orthomolekulare Entgiftung

29.09.07 11:20 #1
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orthomolekulare Entgiftung

human ist offline
Beiträge: 969
Seit: 20.01.06
Zitat von Bodo;103388 Vitamine werden nur dann eingesetzt, wenn ein [B
Vitaminmangel[/B]
diagnostizierbar ist. Und erst dann kann man sich Gedanken darüber machen, in
welcher Form und Dosierung man den Körper mit dem fehlenden Vitamin unterstützt.
ich hab sauber diagnostizierten selenmangel und nehm es nicht ein, da ich schlimme symptome davon bekomme. bin da in nem dilemma...
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greetz
human

orthomolekulare Entgiftung

human ist offline
Beiträge: 969
Seit: 20.01.06
nochetwas:

im zuge der ganzen orthomolekulardiskussion fällt mir immer wieder auf, dass zink (oder selen) nicht gleich zink/selen sind. da gibt es zb natriumselenit, selenhefe, etc beim zink ist es dasselbe. die meinungen darüber, welches präperat bei mangel nun anzuwenden sind, sind so vielfältig wie die präparate selbst. wer blickt da durch? gibts da ne tabelle oder so? warum verschreibt jemand beispielsweise natriumselenit und nicht selenhefe bzw magnesiumcitrat und nicht magnesiumwasweissich?

EDIT: bin kein chemiker, also bitte um entschuldigung wenn meine frage(n) etwas flapsig daherkommen....
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greetz
human

orthomolekulare Entgiftung

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Bodo

Weil die körpereigene Entgiftung hier an ihre Grenzen stößt, die durch Vitamingaben
nicht zu forcieren ist.

Und wie sieht es dann aus,, wenn die körpereigenen entgiftung eben nicht an den Greenzen ist bzw gar nicht funktioniert und vieleicht garade deswegen jemand eine Belastung hat??
Dann sollte ja durch die normalisierungg der körpereiogenen Entgiftung, zB durch Gluthadion direkt oder indirekt dies möglich sein.

nebenbei hochdossiertes Vit C und Vit MB12 kann entgiften wurde nachgewiesen. Letzteres hat Mutter eine Studie
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

orthomolekulare Entgiftung
Männlich Bodo
Hallo Beat,

Mutters Studie wäre nur dann relevant, wenn sie nachweisen würde,
dass durch hochdosierte Vitamingaben eine Entgiftung tatsächlich erreicht wird.

Also das ein messbares Resultat vorliegt:

Giftstatus vor Substitution
Giftstatus nach Substitution

Wo sind diese Ergebnisse?

Diese übertriebene Vitaminfresserei kommt übrigens wie so vieles "Gute",
wer hätte es gedacht, aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Unterlägen diese Präparate den Zulassungsbestimmungen für Medikamente,
erhielten sie keine Freigabe. Deshalb ist man froh, sie als "Nahrungsergänzung"
zu verhökern.

Ein vielsagender Bericht aus dem Deutschen Ärzteblatt:

Multivitamine - Sicherheit nicht geklärt

Dem unerschütterlichen Glauben vieler Verbraucher an die gesundheitsfördernden Wirkungen von Vitaminen und Spurenelementen steht ein erstaunlicher Mangel an wissenschaftlichen Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der Präparate gegenüber. Eine Expertenkommission der US-National Institutes of Health (NIH) rät der Regierung nach einer dreitägigen Konsensus-Konferenz zu einer stärkeren Regulierung der Präparate. Nahrungsergänzungsmittel sollten von der Arzneibehörde FDA beaufsichtigt werden.

An wissenschaftlichen Publikationen zu Vitaminen besteht kein Mangel. Die Gruppe um Michael McGinnis vom Institute of Medicine (IOM) in Washington fand bei ihrer Recherche in den Datenbanken von Medline, Embase und der Cochrane-Collaboration 11.324 Einträge zu den einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen. Darunter befanden sich aber nur 63 Artikel, in denen die Wirkungen zur Vermeidung von chronischen Erkrankungen und Gesundheitsstörungen und die Sicherheit der Präparate wissenschaftlich angemessen untersucht wurden. Und in keiner einzigen Studie wurden jene zum Teil hochdosierten Multivitamin-Präparate einer echten Prüfung unterzogen, die laut IOM von jedem zweiten erwachsenen Amerikaner eingenommen werden.

Die Durchführung von rigorosen randomisierten kontrollierten Studien lautet deshalb die zentrale Forderung der Autoren. Am leichtesten ließe sich dies durchsetzen, wenn Vitamine und Mineralpräparate von der FDA reguliert würden. Dann müssten die Hersteller vor Markteinführung die Sicherheit und Wirksamkeit der Präparate in größeren Studien prüfen. Dass eine derartige Gesetzesnovelle, wie von den IOM-Mitarbeitern gefordert, den Kongress passieren wird, muss allerdings bezweifelt werden.

Es dürfte deshalb dabei bleiben, dass es für die evidenzbasierte Therapie mit Vitaminen und Mineralstoffen nur wenige bewiesene Indikationen gibt. Diese erfordern dann auch den gezielten Einsatz einzelner Vitamine und Mineralstoffe und keineswegs die unkritische Einnahme von Mischpräparaten, in denen alle vom Markt angebotenen Substanzen kombiniert sind.

Eine nachgewiesene Wirkung gibt es laut der Expertengruppe nur in wenigen Bereichen. Das Panel empfiehlt postmenopausalen Frauen die kombinierte Einnahme von Kalzium und Vitamin D zur Prävention der Osteoporose. Die jüngste Evidenz hierzu kommt von der Women’s Health Initiative (WHI), in der eine signifikante Zunahme der Knochendichte und eine nichtsignifikante Reduktion des Hüftfrakturrisikos gezeigt wurde. Antioxidanzien und Zink sollten nach Einschätzung der US-Experten von nichtrauchenden Erwachsenen eingenommen werden, bei denen Vorstufen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) aufgetreten sind.

