Muss man überhaupt entgiften?

18.06.09 19:56 #1
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Muss man überhaupt entgiften?

Hania ist offline
Beiträge: 143
Seit: 25.11.08
Zitat von macpilzi Beitrag anzeigen

.... wenn man sich mal anschaut was die ganzen angeblichen Wundermittel (Chlorella, Bärlauch, Koriander,...) alles kosten und wie viel Geld damit verdient wird bekommt man bei näherer Betrachtung erhebliche Zweifel ob da nicht die verunsicherten Amalgamis an der Nase herum geführt werden. ist zumindest nach meinen Reinfällen meine derzeitige In diesem Sinne bin ich mal gespannt auf eure Einwände/Antworten/Tipps...

gruss

MacPilzi
Hallo MacPilzi,
es gibt leider keine Entgiftungsmethode, die nichts kostest. Schwermetallentgiftung verlagt jedem viel ab und das in vielerei Hinsicht - finanziell, körperlich und auch psychisch. Bevor man mit einer Entgiftung beginnt, sollte man sich dessen bewusst sein.
Es gibt allerdings hier in Forum die Entgiftungsmethode mit Rizinusöl, die sehr preiswert ist. Ein Liter Rizinusöl kostet ca. 6.00 EUR und reicht für ca. 20 Anwendungen. Es gibt Forumsmitglieder, die ausschließlich diese Methode zur Entgiftung nutzen. Es gibt aber auch Forumsmitglieder, die Rizinusöl zusätzlich zu Cutler-Runden oder zu Chlorella & Co. dazu nehmen. Köprelich und psychisch wird man allerdings genauso gebeutelt, wie bei allen anderen Methoden.
Du hast die Wahl, versuche deine Methode zu finden. Ich wünsche dir auf diesem Weg alles gute. Hania

Muss man überhaupt entgiften?

Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Rizinusöl als Ausleitungsmethode darzustellen ist eine Anmassung.

Muss man überhaupt entgiften?

gerold ist offline
Beiträge: 4.721
Seit: 24.10.05
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Rizinusöl als Ausleitungsmethode darzustellen ist eine Anmassung.
Herr Stengel,

selbstverständlich billige ich Ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung zu, jedoch gilt immer noch: "Wer heilt, hat recht."

Damit fordere ich Sie auf, zu beweisen, daß es keinem einzigen der hier tätigen Forumsmitglieder gelungen ist, mir Rizinusöl Gifte und Schwermetalle auszuleiten. Oder sind Sie etwa der Meinung, daß all jene Persönlichkeiten, die hier ihre Erfahrungen notieren, Selbsttäuschungen unterliegen? Falls dies der Fall sein sollte, fordere ich Sie auf, auch dies zu beweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

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Hania ist offline
Beiträge: 143
Seit: 25.11.08
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Rizinusöl als Ausleitungsmethode darzustellen ist eine Anmassung.
Ich weiß, ich weiß - die Methode ist nicht bewiesen und deshalb kann sie nicht wirken, bringt absolut nichts und ist nicht wahr. Dagen sprechen allerdings positive Erfahrungen vieler Rizinusölanwender.

Abgesehen davon, wünschte ich, dass man hier im Forum die Freiheit wieder gewinnt, eigene Erfahrungen zu schildern, ohne sofort beschimpft und zur Ordnung gerufen zu werden. Ich schätze Stengel Deinen Wissensstand sehr, vermisse aber mittlerweile hier in Forum den freien Ausstausch der Erfahrungen. Einfach freien Austausch der Erfahrungen, ohne dass von einem sofort die wissenschaftliche Prüfung der Methode verlagt wird.

