Folgeerkrankung Unverträglichkeit, Euer Rat

17.03.09 15:39 #1
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Rubikon
Ich leide an den Folgen einer chronischen Amalgamvergiftung und möchte hier ein Thema aufgreifen, das mich schon länger verfolgt:

Nämlich die Unverträglichkeit von kleinsten Mengen an Schokolade. Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Nikotin konsumiere ich schon gar nicht - die Reaktion ist hier noch extremer, das weiß ich noch von vor ein paar Jahren.

Es reichen die Schoko-Raspel auf der Torte, um folgende Wirkungen hervorzurufen:
Angenommen ich nehme am Sonntag etwas Schokolade zu mir. Am Sonntag spüre ich keine Wirkung. Am Montag dann bin ich spürbar aufgedreht, hellwach, geistig rege, auch körperlich aktiv, gut gelaunt, positiv. Am Dienstag ist genau das Gegenteil der Fall, ich hänge durch, alles ist verlangsamt, ich bin träge, geistig wie körperlich, antriebslos, konzentrationsschwach, leicht depressiv. Mittwoch dann wieder wie am Montag, aber abgeschwächt, sofern ich keine weitere Schoko zu mir genommen habe. Am Donnerstag wie am Dienstag, aber abgeschwächt, am Freitag wieder alles normal. Bei Verzehr von größeren Mengen zieht sich die Irritation deutlich länger hin, zwei Wochen und mehr.

Sehr sonderbar. Klar, ich kann Schoko weglassen, tue ich ja auch grundsätzlich, ist aber unbefriedigend und alles andere als normal.

Also, was denkt Ihr ist die Ursache und wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Gruß
rubi

Geändert von Rubikon (18.03.09 um 12:18 Uhr)

Folgeerkrankung Unverträglichkeit, Euer Rat

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Zitat von Rubikon Beitrag anzeigen
Ich leide an den Folgen einer chronischen Amalgamvergiftung und möchte hier ein Thema aufgreifen, das mich schon länger verfolgt:

Nämlich die Unverträglichkeit von kleinsten Mengen an Schokolade. Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Nikotin konsumiere ich schon gar nicht - die Reaktion ist hier noch extremer, das weiß ich noch von vor ein paar Jahren.

Es reichen die Schoko-Raspel auf der Torte, um folgende Wirkungen hervorzurufen:
Angenommen ich nehme am Sonntag etwas Schokolade zu mir. Am Sonntag spüre ich keine Wirkung. Am Montag dann bin ich spürbar aufgedreht, hellwach, geistig rege, auch körperlich aktiv, gut gelaunt, positiv. Am Dienstag ist genau das Gegenteil der Fall, ich hänge durch, alles ist verlangsamt, ich bin träge, geistig wie körperlich, antriebslos, konzentrationsschwach, leicht depressiv. Mittwoch dann wieder wie am Montag, aber abgeschwächt, sofern ich keine weitere Schoko zu mir genommen habe. Am Donnerstag wie am Dienstag, aber abgeschwächt, am Freitag wieder alles normal. Bei Verzehr von größeren Mengen zieht sich die Irritation deutlich länger hin, zwei Wochen und mehr.

Sehr sonderbar. Klar, ich kann Schoko weglassen, tue ich ja auch grundsätzlich, ist aber unbefriedigend und alles andere als normal.

Also, was denkt Ihr ist die Ursache und wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Gruß
rubi
Ich denke die Ursache ist vor allem in der Nebnniere zu finden, die vom Amalgam stark in Mitleidenschaft gezogen wird und für die Stresshormone zuständig ist. Kakao verursacht Stress, genau wie Koffein, durch seine aufputschenden INhaltsstoffe. Gesunde Menschen können das tolerieren (was nicht heißt, dass das nicht auch auf Dauer die Nebennieren erschöpft), aber Amalgamkranke können das halt nicht mehr. Lass das Zeug weg und iss lieber süße Bananen oder Datteln. Zumal Schokolade auch Zucker enthält.
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Liebe Grüße Carrie

Folgeerkrankung Unverträglichkeit, Euer Rat
Rubikon
Hey Carrie, altes Mädchen,

die Antwort ist schon sehr gut, danke dafür.

Um ehrlich zu sein, war das bloß ein Test. Wollte mal schauen, was so kommt, und die Aufmerksamkeit auf die Nebennieren lenken.

Denn die Nebennieren sind hier tatsächlich das Problem. Eine chronische Amalgamvergiftung ist Stress pur und das auf Dauer - kein Wunder also, dass irgendwann die Stressanpassung nicht mehr funktioniert und die Nebennieren schwächeln. Entgiftung brachte nichts, ließ die Schwäche fortbestehen.

Ich konnte mich allerdings nie damit abfinden, auf Schoko zu verzichten.

Stress und Nebennierenschwäche | Adrenal-Fatigue
ist eine gute Seite, um sich zu informieren. Unter dem Menüpunkt "Therapie" finden sich alle Substanzen, die man einsetzen kann, um seine Nebennieren zu unterstützen.

Geholfen hat mir schlussendlich die Einnahme des Hormons Dhea (=Mutterhormon). Ich nehme morgens 50mg. Nach zwei Wochen konnte ich wieder Schokolade essen, als sei nie etwas gewesen. Unglaublich!

Dhea hebt allgemein das Befinden, verbessert die Energie, die Stressresistenz, wirkt antidepressiv und eliminiert offensichtlich auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Ich nehme auch Pregnenolon (=Großmutterhormon), 50 mg und Melatonin 3 mg für nachts.

Bin begeistert.

Es gibt wohl auch viele Hashimoto-Patienten, die unter einer NNS leiden und deshalb Hydrokortison oder Prednisolon verschrieben bekommen.
Mit diesen Substanzen wäre ich persönlich aber vorsichtig, obwohl die Einnahme im Low-Dose-Bereich kein Problem darstellen sollte.

Cortisol ist natürlich dann angezeigt, wenn nichts anderes mehr geht, doch anfangen würde ich im Hormonbereich immer mit dem niedrigsten Level, also Pregnenolon, da hier nur wenige bzw. gar keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Pregnenolon und Dhea kann man sich im Übrigen auch relativ problemlos übers Internet rezeptfrei besorgen.

Wenn Ihr Euch also insgesamt wohler fühlen und/oder wieder Schokolade essen wollt - probiert's einfach mal aus. Die Kosten sind erträglich und die Gefahren m.E. überschaubar - in den USA kriegt man die Pillen seit Jahren für kleines Geld im Supermarkt und an der Tanke.

Wohlan,
rubi

Geändert von Rubikon (17.03.09 um 22:50 Uhr)


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