Grundlegende Fragen zur Ausleitung mit DMSA

07.08.13 16:48 #1
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schnitzel ist offline
Beiträge: 6
Seit: 06.08.13
Hallo zusammen ,

ich habe zwar noch keinen Provokationstest mit DMPS gemacht um meine Hg Belastung festzustellen, aber ich habe schon seit 9 Jahren Symptome (Brainfog, starke Verspannungen, Konzentrationsschwäche, unglaublich schlechtes Kurzzeitgedächtnis (obwohl ich gar nicht so doof bin ), Verdacht auf M. Bechterew, hohe Kreatinin-Werte, NNS, schüchtern, leichte Menschenangst, etc.) die auf eine schleichende Vergiftung hinweisen und sonst keiner Ursache zugewiesen werden können. Habe momentan 6 Amalgamfüllungen seit ca. 7 Jahren (evtl. schon länger) und habe Braxismus (bin ein Zähneknirscher). Jetzt habe ich beschlossen mit DMSA auszuleiten (nach Cutler mit leichten Änderungen) und habe noch ein paar Fragen, auf die ich nirgends im Netz Antworten finden konnte:

1. Richtige Medikation
Auf meiner DMSA Verpackung steht: 600 mg DMSA (denke das ist die Gesamtmenge an Wirkstoff für die Dose) und im Cutler Protokol steht ca. 400 mg pro Tag... d.h. ich bräuchte 2/3 der Dose pro Tag ??? ... kann ich mir nicht vorstellen. Es sind 45 Caps à 100 mg drin. Das heisst ich müsste 4 Kapseln pro Tag nehmen oder ?!

2. Maximale Anzahl an Amalgamfüllungen pro Sitzung entfernen
Mein Zahnarzt (ich habe endlich einen gefunden der Amalgam unter Schutz rausnimmt) möchte alle 6 Füllungen in einer Sitzung an einem Tag rausnehmen (da sonst kein Termin frei ist). Spricht was dagegen, außer, dass evtl. das Hg das frei wird auf ein Mal wirkt, statt dass die Wirkung geviertelt würde bei z.B. 4 Sitzungen?

3. Keine Atemmaske
Der Zahnarzt benutzt einen Kofferdamm, niedrigtourige Fräser, eine gute Kühlung und eine gute Absaugtechnik (wie er sagt). Eine extra Atemmaske habe er nicht, da er wie er sagt eine gute Absaugtechnik und einen Kofferdamm benutzt. Könnte das Probleme verursachen?

4. Mineraliensublementierung während Ausleitung?
Wie seht ihr das mit der Mineraliensublementierung während der DMSA-Medikation? Reduzieren diese nicht die DMSA-Wirkung, da sie die Schwefelgruppen blockieren? Mein Gedanke ist die Mineralien vor der DMSA-Therapie und in den Pausen zu nehmen. Was meint ihr?

5. Erfahrungen mit Akkupunktur
Hat schonmal jemand Erfahrung gemacht mit Akkupunktur gegen die Symptome der Hg Belastung? ... bin nämlich gerade in Behandlung und weiss nicht ob es mir nutzt oder nicht. Der Körper reagiert nach der Behandlung und arbeitet und tut (ich weiss aber nicht was) und ich habe das Gefühl er will zwar, ist aber blockiert und alles was er schafft zu verbessern fällt wieder zurück in den Ursprünglichen Zustand.

So, genug Fragen. Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helft diese zu klären. Vielen Dank schon Mal!

MFG
schnitzel


Schutz bei Sanierung

TomG ist offline
Beiträge: 143
Seit: 05.10.12
Hallo,

bei Fragen zur richtigen Sanierung sind diese 2 Seiten hilfreich:

Alternatives Patientenmerkblatt Zahnmedizin

Directupload.net - p5mal2qg.pdf
Mehrfachschutz beim Entfernen von Quecksilber
Eine sachgerechte Entfernung von Quecksilber aus den Zähnen im Mund erfordert immer aufwendige Schutzmaßnahmen, von denen die saubere Atemluft aller Beteiligten die wichtigste ist:

entgiftung-kompakt.de
Schritt 4: Zahnsanierung
Das Entfernen des Amalgams und anderer schädlicher Materialien aus dem Mundraum unter Nutzung aller möglichen Sicherheitsmaßnahmen (Dreifachschutz) zur Vermeidung einer größeren Giftaufnahme.

