Leberentgiftung, Rohkost, Parasiten

24.09.09 04:36 #1
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voster ist offline
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Zitat von Tobi09 Beitrag anzeigen
Das stimmt. Maßnahmen zur "Darmsanierung" können zwar hilfreich sein, sind aber als Symptombekämpfung anzusehen, denn der Candida entsteht ja erst durch die Quecksilberbelastung.
Ohne Beseitigung der Schwermetalle kann der Darm nicht in Ordnung gebracht werden.
Das ist eine ziemlich uninformiertes "stimmt":

Candida kann man auch ohne Amalgam bekommen bzw ist der immer im Darm.
Bei ausgeglichenem Säure/Base Haushalt allerdings in verträglichem Stoffwechselstadium.

Ich kenne auch viele Menschen die bei sehr konsequenter Ernährung überschießenden Candida mit Amalgam im Mund losgeworden sind.

Was jetzt aber nicht bedeuten soll, ich rate dazu Amalgam drinzulassen.

Leberentgiftung, Rohkost, Parasiten

voster ist offline
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Zitat von Kathy Beitrag anzeigen
Hallo Voster

ich habe einen Teil Deiner Beiträge mit grossem Interesse gelesen. Wüsste gerne, welches Buch Du als erste Wahl empfehlen würdest bei einer Amalgam- und Parasitenbelastung (Trematoden, Nematoden) - kein Pilz - kein Durchfall, aber totale Vertopfung seit 2 Jahren.

Gruss
Kathy
Trematoden und Nematoden sind ziemlich unüblich in Europa. Da ist mir keine speziele Literatur bekannt. Das Thema wird in der 5-Elemente-Küche mit behandelt, wobei ich mit den Büchern nicht so zufrieden bin die ich habe. Eventuell versuchst Du es mit einer TCM-Therapeutin?

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voster ist offline
Themenstarter Beiträge: 364
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Zitat von chandsen Beitrag anzeigen
Danke. Und wie diagnostiziert man einen tiefen Mangel?

Desweiteren bin ich auf der Suche nach einem Binder für eine Caprysäurebehandlung, der nicht stopft. Bekomme durch Probiotika sehr harten Stuhl, ohne chr. Durchfall. Flüssiges Bentonit soll nicht schlecht sein, aber führt auch eher zu Verstopfung.

MfG
Mangel kann man über Haarmineralanalyse oder die Anlitzzeichen und Nährstofftabellen der Schüssler-Bücher bestimmen.

Grüße
Volker

Leberentgiftung, Rohkost, Parasiten

Phil2k ist offline
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Hallo Volker,
Soweit sind unsere Positionen doch gar nicht auseinander,dass du die Forke auspacken müsstest... Ich habe auch nichts davon behauptet,was du ankreidest.
Ich sprach keineswegs davon,hier Prioritäten zu schaffen,sondern beides parallel anzugehen.
Allerdings ist es leider dein Standpunkt, Prioritäten zu kreieren,in dem du der Dündarmflora zugestehst, regeneriert zu werden, bevor eine Ausleitung beginnen soll.
Du sagst dazu,dass dies,ohne dieses Vorhaben, Sinnlos sei. Ich dagegen vertrete einen anderen Standpunkt und behaupte,dass dieses edle Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist.

Desweiteren vertrittst du wieder Annahmen,in dem du von einer pauschalen Lebersituation ausgehst, die keinesfalls allgemeingültig zutreffen wird können.
Derartiges wirst du nur in den wenigsten Fällen erleben,ohne dies aber komplett ausschließen zu wollen. Es ist m.E. eine Mär,dass die Leber,durch sekundäre Kohlenhydrat- bzw Fettverdauung derart an ihre kapazitäven Grenzen stößt, dass Prozesse weniger oder gar nicht mehr funktionieren,wenn eine Ausleitung begonnen wird.
Ich blende diesen Punkt nicht einfach aus,Volker. Für mich ist dieser schlicht nicht derart omnipresent,dass ich meine Hypothesen darauf aufbauen könnte.

