Gefahr der Umverteilung durch ALA?

10.06.09 11:37 #1
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Gefahr der Umverteilung durch ALA?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Beat Beitrag anzeigen
Hallo DMPS123

Vielen Dank.
Was meint den Cutler zu dieser Form? Vieleicght kann er zumindest aus chenmmischer sicht etwas zu der mögliche toxität sagen
Mir ist nicht bekannt dass er etwas darüber geschrieben hat. Kann sein dass es irgendwo was gibt, ich kann nichts genaues darüber sagen.

Gefahr der Umverteilung durch ALA?

Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Was meint den Cutler zu dieser Form? Vieleicght kann er zumindest aus chenmmischer sicht etwas zu der mögliche toxität sagen
Ich weiss nicht was er denkt, aber ich kann es mir vorstellen:

"DMSA ist recht gut erforscht und wirkt gut genug um gesund zu werden, MiA-DMSA ist wenig erforscht und somit sind Risiken nicht abschätzbar, wodurch die Verwendung zu einem medizinischem Experiment wird, also gibt es derzeit im allgemeinen keinen Grund etwas anderes als DMSA zu verwenden."

Gefahr der Umverteilung durch ALA?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Ja das könnte Cutler sagen, so wie ich ihn kenne. Aber vieleicht hat bzw wird er sich mal damit beschäftigen.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Gefahr der Umverteilung durch ALA?

042 ist offline
Männlich 042
Beiträge: 24
Seit: 24.06.09
Hallo allerseits,

erstmal Gruß an alle! Ich lese schon eine ganze Weile mit hier in den Foren, jetzt schreib ich auch mal was ;-)

zu MiADMSA:
Es gab verschiedene Versuche, DMSA chemisch abzuwandeln, um z.B. Hirngängigkeit und intrazelluläre Wirkung zu verbessern.
MiADMSA ist bisher die vielversprechendste Variante.
Es hat eine höhere Lipidlöslichkeit als DMSA, und überschreitet die BHS in wirksamer Menge.
Im Rattenversuch bewirkte es die deutlichste Verringerung von Hg im Gehirn, während unter gleichen Bedingungen BAL zu einer Erhöhung des Quecksilbergehalts im Gehirn führte!
Schaut euch doch mal (u.a.) die papers von S.J.S. Flora zum Thema an. In dem Buch "Pharmacological Perspectives of Toxic Chemicals and Their Antidotes" hat er auch was dazu geschrieben.

Ich habe bisher aber noch nichts von Studien am Menschen gehört.
Auch ist die Substanz bisher nicht kommerziell verfügbar, es wurde im Labormaßstab durch Veresterung von DMSA mit Isoamylalkohol synthetisiert. (wenn ich das richtig erinnere...)
Dabei wurde übrigens Quecksilber zum Schutz der Thiolgruppen benutzt.
Mahlzeit ;-)

-42

Gefahr der Umverteilung durch ALA?
Miss Marple
Hallo 042! Herzlich willkommen im Forum! Bist Du so nett, und stellst Dich im Bereich "Vorstellung" noch kurz vor?

Zweite Bitte @ all: bitte macht doch einen neuen Thread zum Thema DMSA / MiADMSA auf.

In diesem Thread geht es um ALA und seine Wirkungen.

Danke für Eure Aufmerksamkeit!

Gruss
Miss Marple

Gefahr der Umverteilung durch ALA?
Miss Marple
Rooney, schreibt im nachfolgendem Auszug seiner Arbeit
The role of thiols, dithiols, nutritional factors and interacting ligands in the toxicology of mercury
wie folgt:

Seit Jahrhunderten ist Quecksilber als toxische Substanz bekannt. Während die klinischen Eigenschaften der akuten Quecksilbervergiftung gut beschrieben worden sind, bleibt die chronisch niedrige Dosisaussetzung von Quecksilber ungenügend charakterisiert, und seine potenzielle Rolle bei verschiedenen chronischen Krankheiten umstritten. Niedrigmolekulargewichtige Thiole, d. h. Sulfhydryl, welches Moleküle wie Cystein enthält, erscheinen als wichtiger Faktoren im Transport und Verteilung von Quecksilber überall im Körper wegen des Phänomenes der "Molekularen Mimik" und seiner Rolle im molekularen Transport von Quecksilber.