LG

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von schnitzel Beitrag anzeigen
3. Keine Atemmaske
Der Zahnarzt benutzt einen Kofferdamm, niedrigtourige Fräser, eine gute Kühlung und eine gute Absaugtechnik (wie er sagt). Eine extra Atemmaske habe er nicht, da er wie er sagt eine gute Absaugtechnik und einen Kofferdamm benutzt. Könnte das Probleme verursachen?
Davon Rate ich ab. Ich bekam eine Plombe rausgebohrt mit Kofferdam und einer nicht funktionierenden Maske, allerdings keine Absaugung vorhanden und hatte starke Vergiftungsymptome!

Das Zeug ist zu gefährlich um auch nir irgendwas zu riskieren, lieber doppelt und dreifach schützen als zu wenig!

Ich ging dann wieder zum selben Arzt, habe mir aber eine Sauerstoffflasche ausgeborgt (mit Nasenmaske) und auch noch eine Goldmaske drüber gegeben. Dann wurden zwei Quadranten gemacht (ca. 6 Plomben) und ich hatte keine Vergiftungserscheinungen.

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schnitzel ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 06.08.13
Vielen Dank TomG und malk für eure Antworten!

@ malk: Wo hast du denn sowas herbekommen bzw. ausgeliehen? Und wieso hat die Atemmaske nicht funktioniert?

Viele Grüße
schnitzel

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von schnitzel Beitrag anzeigen
@ malk: Wo hast du denn sowas herbekommen bzw. ausgeliehen? Und wieso hat die Atemmaske nicht funktioniert?
In Österreich kann man sowas bei Air liquide mieten (Linde Gas vermietete nicht an Endabnehmer ohne "Rezept" hat das aber auch)

Atemmaske war gar keine, hab ich mal im Forum hier beschrieben, finds nicht mehr, ist aber nicht wichtig. Ich merkte gleich, dass das ein Sche*** war und brach das Ausbohren ab.

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schnitzel ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 06.08.13
Zitat von malk Beitrag anzeigen
In Österreich kann man sowas bei Air liquide mieten (Linde Gas vermietete nicht an Endabnehmer ohne "Rezept" hat das aber auch)

Atemmaske war gar keine, hab ich mal im Forum hier beschrieben, finds nicht mehr, ist aber nicht wichtig. Ich merkte gleich, dass das ein Sche*** war und brach das Ausbohren ab.
hm okay dann muss ich mal schauen wo ich sowas in DE herbekomme.

Ich überlege gerade, wieso man DMSA nicht schon ein paar Tage vor und während der Amalgamentferung nehmen kann. Cutler sagt erst 4 Tage nach der Entfernung, begründung habe ich keine so wirklich gelesen, außer das Argument mit der Umverteilung. Angesichts dessen, dass die Ausleitung ja ziemlich lamgsam von statten geht dürfte eine Umverteilung so schnell nicht stattfinden. Wohl hat man ja aber dann das Chelat intus, um die Hg Belastung während der Behandlung zu kompensieren, oder gibt es da Fehler in meinem Gedankengang?? Ich denke ich werde mich als Versuchskaninchen anbieten und ein paar Tage vor der Entfernung mit DMSA beginnen.

WÜrde mich über eure Gedanken hierzu sehr freuen

MFG
schnitzel

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Auf meiner DMSA Verpackung steht: 600 mg DMSA (denke das ist die Gesamtmenge an Wirkstoff für die Dose) und im Cutler Protokol steht ca. 400 mg pro Tag... d.h. ich bräuchte 2/3 der Dose pro Tag ??? ... kann ich mir nicht vorstellen. Es sind 45 Caps à 100 mg drin. Das heisst ich müsste 4 Kapseln pro Tag nehmen oder ?!
Auf die Dosis wird weniger wertgelegt als auf die Einnahmefrequenz. In diesem Fall wird empfohlen, DMSA alle 4h zu nehmen also 6x am Tag.

Also meine Meinung dazu: Es ist relativ sinnlos 4 Tage vorher schon DMSA zu nehmen. In den 4 Tagen kriegst du keine besonderen Mengen raus, es ändert nichts. Wenn es Neugier/Ungeduld ist die dich antreibt versuche die doch noch die paar Tage unter Kontrolle zu halten, danach kannst du ja soviel probieren wie du möchtest.

Einige Leute haben relativ schlechte Erfahrungen gemacht wenn sie versucht haben mit Füllungen auszuleiten...

Viele merken auch gar nichts.

