Entgiftung auch bei noch bestehenden Plomben

22.10.08 09:53 #1
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Entgiftung auch bei noch bestehenden Plomben

Cherry ist offline
Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
Zitat von Martinus Beitrag anzeigen
Hallo Leute,

da ich in meiner Anfrage wegen bestehenden Goldkronen im Mund kaum Antworten erhalten habe, würde ich mich gerne hier an Symptom2008's Grundfrage anhängen und hier fragen, ob mit Gold im Mund dieselben Regeln gelten wie bei jemand, der noch Amalgam im Mund hat? Und sollten auch Goldkronen und -inlays unter Dreifachschutz entfernt werden?

Vielen Dank für alle Hinweise.

LG Martinus
Für die Rizinusmethode brauchst du nicht zwingend eine Entfernung der Goldkronen. Gerold hat auch welche und es hat ihm wohl nicht geschadet.

Bei DMSA/DMPS ist es wieder etwas anderes.

Entgiftung auch bei noch bestehenden Plomben

Martinus ist offline
Beiträge: 229
Seit: 29.03.06
Hallo Cherry, vielen Dank für deine Antwort. Hast du Informationen dazu, WARUM es bei DMPS/DMSA mit Goldkronen anders ist?

LG Martinus

Entgiftung auch bei noch bestehenden Plomben
Weiblich symptom2008
Themenstarter
Hallo zusammen,

vielen Dank an alle fuer die wertvollen Tips.

Habe heute Nacht bereits einen Plan gemacht, um die grossen Stoerherde aus meinem Mund zu bekommen (Entzuendungen, Weisheitszaehne etc.), nachdem ich gestern beim Kiefernchirurgen war und dann auch evt. die restlichen Plomben zu ersetzen. Zuerst muss ich leider die Zaehne machen lassen, wo die Amalgamfuellungen draussen sind und sich die Wurzeln entzuendet haben...

Ich habe Horror vor der Entfernung der restlichen Amalgamfuellungen. Habt Ihr denn alle keine Probleme gehabt, dass die Zaehne danach alle entzuendet waren, die vorher ruhig und unauffaelig in der Bildgebung waren? Ich muss jetzt jedes Mal ne Wurzelbehandlung oder mehr machen lassen.

Falls jemand dieselbe Erfahrung gemacht hat, wieso ist dies so und muss ich jetzt bei allen Zaehnen damit rechnen (dann lass ich die Fuellungen lieber drin, denn tote Zaehne sind ja auch nicht gut...) oder was kann ich dagegen tun?

Ich habe jetzt auch den Befund mit den genauen Zahlen meines Schwermetalltests erhalten. Mich wuerde Eure Meinung mal interessieren, ob meine vielen Beschwerden wirklich davon kommen koennten. Gibt es ausser Komplementaermedizinern auch eine schulmedizinische Richtung, die auch in diesem Bereich arbeitet (muss versicherungstechnisch einiges begruenden lassen und dort zaehlt nur Schulmedizin).

Quecksilber mcg/g 108.43 (Grenzwert 50)
Kufer mcg/g 1528 (grenzwert 500)
Zinn mcg/g 39.3 (Grenzwert 15)

Ist Selen wirklich nicht so gut, da es das Quecksilber nur bindet, aber nicht ausscheidet?

Freue mich schon auf Eure Antworten

Symptom2008

Entgiftung auch bei noch bestehenden Plomben

zorro59 ist offline
Beiträge: 653
Seit: 12.11.06
Hallo Symptom,
was ist denn aus dem Arsen geworden? war das ein Schreibfehler?
Die Kombination von Quecksilber und Zinn ist typisch für Amalgam und kann auch nicht auf "Fische" zurückgeführt werden.
Stimmen die Einheiten?
mikrogramm pro gramm = 1,0E-6 = ppm = parts per million
mikrogramm pro kilogramm = 1,0E-9 = ppb = parts per billion
E steht für: "mal 10 hoch" wie auf dem Taschenrechner

Daunderer empfiehlt:
erst Expositionsstop - dann Ausleiten.

Ausleitungsversuche ohne Expositionsstop (Metallentfernung) könnten die Umleitung ins Hirn unterstützen. Meine ZA hat beobachtet, daß Patienten, die vorher schon viel DMPS genommen haben, auch noch mehr Knochenentzündung haben.

