Öffnen der Blut-Hirn-Schranke

15.01.04 21:42 #1
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Marcel ist offline
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Seit: 01.01.04
Zugegebenermassen eine heikle Frage, die gleichzeitig mehrere heisse Eisen anfasst:

Es heisst, dass z.B. DMPS nicht über die Blut-Hirn-Schranke hinweg kommt und somit auch der DMPS-Test bei einer Gehirnbelastung durch Quecksilber negativ ausfällt.
Die Blut-Hirn-Schranke ist eigentlich ja ein ständiges Thema im Bereich der Ausleitung. Einzelne Prozesse spielen sich im Hirn ab (mit entsprechenden Produkten wie Koriander) und andere im Gewebe (z.B. mit Chlorella). Dabei ist genau abgestimmt, wo begonnen wird und wie zeitlich die Prozesse ineinandergreifen.

Nun kommt die Theorie von der Mobilfunkt-Front, dass schon bei wenigen Minuten Benutzung eines Handys die Blut-Hirn-Schranke geöffnet wird und auch "längere Zeit" geöffnet bleibt. Ich glaube, die Schweden haben das an Ratten getestet. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass die Schweden quer durch ein sehr gesundes Volk ist, das in der Forschung immer vorne dabei ist. Muss wohl mal dahin auswandern. :p

Tja, inwiefern ist ein Ausleitungserfolg unmittelbar durch ein solches unkontrolliertes und längeres Öffnen der Blut-Hirn-Schranke gefährdet?
Ich nehme nicht an, dass wir hier zu einem "brauchbaren" Resultat gelangen. Wollte es einfach mal in die Welt stellen und darüber diskutieren. Darum auch hier bei "Kontroverse" platziert.

Marcel

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke

Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.984
Seit: 10.01.04
Zu diesem Thema habe ich noch einen Artikel gefunden, der mich sehr nachdenklich stimmt. Hier ein Ausschnitt:

"Blut-Hirn-Schranke

Die Bluthirnschranke ist ein Wunderwerk der Natur. Kurz gesagt, nur die Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, haben eine zusätzliche zweifache Wand versehen mit einer speziellen Schutzhäute- Abdichtmasse zwischen sich und dem Nervengewebe zur Abwehr der Giftstoffe ins Gehirn. Nur wenige Stoffe, wie Traubenzucker, Sauerstoff, einige Hormone sowie ausgewählte Eiweißstoffe, auch Schmerzmittel dürfen diese Schranken passieren. Leider aber auch Schadstoffe wie Alkohol oder Nikotin !"

www.buergerwelle.de/body_newsletter_121103.html

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke

Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.984
Seit: 10.01.04
Dr. Bodo Kuklinski, Diagnostik und Therapiezentrum, Rostock

Schädigungen der Bluthirnschranke können ausgelöst werden durch:
· Hirnhypoxien wie kardio-chirurgische Eingriffe
· Traumatisierungen des HWS-, Kopfbereiches (Sport, Unfälle)
· Hirn- und Nervenerkrankungen wie Alzheimer-Demenz, Down-Syndrom, ALS, Encephalitis, Guillain-Barré-Syndrom, Hirninsult, Epilepsien u. a.
· Chemotherapie bei Malignomen
· Joggen über 25 km
· Chlororganische Lösemittel wie Trichlorethylen, Trichlorethan, Tetrachlorethylen, Dichlormethan und Xylol. Selbst nach kurzzeitiger Exposition können diese Lösemittel irreversible Hirnschrankenstörungen auslösen, die selbst nach Abklingen der klinischen Symptome noch persistieren.
Sogar leichtere Schädeltraumata korrelieren mit bleibenden kognitiven Defiziten, wenn sie mit temporären Hirnschrankenprotein-Erhöhungen einhergehen. Geschädigte Makro-, Mikroglia- und Schwann’sche Zellen verlieren bei Schädigung das Hirnschrankenprotein S-100, das sich leicht aus Blutserum analysieren lässt.
Physiologische S-100-Spiegel wirken als Wachstumsfaktor für Dendriten. Hohe S-100-Konzentrationen lösen toxische Wirkungen aus, da Gliazellen verstärkt NO synthetisieren. Chronisch toxische NO-Spiegel hemmen FeS-Cluster in
· Atmungskomplex I und II
· Aconitase im Citratcyclus u. a. Enzymen
Mit Hemmung der Mitochondrienfunktion bildet sich verstärkt Superoxid O2-Mitochondrien werden damit zu Radikale-Kanonen. Auch Reperfusionen tragen im Hirn zur O2-Freisetzung bei.
NO und Superoxid bilden einen tödlichen Cocktail, das Peroxinitrit ONOO. Dieses wird für akute, chronische ZNS-Schäden verantwortlich gemacht.
Ein Marker für eine gesteigerte NO-Synthese ist Citrullin, das ebenfalls im Serum oder Urin leicht analysierbar ist. Hypoxisch bedingte Neuronendegenerationen gehen mit erhöhten Serumwerten an neuronenspezifischer Enolase einher.
Methodik:
Wir untersuchten bei 420 Patienten mit chronischen Hirnleistungsstörungen S-100 im Serum. Sie umfassten Diagnosen wie:
· chronisches Müdigkeits-, Erschöpfungssyndrom
· Chemikalienüberempfindlichkeit
· Patienten mit Tinnitus, Kopfschmerzen, Migräne
· verminderte mentale, kognitive Leistungsfähigkeit
· cervico-brachiales, -cephales und -encephales Syndrom
· s. g. psychosomatische Erkrankungen
Resultate:
143 Patienten hatten S-100-Werte ³ ,010 µg/l (= 34,0 %), davon:
23 % ³ 10 – 15 µg/l (n = 97)
3,6 %: 16 – 20 µg/l (n = 15)
2,4 %: 21 – 25 µg/l (n = 10)
5 %: > 25 µg/l (n = 21)
Der Maximalwert betrug 1,97 µg/l bei einem 50-Jährigen.
Provokationen bei Zervikalsyndrom durch HWS-Kreisen bis zum Eintritt von Schwindel löste S-100-Anstiege auch aus normalen in pathologisch hohe Bereiche aus (z. B. 0,07 auf 0,19 oder 0,13 auf 0,27). Ähnliche Reaktionen waren durch Schnüffelprovokationen mit vergälltem Ethanol induzierbar.
Korrelationen zu den Parametern NSE, Citrullin und MDR1-P-Glykoprotein bestanden nicht. Die Höhe der S-100-Basalwerte korrelierten positiv mit der Krankheitsdauer. Betrug diese 10 Jahre, stieg das Risiko für pathologisch hohe S-100-Spiegel.
Wertung:
Hohe-S-100-Werte sind Indikatoren für zukünftige klinische Schäden des ZNS und/oder peripheren, vegetativen Nervensystems, insbesondere für eine vorzeitige Demenz vom Alzheimer-Typ. Morphologische Frühveränderungen finden sich dabei zuerst im Temporallappen und Hippocampus (Kurz-, Langzeitgedächtnis). Bei der Mehrheit unserer Patienten lagen anamnestisch psychosomatische Diagnosen vor. Diese müssen bei S-100-Erhöhungen (basal oder nach Provokationen) als Fehldiagnosen eingeschätzt werden.
Hohes S-100 signalisiert folglich floride, degenerative ZNS-Schädigungen mit somato-psychischen Reaktionen. Die Alzheimer-Demenz beginnt in Deutschland im 4. Lebensjahrzehnt.
http://www.medwoche.de/2003/kurse.phtml?id_k=V160

