Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

13.01.08 17:17 #1
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Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
die analyse sieht im reinhildis-text bei ebay allerdings so aus - da stehen keine "typischen" werte dabei
Die Problematik der Schwermetallbelastung der Chorellas wird oft übertrieben. Und wenn die Chlorellas aus geschlossenen Glasröhren kommen, gibt es erst recht keinen Grund zur Sorge.
Schwermetalle

Blei < 0,15 mg / kg
Quecksilber < 0,005 mg / kg
Cadmium < 0,015 mg / kg
Ich greife mir hier mal den Bleigehalt heraus. Ich hatte während meiner Ausleitung im Durchschnitt täglich 3 x 5g Chlorella zu mir genommen. Also am Tag 15g. Somit habe ich mit 1kg Chlorella ca. 66 Tage abdecken können. In diesen 66 Tagen hätte ich maximal 0,15mg = 150mcg Blei zu mir nehmen können.
Am 1. Januar 2003 trat eine neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Danach wird der Grenzwert für Blei von derzeit 0,025 mg/l auf 0,010 mg/l zum 1. Dezember 2013 abgesenkt.
www.wasser-leipzig.de/index.php?page=267
Bis zum Jahr 2013 darf mein Trinkwasser am Hausanschluß 0,025mg/l Blei enthalten. Um auf die Menge von 1kg Reinhildis-Chlorella zu kommen, darf ich also nur 6 Liter Wasser trinken. In 66 Tagen!

Und kommt mir jetzt nicht damit, daß ihr kein Leitungswasser trinkt! Ihr kocht Kaffee und Tee, Suppe und Kartoffeln damit!

Das Blei im Trinkwasser ist frei, nicht fest gebunden. In den Chlorellas ist es relativ fest gebunden. Das ist ja gerade der Grund, warum man Chlorellas überhaupt einnimmt. Weil sie Schwermetalle relativ fest binden können. Im Laborversuch das Mehrfache ihres Trockengewichts. Weshalb sie von der chemischen Industrie benutzt werden, um Abwässer von Schwermetallen zu befreien.

Ich konstruiere mal ein Beispiel, obwohl ich die wirklichen Zahlen nicht kenne:
Ihr kauft 1kg Indoor-Chlorella mit einem Maximalwert von 0,005mg Quecksilber. Und weil Ihr Pech habt, ist es gerade eine Charge, wo der Quecksilbergehalt nicht < 0,005mg sondern = 0,005mg ist.
Im Zuge Eurer Ausleitung bindet Ihr mit dem Kilo Chlorella und unter der Zuhilfenahme von Bärlauch und Koriander - sagen wir mal: 10mg Quecksilber in der Chlorella. Und weil Ihr sehr gute Verdauer seid, löst Euer Körper wieder 8mg Quecksilber heraus. Dann verlassen in 66 Tagen mit 1kg Chlorella 2mg Quecksilber Euern Körper.

Laßt Euch das doch mal auf der Zunge zergehen: Obwohl Ihr Euch mit der Chlorella 0,005mg Quecksilber zugeführt habt, werdet ihr unter dem Strich 2mg - 0,005mg = 1,995 mg Quecksilber los. Das ist das 399fache dessen, was ihr Euch mit den Chlorellas zuführt. Das gleiche gilt ähnlich auch für Aktivkohle.
Trinkwasserverordnung (TrinkwV) 2001 (gültig ab 01.01.2003): 0,001 Milligramm Quecksilber pro Liter Trinkwasser
ALLUM : Quecksilber
Ja, Ihr habt richtig gelesen. 1kg Indoor-Chlorella oder 5 Liter Trinkwasser! In 66 Tagen!
Die TrinkwV 2001 legt für Cadmium einen Grenzwert von 0,005 mg/L fest.
IfAU-Infoseite Schwermetalle im Trinkwasser
Ja, 1kg Indoor-Chlorella oder 3 Liter Trinkwasser!

