Gefahr der Umverteilung durch ALA?

10.06.09 11:37 #1
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Miss Marple
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Die Gefahr ist laut Cutler das Umvertailung ins Gehirn stattfindet. Das bedeutet immer eine Verschlechterung bzw. auftreten von neuen Symptomen.
Womit belegst Du nun eigentlich diese -von Dir gebetsmühlenartig wiederholte- Aussage, Stengel?
WIE wird denn bewiesen, daß sich Quecksilber "durch nicht cutlermässige ALA-Einnahme" in das Hirn verschiebt?

Mögliche -von Herrn Cutler "über den Daumen gepeilte" Gefahren"- magst Du GLAUBEN.
Andere Personen kann Deine Propaganda ggf. von der ALA-Einnahme abhalten.
Primär wird sie ja in ganz anderen Zusammenhängen verordnet.

Gruss
Miss Marple

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Snorri ist offline
Beiträge: 542
Seit: 31.08.07
Zitat von Miss Marple Beitrag anzeigen
Womit belegst Du nun eigentlich diese -von Dir gebetsmühlenartig wiederholte- Aussage, Stengel?
WIE wird denn bewiesen, daß sich Quecksilber "durch nicht cutlermässige ALA-Einnahme" in das Hirn verschiebt?
Ja, das wüsste ich auch ganz gerne, denn seitdem ich ALA nehme - immer eine Tablette von 600 mg morgens möglichst nüchtern - hat sich der kognitive Zustand zunehmend verbessert.

Gestern habe ich zum ersten Mal probiert ALA über den Tag verteilt einzunehmen - 4 x 150 mg - und hatte ab Mittag einen fiesen Nebel im Kopf, sodass ich nicht mehr geistig arbeiten konnte. Erst abends nach dem Kiesertraining war ich wieder klar im Kopf.

Habe heute wieder die üblichen 600 mg morgens eingenommen und bin trotz schlechten Schlafs und Müdigkeit einigermaßen klar im Kopf.

Eine Umverteilung von Schwermetallen im Körper uns insbes. im ZNS müsste sich meiner Ansicht nach anders anfühlen, auf gar keinen Fall jedoch durch Zunahme von geistiger und körperlicher Fitness.

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
WIE wird denn bewiesen, daß sich Quecksilber "durch nicht cutlermässige ALA-Einnahme" in das Hirn verschiebt?
Mit einer Studie und durch empirische Beobachtungen..

Der Effekt wurde schon zum ersten Mal 1955(!) beschrieben.

Auszug:The role of thiols, dithiols, nutritional factors and interacting ligands in the toxicology of mercury. Rooney 2007

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17408840


6.1. ALA—(Thioctic acid) alpha-lipoic acid
Alpha-lipoic acid (ALA) is a disulfide that is well
known as a powerful antioxidant and is commonly
available as a nutritional supplement. It is reduced intracellularly
to dihydrolipoic acid (DHLA), a dithiol that
has antioxidant properties. DHLA can then be exported
from cells to the extracellular space. Both ALA and
DHLA are known to form chelates with various heavy
metals (Packer et al., 1997, 1995). Administration of
ALA is known to increase intracellular GSH levels by
30–70% (Packer et al., 1997), and is known to regenerate
other antioxidants such as vitamins C and E. Unlike
DMSA and DMPS, ALA is taken up by all areas of the
CNS and peripheral nerves (Packer et al., 1997).
ALA has been shown to be protective against the
effects of acute mercury poisoning in several mammalian
species when administered simultaneously or shortly
after mercury exposure (Donatelli, 1955; Grunert, 1960),
provided a correct dosing of ALA was used (inappropriate
doses were seen to increase toxicity).
Grunert
(1960) suggested that frequent treatments with lower
doses of ALA could also be effective by virtue of keeping
the blood level of ALA more constant, and this has been observed in guinea pigs (administered every 4 h)
(Donatelli, 1955).
Das selbe konnte auch bei manchen Menschen beobachtet werden. Es gibt auch noch viele andere Studien bei denen die Umverteilung durch Chelatbildner beschrieben wird.

Nur weil etwas passieren KANN heisst es nicht dass es passieren MUSS.

Geändert von dmps123 (10.06.09 um 13:22 Uhr)

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Miss Marple

Die Gefahr der Verteilung ist auch logisch. Da die Bindung von hg an die Chelatoren einmal vorbei ist, kann das hg wieder frei umherschwirren, wenn nicht wieder neues Chelatormittel zugeführt wurde. Wenn es frei umherschwirrt, dann kann es sich irgendwo ablagern zB im Gehirn. Das muss nicht sein, kann aber durchaus sein.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Snorri

Gestern habe ich zum ersten Mal probiert ALA über den Tag verteilt einzunehmen - 4 x 150 mg - und hatte ab Mittag einen fiesen Nebel im Kopf, sodass ich nicht mehr geistig arbeiten konnte. Erst abends nach dem Kiesertraining war ich wieder klar im Kopf.
Vier mal ergibt alle 6 Stunden statt alle drei Stunden. Statt einen Peak am morgen, hast Du 4 Peaks produziert. Die Idee ist aber, dass es möglichst keinen Peak gibt.

