobiert?
Zu der Zeit als es losging nahm ich 5-HTP und Johanniskraut. Damit hatte ich meine Depris besser im Griff als unter SSRI. Jetzt geht beides überhaupt nicht mehr. Mir würdes dann wieder so schlimm gehen wie zu Beginn der Unruhe. Und das war das schlimmste was ich bisher in meinem Leben erlebt habe und nicht wieder erleben möchte.

Hopfen und Baldrian bewirkt bei mir Ähnliches wie Glutamin und Co.

Erfahrungsbericht Hydergin
chandsen
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Zitat von Angie1 Beitrag anzeigen

Kannst du den Auslöser beschreiben? War das nach DMSA oder nach den genannten Mitteln wie Vinopectin...?
Hallo Angie,

da müsste ich etwas ausholen, denn die Unruhe fing schon verstärkt letztes Jahr an. Bis dahin hatte ich schon ca. 10 Jahre lang Depressionen (mit gelegentlichen Panikattacken, die aber nach fünf Minuten wieder vorbei waren), CFS nach EBV, Infektanfälligkeit usw…
Ich hatte schon während des Studiums gemerkt dass ich immer weniger Alkohol vertrug. Bzw. Trinken konnte ich soviel wie jeder andere, nur der Kater war der Horror. Wenn ich am Freitag Aus war und getrunken hatte, war ich ehestens am Mittwoch wieder in der Lage in den Unterricht zu gehen. Der Kater war auch eher psychologischer Natur. Ich hatte wenn ich am Einschlafen war starkes Knallen und Blitze im Hirn. Desweiteren Brainfog und ein Gefühl als würden mir gleich die Lichter ausgehen. Schwer zu beschreiben, aber auch ausgeprägte Unruhe und Angst machten mir unter so einem Kater zu schaffen. Ich konnte dann kaum mehr unter Menschen gehen. Ein EEG aus 2007 war insofern auffällig, als dass es das eines Menschen mit Epilepsie hätte sein können.


Oktober 2005
Schweres EBV nach einem Urlaub in Bangkok. Seitdem CFS und unerklärliche Symptome wie pelziges Mundgefühl, auch wenn kein Belag im Mund sichtbar. Oft verbunden mit Brainfog, Unruhe und Unsicherheit.

November 2008
Mein Umweltmediziner verordnete mir NEM’s zur Entgiftung, hatte aber noch zwei Amalgamplomben drin. Unter den NEM’s waren auch ALA und MSM. Diese Entgiftung ging über sechs Wochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich erstmals Panikattacken, die von der Intensität sich erstmals richtig lebensbedrohlich anfühlten und länger als die üblichen 5min gingen. Ich kann es aber nicht genau auf die Entgiftung schieben, weil (ich glaube es war sogar der gleiche Tag wo ich die erste hammerartige Panikattacke bekam) ich zu der Zeit bei einer Massage war und mir der Typ dort mit aller Gewalt auf einen Halswirbel gedrückt hat. Seit diesem November habe ich zusätzlich folgende permanente Probleme:
- stärkere Panikattacken von der Intensität her
- Tagelange Unruhe wenn nicht ausgeschlafen (hatte ich vorher nicht)


April 09
Ich beschäftigte mich mehr mit dem Thema Amalgam und der Cutlerausleitung. Ich versuchte jede Menge NEM’s aus Cutler’s Buch. Unter anderem Vinpocetin. Ich nahm nur eine halbe Kapsel und bekam wenig später Schweißhände und wurde unruhig. Diese Unruhe hielt mindestens in heftiger Intensität über drei Tage an schlug immer wieder in Panik um. Vor allem während dem Essen, ich konnte keinen Bissen runterschlucken, weil ich unglaubliche Panik bekam ich könne daran ersticken. Auch konnte ich mich fast nicht unterhalten, weil ich dann zu hyperventilieren anfing. Das Vinpocetin hatte irgendwas verschlimmert. Von diesem Versuch blieb permanent:
- noch öfters Panikattacken und innere Unruhe, auch wenn ausgeschlafen
- Kaffee und dergleichen ging gar nicht mehr, weil ich dann sofort wie unter Vinpocetin Unruhe und Panik bekam

Juni 09
Rausmachen der Amalgamfüllungen (zwei Stück) unter Schutz.
1. Cutlersession mit 25mg DMSA über sieben Tage. Zuerst hatte ich übelste psychologische Symptome, fand aber heraus, dass Forskolin gut dagegen half und die Beschwerden tolerierbar machten. Deshalb ging ich gleich über sieben Tage


Juli 09
2. Cutlersession mit 33mg DMSA über vier Tage. Symptome auch hier wieder mit Forskolin nicht so, dass man es nicht aushalten könnte. Halt verstärkt Brainfog und vergesslich, was aber relativ normal ist.

