Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?

23.01.09 11:50 #1
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Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?
Männlich Bodo
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
kannst Du diese gewagten Behauptungen irgendwie näher begründen ?
Und darüber hinaus so formulieren, dass selbst ich sie verstehe?



VGB

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
@ Binnie

Ja sicher... Nicht jeder Mensch hat die Schwermetalle im Körper gleich verteilt... Nicht jeder Mensch reagiert gleich empfindlich auf Schwermetalle.

Ich denke da bist du mit mir einer Meinung.

Ein DMPS Test mobilisiert hauptsächlich Schwermetalle aus "oberflächlichen" Depots die bei chronischen Vergiftungen oft nicht betroffen sind: Plasma, Haut, Niere...

Wie beweise ich das?

Das DMPS II das Bodo gepostet hat sagt:

Nach intravenöser Injektion erreichte DMPS unabhängig von der gegebenen Dosis die höchste Dosierung im Plasma und in den Nieren. Höhere Konzentration wurden auch in der Haut gemessen. In den übrigen Organen, insbesondere im Gehirn wurden nur sehr geringe Mengen aufgenommen.

Das heisst der DMPS Test sagt dir wie viel du in der Haut, im Plasma, in der Niere hast. Über die restlichen Organe des Körpers sagt er nichts. Bei chronischen Vergiftungen ist das hg aber irgendwo eingelagert worden und du weisst nicht genau wo.

Deshalb steht in der DMPS Produktmonographie auch zu Recht:

Die Quecksilberausscheidung nach Gabe von DMPS korreliert bei Ratten mit der Ganzkörperbelastung.Im Nativurin besteht diese Korrelation nicht. Die Hg-Ausscheidung im Urin nach Mobilisation mit DMPS erlaubt, zumindest bei frischen Vergiftungen, Rückschlüsse auf die Hg-
Ganzkörperbelastung.Ob dies auch nach chronischer Belastung und weit zurückliegender Exposition zutrifft, kann daraus nicht abgeleitet werden.


Also der DMPS Test kann nicht sagen wie viel hg sich in den relevanten Organen befindet und wie empfindlich der Körper auf das Metall reagiert. Deshalb sagt Cutler zu Recht das der DMPS Test bei chronischen Vergiftungen wenig Sinn macht.

Mit dem Beispiel "glücklicher" "armer" Mensch habe ich folgendes gemeint:

Der "glückliche" hat nicht wenige Füllungen, und reagiert nicht empfindlich auf das Metall und ist relativ Beschwerdefrei. Wenn man ihm DMPS geben würde, würde bei ihm doch deutlich hg rauskommen.

Der "arme" hat kaum Füllungen und hat als Kind aber sehr gerne mit Quecksilber gespielt. Er hat viele Jahre später noch immer schwerste Vergiftungsymptome. Das meiste Quecksilber hat sich bei ihm schon lange aus den oberflächlichen Speichern entfernt. Wenn man ihm DMPS gibt kommt nicht viel raus. Trotzdem ist er sehr krank.

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?
Anne B.
Würde mir ohne die vorangegangen
DMPS-Gaben nun erstmalig Dimercaptan gespritzt, wären genauso erhöhte
Werte feststellbar - nur eben nicht zufällig zeitgleich mit dem
radiologischen Befund des Hirn-Spects von 97.
Wahrscheinlich wären deine Werte wesentlich niedriger. Du bekamst glücklicherweise DMPS relativ zügig nach dem ungeschützten Ausbohren vieler Amalgamfüllungen. In so einem Fall sind die Werte immer stark erhöht. Das Quecksilber verteilt sich mit der Zeit allmählich im Körper und gelangt dann in die Zellen, wo es nur schwer herauszulösen sein soll und schlimmstenfalls irreversible Schäden angerichtet hat. Das "predigt" auch Daunderer - ab einem bestimmten Zeitpunkt kann man deshalb mit "Ausleiten" nicht mehr allzuviel bewirken und es bedarf sehr viel Geduld.
Bei denen, die schlechter ausscheiden, d. h. niedrige Hg-Werte trotz vermutlich hoher Belastung haben, liegt die Vergiftung, so wie ich es jedenfalls verstehe, sehr lange zurück.