Chelatoren wie das dithiol Natrium 2,3-dimercaptopropanesulfat (DMPS) und meso-2,3-dimercaptosuccinic Säure (DMSA)
sind die Mittel der Wahl bei Quecksilbervergiftung
.


Wie man auch gezeigt hat, hat die Säure des Alpha-Lipons (ALA), ein Disulfid, und sein Metabolit dihydrolipoic Säure (DHLA), ein Dithiol, chelatierende Eigenschaften, wenn richtig angewendet. Während N-acetyl-cysteine (NAC) und Glutathione (GSH) in der Behandlung der Quecksilbervergiftung in der Vergangenheit empfohlen worden sind, weist eine Überprüfung verfügbarer Beweise darauf hin, dass diese Chelatoren tatsächlich kontraproduktiv sein können. Wie man gezeigt hat, haben auch Zink und Selen Schutzeffekte gegen die Quecksilbergiftigkeit, am wahrscheinlichsten vermittelte durch die Induktion der Metallbindenden Proteine, Metallothionein und Selenoprotein-P. Beweise weisen jedoch darauf hin, dass die Co-Verabreichung des Selens und Dithiol-Chelaten während der Behandlung auch kontraproduktiv sein kann.
Gruss
Miss Marple

Gefahr der Umverteilung durch ALA?
Miss Marple
Bei nachfolgendem Versuch wurde bspw. die Wirkung von sieben Chelaten im quecksilberbelastetem Nierengewebe von Kaninchen verglichen.

Quecksilber ist ein Umweltgift, welcher sich bevorzugt in der Niere anlagert. Es ist früher gezeigt worden, Proton-Röntgenstrahl-Emissionsanalyse verwendend, dass sich Quecksilber (HgCl2) in feingeschnittenen cortical Nierenscheiben von Kaninchen ansammelte. In dieser Studie ist die Wirkung von sieben Chelaten für die Eliminierung von Hg aus Nierenscheiben untersucht worden. Kaninchen wurde HgCl2 (10 mg/Kg) injeziert eingespritzt, und 3 Std. später wurden die Nieren aufgeschnitten, oder die Nierenscheiben wurden in vitro in eine mild toxischen Konzentration von HgCl2 (5 x 10 (-5) M, 4 h) gelegt. Die Scheiben wurden dann in vitro mit 10-Mm-Konzentrationen von EDTA, Liponsäure (LA), Penicillamine (PAPA), glutathione (GSH), 1,4-dithiothreitol (DTT), DMSA, oder DMPS behandelt.
DMPS erwies sich, hinsichtlich der Mobilisierung von Hg von in vivo oder in vitro von HgCl2-belastetem Nierengewebe (> 85 % der Kontrolle nach 3 h Inkubation) als am wirksamsten.

Die Verhältniswirkungen für die sieben Chelate waren DMPS> DMSA, PAPA> DTT, GSH> LA, EDTA.

Der Gebrauch von Nierenscheiben scheint ein nützliches im vitro Werkzeug zu sein, um die Wirkung von Chelaten beim Mobilisieren von angesammeltem Hg aus Nierengewebe, zu bewerten.
Authors: R L Keith, I Setiarahardjo, Q Fernando, H V Aposhian, A J Gandolfi
Gruss
Miss Marple

Gefahr der Umverteilung durch ALA?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Miss Marple
Bei nachfolgendem Versuch wurde bspw. die Wirkung von sieben Chelaten im quecksilberbelastetem Nierengewebe von Kaninchen verglichen.
Miss Marple, der aktive Chelator ist das Stoffwechselprodukt von ALA, DHLA...

Die Umwandlung zum Chelator passiert in einem lebendigen Organismus.

