Ausleitung schon vorm Fräsen?

22.02.13 19:26 #1
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renhoek ist offline
Beiträge: 56
Seit: 25.08.08
Hallo,

ich hoffe es ist i.O. wenn ich hier nochmal eine extra-Thread eröffne und diese Fragestellung nicht meinem vorherigen Thread anfüge, aber es handelt sich ja um eine andere Fragestellung.

Ich habe mir aus drei Zähnen die Amalgamfüllungen entfernen lassen und weitere vier wurzelbehandelte Zähne ziehen lassen. Nun bin ich am Überlegen, ob ich mir zuerst den Kieferknochen ausfräsen lasse oder erstmal die Ausleitung angehe. Denn ich bin nicht sonderlich scharf drauf, mir im Knochen rumbohren zu lassen und dachte mir, dass ich vielleicht erstmal ausleite, um zu schauen, ob sich eine Verbesserung meiner Symptomatik einstellt (ständige Müdigkeit, Brainfog). Sollte dem so sein, würde ich anschließend Fräsen lassen. Sollte sich keinerlei Verbesserung einstellen, würde ich mir das Fräsen ersparen, da es dann ja anscheinend sowieso nix bringt.

Oder kann die Ausleitung gar keine positiven Effekte zeigen, solange noch nicht gefräst ist, weil sich noch Unmengen von Quecksilber und Co im Kiefer befinden? Denn ich hab noch nirgens gefunden, ob im Knochen nur sehr wenig Quecksilber eingelagert ist oder sich dort soviel befindet, dass es einer fetten Amalgam-Füllung gleichkommt (denn dann wäre vorheriges Ausleiten ja alles andere als ratsam).

Wie würdet ihr vorgehen oder wie seid ihr vorgegangen?

Liebe Grüße

Ausleitung schon vorm Fräsen?

Niiiiene ist offline
Beiträge: 249
Seit: 21.03.11
Ich würde mir überhaupt nichts fräsen lassen.

Ich habe eine Bekannte aus England die fräsen lassen hat und das ist nie wieder nachgewachsen. Sie meint selber sie sieht nun aus wie eine alte Frau.

Ich hatte 163µg/l Quecksilber beim ersten Mal messen. Und habe nie etwas fräsen lassen und ich habe auch weiterhin meine wurzelbehandelten Zähne drin auf denen Quecksilber saß.

Muss aber jeder selber wissen.

MfG

Ausleitung schon vorm Fräsen?

renhoek ist offline
Themenstarter Beiträge: 56
Seit: 25.08.08
Hallo Niiiine,

Was das Fräsen betrifft, so ist es wohl absolut entscheidend, dass die äußeren Knochenwände (Kompakta) nicht mit weggefräst werden, sondern nur der Knochen-Innenraum, die Spongiosa (schwammartiges Knochengewebe, Spongebob ) ausgefräst wird. Denn die Spongiosa bildet sich im Gegensatz zur Kompakta wieder neu (sofern die Kompakta noch vorhanden ist) und bietet nach dem Fräsen und Nachwachsen letztendlich häufig sogar eine bessere Befestigungsgrundlage (für Implantate) als zuvor. Es kommt allerdings leider nich selten vor, dass die Kompakta mit weggenommen wird, was dann zu den bekannten Problemen führt.

Du schreibst, dass Du vor dem Fräsen einen Wert von 163 µg/l Quecksilber beim ersten Messen hattest. Gab es denn nach der Ausleitung noch eine zweite Messung und wie war dann der Wert?

Liebe Grüße

Geändert von renhoek (25.02.13 um 16:18 Uhr)

Ausleitung schon vorm Fräsen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Oder kann die Ausleitung gar keine positiven Effekte zeigen, solange noch nicht gefräst ist, weil sich noch Unmengen von Quecksilber und Co im Kiefer befinden? Denn ich hab noch nirgens gefunden, ob im Knochen nur sehr wenig Quecksilber eingelagert ist oder sich dort soviel befindet, dass es einer fetten Amalgam-Füllung gleichkommt (denn dann wäre vorheriges Ausleiten ja alles andere als ratsam).
alle mir bekannten Messungen haben bis jetzt gezeigt das zwar Quecksilber im Kieferknochen sein kann es aber relativ wenig ist. Wir haben übrigens in allen Knochen Quecksilber und zwar jeder egal ob Amalgamträger oder nicht.

Sogar die Messungen wo Zahnärzte/Labore angeblich gefährliche Mengen gemessen haben wollen und den Patienten dann das Fräsen nahelegten waren relativ harmlos.

Ich würde nur so etwas in Erwägung ziehen wenn hohe Werte gefunden werden.