Diese Empfehlung ist eine Konsequenz der Age-Related Eye Disease Study, in der gewisse positive Wirkungen (aber sicherlich keine sichere Vermeidung der AMD) erreicht wurde. Das Panel unterstützt außerdem eine Empfehlungen der US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC), nach der Frauen im gebärfähigen Alter täglich Folsäure einnehmen sollten, um im Fall einer Schwangerschaft Neuralrohrdefekten bei den Feten vorzubeugen. Dagegen gebe es keine Beweise, dass Beta-Caroten vor Krankheiten schützt. Bei Rauchern gebe es sogar Hinweise auf eine schädliche Wirkung, etwa eine steigende Zahl von Lungenkrebs.

Das Panel befürchtet, dass viele Amerikaner durch die unkritische Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen die oberen Grenzen der empfohlenen Einnahme überschreiten und ihrer Gesundheit dadurch schaden.

DÄ, 19. Mai 2006

orthomolekulare Entgiftung
Binnie
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Zitat von Binnie
Aber diese Chelatbildner leiten eben leider nicht nur die Giftstoffe aus, sondern auch "unsere Freunde", die "guten" Mineralstoffe, wie Zink, Magnesium, Calcium usw.

Dies wird immer gerne behauptet, stimmt aber nicht:

Zitat:
(Anmerkung: Substitution von Zink ist nur dann notwendig, wenn vor der DMPS Gabe ein chronischer Zinkmangel festgestellt wurde (per Bluttest und nicht per Kinesiologie!)

eine 4 ½ jährige DMPS Therapie (300 – 800 mg DMPS oral pro tag) führte zu KEINER BEEINNFLUSSUNG DES MINERALSTOFFHAUSHALTES.

die mehr als einjährige Gabe von täglich 100 mg DMPS bewirkte bei einem KIND KEINEN SPURENELEMENTMANGEL.

bei einem Patienten mit akuter Quecksilbervergiftung lag nach ca. 600 Ampullen DMPS i.v. und ca 400 Kapseln DMPS oral der Zinkspiegel ohne Substitution noch im Normalbereich.
DMSA DMPS verändern keine Spurenelemente

Liebe Grüße, Bodo
Hallo Bodo,

wahrscheinlich ist das dann dosisabhängig. Dr. Mutter arbeitet ja mit Dosen von 2 - 5 g DMPS. Und in seinem Video erklärt er eben, dass dabei zunächst einmal auch die für den Stoffwechsel wichtigen Spurenelemente und Mineralstoffe ausgeleitet werden, dann aber auch große Mengen der Gifte. Also viel größere Mengen als bei Daunderer's Dosen. Dr. Mutter empfiehlt eben deswegen diese Therapie mit abwechselnd hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln und DMPS.

Ich erinnere mich auch bei Daunderer was gelesen zu haben, dass eben DMPS usw. selber höchstgiftig sei und eigentlich nur was für Schwerstvergiftete. (Gestern in seinem Vortrag muss das übrigends auch wieder so rüber gekommen sein...). Und dass DMPS eben gerade dann selbst als Gift wirke, wenn es nicht auf genügend "eigentliches" Gift im Körper stoße. Das hieße dann beispielsweise aber für Leute wie mich (ich bin ja nicht mehr "akut schwerstvergiftet"), dass ich mich mit meinen Giften im Körper abfinden muss, oder wie??? Will ich aber nicht!

Viele Grüße
Sabine

orthomolekulare Entgiftung

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Bodo

Mutters Studie wäre nur dann relevant, wenn sie nachweisen würde,
dass durch hochdosierte Vitamingaben eine Entgiftung tatsächlich erreicht wird.

Klar, hat die Studie scheinbar auch

Leider bist Du nicht auf meine Frage eingegangen.

Darunter befanden sich aber nur 63 Artikel, in denen die Wirkungen zur Vermeidung von chronischen Erkrankungen und Gesundheitsstörungen und die Sicherheit der Präparate wissenschaftlich angemessen untersucht wurden.
NUR??? Gibt es auch 63 randomisierte Doppelblindstudien die die Wirksamkeit von DMPS nachweisen? Nein gibt es nicht, also ist DMPS Scharlantanerie???
Ausserdem wer zahlt dann die Millionen die es braucht für die Doppelblindstudien zB für Vitamin C das man für ein paar enige Euros bekomt und dann nicht pantentieren kann?

Das Panel befürchtet, dass viele Amerikaner durch die unkritische Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen die oberen Grenzen der empfohlenen Einnahme überschreiten und ihrer Gesundheit dadurch schaden
Dasselbe Panel befürchtet sicherlich auch, dass viel zu viele Leute auf Daunderer und Co herienfallen, da es aben die 63 Studien nicht gibt.
Und das Panel soll mir mal mit mindestens 63 Stuidien beweisen, wie sie an die empfohlenen oberen Grenzen gekommen sind. Da bin ich aber gespannt.
Ausserdem kann das Panel in diesem Fall ja mahr als 63 Studien vorweisen, das diese Leute angeblich Ihrer Gesundheit schaden. Diese hunderten von Studien hätte ich gerne
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
ich denke, dr.mutters studien werden wohl in seinem nächsten buch auftauchen..?
ansonsten kann ich nur bestätigen, dass ich nach monatelanger hochdosierter einnahme von dmsa weder zink- noch selenmangel habe.
mir wurden von dr.mutter nur NEM verschrieben, für dir ein durch ein blutbild nachgewiesener mangel vorlag. also keine sinnlose vitaminfresserei.

lg
alanis


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