Du dagegen gehst einfach davon aus,dass es allgemein so sein wird und machst dies zum Mittelpunkt deiner Thesen und deines Behandlungskonzeptes. Warum?
Die praktische Erfahrung zeigt doch eigentlich etwas anderes.
Erfolgreiche Ausleitungen passieren auch,wenn die Leber nicht im Fokus der Betrachtung liegt.
Im Übrigen stellt auch kein Protokoll,die Leber derartig in den Vordergrund.Etwas,was du sehr wohl kritisieren kannst und auch getan hast.
Dennoch sind manigfaltige Erfolge zu erzielen,obwohl davon auszugehen ist,dass 1.) Die Dünndarmflora nicht optimal sein wird,
2.) Mit einem Candidaüberschuss,bei chronisch,sowie akut vergifteten zu rechnen ist
3.) Dies auch zu einem Leaky Gut mit enormen Allergiepotential führen wird.
Nicht umsonst sind dies mit die Hauptanzeichen einer Vergiftung.

Ich empfinde hier die Empfehlung mit Mariendistel für ausreichend.
Bei Hepatitis,chronischen Lebergeschichten,evtl. auch schlimmen Leaky Gut, mag das etwas anderes sein,obwohl ich deine Tips gerne lese und z.T. auch teilen mag.
Allerdings geht mir der Anspruch zu weit.
Ich glaube nicht,dass die Leberkapazität,durch fettige Nahrung,die Gärung der komplexen Kohlenhydrate,derart blockiert wird,dass es zu einem Stau der Entgiftungsleistung kommen kann.
Hier übersiehst du ebenfalls,dass es auch primäre Kohlenhyratverwerter (Kohlenhydrattypen,beispielsweise laut Blutgruppendiät) zu geben scheint,du also keinesfalls pauschalisieren solltest.
Hier aber Müdigkeit,etc. zu einem Symptom der Leber zu machen,halte ich für verfrüht und damit für verfehlt. Beispielsweise werden Unterzuckerung und Allergisierung ausgeklammert,was du nicht tun solltest.

Ich habe im Übrigen nie gesagt,dass eine Nahrungsumstellung hinten anstehen muss. Auch habe ich nicht polarisiert.
Allerdings gebietet es die Logik,dass,bei deinem Ansatz, zunächst der Darm saniert werden muss,da dann eine Ausleitung erst sinnvoll wird. Du erschaffst eine Kausalkette,die so niemals existieren wird können. Das erscheint mir komisch,da wir uns ja generell mit dem parallelen Behandlungsmuster einig sind.
Dein Ansatz der Ernährung finde ich sehr spannend,dennoch muss ich zunächst kritisch die Nase rümpfen,wenn diese dogmatisch geäussert werden. Ich nehme an,dass hier ein strenges Konzept von Nöten ist,nach dem die Primal Diät funktioniert. Ich würde mich freuen,wenn du dies bei Gelegenheit näher vorstellen könntest. Leider konnte ich wenig darüber finden,weswegen ich das Konzept nicht direkt verurteilen oder belasten möchte.
Jedoch haben sich m.E. viele Ernährungskonzepte mit der Zeit als Gurken herausgestellt,so dass wir es vermeiden sollten, von einer "richtigen" Ernährung sprechen zu wollen. Die Voraussetzungen dafür,können keineswegs gegeben sein.
Im Grunde lässt sich dein Konzept ja auf Nahrungsoptimierung reduzieren. Sind jedoch andere Ursachen für den Leaky Gut, veringerte Leberkapazität verantwortlich,sind deine Maßnahmen eher als Tropfen auf den heißen Stein zu werten.
Es kann doch nicht darum gehen,der Leber Alltagsaufgaben abzunehmen,dabei jedoch eine Fehlernährung zu riskieren mit einem pauschalem Ernährungskonzept. Das kann kontraproduktive Auswirkungen haben.
Ich erinnere daran,dass selbst Dr.Mutter die Ernährungsweisen in drei verschiedene Gruppen aufteilt. Kohlenhydrattyp, Proteintyp und Mischtyp. Hier sind durchaus Parallelen zur Blutgruppendiät zu erkennen.
Eine dogmatische Sicht,was zu unterlassen und was zu essen ist,kann ich daher nicht teilen,sondern beschränke meine Empfehlungen auf biologische Herkunft und das mögliche Vermeiden von Zucker. Komplexe Kohlenhydrate,gehören nicht zu dieser Beschränkung.

