Wie kann ich meiner schwervergifteten Mutter helfen?

17.09.08 18:30 #1
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Wie kann ich meiner schwervergifteten Mutter helfen?

ascona ist offline
Beiträge: 444
Seit: 31.03.06
Hallo Carrie,

ich habe ein ähnliches Schicksal wie Du und einige andere, die geantwortet haben. Es scheint also gar nicht so selten zu sein und heute ist mir klar, dass ein Teil des Verhaltens meiner Mutter auf die Vergiftung mit Quecksilber zurückzuführen ist.

Meine Mutter hat sich schon in der Schwangerschaft über mich entgiftet (ich hatte schon als Kind Symptome, die, wie ich heute weiss, auf eine Schwermetallvergiftung schliessen liessen) und später hat sie es durch ihr Verhalten mir gegenüber auf psychische Weise auch noch versucht.

Es hat lange gedauert, bis ich erkannt habe, dass die Beziehung schädlich für mich ist und ich nur glücklich und frei werden und mich entwickeln kann, wenn ich mich distanziere - emotional und räumlich. Das habe ich dann auch getan, an meinem schlechten Gewissen gearbeitet, dass man als Kind den Eltern gegenüber immer dankbar sein müsste, und es bis heute nie bereut. Letztlich hat man aber sich selbst gegenüber auch eine Verantwortung, nicht nur gegenüber anderen.

Schädliche Beziehungen zu pflegen ist nie gut - und für uns, die wir unsere Energie für die Entgiftung und Wiederherstellung der Gesundheit brauchen, noch kontraproduktiver. Letzlich kann man einem Menschen auch nur helfen, wenn er sich helfen lassen will.

Leider ist durch die offizielle Nicht-Existenz der Amalgamkrankheit in weiten Teilen der Bevölkerung, die sehr ärztegläubig ist, auch gar keine Akzeptanz dafür zu erreichen, dass die Ursache vieler Erkrankungen das Quecksilber sein könnte. Wie oft ernte ich ungläubige, mitleidsvolle Blicke, wenn ich erzähle, dass ich an einer Quecksilbervergiftung leide, so nach dem Motto "Eigentlich hat sie es ja an der Psyche". Ich mache es trotzdem in der Hoffnung, das es den einen oder anderen vielleicht doch zum Nachdenken bringt. Mein Gewissen beruhigt es jedenfalls. Dann steht es in der Verantwortung jedes einzelnen, ob er dem nachgeht oder lieber den Ärzten vertraut. Mehr kann man meiner Meinung nach nicht tun.

Auf Deine Mutter bezogen: gib ihr die Info, bleib offen, wenn Sie Deine Unterstützung will, aber toleriere auch, wenn es nicht so ist. Sie ist für sich selbst verantwortlich und mehr als Hilfe zur Selbsthilfe geht sowieso nicht. Und schau in erster Linie, dass Du genug Kraft für Dich behältst.

Alles Gute für Dich.

Liebe Grüße
Ascona

Wie kann ich meiner schwervergifteten Mutter helfen?

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Liebe Carrie,

im Bezug auf die Mutter - Tochter Beziehung möchte ich doch noch gerne etwas ergänzend dazu schreiben.

Um ehrlich zu sein, habe ich auch schon ziemlich abgeblockt und halte den Kontakt zu meinen Eltern auf ein Minimum reduziert weil er mir einfach nicht gut tut.
Nur kommt dann halt doch mal das schlechte Gewissen durch, weil man ja "eigentlich für seine Eltern da sein soll"/"was die alles für einen getan haben" usw. Na ja, aber was haben sie denn für mich getan?
Na ja, ich werde also versuchen weiter Distanz zu wahren, und wenn es geht Tipps zu geben oder einfach zuhören (meist will meine Mutter sich in solchen Momenten nur aussprechen, aber es fällt mir einfach verdammt schwer Mitgefühl zu zeigen).
ich habe lange gebraucht bis ich von diesen zwei Extremen weggekommen bin: auf der einen Seite das Gefühl immer helfen zu müssen, zu schauen dass ich ihr "Gutes" tue weil da irgendwie ständig ein schlechtes Gewissen lauerte. Auf der anderen Seite dann die Abgrenzung um eben dieses schlechte Gewissen nicht haben zu müssen. Da sagte ich mir dann auch: warum sollte ich ihr da immer helfen wollen, was hat sie früher nicht alles........und da hab ich dann in Gedanken aufgelistet was da früher alles so war, nicht gut gelaufen ist...

