DMSA Facts

12.07.08 21:28 #1
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DMSA Facts

Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Die Reihenfolge der Ausscheidung der SM wird auch anders angegeben:

Zn - Sn - Cu - As - Hg - Pb - Fe - Cd - Ni -Cr
(Zink-Zinn-Kupfer-Arsen-Quecksilber-Blei-Eisen-Cadmium-Nickel-Chrom)
http://www.gbu-net.de/amalgam4.htm

Gruss,
Uta

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Männlich Bodo
Zu Uta:

Das ist auch die Reihenfolge, die zutrifft und identisch mit meinen gesetzten
Quellen (Daunderer - Handbuch der Amalgamvergiftung, PDF - DMPS) ist.

Markus - mir fehlen ein Link, Seitenzahl und der Kontext.

Wäre schön, wenn Du dies nachholen könntest.

Dein Zitat könnte auch dahin gehend gedeutet werden,
das der Schwefel Hg besser bindet als Zink (was logisch ist),
es aber bei der Ausscheidung trotzdem zu einer primären
Zinkausscheidung kommt, da dieses Element quantitativ
weit mehr im Körper vorhanden ist als das deponierte Hg.

Der Umkehrschluss, dass es zu einer Primärausscheidung
von Hg kommt, wäre demnach falsch.

Ich werde mich mit dieser Frage direkt an Heyl wenden.



Grüße, Bodo

Geändert von Bodo (14.07.08 um 10:16 Uhr)

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masso ist offline
Beiträge: 177
Seit: 19.10.06
Hallo Markus,

Du schreibst:

Zitat von Markus83 Beitrag anzeigen
BAL und EDTA transportieren Schwermetalle nachweislich ins Gehirn, und führen so zu irreversiblen hirnschäden.
Meinst Du mit BAL die Alphaliponsäure?

Zitat von Markus83 Beitrag anzeigen
- der angegebene referenzwert für cu im urin 2 mit <500ug ist utopisch. 95% der teste liegen darüber, bei den restlichen 5% ist von einem kupfermangel auszugehen. vorschlag für neuen referenzbereich: 250...2000 ug
Das ist sehr interessant, wenn dem so wäre, würde sich mein hoher Kupferwert beim DMPS-Test etwas relativieren - mit 879 µg läge ich dann gar nicht so hoch.

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Männlich Bodo
Zitat von masso Beitrag anzeigen
Das ist sehr interessant, wenn dem so wäre, würde sich mein hoher Kupferwert beim DMPS-Test etwas relativieren - mit 879 µg läge ich dann gar nicht so hoch.
Mit Stand vom 10.7.08 gibt das Labor Lademannbogen den Wert 500 µg an.

So wie überall.

Sind diese Analytiker noch "fehlinformiert"? Und wenn ja, wieso gibt Heyl
oder wer auch immer diese Empfehlungen nicht an die Labors und Ärzte weiter?

Was habe ich von diesen (weiterhin mäßig dokumentierten) "Fäkts" zu halten?




Beste Grüße, Bodo

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Duke ist offline
Beiträge: 203
Seit: 23.01.07
Zum Thema "Ausscheidungsreihenfolge"

Folgende Kriterien sind entscheident:

1. Massenverteilung/Massenwirkungsgesetz

D.h. wenn ein Stoff absolut gesehen in großem Maße vorhanden ist wird dieser natürlich auch vermehrt ausgeschieden, auch wenn er eine kleine pK(s.u.) haben sollte.

2. pK (Bindungskonstante)
.
Dieser Wert sagt was darüber aus wie hoch die Affinität zu dem jeweiligen Stoff ist.

Dass Zink z.B. als erstes oder besser gesagt am meisten ausgeschieden wird hat nichts damit zu tun, dass Zink von DMPS am besten gebunden wird. Von allen DMPS löslichen Elementen ist Zink Massenmäßig einfach am stärksten vertreten und wird einzig und allein aus diesem Grund in größeren Mengen ausgeschieden.

Mit einer pk von 27,05 hat Hg die höchste Bindekonstante aller DMPS löslichen Elemente. Aufgrund des geringeren Massenanteils im Körper wird Hg, absolut gesehen, weniger ausgeschieden.

Komplexbildungskonstante pK
Komplexbildungskonstante.jpg

Komplexbildung (pK Tabelle)
Komplexbildung01.jpg
Komplexbildung02.jpg

Literatur
Literatur.jpg

Grüße
Boris

Ps: Darf man sich fragen warum Dr. Mutter bei diesem Vortag so zurückhaltend war? Das wäre doch ein tolles Kremium gewesen seinen Kollegen an all seinen Erfahrungen bzgl DMPS... Ausleitungen teil haben zu lassen.