Vier Tage nach dieser Runde erwachte ich dann an einem Sonntagmorgen mit einer nervösen Unruhe, die bis dato nicht verschwunden ist. Ich hatte mehrere Nervenzusammenbrüche, phantasierende wirre Gedanken, ständig Musik im Kopf, Ruhepuls >100, ein Gefühl als würde Eis in meinen Adern laufen, Atemwege fühlen sich an als würde ich Lösungsmittel (sowas wie Terpentin) inhalieren, ständiges Schauer/Schreckgefühl, Schlaflosigkeit, Weinkrämpfe, Hyperempfindlichkeit auf NEM's (alles was mit dem Serotoninstoffwechsel zu tun hat, auch Melatonin, B-Vitamine,...), usw..



Was noch zu erwähnen ist, dass ich drei Tage zuvor alle NEM’s (B-Vitamine, Selen, Q10, Mg,...) vorübergehend absetzte, wegen anstehenden Laboruntersuchungen zum Nitrostress.

Desweiteren half ich zwei Tage zuvor meinem Vater Rindenmulch aus dem Sägewerk zu holen. Ich hatte ziemlich stark gehoben und ich weiß nicht inweiweit das auf meine HWS Einfluss haben könnte, weil ich körperlich aufgrund meines CFS überhaupt nicht trainiert bin. Desweiteren habe ich eben gelesen dass Rindenmulch oft Pestizide, Fungizide, Phenole und Gerbstoffe enthält. Vielleicht liegt da ja der Hund begraben. Es ist leider nicht so, dass ich es mit 100%iger Gewissheit auf das Quecksilber schieben kann. Es bleibt da noch die HWS und evt. andere Giftstoffe. Auch die Verschlechterung durch das Vinpocetin empfinde ich als seltsam. Ein Schädel MRT von 2007 war unauffällig.

Geändert von chandsen (16.11.09 um 01:09 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Hat jemand einen Hydrargyrum Erfahrungsbericht?

Ich persönlich konnte eine beeinträchtigte Hirnfunktion und starke Konzentrationsprobleme feststellen.

Kann die ethylquecksilberhaltigen Impfungen von Sandoz also nicht empfehlen.

Geändert von dmps123 (16.11.09 um 11:18 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Diese Unruhe hielt mindestens in heftiger Intensität über drei Tage an schlug immer wieder in Panik um. Vor allem während dem Essen, ich konnte keinen Bissen runterschlucken, weil ich unglaubliche Panik bekam ich könne daran ersticken. Auch konnte ich mich fast nicht unterhalten, weil ich dann zu hyperventilieren anfing. Das Vinpocetin hatte irgendwas verschlimmert.
noch öfters Panikattacken und innere Unruhe, auch wenn ausgeschlafen.
Kaffee und dergleichen ging gar nicht mehr, weil ich dann sofort wie unter Vinpocetin Unruhe und Panik bekam
Vier Tage nach dieser Runde erwachte ich dann an einem Sonntagmorgen mit einer nervösen Unruhe, die bis dato nicht verschwunden ist. Ich hatte mehrere Nervenzusammenbrüche, phantasierende wirre Gedanken, ständig Musik im Kopf, Ruhepuls >100, ein Gefühl als würde Eis in meinen Adern laufen, Atemwege fühlen sich an als würde ich Lösungsmittel (sowas wie Terpentin) inhalieren, ständiges Schauer/Schreckgefühl, Schlaflosigkeit, Weinkrämpfe, Hyperempfindlichkeit auf NEM's
Klingt alles irgendwie nach Panikattacken. Diese werden mit den Nebennieren in Verbindung gebracht. Könnte sein dass nach der Amalgamentfernung deine Nebennieren den Geist aufgegeben haben. Amalgamentfernung und Entgiftung stresst die Nebennieren sehr, das kann NN Erschöpfung zu Folge haben was dazu führt dass dein Körper zu viel Adrenalin produziert. Die erhöhte Adrenalinausschüttung kann verschiedenste Beschwerden verursachen.

Ich hatte übrigens 3 Monate nach der Entfernung das selbe fürchterliche Panikattacken, auch auf alles reagiert, fühlt sich an als würde man sterben aber es passiert einem nichts. Bis zu diesem Zeiptpunkt waren mir solche Gefühle fremd.

Ich habe vorher einen Bericht von einem anderem Schwermetallopfer gelesen, Chlorellaman, er beschreibt dass auch so.
Slurred Speech, Poor Coordination, Intellectual Blackout, Emotionally Unstable, Spiritually Disconnected
Before wellness, heavy metal toxicity can feel like the body is panicking . I could feel my glands flowing a ton of adrenaline in my vains. It turned out my body wanted I swet the poisons out. The amount of adrenaline is such that I couldn't excercise. The only way out of that state is a good sauna.
http://www.chlorellaman.com/Symptoms...S/Default.aspx

Geändert von dmps123 (16.11.09 um 16:51 Uhr)

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Angie ist offline
Beiträge: 3.390
Seit: 18.04.08
Hallo chandsen,

Was wurde denn bei dir schon soweit abgklärt an Blutwerten? Neurostressprofil, Nebennierenwerte, EBV, Leber, Bauchspeicheldrüsenwerte..?

