Cutler-Protokoll: Wie Urintestung ohne Provokationstest?

07.08.13 01:56 #1
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alphaomega ist offline
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Hi,

Thema: Cutler-Protokoll: Wie Urintestung zur Therapieerfolgskontrolle ohne Provokationstest möglich?

es existiert eine Frage bzgl. Unklarheiten zur hier deutschen Version des Cutler-Protokolls inkls. FAQ-Fragen-Antworten:

Es wird gesagt, kein Provokationstest wird empfohlen.
Gleichzeitig ist dem o.g. Dokument zu entnehmen, dass Urintestung vor und nach einem Zeitraum durchgeführt werden soll, um zu prüfen, ob das Protokoll funktioniert:

..."Zuerst wird ausschließlich DMSA oder DMPS (oder beides zusammen) verwendet, um das Blut und Gewebe zu entgiften. DMPS ist das potententere Mittel für diesen Zweck, aber DMSA ist billiger im Verhältnis zum entfernten Quecksilber. Das macht man so lange bis das im Urin nachweisbare Quecksilber um 80% gefallen ist (ca. 2-3 Monate)."


Jeder, der sich ein bisschen mit der Matierie Hg-Ausleitung beschäftigt hat, weiss, dass im Urin ohne Provokation bei entsprechender Vergiftung kein Hg nachweisbar ist, deshalb macht man ja die Provokationsgeschichte mit DMPS.

Wie soll man den Text also jetzt verstehen?:

1. Möglichkeit: Soll Urin OHNE Provokationstest als Vergleich herangezogen werden?
Wenn ja: Welchen Sinn hat das, da im Urin vor Therapiebeginn kein Hg drin ist?
2. Möglichkeit: Wenn nein: Warum wird dann gleichzeitig gesagt, keine Provoktionstests?
Kann man Hg im Urin etwa ohne Provokation nachweisbar testen?

3. Möglichkeit: Oder soll man Hg während der Therapie ohne Provokation im Urin testen, wenn DMSA bereits im Blut ist?

Es wäre schön, wenn jemand kurz, knapp und konkret antwortet, der die Antworten zu wissen glaubt.

Danke.
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Geändert von alphaomega (07.08.13 um 02:06 Uhr)

Cutler-Protokoll: Wie Urintestung ohne Provokationstest?

dmps123 ist offline
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Seit: 05.09.08
Jeder, der sich ein bisschen mit der Matierie Hg-Ausleitung beschäftigt hat, weiss, dass im Urin ohne Provokation bei entsprechender Vergiftung kein Hg nachweisbar ist, deshalb macht man ja die Provokationsgeschichte mit DMPS.
Das ist der Fehler der sich bei dir eingeschlichen hat und deshalb auch die Unklarheiten.

Im Schnitt scheidet jeder Amalgamträger Quecksilber aus im Urin aber auch Leute ohne Amalgam. Auch ohne Chelatbildner passiert das.

Wenn kein Quecksilber mehr zugeführt wird sinkt die Ausscheidung aber relativ bald drastisch.

Es gibt viele Studien wo das gemessen werden konnte.

Long-term mercury excretion in... [Int Arch Occup Environ Health. 1994] - PubMed - NCBI

Gleichzeitig ist dem o.g. Dokument zu entnehmen, dass Urintestung vor und nach einem Zeitraum durchgeführt werden soll, um zu prüfen, ob das Protokoll funktioniert:
Das wird nicht gesagt. Die Infos hier im Forum müssen nicht immer stimmen. Würde auch andere Quellen ansehen.

Damit ist gemeint man soll kontrollieren ob das Quecksilber im Urin nach der Entfernung unten ist damit man dann mit einen gehirngängigen Entgifter wie ALA beginnen kann. Das ist nicht zur Fortschrittskontrolle gedacht.

Diese Empfehlung ist aber von 1999! Mittlerweile wird diese Kontrolle auch gar nicht mehr als nötig erachtet ist also sowieso überflüssig.

lg

Geändert von dmps123 (07.08.13 um 11:20 Uhr)

Cutler-Protokoll: Wie Urintestung ohne Provokationstest?

alphaomega ist offline
Themenstarter Beiträge: 39
Seit: 24.04.11
Das ist der Fehler der sich bei dir eingeschlichen hat und deshalb auch die Unklarheiten.
Bei mir hat sich kein Fehler eingeschlichen. Ohne Mobilisierung keine HG-Ausleitung.
Die gesamte Ausleitungs-Literatur, Daunderer, Klingenhardt, Dr. Mutter, wäre wohl überflüssig, wenns andersrum wäre.