Die Bluthirnschranke kann also offensichtlich durch ganz verschiedene Ursachen geschädigt werden. Der Wert S-100 ist ein Indiz dafür, daß sie geschädigt ist.
Ich finde es interessant, daß durch 25 km-Joggen z.B. die Durchlässigkeit erhöht sein kann, durch chemisch Einflüsse, aber auch durch Traumatisierungen der HWS...

Gruß,
Uta
:)

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke

himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Huhu Uta,

die Hälfte versteh ich nicht, was da oben beschrieben wird (für mich viel "Fachchinesisch"). Wie misst man denn den S-100 Wert?

VG
himmelsengel

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himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Also,
ich werde den S-100 Test jetzt machen lassen. Wusste gar nicht, dass man das überhaupt nachprüfen kann. Sonst bleiben das ja wieder nur Vermutungen bei mir, ob die Blut-Hirn-Schranke defekt ist oder nicht.

für Anna:
Das mit dem Enzym und der Blut-Hirn-Schranke sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Sicherlich gibt es Wechselbeziehungen zwischen den beiden... aber grundsätzlich steht jedes für sich.

VG :)
himmelsengel

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke

Anna ist offline
Beiträge: 91
Seit: 27.01.04
Hallo himmelsengel,

Dann lag meine Behandlerin mit ihrer Äußerung das beides zusammen hinge wohl falsch.

OK danke Dir für die Info.

Ach,hab da noch eine Frage diesen S-100 Test ....wird der von der Kasse übernommen ?

LG Anna

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Kalmus ist offline
Beiträge: 2
Seit: 20.06.04
In den Monaten seit der Bioresonanz fühle ich mich sehr müde. Während der Bioresonanztherapie, der Ausleitung von Amalgam falle ich in einen "narkoseartigen" Schlaf! Ob das mit dieser Blut Hirnschranke was zu tun hat?

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke

Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.984
Seit: 10.01.04
Gerade bin ich wieder auf das Thema "Blut-Hirn-Schranke" gestoßen. Der Dr. Kuklinski arbeitet mit einem Labor in Rostock zusammen, das deshalb sicher viel Erfahrung hat:
www.labormedicus.de/impressum.htm

Als Normwert wird angegeben 0,05 - 0,07 (Dr. Kuklinski). Anscheinend waren vorher die Werte bis zu 2 als in der Norm angesehen worden.

http://www.mybestprice.de/bestellen/...M_MET_D12.html

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (29.09.05 um 18:03 Uhr)

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke
Lukas
Hallo Uta,

habe gerade in meinen Unterlagen gekramt... hab im rostocker Labor 2003 den S-100-Test machen lassen. Bei meinem Befund steht dabei:

"Nach Dr. Kuklinski liegt der Grenzbereich für Hirnschrankenstörungen bei 0,05 - 0,07 µg/l."

Der Normbereich wäre also niedriger. Zumindest wäre es wünschenswert, wenn der Wert - deutlich! - niedriger wäre als 0,05.

Viele Grüße
Lukas

Öffnen der Blut-Hirn-Schranke
Lukas
...

hab noch weiter gekramt...

... habe ein paar Wochen vorher den S-100-Test auch schon bei Schiwara machen lassen. Dort steht als Referenzbereich: < 0,2 µg/l (0,2 ist auch der Grenzwert, der - außer von Dr. Kuklinski - üblicherweise von den sonstigen Laboren angegeben wird).

Von daher meintest Du sicherlich 0,2 und nicht 2.

Noch mal Grüße... :-)


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