Ich habe eben mit großem Interesse den Thread "Erfold nach Cutler-Protokoll" gelesen. Ich entgifte selbst mit Rizinus-Öl und zusätzlich mit Chlorella und Co. Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass meine Entwicklung der Symptome exakt die gleiche ist, wie dies die Culter-Anwender geschildert haben - im Kopf klarer, konzentrierer und belastbarer, dafür aber Entzündigungen in Gelenken und extreme Müdigkeit. Ich wollte zuerst im ersten Moment über diese Erfahrungen dort berichten, aber ich habe es mir verknifen. Und deine Antwort auf mein Posting hier in diesem Thread hat mich in meiner Entscheidung bestätigt. Ihr hättet mich in diesem Cutler-Thread gekreuzigt - einfach nach dem Motto was nicht beweisbar ist, kann nicht sein und ich bilde mir meinen Zustand nur ein.

Ich finde es einfach traurig. Hania

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
selbstverständlich billige ich Ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung zu, jedoch gilt immer noch: "Wer heilt, hat recht."
Die Beweislast liegt bei auch Rizinusöl-Befürwörtern, denn es gibt rein garnichts bis jetzt was darauf hinweist dass so Schwermetalle ausgeleitet werden können.

Die Theorie dass die enterohepatische Zirkulation unterbrochen werden muss, um entgiften zu können, widerspricht auch den gegenwärtigem wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Ich weiß, ich weiß - die Methode ist nicht bewiesen und deshalb kann sie nicht wirken, bringt absolut nichts und ist nicht wahr. Dagen sprechen allerdings positive Erfahrungen vieler Rizinusölanwender.
Nein, nein, nein.

Die Methode widerspricht dem gegenwärtigem Wissensstand, der besagt dass Entgiftung so nicht stattfinden kann, und daher ist es extrem unwahrscheinlich dass sie bei einem Quecksilberproblem helfen kann.

Dieses pseudowissenschaftliche Gerede von gerold ist nur ein Versuch das ganze irgendwie fundiert erscheinen zu lassen. Aber wir wissen genug von der Toxikologie von Quecksilber um zu erkennen dass bei einer Amalgamvergiftung kaum resorbiert wird, und somit der ganze Grundstein der Rizitherapie ein Irrtum ist. Dazu kommt noch dass der wesentliche Aspekt der Entgiftung die Mobilisation der festgesetzten Schwermetalle ist, was Rizinusöl nicht kann.

Positive Erfahrungen sind positive Erfahrungen. Das bedeutet aber nicht dass eine Quecksilber-Entgiftung stattfindet, sondern kann alles mögliche bedeuten.

Warum ich das Anmassung nenne, ist das hier eine kleine Gruppe der Rizianwender ernsthaft denken, sie hätten da eine Methode entdeckt, obwohl es keinen einzigen Hinweis gibt das Rizinusöl wirklich so wie postuliert wirkt.

Man kann sagen "es macht etwas, wir wissen nicht was, aber man fühlt sich besser dabei", aber nicht "es leitet Schwermetalle aus".

Geändert von Stengel (21.06.09 um 17:20 Uhr)

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Ruedi ist offline
Beiträge: 3.453
Seit: 15.06.08
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Rizinusöl als Ausleitungsmethode darzustellen ist eine Anmassung.