---

Nach Verabreichung der DMSA-Spritze sollte immer das organische Quecksilber bestimmt werden. Der Wert soll mit der Schwere der Hg-Vergiftung korrelieren, denn bis das Hg methyliert ist und im Urin nachweisbar wird, gehen einige Jahre ins Land oder man hat bereits als Ungeborenes von der Mutter eine Menge Gift über die Plazenta mitbekommen.
200mg DMSA - soviel enthält meines Wissens die DMSA-Spritze - sind ja nur wenig Wirkstoff. Wer danach Methylquecksilber im Urin ausscheidet, kann von einer relativ schweren Belastung ausgehen.

Viele Grüße, Anne B.

Geändert von Anne B. (28.01.09 um 21:08 Uhr)

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Deshalb sind die maßgeblichen HBM - und Referenzwerte, die über eine Quecksilbervergiftung Aufschluss geben sollen, auch völliger Blödsinn.

Aber das in die Köpfe derer bringen, die das festlegen.

Wenn man die Liste der Mitglieder der Human-Biomonitoring (HBM) Kommission einmal durchgeht, findet man alle Amalgambefürworter versammelt.

Kommission Human-Biomonitoring - Aufgabenbeschreibung

Liebe Grüße
Anne S.

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?
Männlich Bodo
Hallo Anne.

Zitat von Anne B. Beitrag anzeigen
Das Quecksilber verteilt sich mit der Zeit allmählich im Körper und gelangt dann in die Zellen, wo es nur schwer herauszulösen sein soll und schlimmstenfalls irreversible Schäden angerichtet hat.
Das ist schon richtig. Aber jetzt wird es etwas kritisch:

Zitat von Anne B. Beitrag anzeigen
Wahrscheinlich wären deine Werte wesentlich niedriger. Du bekamst glücklicherweise DMPS relativ zügig nach dem ungeschützten Ausbohren vieler Amalgamfüllungen. In so einem Fall sind die Werte immer stark erhöht.
Auch der zweite Teil der Aussage stimmt generell. Wobei die höchsten Werte
in meinem Fall vor dem Rausbohren der 16 Füllungen 1997, nämlich bereits
1994, in Wiesbaden, nach meiner ersten DMPS-Ampulle ermittelt wurden.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Zähne noch mit Amalgam gefüllt.

Zitat von Anne B. Beitrag anzeigen
Bei denen, die schlechter ausscheiden, d. h. niedrige Hg-Werte trotz vermutlich hoher Belastung haben, liegt die Vergiftung, so wie ich es jedenfalls verstehe, sehr lange zurück.
Oder sie entgiften schlecht über die Nieren.





HGB

Geändert von Bodo (28.01.09 um 21:55 Uhr)

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Anne B. Beitrag anzeigen
Das Quecksilber verteilt sich mit der Zeit allmählich im Körper und gelangt dann in die Zellen, wo es nur schwer herauszulösen sein soll und schlimmstenfalls irreversible Schäden angerichtet hat. Das "predigt" auch Daunderer - ab einem bestimmten Zeitpunkt kann man deshalb mit "Ausleiten" nicht mehr allzuviel bewirken und es bedarf sehr viel Geduld.
Man kann schon einiges bewirken allerdings muss man einen anderen Chelatbildner verwenden. DMPS kommt kaum in die Zelle, Alpha Liponsäure hingegen sehr gut. Deshalb ist ALA besser für solche Vergiftungen geeignet.

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?
Männlich Bodo
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
DMPS kommt kaum in die Zelle
Jetzt wird es peinlich.