Geändert von Duke (14.07.08 um 12:22 Uhr)

DMSA Facts
Männlich Bodo
Danke, Boris. Damit bestätigst Du meine Vermutung, Markus Zitat betreffend.

Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Dein Zitat könnte auch dahin gehend gedeutet werden,
das der Schwefel Hg besser bindet als Zink (was logisch ist),
es aber bei der Ausscheidung trotzdem zu einer primären
Zinkausscheidung kommt, da dieses Element quantitativ
weit mehr im Körper vorhanden ist als das deponierte Hg.

Der Umkehrschluss, dass es zu einer Primärausscheidung
von Hg kommt, wäre demnach falsch.
Genauso wie Du es schreibst, trifft es zu.

Wir müssen hier schon genau und "pingelig" sein, da es um gravierende
Aussagen geht, die ggf. relativiert gehören.



Beste Grüße, Bodo

Geändert von Bodo (14.07.08 um 11:02 Uhr)

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ascona ist offline
Beiträge: 444
Seit: 31.03.06
Hallo Markus,

vielen Dank, dass Du Infos über das Seminar ins Forum stellst. Ich hab leider vergeblich versucht, reinzukommen, es war restlos ausgebucht.

Kannst Du auch noch von den anderen Vorträgen, vor allem von Dr. Mutter, berichten?

Das wäre super.

Vielen Dank.

Grüße
Ascona

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masso ist offline
Beiträge: 177
Seit: 19.10.06
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Sind diese Analytiker noch "fehlinformiert"? Und wenn ja, wieso gibt Heyl
oder wer auch immer diese Empfehlungen nicht an die Labors und Ärzte weiter?
Womöglich. Man sollte Empfehlungen und Grenzwerten wohl mit Vorsicht begegnen. Als von der Amalgamproblematik Betroffener kann man nur misstrauisch sein. Gehe ich zu 4 Ärzten, höre ich 4 verschiedene Meinungen.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Anscheinend gehen Informationen manchmal verloren oder kommen nicht an.
Bei den Schilddrüsenwerten wurde der TSH-Referenzwert schon vor mindestens 2 Jahren gesenkt. Trotzdem finden sich in vielen Laborangaben und bei Ärzten immer noch die einstigen höheren Referenzwerte...

Gruss,
Uta

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Männlich Bodo
Ein kleines Resümee und eine feine Polemik - zum Nachdenken geeignet


Wenn das haarsträubende Argument, das bei über 90% der Patienten nach
DMPS mehr als 500 µg Cu ausgeschieden wurde, zum Maßstab wird, den richtigen
Referenzwert, ab dem von einer Vergiftung gesprochen wird, dramatisch höher
zu setzen, empfehle ich als logische Konsequenz:

Nachdem bei Herrn Ebm bis zu 24.000 µg/g Kreatin Hg nach DMPS intravenös
ermittelt wurden, setzen wir den lächerlichen Grenzwert von 50 µg auf 20.000 hoch.

Dies wäre doch gelacht, dann hätten wir plötzlich lauter gesunde Leutchen,
die trotz deutlich erhöhtem Hg nun als Ökochonder gelten dürfen, weil sie
den ab jetzt festgelegten "Ebm-Referenzwert" bei weitem unterschreiten.

Ich halte diese willkürliche Maßgabe, den bewährten Wert hoch zu schrauben,
für politisch gewollt. Ähnlich verfuhr die WHO, die nach durch mengenmäßiger
Zunahme der DMPS-Hg-Ergebnisse den Grenzwert höher ansetzte.

Wenn wir so verfahren, kann ein Mensch (wie ich damals) akut quecksilbervergiftet
lichtscheu und mit schweren neurologischen Ausfällen in der Ecke liegen und
nach Hilfe heischend vor sich hin brabbeln: Alles nur psychisch! Weit unter Ebm!

Hatte damals 114,2 µg/g Kreatin Hg und 1161 µg/ Kreatin Cu.
Unithiol verbesserte meinen erbärmlichen Zustand dramatisch.

Ja, so machen wir das. Die Amalgamlobby wird sich ins Fäustchen lachen
und wir dürfen die neuen Referenzwerte bestaunen und uns freuen, dass
diese nun endlich "richtigen" Werte allgemein anerkannt sind.

Und dann gehen wir gemeinsam auf die Kirmes, saufen uns die Hucke voll
und lassen uns danach in die Klapse einweisen, weil wir lauthals krakeelen,
wir seien "schwermetallvergiftet".

Ja, so machen wir das. Und wenn wir nicht gestorben sind, dann spielen
wir mit unseren Pflegern Mau Mau bis das wir friedlich eindämmern. Für immer.




Bodo

Geändert von Bodo (14.07.08 um 14:28 Uhr)


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