Die aus dem Körper herausgeschnittenen und in eine Quecksilberlösung eingelegte Nierenscheiben sind tot und nicht mehr Teil eines lebendigen Organismus und deshalb konnte die Umwandlung zu DHLA nicht mehr stattfinden. ALA selber ist nicht der effektive Quecksilberchelator.

Rooney, schreibt im nachfolgendem Auszug seiner Arbeit
Miss Marple, ich dachte du wolltest beweisen dass ALA nur ein harmloses Therapeutikum ist also warum zitierst du Rooney?

Rooney sagt ALA/DHLA hat chelatierende Eigenschaften UND kann die Vergiftungserscheinungen verstärken wenn man es nicht richtig anwendet.

Ausserdem verstehe ich nicht ganz was du mit diesem Texten beweisen wolltest? Das DMSA/DMPS effektivere Chelatoren als ALA sind?

Ich dachte wir dikutieren darüber dass ALA ein Chelatbildner ist und auch zu einer Umverteilung führen kann. Die Arbeit die du zitiert hast erwähnt das übrigens.

Also was bedeuten die letzten 2 Beiträge in Bezug auf Umverteilung?

Geändert von dmps123 (27.06.09 um 12:41 Uhr)

Gefahr der Umverteilung durch ALA?
Miss Marple
Hallo dmps123,

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Miss Marple, ich dachte du wolltest beweisen dass ALA nur ein harmloses Therapeutikum ist also warum zitierst du Rooney?
ich habe Rooney zitiert, weil auch er deutlich aussagt, daß DMPS und DMSA bei Quecksilbervergiftungen die Mittel der Wahl sind.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich beweisen wollen, daß ALA ein harmloses Therapeutikum sei.

Hierzu wieder Dr. Krone (#140):

In jedem Fall hat jede Substanz mit Wirksamkeit auch Nebenwirkungen, das sollte man immer bedenken.

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Also was bedeuten die letzten 2 Beiträge in Bezug auf Umverteilung?
Über eine von Dir u.A. behauptete Quecksilberumverteilung -bezügl. ALA- sagen sie Nichts aus.

Sie sagen beide aus, daß DMPS und DMSA die effektivsten Chelate zur Bindung von Hg sind.

Gruss
Miss Marple

Geändert von Miss Marple (27.06.09 um 14:44 Uhr)

Gefahr der Umverteilung durch ALA?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Miss Marple
Über eine von Dir u.A. behauptete Quecksilberumverteilung -bezügl. ALA- sagen sie Nichts aus
Miss Marple, das Thema heisst: "Gefahr der Umverteilung durch ALA?"

Nicht "Was ist der bessere Chelator" oder "Miss Marple muss beweisen dass alles was Stengel sagt falsch ist"

Sie sagen allerdings beide aus
Die eine sagt das das nicht verstoffwechselte ALA kein besserer Quecksilberchelatbildner als DMPS/DMSA ist, und dass ALA in toten Organsimen nicht sonderlich effektiv ist. Niemand hat das Gegenteil behauptet.

Rooney Kommentar ist nicht sonderlich spezifisch, er verwendet das Wort "effektiver" nicht einmal.

Ich würde dich auch gerne daran erinnern was du am Anfang dieser Diskussion gesagt hast.

Zitat von Miss Marple
Ergo: ALA wäre damit als ein gefährliches Therapeutikum einzustufen.

Bitte stelle beweisende Belege hierfür ein, Stengel.

Gruss
Miss Marple
Die Belege wurden reingestellt, von dir ist bis jetzt nichts gekommen dass das Gegenteil belegen würde, wir sind mittlerweile bei Beitrag 180!.....

Miss Marple,

Was möchtest du jetzt genau beweisen? Das DMPS DMSA, besser chelatiert als ALA?

Möchtest du nicht mehr beweisen dass ALA vollkommen harmlos bei vergifteten Leuten ist? Darum ging es ja in der ursprünglichen Diskussion...

Geändert von dmps123 (27.06.09 um 15:24 Uhr)


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