Grüße von zorro

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Martinus ist offline
Beiträge: 229
Seit: 29.03.06
Hallo Zorro,

Entfernung vor Ausleitung gilt dann wahrscheinlich sinngemäß auch für Gold? UNter Dreifachschutz?

LG Martinus

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zorro59 ist offline
Beiträge: 653
Seit: 12.11.06
Hallo Martinus,

ich habe mich zumindest daran gehalten und am DMSA noch nicht mal geschnüffelt, obwohl es schon im Kühlschrank steht. Ich habe sowohl im Epikutan- als auch im LTTest auf Gold reagiert.

Seit gestern habe ich das letzte Gold raus.
Ich bin jetzt metallfrei - zumindest mal was die Zähne angeht.
Über Selbstversuche mit Chelatbildnern werde ich zu gegebener Zeit berichten.

Ich stufe Gold im Vergleich zu Amalgam als wesentlich ungefährlicher ein. Die eine Krone ist komplett vom Zahn abgefallen, die andere ist sogar auf dem Zahn drauf geblieben. Es war also keinerlei zerspanende Bearbeitung erforderlich.

Schmelzpunkt und Siedepunkt von Gold liegen so hoch (1337,73 K (~1064,58 °C). bzw. 3129 K (~2855,85 °C)), daß ein Übergang in die Gasphase bei der Extraktion nicht zu erwarten ist.

Quecksilber 234 K (~-39,15 °C ) ist bei Raumtemperatur flüssig und hat auch einen relevanten Dampfdruck. Sogar der Siedepunkt könnte bei der Bearbeitung mit hochtourigen Werkzeugen erreicht werden. (630 K (~356,85 °C))

http://www.periodensystem.info/elemente/quecksilber/

Auf Atemschutz bestehen würde ich bei Gold nur, wenn zersägen, zerspanen oder schleifen angesagt ist, damit ich den Metallstaub nicht inhalieren muß. Das käme zum Beispiel vor, wenn eine Brücke oder eine Verbundkrone im Mund getrennt werden muß.

Aber wenn wir das weiterdenken, dann wäre wohl bei allen Schleif- und Bohrarbeiten Kofferdamm und Atemschutz erforderlich, weil feinste Palladium- oder Kunststoffstäube mit Sicherheit auch nicht gesund sind. Und pulverisiertes entzündetes Gewebe klingt auch nicht wirklich appetitlich.

Grüße von zorro

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Martinus ist offline
Beiträge: 229
Seit: 29.03.06
Hallo Zorro,

danke für deine Antwort. Hast du denn die Zähne ganz ziehen lassen? Weil du sagst, dass auf einem Zahn die Krone ganz darauf geblieben ist.

Das Problem ist ja nicht das Gold an sich, sondern in meinen Kronen befindet sich auch Silber, Palladium, Kupfer, Nickel, ... usw. von daher - haben die alle einen so hohen Schmelzpunkt?

Geht das denn überhaupt, dass Kronen ohne Zerstörung vom Zahn entfernt werden? Frau Dr. O Nähe Speyer meinte zu mir, dass das nicht gehe. Da ich 8 Kronen/Teilkronen habe, wird es wohl utopisch sein, bei möglichst allen auf eine unzerteilte Entfernung zu hoffen, oder?

Mein Langzeit-Epikutantest hat auch auf Gold reagiert, außerdem auf Palladium, Nickel und fraglich auch auf Kadmium. LTT habe ich noch vor mir, kann ich aber erst machen, wenn ich den Allergiepass habe, damit ich den LTT dann bezahlt bekomme.

Als Nachfolgeprodukt habe ich Zirkonoxid-EM-Kronen als für mich sehr gut passend testen lassen. Was wirst du nach dem Gold nehmen?

Vielen Dank für alle Infos!