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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Ich muss Stengel aber insofern recht geben,dass eine Entgiftung mit Rizinusöl nicht oder noch nicht belegbar erscheint,ohne dabei an der möglichen Wirksamkeit zu zweifeln. Wir haben hier nun mal keinen einzigen wissenschaftlichen Indikator vorliegen,also weder wissenschaftliche Literatur,noch Studien, Herleitungen, Stuhluntersuchungen, Laborparameter,etc.,sondern berufen uns ausschließlich auf persönliche Empfindungen,die eben subjektiv zu beschreiben sind und leider nicht im Zusammenhang mit Schwermetallen stehen müssen.
Natürlich kann Besserung eintreten. Diese Besserung muss aber nun mal nicht in Zusammenhang mit einer Ausleitung geschehen und das ist die Problematik,wenn objektiv nach Ausleitungsmethoden gefragt wird.
Wie definieren wir eigentlich Ausleitungsmethoden? Reicht es da wirklich aus,als einzigen Indikator das subjektive Wohlbefinden zu Rate zu ziehen? Wäre dies nicht grob fehlerhaft und in der Sache ungenügend? Sollte dann nicht auf die mögliche Fehlerhaftigkeit und Limitiertheit dieses Protokolls hingewiesen werden? Mir fehlt ebenfalls auch der logische Ansatz,wie Rizinusöl denn intrazellulär gebundenes Quecksilber zur Ausleitung bringen möchte,da es m.M.n. nicht absorbiert wird. Hier ist die Frage in wie fern, der Enterohepatischer Kreislauf zu bemühen ist, besonders im Kontext des zellgebundenen Hg. Dieser muss ja als primäres Ziel angesehen werden bei dieser Methodik.
Nicht falsch verstehen, ich maße mir nicht an, zu urteilen, kann aber durchaus verstehen,dass an der Rizinusölmethode gezweifelt werden darf und bei Empfehlungen Einspruch erhoben wird. Ein Tadeln dieses Einspruches ist hier m.E. unangebracht.
Meiner Meinung nach, sollte die Methode nur dann empfohlen werden, wenn auch über deren Schwächen,die ja nun mal eklatant zu sein scheinen, aufgeklärt wird,so dass sich objektiv entschieden werden kann. Dieses als vollwertig zu verkaufen,trifft den Kern der Sache nicht, da diese auf limitierten Säulen aufgebaut ist und das Rizinusprotokoll eben nicht nachprüfbar erscheint. Man möge mich verbessern,wenn dies nicht der Fall ist.
Hier steht die Methode m.E. klar hinter den Methoden von Daunderer,Cutler,Mutter und auch Klinghardt an, da weitaus mehr nachprüfbare Indikatoren gegeben sind und das subjektive Empfinden eben nun mal als das schwächste Glied der Kette anzusehen ist.
Diese Methode ist vielleicht noch am ehesten mit der Klinghardt Methode zu vergleichen, wobei diese auch hier fehlerhaft zu sein scheint, denn das Klinghardt Modell baut auf drei Stufen auf. Wenn Rizinusöl Chlorellas ersetzen können,da nur im Darm aktiv und hier Schwermetalle aufnehmend, fehlt der extrazelluläre Binder,sowie das,für die Entgiftung, essentielle Koriander,welches erst das Quecksilber aus den Zellen holen kann. Vorher ist dies nicht möglich und die Entgiftung ist als unzureichend anzusehen. Man möge mir doch glaubhaft machen,wie Rizinusöl diese zwei Stufen ersetzen soll und alle drei Stufen in sich vereint. Für mein Verständnis sollte eine Erklärung möglich sein,wenn man diese Art der Entgiftung empfiehlt. Dies hat dann sicherlich eine gänzlich andere Qualität als die bloße Vorstellung dieser Methodik, erfordert dann aber auch neue Erklärungsansätze. Es wird mit einer allgemeinen Empfehlung ja eine gänzlich neue Ebene beschritten, an welche auch Forderungen geknüpft sind,die die Rizinusölmethode m.M.n. noch nicht leisten kann. Rizinusöl kann also aus meiner Sicht noch nicht als vollwertige und zu empfehlende Ausleitungsmethode anerkannt werden. Somit sollte eine mögliche Empfehlung zwangsweise an Bedingungen geknüpft sein,die ich weiter oben näher erläutert habe. Es gilt ja einen individuellen,sowie persönlich nachvollziehbaren Weg zu finden.
Wenn also jemand den Nachteil der Methodik gegenüber anderen Methodiken in kauf nehmen möchte,dann sollte dies aber auch eine persönliche Entscheidungsfindung bedeuten und bewusst geschehen. Es darf aber nicht sein,dass dem nicht informierten Neuuser eine generelle/komplette Schwermetallausleitung (auch interzellulär) suggeriert wird,welche erst zu überprüfen wäre. Hier mangelt es aber m.M.n. schon an theoretischen,sowie wissenschaftlichen Ansätzen.
Es ist weder richtig, eine Falsifizierung von den Kritikern einzufordern, noch entspräche dies der Idee des Forums. Die Kritikpunkte sind gegeben,sollten also auch aufgegriffen werden.