Warum gibt es jetzt keinen Aufschrei des Entsetzens und hunderte Threads im Internet zum Thema "Hilfe, unser Trinkwasser ist schwermetallverseucht!"?
Warum ist es die Chlorella, die immer und immer wieder diskutiert wird?

Wenn Ihr giftige Metalle meiden wollt, schafft Eure Quecksilberthermometer in das Schadstoffmobil, zerbrecht keine Leuchtstoff- und Energiesparlampen, boykottiert das Bleigießen, entsorgt Kupfergeschirr und Silberbesteck, meidet Amalgam und anderen Zahnersatz aus Metall, vermeidet Aluminiumgeschirr, -besteck und -folie, seid vorsichtig mit Mineralwasser (darf mehr Arsen enthalten als Trinkwasser, Uran muß nicht untersucht werden), werft kein Kupfersulfat in Euern Pool, eßt keinen verseuchten Fisch, vermeidet kolloidales Silber und Wasserentkeimungstabletten auf Silberbasis, entsorgt Trinkwasserleitungen aus Blei und Kupfer, kauft keine unbeschichteten Obstkonservendosen, laßt Euch keine Piercings setzen, ersetzt zinnbeschichtete Fleischwölfe und Reiben durch solche aus Edelstahl, meidet Wasser aus Elektroboilern und und und....

Dort kommen die wirklichen Mengen und Belastungen her!
Liebe Grüße

Günter
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Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Danke für Deine Relativierung bzw Klarstellung Günther.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Günter,

Laßt Euch das doch mal auf der Zunge zergehen: Obwohl Ihr Euch mit der Chlorella 0,005mg Quecksilber zugeführt habt, werdet ihr unter dem Strich 2mg - 0,005mg = 1,995 mg Quecksilber los. Das ist das 399fache dessen, was ihr Euch mit den Chlorellas zuführt. Das gleiche gilt ähnlich auch für Aktivkohle.

Meinst Du wirklich Aktivkohle oder medizinische Kohle??
Zumindest ist Aktivkohle scheinbar mit Palladium belastet.

Kannst du hier gleich beim 1. Beitrag von Uta nachlesen:

http://www.symptome.ch/vbboard/gifte...tml#post125634

Viele Grüße Petra

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Hallo Petra,
Palladium ist in fein verteilter Form, z.B. auf Aktivkohle oder Kieselsäure, ein wichtiger Katalysator für chemische Reaktionen,
Das hast Du falsch verstanden. Man stellt Palladium-Katalysatoren her, indem man Palladium feinverteilt auf rauhen, zerklüfteten Oberflächen aufbringt. Aktivkohle ist bei niedrigen Temperaturen billiger als Keramik. Deshalb benutzt man sie.

Aktivkohle selbst enthält kein Palladium oder nur minimalste Spuren. Es kommt dabei natürlich wie immer auf den Ausgangsmaterial und das Herstellungsverfahren an.

Besonders reine Aktivkohle, die man für medizinische Zwecke nutzen kann, nennt man medizinische Kohle. Das heißt aber nicht, daß sämtliche andere Aktivkohle für medizinische Zwecke unbrauchbar ist. Das untersucht und garantiert dann bloß niemand.

Übrigens....da wir gerade bei Palladium sind: Vor ein paar Jahren hatte man eine neue Generation der Teflonpfanne entwickelt. So wurde das Teflon nicht mehr direkt auf das Aluminium aufgebracht. Man erzeugte erst auf dem Aluminium eine dünne, aber absolut zuklüftete und rauhe Zwischenschicht aus Titan oder Palladium und brachte dann erst das Teflon auf. Die Speisen hafteten dann deutlich weniger auf der Teflonschicht.