Eine Umverteilung von Schwermetallen im Körper uns insbes. im ZNS müsste sich meiner Ansicht nach anders anfühlen, auf gar keinen Fall jedoch durch Zunahme von geistiger und körperlicher Fitness.
Für mich zeigt das an, dass bei Dir bei den für die Fitness zuständigen Arealen zumindest weit mehr entgiftet als durch die Umverteilung neu eingelagert wurde.
Möglicherweise hat es nebst der Entgiftung auch etwas aus dem Gehirn anderswo eingelagert.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Womit belegst Du nun eigentlich diese -von Dir gebetsmühlenartig wiederholte- Aussage, Stengel?
WIE wird denn bewiesen, daß sich Quecksilber "durch nicht cutlermässige ALA-Einnahme" in das Hirn verschiebt?
Durch Studien wird das belegt Miss Marple, die genau das bestätigen was so manchen Menschen auch passiert ist.

Ich verstehe auch nicht was du gegen Cutler hast, der Mensch ist genau ein solcher Wissenschaftler.

Geändert von Stengel (10.06.09 um 12:03 Uhr)

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Miss Marple
@ dmps123 - Vielen Dank für den Link. Ich werde mir das noch durchlesen.

@ Stengel
Die Ableitung aus den von Euch vermittelten Inhalten ist doch nicht schwer:
alle diejenigen, die ALA z.B. als Radikalfänger, für die Leberentgiftung etc. -also nicht zur Hg-Ausleitung benutzen (bspw. 1 oder 2xtgl.)-
riskieren bei vorhandener -ggf. nicht bekannter- Hg-Vergiftung die Umverteilung des Qucksilbers in's Hirn oder andere Organe.

Ergo: ALA wäre damit als ein gefährliches Therapeutikum einzustufen.

Bitte stelle beweisende Belege hierfür ein, Stengel.

Gruss
Miss Marple

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Yazz ist offline
Beiträge: 307
Seit: 01.10.06
@Miss Marple
Übrigens - absolut geiler Avatar.

@Stengel
Die Frage bzw. eine entsprechende Studie würde mich auch sehr interessieren. Ich habe ja gerade dies nette kleine Büchlein zum Thema AlA gelesen und war erstaunt, dass das Thema Schwermetalle in Null-kommanix abgehandelt und eine mögliche Wechselwirkung nicht einmal erwähnt wurde...

MvGrüssen

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Die Ableitung aus den von Euch vermittelten Inhalten ist doch nicht schwer:
alle diejenigen, die ALA z.B. als Radikalfänger, für die Leberentgiftung etc. -also nicht zur Hg-Ausleitung benutzen (bspw. 1 oder 2xtgl.)-
riskieren bei vorhandener -ggf. nicht bekannter- Hg-Vergiftung die Umverteilung des Qucksilbers in's Hirn oder andere Organe.
Miss Marple,

Das Chelatbildner Schwermetalle mobilisieren können und dass das auch zu einer Rückvergiftung führen kann ist wohl bekannt.

Das ALA ein Chelatbildner ist ist auch bekannt.

Willst du jetzt auch noch einen Beweis dafür dass sich die Erde um die Sonne dreht?

Ps. Was stört dich so an der ALA Schwermetallausleitung so sehr? Nimmst du selber ALA?

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Zitat von http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12495372
ALA has been shown to affect the release of glutathione into bile secretions. In animal studies, increasing amounts of glutathione in bile has been shown to dramatically increase the release of inorganic mercury. ALA given intravenously to rats at doses of 37.5-300 [micro] M/kg was shown to increase inorganic mercury release in bile by 1.200-
4,000 percent immediately after mercury exposure. (67) Levels of released inorganic mercury remained at a 300-700 percent elevation, even three hours after dosing with ALA. If mercury was injected 24 hours prior to the
administration of ALA, the increase in release of inorganic mercury was substantially less, but was still elevated 140-330 percent. A lower dose of ALA (37.5 [micro]M/kg) was more effective than higher doses at increasing the biliary
elimination of methylmercury.

There was disconcerting evidence from this study, however, that ALA may also alter the tissue distribution of mercury and
other heavy metals.

Although levels of inorganic mercury and methylmercury in the kidney dropped significantly, levels of inorganic mercury also
increased significantly in the brain, lung, heart, and liver tissue.
Oben also eine Studie die besagt das ALA bei ihnen das Hg ins Gehirn verschoben hat (durch Injektion einer Dosis), dann gibt es auch die eine Leskova Studie wo langfristige ALA Anwendung das Gehirn Hg um 50% reduzierte. Das heisst es kann sowohl hilfreich als auch schädlich sein. Grunert und Donatelli kamen schon in den 50er Jahren zu dem selben Schluss. Cutler ist derjenige der entdeckt hat wie man es bei Vergifteten so anwenden kann dass Umverteilung vermieden wird.

Und noch im Anhang was Rooney der sich mit dem Thema befasst hat, dazu sagt. Umverteilung ist etwas das für ALLE Chelatbilder gilt.

Dazu kommen auch die vielen Berichte von Menschen die Umverteilung bei sich selbst miterlebten.

Das heisst es handelt sich um ein reales Phänomen. Die Beobachtungen Cutlers (der sich immerhin seit mehr als 10 Jahren hauptberuflich mit dem Thema Entgiftung beschäftigt) besagen das der wesentliche Faktor der Pegel des Chelatbilders im Blut ist.

Das Dosierung nach Halbwertszeit des Medikaments die Verträglichkeit erhöht, ist nichts neues und sollte in jedem gutem medizinischen Lehrbuch stehen.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg chelationchallengetestrooney.JPG (74,1 KB, 36x aufgerufen)

Geändert von Stengel (10.06.09 um 13:21 Uhr)


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