Beide Sichtweisen haben weder mir noch unserer Beziehung gutgetan.
Heute habe ich gelernt sie zu verstehen und zu akzeptieren. Was fasch gelaufen ist ist eben so. Meine Mutter hat wirklich ihr Bestes gegeben, mehr konnte sie nicht, aus welchen Gründen auch immer.
Dafür kann ich ihr heute wirklich dankbar sein, und ich habe gelernt sie wirklich lieb zu haben. Trotzdem kann ich ohne schlechtes Gewissen (meistens ) auch mal nein zu ihren Wünschen sagen, ich kann sie ihr leben leben lassen. Unsere Beziehung ist erwachsen geworden.

Mitgefühl zu haben wird leichter wenn man sich überlegt wie denn der Mensch sich gerade fühlt. Deine Mutter hat wirkliche Probleme. Würdes du es schaffen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben (warum auch solltest du eines haben?) so würde dein Mitgefühl von ganz alleine wachsen. Ohne Zwang.
Das macht alles viel einfacher.

liebe Grüße von Hexe

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Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Carrie,

ich war dabei Dir bezüglich Mutter-Tochter Verhältnis einen ganzen Roman zu schreiben, dann wurde mir klar ich schweife ein wenig ab...

Nun habe ich ein eigenes Thema eröffnet. Ich kann mir vorstellen das wird sehr interessant.

Trotzdem möchte ich meinen Vorrednern beipflichten: Denke zuerst an Dich!


Liebe Grüße.

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Wie kann ich meiner schwervergifteten Mutter helfen?

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von Heather Beitrag anzeigen
Nun habe ich ein eigenes Thema eröffnet. Ich kann mir vorstellen das wird sehr interessant.
wo? link?

Wie kann ich meiner schwervergifteten Mutter helfen?

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Sorry Alanis,

war halt wieder zu schnell... .

http://www.symptome.ch/vbboard/alle-...ziehungen.html


Liebe Grüße.

Heather
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aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Hallo Carrie,

wollt nur sagen, dass ich genau das selbe durchmache wie Du.
Mutter schwer krank bzw. wird immer kränker (hatte auch jahrzehntelang Amalgam und ich hab von ihr auch ne Ladung abbekommen).
Nur meine Mutter weiss durch meine Geschichte sehr gut über die Amalgamproblematik Bescheid und würde sich sehr gerne helfen lassen.
Problem ist bei uns nur das liebe. Sie muss von 613,-€ Witwenrente leben (mein Vater starb da war ich gerade 13), sie kann aufgrund ihres Zustandes nicht mehr arbeiten und ich kann gerade so für mich und meine Therapie selber sorgen (musste jedoch aber auch schon einen Kredit aufnehmen).
Du siehst genau diesselbe Problematik. Was tun?
Die logische Konsequenz wäre Zahn-/Herdsanierung und anschließende Ausleitung mit Substitution der fehlenden Stoffe.
Dies wird jedoch leider von den GKV nich bezahlt.
Aber wem erzähl ich das...

Gruß
Rübe
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Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
mein traum wäre es ja, wenn zahnärzte auf benefit-basis finanziell schwächer gestellten menschen das amalgam entfernen würden. aber bisher heißt die devise ja nur: reibach!
vielleicht kannst du ihr ja mal einen beutel MSM kaufen, das hat ja schon einigen geholfen, die sich kein dmsa leisten konnten, und das ist nicht so teuer wie chlorella. oder kohle.