Straßenverkäufer führten dann Kunststücke vor, indem sie ohne Fett hauchdünnen Eierkuchenteig in die Pfanne gaben und ihn dann gebacken aus der Pfanne pusteten. Danach nahmen sie ein Messer und demonstrierten eindrucksvoll die Kratzfestigkeit der neuen Beschichtung. Was der Kunde nicht wußte: die Pfannen wurden vorher gefettet, das Fett war in den Poren und verhinderte das Zusetzten der Poren. Und das benutzte Messer war stumpf.

Wer dann zu Hause kein Fett nahm und mit einem scharfen Messer in der Pfanne hantierte, ruinierte dann schnell die Teflonschicht und legte Titan oder Palladium frei.

So viel ich weiß, benutzt man heute kein Palladium mehr, nur noch Titan. Aber es dürften immer noch ein paar hundert Palladium-Pfannen in Gebrauch sein - mit mehr oder weniger beschädigter Oberfläche. Und niemand sagt Dir, ob Deine Bratpfanne dazugehört oder nicht.

Aber auch Titan und Aluminium haben nichts im Körper verloren.

Liebe Grüße

Günter
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Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Günter,

vielen Dank für deine Infos .

Meinst Du man kann dadurch evtl eine Vergiftung an Titan und Palladium bekommen?

viele Grüße Petra

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo,

ich meine durch Pfannen und Töpfe woran die Teflonschicht "verletzt" ist?

Viele Grüße Petra

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

westlight ist offline
Beiträge: 152
Seit: 24.10.07
Hallo Günter,

vielen Dank für deine Ausführungen. Vor allem ist deine Chlorella - Schwermetall - "Studie" wirklich sehr interessant.
Was mich hierbei aber erschreckt, ist die Tatsache, dass niemand wirklich weiß, wieviel Quecksilber durch ein Kg Chlorella denn wirklich gebunden wird.

Denn würde ein Kg Chlorella im Stande sein insgesamt nur 10 mg Quecksilber zu binden (von denen in deinem Beispiel nur 2 mg den Körper verlassen) aufzunehmen, könnte es mit GLEICHZEITIGER Einnahme mit Trinkwasser überhaupt nichts ausleiten! Da ist schon soviel Blei drin, das die Chlorellas mit diesem Schwermetall voll sind.
Die ganzen zusätzlichen Schwermetalle in der Luft und in der Nahrung hier mal gar nicht mitgerechnet.

Ist es wirklich so, oder können Chlorella-Algen mehr Schwermetalle binden?

Und jetzt mal was "Lustiges":
Amalgam Informationen steht u.a.:
in der Medizin:
Paracelsus (1493-1541) nahm an, daß viele Krankheiten des Menschen auf eine Störung des Gleichgewichts von Schwefel, Salzen und Quecksilber im Körper zurückzuführen seien. Diese Anschauung führte dazu, daß er und viele Mediziner seiner Zeit neben Quecksilbersalben auch innere Anwendungen verordneten. So wurden Syphilis-Kranke bis ins 19. Jahrhundert mit Quecksilberoxidsalbe eingeschmiert oder stundenlang Quecksilberdämpfen ausgesetzt.

Noch gebräuchliche medizinische Anwendungsgebiete (teilweise nicht in Deutschland):

* quecksilberhaltige Diuretika, z.B. Novasurol, Salyrgan, Esidron
* Desinfektionsmittel bei chirurgischen Eingriffen, zur Schleimhautdesinfektion und zur Zahnwurzelbehandlung (Merfen, Merfenyl) und "Merbromin" in der Wunddesinfektion; Behandlung von Ekzemen, Kopfläusen und Würmern.
* Mercurochrom findet Verwendung bei Blasen- und Urethrainfektionen.
* Die Augenheilkunde bedient sich des Mercuriocyanids und des Mercurioxids zur lokalen Behandlung von Augenentzündungen und in Kontaktlinsen-Reinigungsmitteln;
* als Konservierungsmittel in Impfstoffen (Ethylquecksilber in Thiomersal bzw. Thimerosal, s. nebenstehenden Kasten) und in Kosmetika (z.B. in manchen Mascara-Produkten);
* zur Haut-Aufhellung (für Menschen mit schwarzer Hautfarbe);
* in homöopathischen Medikamenten (s. Abschnitt 4.3.6).
* als Zahnfüllstoff Amalgam.