Lieben Gruß:
Phil

Geändert von Phil2k (21.06.09 um 18:00 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Ruedi Beitrag anzeigen
Ich glaube dass er meint dass Rizinus der Methodik allen anderen bekannten Ausleitungsmethoden widerspricht.

Um die anderen Methoden kurz vereinfacht zusammenzufassen:

Klinghardt:

Unterbrechung des enterohepatischen Kreislauf wichtig allerdings muss das Hg zuerst mit Koriander aus der Zelle gelöst werden und durch Bärlauch in den Darm transportiert werden.

Daunderer:

DMPS, DMSA wirken nur extrazellulär, wodurch nach der Entgiftung
eine Sogwirkung auf die Speicher ausgelöst wird.

Mutter:

DMPS/DMSA binden das Hg im Gewebe und transportieren es über die Nieren bzw. über den Darm hinaus. Koriander kann aus dem Hirn mobilisieren.

Cutler:

DMSA,DMPS entgiften dass Bindegewebe und scheiden das Quecksilber über die Niere aus. ALA holt das Hg aus den Zellen raus. Richtige Zeitabstände sind erforderlich damit es zu keiner Umverteilung kommt. Antioxidantien müssen gegeben werden um den erhöhtem oxidativen Stress auszugleichen.

Wie man hier an den den einzelnen Methoden sehen kann wird immer eine Substanz benötigt die Chelatieren kann und auch ins Blut gelangt. In 3 Fällen wird auch zusätzlich eine eigene Substanz gegeben die die Zelle bzw das Gehirn entgiftet.

Da Rizinus weder ins Blut noch in die Zelle gelangt und auch kein Chelatbilder ist kann ich die Skepsis anderer durchaus verstehen.

Wie Rizinus alle diese 3 Dinge auf einmal bewerkestelligen soll ist mir schon ein Rätsel.

Geändert von dmps123 (21.06.09 um 18:57 Uhr)

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gerold ist offline
Beiträge: 4.721
Seit: 24.10.05
Danke Phil, von mir vermag ich lediglich auszusagen, daß ich vor 20 Jahren mit nahezu allen Symptomen einer chronischen Quecksilbervergiftung arbeitsunfähig geworden bin, dazu hatte ich eine Lichtallergie in einer Extremform. Nachdem ich über Jahre hinweg außer Rizinusöl nichts anderes eingenommen habe, darf ich heute feststellen, daß bei mir seit etlichen Jahren kein einziges Symptom einer chronischen Quecksilbervergiftung mehr festzustellen ist, weiter, daß die Lichtallergie samt allen anderen bei mir früher vorhanden gewesenen Allergien verschwunden ist. Dabei wohne ich im Gebirge mit einer sehr intensiven UV-Einstrahlung.

Da ich während Jahrzehnten lediglich als Mathematik- und Physiklehrer tätig gewesen bin, vermag ich die Ursache dieser vollständigen Heilung nicht angemessen zu deuten, dies gebe ich gerne zu. Nachdem ich jedoch außer Rizinusöl nichts anderes zu mir genommen habe, neige ich zu der Auffassung, daß allein dieses die Heilung bewirkt hat, wie man dies auch immer erklären mag.

Alles Gute!

Gerold
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Nachdem ich über Jahre hinweg außer Rizinusöl nichts anderes eingenommen habe, darf ich heute feststellen, daß bei mir seit etlichen Jahren kein einziges Symptom einer chronischen Quecksilbervergiftung mehr festzustellen ist
Du hast nach eigenen Angaben dein Amalgam entfernen lasse, und erst danach langsam Besserung der Symptome erfahren. Trotzdem ist deiner Meinung nach die Besserung einzig und allein dem Rizinusöl zuzuschreiben.


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