Zitat von voster Beitrag anzeigen
Phil,


Quecksilberverbindungen sind fettlöslich und müssen über die Leber ausgeschieden werden, mit oder ohne Chelator.
Gilt dies auch für primär nierengängige Chelatoren,wie DMSA und DMPS?

Du solltest mir nicht vorwerfen,dass ich etwas nicht begreife,wenn ich einen anderen Standpunkt einnehme,der deinem widerspricht.

Gruß
Phil
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Der Mann der Wissenschaft muss ständig bemüht sein,an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln

Geändert von Phil2k (25.09.09 um 15:00 Uhr)

Leberentgiftung, Rohkost, Parasiten

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Ich kenne auch viele Menschen die bei sehr konsequenter Ernährung überschießenden Candida mit Amalgam im Mund losgeworden sind.
Und bei den schweren Fällen kommen auf eine Erfolgsgeschichte 10 Leute die es mit Ernährung nicht geschafft haben.

Wenn man wirklich vergiftet ist muss man entgiften. Ich finde Tobi ist ausreichend "informiert" im Gegensatz anderen. Es gibt einen Haufen von Candida "Ratschlägen" die nicht viel taugen die extrem aufwendig sind und vorallem niemals bleibende Verbesserungen bringen wenn man nicht streng Diät hält.

Geändert von dmps123 (25.09.09 um 13:49 Uhr)

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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Zitat von voster Beitrag anzeigen
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Ich kenne auch viele Menschen die bei sehr konsequenter Ernährung überschießenden Candida mit Amalgam im Mund losgeworden sind.
Glaub ich dir,allerdings widerspricht das auch wieder gängigen Empfehlungen,denn es ist keinesfalls empfehlenswert,den Pilz "auszuhungern",da hier die Gefahr einer Mutation fadenförmiger Hyphen bestehen kann,die als ungemein aggressiver einzustufen sind. Auch hier vollführen wir wieder einen Drahtseilakt.
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Geändert von Phil2k (25.09.09 um 14:27 Uhr)

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voster ist offline
Themenstarter Beiträge: 364
Seit: 09.05.07
Zitat von Phil2k Beitrag anzeigen
Glaub ich dir,allerdings widerspricht das auch wieder gängigen Empfehlungen,denn es ist keinesfalls empfehlenswert,den Pilz "auszuhungern",da hier die Gefahr einer Mutation fadenförmiger Hyphen bestehen kann,die als ungemein aggressiver einzustufen sind. Auch hier vollführen wir wieder einen Drahtseilakt.
Aushungern ist extrem gefährlich und klappt anscheinend nur in einem von 10 Fällen. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

Meine Erfahrung ist, das eine lange Entgiftungsphase tiefe ´Spuren im Mineralstoff- und Enzymhaushalt hinterlässt, die mit NEMs nicht vollständig zu decken sind.

Ich habe mit Priorität auf Entgiftung ausgeleitet. Recht erfolgreich, im Vergleich zu dem was ich hier so von anderen lese.

Inzwischen sehe ich den Enzymkreislauf der Leber als Schlüsselfaktor an.
Das betrifft sowohl die Ernährung als auch Mineralstoffe und Enzyme.
Grundsätzlich ist der Organismus ein ganzes, bei dem man im laufenden Betrieb nicht eine Komponente ohne die anderen Teile betrachten kann. Wir haben dieses Gebilde nicht erfunden und konstruiert und verstehen die Zusammenhänge nur in Bruchstücken.

Für mich haben sich alle nicht sehr eindeutig direkt auf Amalgam bezogenen Probleme auf die Leber bezogen. Das deckt sich mit meiner Einschätzung das viele mit schweren Problemen bei der Entgiftung ebenfalls belastete Lebersituationen haben.

Es ist allerdings wohl so, das Menschen abhängig von unserer Ernährung deutlich unterschiedlich auf Amalgam und Entgiftung ansprechen. Ich schreibe hier aus meiner Erfahrung und meinem Kenntnisstand. manches mag daher dogmatischer klingen als es eigentlich gemeint ist.