Cutler sagt erst 4 Tage nach der Entfernung, begründung habe ich keine so wirklich gelesen, außer das Argument mit der Umverteilung
Die Begründung ist die das während der Entfernung Partikel frei werden können die in deinen Körper gelangen. Wenn die mit dem DMSA in Kontakt kommen löst dieses das darin gebundene Quecksilber heraus.


3. Keine Atemmaske
Der Zahnarzt benutzt einen Kofferdamm, niedrigtourige Fräser, eine gute Kühlung und eine gute Absaugtechnik (wie er sagt). Eine extra Atemmaske habe er nicht, da er wie er sagt eine gute Absaugtechnik und einen Kofferdamm benutzt. Könnte das Probleme verursachen?
Ohne Atemschutz sollte man es nicht machen.

Einige haben massive Probleme durch so etwas bekommen und behaupten sogar fast daran gestorben zu sein: siehe Buch von Annette Falke.

lg

Geändert von dmps123 (09.08.13 um 21:12 Uhr)

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von schnitzel Beitrag anzeigen
Angesichts dessen, dass die Ausleitung ja ziemlich lamgsam von statten geht dürfte eine Umverteilung so schnell nicht stattfinden.
Darauf würde ich nicht wetten, ins Hirn umverteilt ist "schnell" mal Hg, welches nur aufgewirbelt wurde und nicht ausgeleitet (zum Beispiel weil zu wenig Chelator vorhanden).

Grundlegende Fragen zur Ausleitung mit DMSA

schnitzel ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 06.08.13
Danke für eure Antworten!

Habe aber jetzt noch ein problem wo ich nicht wirklich weiter komme. Ihr wisst das bestimmt oder habe eine Quelle dafür:

Mein Zahnarzt hat keine Sauerstoffversorgung also werde ich mich selbst drum kümmern. Jetzt weiss ich aber nicht was ich da brauche?? O2-Flasche oder Dose? Geht letzteres auch? Wieviel Liter Sauerstoff muss so ne FLasche haben? Kenne zwar eine Formel zur Berechnung der Dauer der O2-Versorgung aber dazu braucht man die bar-Angabe der Flasche und Dose... diese Angabe finde ich nicht. Ist halt auch eine Frage des Preises, so billig ist O2 ja nicht :( Eine Flasche hat glaube ich mit 200 bar einen zu hohen druck, weshalb ein Druckminderer angeschlossen werden muss, was auch wieder kosten verursacht. Eine Dose muss (leider steht es nirgends genau) manuell gedrückt werden, um Sauerstoff freizugeben, was bedeutet, dass keine permanente O2-Zufuhr gewährleistet wird. Wisst ihr vlt mehr?

VIlen Dank schon mal und viele Grüße

schnitzel

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von schnitzel Beitrag anzeigen
Mein Zahnarzt hat keine Sauerstoffversorgung also werde ich mich selbst drum kümmern. Jetzt weiss ich aber nicht was ich da brauche?? O2-Flasche oder Dose? Geht letzteres auch? Wieviel Liter Sauerstoff muss so ne FLasche haben? Kenne zwar eine Formel zur Berechnung der Dauer der O2-Versorgung aber dazu braucht man die bar-Angabe der Flasche und Dose... diese Angabe finde ich nicht. Ist halt auch eine Frage des Preises, so billig ist O2 ja nicht :( Eine Flasche hat glaube ich mit 200 bar einen zu hohen druck, weshalb ein Druckminderer angeschlossen werden muss, was auch wieder kosten verursacht. Eine Dose muss (leider steht es nirgends genau) manuell gedrückt werden, um Sauerstoff freizugeben, was bedeutet, dass keine permanente O2-Zufuhr gewährleistet wird. Wisst ihr vlt mehr?

VIlen Dank schon mal und viele Grüße

schnitzel
Ich hatte mir das ausgerechnet. Dose ist viel zu wenig, keine chance. Bei einer 2 Liter Flasche wird es knapp mit der Sauerstoffmenge, wenn die Behandlung länger dauert. Man soll ja mindestens 6 l/min durchfließen lassen (so weit ich mich erinnern kann), je mehr desto besser, weil man damit die Hg Dämpfe erfolgreich verdrängt. Es soll mehr rauskommen als man fähig ist einzuatmen, damit ein permanenter ÜBerdruck herrscht.

Ich hatte eine 10 Liter Flasche mit 200 bar, das reicht locker für mehr als 2 Std. Ich hatte in Miete so ca 70,- bezahlt für eine 10l Flasche (bei Selbstabholung) inkl. Druckminderer und Nasenmaske (bei Air Liquide).


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