Zeolith zur Entgiftung

17.04.08 21:49 #1

Wie kann man Schwermetalle wie z.B. Quecksilber aus Amalgamfüllungen am besten aus dem Körper ausleiten?
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Zeolith zur Entgiftung

Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Was heisst "Studien die das belegen - Für und wieder?". Kein Mensch studiert so etwas. Das ist nur eines von diesen vielen vermarkteten alternativen Mitteln die wenig bis gar nichts tun, nicht irgend etwas ernst zu nehmendes.

Irgendwelche weit hergeholten Herstellerbehauptungen sagen gar nichts aus. Manche sind so dreist sich einfach Studien oder Daten zu erfinden.

Zitat von Boyd Haley
The bad news is that it does not significantly remove mercury from an aqueous solution. This was tested by centrifuging down the zeolite and adding to it a 1 ppm mercury solution, re-suspending the zeolite and letting it set for several minutes, centrifuging it back down and re-testing the mercury content of the water. It did not decrease which it should have if the zeolite material bound Hg2+ tightly. Therefore, if zeolite is having a positive effect it is not by removing mercury from the body.

Additionally, it seems very unlikely that a water insoluble material would have any direct effect on removing mercury from cells, mitochondria or the brain. How would it cross the intestinal wall, enter cells and mitochondria and do this? It would be good to read the data referred to in a recent email I received that stated "Further, since other animal and human studies with zeolite have demonstrated the ability for zeolite to remove heavy metals, a portion of the participants will receive a series of urine excretion tests designed to detect levels of heavy metal excretion."

How exactly will a non-water soluble material like zeolite cause urinary mercury excretion as shown in previous studies? If the negative charges on the insoluble zeolite really did bind mercury it should take it out via the fecal route. I would like to see the data from these studies and find out where it was published.

I am not suggesting other not do this study, but this looks very much like many previous "miracle mercury cures" that just takes a lot of money from the unsuspecting parents who are looking for any help for their child---I have seen several of these----and they all had studies showing how well they worked, but this data was never published in a decent journal.
Boyd Haley meint ein kommerzielles Zeolite bindet nicht einmal Quecksilber in einer Wasserlösung.
Er meint auch das es sehr unwahrscheinlich ist das ein wasserunlösliches Material durch die Darmwand, Blut/Hirnschranke oder Zellwände gehen könnte. Selbst wenn es das könnte, dann würde es nicht über den Urin ausgeschieden werden wie die Studie behaupten will.
Der Hersteller behauptet zwar es eine gäbe Studie aber die wurde nie veröffentlicht.

Geändert von Stengel (20.04.09 um 00:40 Uhr)

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voster ist offline
Beiträge: 364
Seit: 09.05.07
Das es Quecksilber aus dem Organismus entfernt haben die Hersteller der mir bekannten Präparate nie behauptet. Die mir bekannten Präparate werden im Darm nicht resorbiert.
Es wird lediglich behauptet das es Stoffwechselabfälle im Darm bindet und so die Leber entlastet.

Viele hier haben schwere Leberprobleme und die ganze Effizienz aller Entgiftungen über Chelatbildner läuft zum größten Teil über die Leber in den Darm. Ein kleiner Teil geht über die Niere. Es nutzt nichts zu chelieren, wenn die Leber die Chelate nicht in den Stuhl ausscheiden kann.

Hat jemand Studien zu dieser Wirkung gesehen?

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Es nutzt nichts zu chelieren, wenn die Leber die Chelate nicht in den Stuhl ausscheiden kann.
Das ist eine an den Haaren herbeigezogene Phantasie.
Wenn die Leber so schlecht funktionieren würde, dann wären diese Menschen vermutlich lange tot.
Ausserdem kommt bei Dmsa/Dmps das Zeug grösstenteils über den Urin raus, nur bei ALA vorwiegend über den Stuhl.

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Binnie
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Er meint auch das es sehr unwahrscheinlich ist das ein wasserunlösliches Material durch die Darmwand, Blut/Hirnschranke oder Zellwände gehen könnte. Selbst wenn es das könnte, dann würde es nicht über den Urin ausgeschieden werden wie die Studie behaupten will.
Der Hersteller behauptet zwar es eine gäbe Studie aber die wurde nie veröffentlicht.
Die Hersteller von Froximun schreiben ja gerade auch, dass es NICHT im Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, dort aber bestimmte Gifte bindet und zur Ausscheidung bringt, die sonst wieder über das Blut in die Leber gelangen würden (enterohepatischer Kreislauf) und die Leber belasten würden.

Das bedeutet auf jeden Fall eine Entlastung der Leber und damit eine gesteigerte Leistungsfähigkeit dieses so wichtigen Organs, was sich im Allgemeinbefinden einiger Anwender (u.a. meiner Wenigkeit) schon bemerkbar macht... Allerdings würde ich nie behaupten, dass ich gerade eine großartige "Schwermetallausleitung" mache, aber zur Unterstützung kann Zeolith scheinbar durchaus hilfreich sein!

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Ja das klingt etwas vernünftiger, aber es gibt auch viele verschiedene Zeolite von denen der Hersteller behauptet oder suggeriert sie könnten Schwermetalle entgiften und/oder ins Blut gelangen. Und das ist nichts andres als ein Betrug.

Letzteres wäre nicht gut, denn Zeolit ist zur Hälfte Aluminium.

Geändert von Stengel (20.04.09 um 10:34 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.787
Seit: 05.09.08
Letzteres wäre nicht gut, denn Zeolit ist zur Hälfte Aluminium.
Das Aluminium im Zeolith ist gebunden und wird niemals frei. Es ist also harmlos.

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Ich habe mehrere (5) Berichte von Eltern gelesen deren autistische Kinder mit Zeolite Rückfälle hatten.

Also harmlos würde ich nicht unbedingt sagen. Das ist vieleicht Produktabhängig. Da es ja mehr oder weniger Vulkanasche ist können ohne weiteres Schwermetalle drinnen sein.

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 52.337
Seit: 10.01.04
Evtl. waren die "Rückfälle" auch Rückvergiftungen? Wenn man das nur immer so genau wüßte.

Gruss,
Uta

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Das schliesse ich aus da wie gesagt das kleine Experiment von Boyd Haley gezeigt hat das Zeolit nichtmal in einem Wasserglas Quecksilber binden kann... Rückvergiftung entsteht nur wenn auch was mobilisiert wird. Das es mobilisiert behaupten nichteinmal die Hersteller.

Das bedeutet natürlich nicht das Zeolite nichts bringen kann, sondern nur das es nicht geeignet ist um Quecksilbervergiftung zu behandeln, und das es scheinbar auch gewisse Risiken zu geben scheint.

Geändert von Stengel (20.04.09 um 16:51 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.787
Seit: 05.09.08
Ich habe mehrere (5) Berichte von Eltern gelesen deren autistische Kinder mit Zeolite Rückfälle hatten.
Das ist gut möglich aber sicher nicht durch das Aluminium in der Strukturformel. Das komt nicht raus.

Rückvergiftung war es sicher auch nicht da Zeolith keine Schwermetalle mobilisiert.

Zeolith wird übrigens schon seit langer Zeit als Tierfuttermittelzusatz verwendet und gilt als ungiftig.

Die Rückfälle kamen warscheinlich dadurch dass das Zeolith so viel Geld aus dem Konto der Eltern chelatiert hat das sie andere wichtige NEMs weglassen mussten und die Kinder einen Rückfall hatten.

Geändert von dmps123 (20.04.09 um 17:02 Uhr)


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