LG Martinus

P.S.: Danke für den Link. Das Periodensystem da ist spitze. Ich habe jetzt mal alle Elemente nachgeschaut, die in meinen Kronen sind, eigentlich sind fast alle sehr unproblematisch, weil sie einen viel höheren Schmelzpunkt haben als Quecksilber, Palladium liegt beispielsweise bei 1551 Grad. Problematisch ist Zinn (232 Grad), Zink (419 Grad), Rubidium (39 Grad!!!) und Indium (156 Grad)

Geändert von Martinus (25.10.08 um 18:16 Uhr) Grund: Ergänzung

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zorro59 ist offline
Beiträge: 653
Seit: 12.11.06
Hi

> Hast du denn die Zähne ganz ziehen lassen?
Ja
und drunter war Ostitis

> Das Problem ist ja nicht das Gold an sich, sondern in meinen Kronen
> befindet sich auch Silber, Palladium, Kupfer, Nickel, ... usw. von daher -
> haben die alle einen so hohen Schmelzpunkt?
Jedenfalls alle deutlich höher als Quecksilber. Ich würde bei allen eher "Feinstaub" / Partikelbelastung sehen als Metall-Dampf. Gegen Metallstaub würde ich mich schützen, wenn zerspanend gearbeitet werden soll

> Kronen ohne Zerstörung vom Zahn entfernt werden?
Wenn der Zahn unter der Krone erhalten werden soll und die Krone nicht so leicht abgeht, dann wird der die das ZA wohl versuchen, die Krone anzusägen und auf zu biegen. Bei mir haben die Kronen sich alle am Stück oder am Stück mit Zahn entfernen lassen.

> utopisch sein, bei möglichst allen auf eine unzerteilte Entfernung zu hoffen,
Hast Du denn Grund zu der Hoffnung, daß die Zähne eine neue Krone überleben würden? Wie lange waren die Kronen schon drauf?
Keramik hat eine größere Wandstärke als Goldlegierungen. Es wird also noch mehr vom gesunden(???) Zahn abgeschliffen. Die Wahrscheinlichkeit für ein Schleiftrauma erhöht sich.

> Was wirst du nach dem Gold nehmen?
Brei
und wenn alles verheilt ist und keine weiteren Zähne mehr raus müssen, metallfreien herausnehmbaren Zahnersatz
Ich werde mir nie wieder etwas vom ZA einbauen lassen, was ich nicht ohne betteln und ohne fremde Hilfe ausspucken kann, wenn es brennt, juckt oder wehtut oder auch nur wenn ich glaube, daß es ungesund sein könnte.

LG zorro

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Martinus ist offline
Beiträge: 229
Seit: 29.03.06
Hallo Zorro,

ich habe mich mit den Überlebenswahrscheinlichkeiten oder -unwahrscheinlichkeiten eines Zahnes nach Entfernung einer Goldkrone noch nicht beschäftigt.
Ist es denn so unwahrscheinlich, dass Zähne ein Entfernen der Krone und ein Anschleifen für neue Kronen (nicht) überleben?
Davon habe ich leider keine Ahnung. Mit meinen überkronten Zähnen wurden nun schon mehrmals Vitalitätstests durchgeführt und bis auf einen fraglichen, der sich nur sehr zögerlich beim Kältetest zu Wort meldete (26) sieht es bei allen so aus, als wären sie noch voll vital. Die Kronen sind alle etwa 9 Jahre drauf. Ist das schon zu lange, um eine Vitalität noch zuzulassen?

LG Martinus

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Weiblich symptom2008
Themenstarter
Hallo Zorro,

es wurden zwei Tests gemacht. Die Werte, die ich angegeben hatte, waren vom Urintest.

Im Vegatest bei Zahnarzt kam heraus, dass ich eine 40% Hg-belastung habe und eine 20% Arsen-Belastung sowie 30% Zinn und 10% Palladium. Allerdings weiss ich nicht, woher die Arsen und Palladium-Belastung sind und wie zuverlaessig diese Tests sind.

Der Urintest zeigt die Werte in mcg/g, habe mal im Internet geschaut, 1,cg = 10 Mikrogramm. Sind die Werte dann sehr hoch?

Ich wuerde die Fuellungen ja alle herausnehmen lassen, wenn ich wuesste, dass nicht aus allen Zaehnen dann Wurzelbehandlungen werden bzw. gezogen werden muessen (wie bisher bei den entfernten Amalgamfuellungen), die vorher ruhig waren.

Ciao.


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