Wer muss da bei Punkt 6 nicht an Michael Jackson denken??

Viele liebe Grüße
Jörg

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Hallo Petra,

bei Palladium ein klares Ja. Bei Titan vermute ich es.

Ich lese aber aus Deinen Zeilen immer eine Spur Überbesorgnis, leichte Panik

Unterschätze die psychische Wirkung nicht! Wenn Du Dich in eine Bedrohung durch Gifte hineinsteigerst, wirst Du erst recht krank! Wenn Du mit der festen Überzeugung heran gehst, daß Du die paar Gifte locker wieder herausbekommst, dann wird es auch so eintreten!

Glaubst Du nicht? Dann lies mal diesen Thread hier vollständig:
http://www.symptome.ch/vbboard/thera...n-glauben.html

Das ist der meiner Meinung nach bisher wichtigste Thread in diesen Forum! Deine Gedanken, Deine Einstellung können Dich gesund oder krank machen. Wirkungsvoller als jede Medizin oder jedes Gift! Und nur Du hast es in der Hand.

Deshalb solltest Du unbedingt an Deiner Einstellung arbeiten. Es gibt immer eine Lösung, eine Heilung, eine Entgiftung. Immer!

Im konkreten Fall:
- Zur Kenntnis nehmen, daß es Palladium-Pfannen gibt.
- Nachsehen, ob Deine Pfanne arg zerkratzt ist.
- Wenn ja, eine neue kaufen.
- Mehr nicht.

Warum mehr Aufhebens davon machen? Du weißt es nun und handelst. Und behältst es im Hinterkopf. Freust Dich weiterhin an Deiner alten Pfanne, wenn sie innen noch nicht silbern glänzt oder erfreust Dich einer neuen Teflonpfanne, wenn die alte kaputt war. Mehr nicht.

Ich kaufe auch immer wieder eine Teflonpfanne. Ich kenne keine bessere Alternative für mich (wer andere Kochgewohnheiten hat, kommt mit einem Wok oder einer gußeisernen Pfanne besser klar, als ich).
Liebe Grüße

Günter
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Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Günter,

ich habe wirklich keine Panik.
Ich überlege nur wo meine Freundin ihre Vergiftungen her hat. Das ist bisher immer noch teilweise ein Rätsel.

Viele Grüße Petra

Angaben zur Schwermetallbelastung bei Chlorella Algen falsch?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Ist es wirklich so, oder können Chlorella-Algen mehr Schwermetalle binden?
Das kann ich Dir wirklich nicht sagen. Es gibt gute Untersuchungen in Labors und Abwasserbehandlungsanlagen mit zum Teil heftigen Werten beim Bindevermögen. Aber das kann man nicht 1:1 auf unseren Darm übertragen. Dann bräuchte man auch nicht Chlorella im Grammbereich, da würde weniger genügen.

Ich habe mit Chlorella, Bärlauch und Koriander ausgeleitet und es hat mir sehr geholfen. Dauert aber zu lange (bei mir ca. 4 Jahre) und läßt z.B. Blei unangetastet.

Ich würde heute kombinieren und probieren: zusätzlich DMSA, medizinische Kohle, Rizinus und Gundermann.

Große Erfolge hatte ich übrigens auch mit der Psychokinesiologie nach Klinghardt. Da hatte ich immer große Entgiftungsschübe. Ob das nur Placebo war oder nicht, ist Wurst. Es hat geholfen und das ist die Hauptsache (siehe Placebo-Thread).

Ach ja, Apfelessig für die Aluminiumausleitung hatte ich noch benutzt.
Liebe Grüße

Günter
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Geändert von Günter (15.01.08 um 15:24 Uhr) Grund: Apfelessig ergänzt


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