Die NN , Hypophyse, v.a. Schilddrüsen würde ich beim Endokrinologen abklären lassen und zwar relativ schnell.
Ein Durcheinandner im Hormonsystem kann ziemliche Probleme bereiten.

LG

Angie

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chandsen
Themenstarter
Hallo Angie,

ja, ich hatte in der Richtung gleich nachdem es losging einiges machen lassen. Schilddrüse normal, auch keine Antikörper, Ultraschall bis auf zwei kleine Knoten (ca. 0,5cm) unauffällig. Ich werde heute abend einige Befunde scannen und reinstellen.

Zur Hormonunterstützung nehme ich Testogel, 50mg DHEA, 500mg Adrenal Cortex, Phytocortal - N, Phyto C.
B-Vitamine gehen nicht. Magnesium hilft/beruhigt auch nicht. Ubiquinol hilft etwas, habe gelesen dass Q10 die NMDA Aktivität etwas herabsetzt, wahrscheinlich deshalb.


Von der Wirkung her aber alles enttäuschend und bringt nicht viel. Außer dass ich durch das Testogel etwas aktiver bin und fast jeden Tag 30min Spazieren gehen kann.

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CKW ist offline
Weiblich CKW
Beiträge: 162
Seit: 20.09.09
Hallo Chandsen,

das, was Du schilderst, hört sich "nicht gut" an...

Ein Umweltmediziner hat bei mir Antikörper auf Serotonin festgestellt (ja, das gibt es auch). Vielleicht hast Du ja darüberhinaus noch mehr Substanzen, auf die Du Antikörper bildest!?

Lt. Dr. Mutter (Video "Nano... und Supergifte" im WWW) soll man bei Quecksilbervergiftung folgendes meiden:
Nanopartikel wie Titandioxid E 171 (Bestandteil vieler NMU und Vitaminpräparate), Aspartam, Glutamat, Transfettsäuren, Omega 6 Festtsäuren, konventionelle Ernährung, Acrylamid, Biozide, Radikale, Nitrosoverbindungen und Strahlung.
Oft bestehen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, besonders Milcheiweiß, Gluten, Eiklar, Soja, Fructose, Lactose, Saccharose und Kohlenhydrate.

Mir geht es besonders schlecht bei glutenhaltigen Lebensmitteln, allerdings nicht so extrem wie bei Dir. Wenn mir nicht zu einem IGG4 Test geraten worden wäre, ich wäre nie darauf gekommen, daß ich überhaupt auf Weizen und Co reagiere.

Alles Gute für Dich wünscht CKW

Erfahrungsbericht Hydergin
chandsen
Themenstarter
Zitat von Angie1 Beitrag anzeigen
Hallo chandsen,

Was wurde denn bei dir schon soweit abgklärt an Blutwerten? Neurostressprofil, Nebennierenwerte, EBV, Leber, Bauchspeicheldrüsenwerte..?

Die NN , Hypophyse, v.a. Schilddrüsen würde ich beim Endokrinologen abklären lassen und zwar relativ schnell.
Ein Durcheinandner im Hormonsystem kann ziemliche Probleme bereiten.

LG

Angie
Hallo Angie

Ich stell mal die Werte rein. Also meiner Meinung nach belegen diese Befunde ganz klar das CFS, das ich habe. Aber irgendwie können sie nicht das erklären was sich gerade seit den letzten fünf Monaten abspielt. Die NEM’s zur Hormonunterstützung machen sich auch nicht wirklich positiv bemerkbar. Wobei ich schon irgendwo ne Abbaustörung der Neurotransmitter und cerebrale Übererregbarkeit haben muss, denn oft habe ich weite Augen und Pupillen wie auf Drogen und es fühlt sich auch teilweise an wie auf einem (Horror-)Trip. In so einem Fall wird oft Folsäure und B12 empfohlen um die Methylierung zu unterstützen, aber genau diese Mittel führen nochmals zu einer drastischen Verschlechterung.

LG
Chandsen


Neurotransmitter 2. Morgenurin

Serotonin 81,8 (148 – 230)
Adrenalin 4,9 (4 – 10)
Dopamin 220 (150 – 280)
Glutamat 10,17 (8 – 25)

Histamin im Stuhl 35,29 (<600)

Nitrotyrosin 46,4 (<10) (im Vergleich zum Vorjahr lag der Wert bei 9,xx…könnte aber direkt mit dem Stress der Amalgamentfernung und DMSA-Runden zu tun haben)

Mitochondriale Aktivität 68,5% (>90%, präventiver Optimalbereich >95%)
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Erfahrungsbericht Hydergin
chandsen
Themenstarter
Hier noch etwas ältere Werte, die zwischen dem Vinpocetin und der Amalgamentfernung gemacht wurden. Und welcher Zement in die Amalgamfüllungen reinkam.
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