Mir fehlt allerdings die Zeit mich da länger mit aufzuhalten, Dinge abgewogener weiterzugeben die anderen eventuell helfen schwere Krisen zu meistern.

Viele hier haben ja bereits enorm viel Zeit für das Forum, wobei ich glücklicherweise wieder seit langem kontinuierlich produktive Tage erlebe, die es mir erlauben zu arbeiten und zu lernen.

Diese Tatsache ist in meinem Fall im wesentlichen der konsequenten Umsetzung einer gezieleten Ernährung zu verdanken.

Ja, Phil Du hast recht mit vielen Einwänden sollte man sich kritisch auseinandersetzen. Vielleicht finden sich ja andere die hier über ihre Erfahrungen mit der Leberproblematik schreiben.

Damit lässt sich herausfinden wen das Thema besonders betrifft.

Grüße
Volker

Leberentgiftung, Rohkost, Parasiten

voster ist offline
Themenstarter Beiträge: 364
Seit: 09.05.07
Dein Ansatz der Ernährung finde ich sehr spannend,dennoch muss ich zunächst kritisch die Nase rümpfen,wenn diese dogmatisch geäussert werden. Ich nehme an,dass hier ein strenges Konzept von Nöten ist,nach dem die Primal Diät funktioniert. Ich würde mich freuen,wenn du dies bei Gelegenheit näher vorstellen könntest. Leider konnte ich wenig darüber finden,weswegen ich das Konzept nicht direkt verurteilen oder belasten möchte.
Jedoch haben sich m.E. viele Ernährungskonzepte mit der Zeit als Gurken herausgestellt,so dass wir es vermeiden sollten, von einer "richtigen" Ernährung sprechen zu wollen. Die Voraussetzungen dafür,können keineswegs gegeben sein.
Mein Ansatz war Primal Diet und die Rohkost von Henning Müller-Burzler zu kombinieren. Ernährung ist immer auch Anpassung an das Nahrungsangebot.
Keiner wird in unserem Kulturkreis vorbehaltlos rohes Fleisch verzeheren.
Einschließlich mir. Deshalb mein Ansatz, die Wirkungsweise einer solchen Nahrung mal zu betrachten.

Auffällig ist die Zunahme erhitzter Eiweiße im Verhältnis zu rohen Eiweißen.
Weiter auffällig ist, das nur der Mensch unter den Säugetieren nicht die typischen 1/6 im Verhältnis von Zeit bis zum Auswachsen zur Lebensspanne aufweist. Aus Erfahrungen in der Tierzucht führt man diese Tatsache auf die Ernährung zurück.

Mein Ansatz war, meine Nahrung auf mögliche Hebel abzuklopfen die man durch natürlichere Nahrung für sich nutzen kann.

Die Verwertung erhitzter Eiweiße ist, was uns maßgeblich von der Nahrung des Tierreiches unterscheidet. Schaut man sich deren Verwertung an, fällt einem auf das diese Synthese bei Quecksilber im Darm bei gestörter Darmflora einbricht. Zusätzlich wird die Leber von den Abfällen des gestörten Prozesses belastet. Maßnahmen die möglichst rohe Proteine in kleinen Mengen bereitstellen und Störfaktoren aus dem Darm verdrängen haben sich als sehr Effizient zur Verbesserung meiner Nährstoffversorgung erwiesen.

Will man wie ich kein rohes Fleisch essen, bietet sich Rohmilch-Joghurt an.

Da ich nicht vorhabe das nächste Ernährunghype-Buch zu schreiben, verweise ich lediglich auf meine spärlichen Quellen und eigenen Ideen dazu.
Ich bin auch gar nicht gewillt, daraus eine große Welle zu machen.
Das stelle ich hier zur Diskussion, weil es dem ein oder anderen Ansätze liefern kann für sich selbst.

Was hier fehlt sind die Erfahrungen anderer.
Mir ist schon klar, das ist keine Wunder- oder Allheilmittel.
És ist in der Tat eine optimierte Ernährung mit ein paar NEM-Zusätzen.
Die allerdings Spaß macht und für viel Wohlbefinden sorgt und außerdem günstig und leicht in einem zivilisierten Umfeld verfügbar ist.


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