Irgendeine Stude auf englisch interessiert mich da nicht, Aussagekraft null.

Die Geschichte mit: Wann ALA, 80% und Urintestung ist wohl für Leute gedacht, die noch Hg im Mund haben, da es auch heisst: Oder nach Expositionsstopp.

Das Protoll ist ganz einfach ungenau beschieben.

Das ist nicht zur Fortschrittskontrolle gedacht.
Cutler-Protokoll-Auszug:

Haarelementanalysen, Urinprofile und alle anderen Laborwertanormalitäten können als Nachweis benutzt werden, dass die Therapie funktioniert....

Diese Empfehlung ist aber von 1999!
Jahreszahl kann ich dem Cutler-Protokoll nicht entnehmen. Ist auch irrelevant.
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Geändert von alphaomega (13.08.13 um 00:29 Uhr)

Cutler-Protokoll: Wie Urintestung ohne Provokationstest?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Irgendeine Stude auf englisch interessiert mich da nicht, Aussagekraft null.
Es gibt hunderte Studien mit Menschen und sogar mit Tieren die das zeigen.

Die vorher verlinkte ist zwar auf Englisch wurde aber in Düsseldorf gemacht.

Also es gibt aber hunderte aus allen möglichen Ländern das ist nicht etwas was man also anzweifeln würde.

Mercury Concentrations in Urine and Whole Blood Associated with Amalgam Exposure in a US Military Population

http://www.jokstad.no/mercury.pdf

Dental amalgam and mercury urine - Google Scholar

Die gesamte Ausleitungs-Literatur, Daunderer, Klingenhardt, Dr. Mutter, wäre wohl überflüssig, wenns andersrum wäre.
Nein, jeder scheidet etwas Hg aus wenn expositioniert. Nach Expositionstopp geht das aber rasch runter. Deswegen die 80% man möchte sicher stellen das nicht mehr so viel zirkuliert.

Ein grosser Teil des Hg lagert sich aber im Gewebe ab und kommt nur schlecht von alleine raus deshalb werden Chelatbildner empfohlen.

Die Geschichte mit: Wann ALA, 80% und Urintestung ist wohl für Leute gedacht, die noch Hg im Mund haben, da es auch heisst: Oder nach Expositionsstopp.
Mit Hg im Mund sollte man überhaupt nicht ausleiten. Die Ausleitung setzt voraus das man kein Hg mehr im Mund hat. Es heisst glaube ich 3 Monate nach Expositionstopp.

Das Protoll ist ganz einfach ungenau beschieben.
Ja genau, deswegen sage ich ja auch immer wieder man soll nicht nur anhand von Foreninfos entgiften. Das WIKI und Forenbeiträge werden von freiwilligen Helfern und Betroffenen erstellt es gibt aber keine genau Kontrolle. Deshalb würde ich mir auch immer nochmal die "offiziellen" Infos ansehen.

Cutler-Protokoll-Auszug:

Haarelementanalysen, Urinprofile und alle anderen Laborwertanormalitäten können als Nachweis benutzt werden, dass die Therapie funktioniert
Mit Urinprofile ist glaube ich nicht Hg im Urin gemeint sondern Porphyrineprofile im Urin, ein Marker für Hg Toxizität der kein Hg im Urin misst.

Das sind Forenbeiträgen die von jedem editiert werden können. Das sind ja auch nicht die offiziellen Infos, nicht vollständig, möglicherweise gar nicht aktuell oder theoretisch sogar falsch!

Der Gründer von Wikipedia hat glaube ich einmal gesagt er empfiehlt Wikipedia nicht einmal für eine Schularbeitsrecherche. WIKIs u. Foren sind gut um sich Anregungen zu holen oder einen groben Überblick zu verschaffen. Aber ich würde mir kein Bild nur dadurch verschaffen.

Jahreszahl kann ich dem Cutler-Protokoll nicht entnehmen. Ist auch irrelevant.
Na ja es wäre schon immer wichtig zu wissen ob die Infos noch aktuell sind.

lg


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