Grade das DMPS kommt in die Zelle!!!


Beschaffenheit/Indikation/Wirkungscharakter/Stoffwechselverhalten



GB

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Nein nichts ist peinlich....

DMPS ist nicht gut zur intrazellulären Entgiftung geeignet es kommt nur schlecht in die Zelle, schau ,mal in die DMPS Produktmonographie:

Nach Untersuchungen an Tieren und Menschen<1624> vermutete man zunächst, dass sich DMPS
nur im Extrazellulärraum verteilt<30,70,178>. Der intrazelluläre Anteil ist gering<178>. So war bei Affen
nach Applikation von 14C markiertem DMPS die Radioaktivität im Blut auf das Plasma
beschränkt<919>. In Versuchen mit 14C markiertem DMPS an humanen und Ratten-Erythrozyten
gelangten 10 – 20 % des DMPS in die Zellen, ca. 20 % wurden, teilweise als Komplex mit
Schwermetallen, auf der Außenseite der Erythrozyten adsorbiert<1157


Das was du gepostet hast ist nur eine Meinung von Daunderer der scheinbar die Studien mit Tieren ignoriert, also sich nicht auf Fakten stützt.

DMPS ist keine Substanz die gut in die Zelle geht. Wie Daunderer darauf kommt versteht warscheinlich nur er selbst....

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?
Männlich Bodo
Dies ist falsch.

DMPS (2,3-Dimercaptopropan-1-sulfonsäure, Natriumsalz) bildet mit den
folgenden Schwermetallen in absteigender Affinität (Zn, CU, AS, Hg, Pb, Sn, Fe,
Cd, Ni, Cr) wasserlösliche Komplexe. Es eignet sich daher für die Mobilisierung
von Schwermetallen (sog. Depots) aus Organen. Diese Eigenschaft wird beim
DMPS-Test diagnostisch genutzt.

Der DMPS-Test wird hauptsächlich zum Nachweis einer chronischen
Schwermetallbelastung eingesetzt. Diese ist oft nur an einer erhöhten
Schwermetallausscheidung im Harn nach DMPS-Gabe und nicht an den Blut-
und/oder Spontanurinkonzentrationen zu erkennen. Der DMPS-Test wird daher
auch als „toxikologisches Vergrößerungsglas“ bezeichnet.

Besonders im Zusammenhang mit der Quecksilberbelastung durch
Amalgamfüllungen wird der DMPS-Test seit einigen Jahren verwendet (1).
Link
Ich habe mich nun direkt an Heyl in Berlin gewandt. Die Antwort wird gepostet!

Dieser Unfug kann natürlich so nicht stehen bleiben.


GB

Wie bei einer Entgiftung mit DMSA-Spritze vorgehen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Kein Mensch sagt dass DMPS nicht entgiftet. Es kommt allerdings nicht wirklich in die Zelle entgiftet also hauptsächlich extrazellulär.

Nocheinmal aus der HEYL DMPS Produktmonographie (Von der Firma an du dich gewandt hast):

Nach Untersuchungen an Tieren und Menschen<1624> vermutete man zunächst, dass sich DMPS
nur im Extrazellulärraum verteilt<30,70,178>. Der intrazelluläre Anteil ist gering<178>. So war bei Affen
nach Applikation von 14C markiertem DMPS die Radioaktivität im Blut auf das Plasma
beschränkt<919>. In Versuchen mit 14C markiertem DMPS an humanen und Ratten-Erythrozyten
gelangten 10 – 20 % des DMPS in die Zellen, ca. 20 % wurden, teilweise als Komplex mit
Schwermetallen, auf der Außenseite der Erythrozyten adsorbiert<1157


HEYL scheint also auch nicht der Meinung zu sein dass DMPS ein intrazellulärer Entgifter ist sonst würden sie dass wohl nicht erwähnen.

Geändert von dmps123 (28.01.09 um 23:31 Uhr)


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