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Carrie ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
War gestern zu Besuch bei meiner Mutter...
Sie hatte mich ja letzte Woche angerufen unter Tränen dass es ihr schlecht ging und sie so rapide Gewicht verliert und sie Angst hat, dass da "was" im Unterleib oder Darm ist. Sie wollte dann am nächsten Tag zum Frauenarzt und mich dann wieder anrufen (was sie nicht getan hat). Na ja, jedenfalls konnte der Frauenarzt nichts feststellen.
Jetzt will sie nochmal eine Darmspiegelung machen lassen. Sie hatte vor 5 Jahren schon eine machen lassen, auch da wurde nichts gefunden.
Sie hat ein paar Kilo verloren, aber sie hatte auch vorher zu viele drauf und sie hat auch Normalgewicht. Außerdem isst sie auch nicht ordentlich (sie meinte, sie hat ja immer Verdauungsstörungen und dann fehlt auch der Appetit).
Ich hab es dann ein paarmal versucht mit dem Thema Amalgam (wie etliche Male zuvor auch schon (vor ein paar Wochen am Telefon war sie schon recht überzeugt davon gewesen), aber sie meinte immer nur "Ach, es wäre schön wenn ich das glauben könnte..." usw.
Ich mache mir natürlich Gedanken weil ich denke, wenn man bei Amalgambelastung abnimmt istv das immer ein zeichen dass es schlechter wird bzw. werden dann ja noch mehr Gifte frei (was auch ihre verstärkten Angstattacken und Depressionen gerade erklärt)...
Aber was kann ich tun. Dank der wunderbaren medizinischen Situation in Deutschland mit der Verdrängung der Amalgamproblematik, der Unfähigkeit und Unkenntnis der Götter in Weiß und der Negierung durch die Medien wird menschen wie meiner Mutter das Leben gestohlen. Es wird sicher noch schlimmer werden mit ihr und das macht mir Angst und es macht mich traurig.
Aber ich habe ihr auch gesagt, dass ich ihr nciht helfen kann. Ich habe ihr Bücher überAmalgam und Candida geschenkt, ich habe ihr gesagt, wie die Sache ist. Ich habe ihr vom Asperger Syndrom erzählt.
Aber ich habe ihr auch gesagt, dass ich mich um mich selbst kümmern muss jetzt. Ich war gestern psychisch eh wieder nicht so gut drauf, sehr Asperger-mäßig. Ich konnte nicht mal Augenkontakt halten, ich konnte meine Mutter kaum anschauen. Also saßen wir da an ihrem Tisch, beide mit abschweifendem Blick, ins Leere gerichtet, in ihrer zugemüllten Wohnung (sie schafft es schon seit Jahren nicht mehr, da großartig was zu machen...und ich kann das nachvollziehen, wenn ich entgifte, schaff ich selbst kaum den haushalt, und bei ihr ist es ja noch zigmal schlimmer).
Ich kann also nur hoffen, dass ich es schaffe mit dem DMSA. Weil ich sie nur dann unterstützen kann wenn ich selbst gesund bin. Aber auch dann kann ich ihr nur eine Stütze sein, ich glaube, heilen muss sich jeder selbst. Allerdings habe ich auch den großen Vorteil des INternets.
Und das Geld natürlich. Ich habe wunderbare Großeltern die für mich und meine Schwester Geld angelegt haben auf das ich Zugriff habe. Könnte man natürlich für andere schöne Dinge gebrauchen aber ich bereue keinen Cent den ich für meine Entgiftung ausgebe.
__________________
Liebe Grüße Carrie

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Servus Carrie,

kenne das was Du schreibst alles ganz genau so von mir und meiner Mutter.

Sie hat ja selber bei mir gesehen, wie ich von Nov.07 bis Febr.08 20Kg unfreiwillig abgenommen habe. Auch hat sie die Amalgamproblematik erkannt. Sie sieht es ja an mir, wie es damals peu á peu mit mir abwärts ging und wie ich jetzt mittlerweile schon wieder jeden Tag arbeiten gehen kann, Radfahren kann, Wandern kann, usw. Das war bis zuletzt leider alles nicht mehr möglich.
Meine Mutter würde sich gerne helfen lassen.
Nur uns fehlt leider das Geld!

Ich habe wunderbare Großeltern die für mich und meine Schwester Geld angelegt haben auf das ich Zugriff habe. Könnte man natürlich für andere schöne Dinge gebrauchen aber ich bereue keinen Cent den ich für meine Entgiftung ausgebe.
Das sehe ich jedoch ganz anders. Ich bereue jeden Cent (den ich sowieso nicht habe), welchen ich für meine Genesung ausgeben muss!
Dies ist normalerweise die Aufgabe der Krankenkassen, da ich durch selbige bzw. derer "Gesundheits-" Politik auch vergiftet wurde.
Froh bin ich nur, dass wir auf das Amalgam-Thema aufmerksam wurden!

Wenn man arm und noch dazu krank ist, ist man in unserem Land verloren!

Es ist einfach nur zum Kotzen, sorry!

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Rübe,

hast du deiner Mutter schon mal Rizinusöl vorgeschlagen?
Kostet nicht viel, schadet nicht und mir hat es bisher schon sehr geholfen. Dauert halt seine Zeit, aber vielleicht wäre es ja einen Versuch wert?

liebe Grüße von hexe


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