(also mindestens im Milligrammbereich)

Alle hier bis jetzt geposteten Werte waren im Millionstelgrammbereich also harmlos.

dass es einer fetten Amalgam-Füllung gleichkommt
so etwas hat es bis jetzt niemals gegeben meines Wissens.

Angeblich hohe Werte waren ca. um die 100mcg/kg also nicht mehr als in unserer Nahrung vorkommen kann.

Wenn du nachweislich über 20.000.000 mcg/kg hast würde ich mir Gedanken machen.

Geändert von dmps123 (25.02.13 um 17:05 Uhr)

Ausleitung schon vorm Fräsen?

renhoek ist offline
Themenstarter Beiträge: 56
Seit: 25.08.08
Hallo dmps123,

danke für Deine aufschlussreiche Antwort!

Demnach ist es also Deiner Meinung nach durchaus sinnvoll, auch ohne vorheriges Fräsen mit der Ausleitung zu beginnen. Ich werde das wohl auch so handhaben und mal schauen, ob sich was tut.

Wenn du nachweislich über 20.000.000 mcg/kg hast würde ich mir Gedanken machen.
Wie wird das eigentlich geprüft? Wird dafür eine Knochenprobe entnommen und diese dann auf ihren Quecksilbergehalt untersucht? Denn wenn das so wäre, stellt sich doch eigentlich die Frage, ob das Quecksilber tatsächlich gleichmäßig im Kiefer verteilt ist. Denn wenn nicht, könnte ja an der Stelle wo die Probe entnommen wurde zufällig ein Bereich mit geringer Belastung "erwischt" worden sein (oder man müsste an allen Stellen wo gefräst werden soll jeweils eine Probe entnehmen).

Oder bezieht sich der Wert von 20.000.000 mcg/kg auf die allgemeine Quecksilberbelastung des Körpers, weshalb bei so einem hohen Wert auch auf eine starke Belastung des Kieferknochens rückgeschlossen wird?

Liebe Grüße

Geändert von renhoek (26.02.13 um 22:47 Uhr)

Ausleitung schon vorm Fräsen?

ExLukas ist offline
Beiträge: 1.597
Seit: 27.08.09
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Wenn du nachweislich über 20.000.000 mcg/kg hast würde ich mir Gedanken machen.



Nur zur Info:

Der vom Bremer Labor angegebene Referenzbereich für Quecksilber in der Knochenprobe ist < 2 µg/kg. Zumindest steht es bei meinem Befund so dabei.

Der Referenzbereich geht im Grunde bereits von Hg-belasteten Personen aus, denn normalerweise hat Hg im Knochen gar nichts verloren und sollte Null sein. Aber man tut eben mal wieder so, als wäre eine gewisse Hg-Belastung normal. Normal ist sie in heutiger Zeit vermutlich auch, aber deshalb nicht unbedingt auch unbedenklich.

Der maximale Referenzwert ist also 2 µg/kg.

Von daher halte ich persönlich die Meinung für etwas gewagt, dass man sich erst dann Gedanken machen müsste, wenn man in seinem Knochen Hg-Mengen vorliegen hat, die den zehn-millionenfachen maximalen Referenzwert (von im Grunde bereits belasteten Personen) überschreiten...

Grüße
Lukas

Ausleitung schon vorm Fräsen?

golden October ist offline
Beiträge: 21
Seit: 04.06.11
Gehe davon aus, dass sich die Metalle mit der Zeit im Kieferknochen verteilen, mit der höchsten Konz. in der Nähe der Amalgamzähne.
Wäre mit allen fräsenden, bohrenden und schleifenden Bearbeitungsmethoden egal ob Zahn oder Kieferknochen vorsichtig, vorallem wenn schon bestehende Krankheiten oder Allergien vorliegen. Das Schonenste ist wohl das Ziehen mit anschliessender Versorgung durch herausnehmbare Prothese aus verträglichem Kunststoff.

Ausleitung schon vorm Fräsen?

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von ExLukas Beitrag anzeigen
Nur zur Info:

Der vom Bremer Labor angegebene Referenzbereich für Quecksilber in der Knochenprobe ist < 2 µg/kg. Zumindest steht es bei meinem Befund so dabei.
Natürlich ist das der Referenzwert aber man muss den auch hinterfragen nicht blind übernehmen wie es zb. Amalgam gemacht wird und dann Millionen Leute krank werden.

Du zitierst ein Labor vielleicht weil du denkst das sei eine Authorität die wissen muss von was sie spricht. Sollte man meinen aber auf das Gesundheitswesen ist kein Verlass heutzutage!

Das Labor verkauft nur diese Tests und hat die Referenzwerte selbst nur übernommen von Personen die diese Tests erfunden haben.

Diese Personen haben eine vollkommene unbegründete Panikmache betrieben,
den Leuten nahegelegt sich den Kiefer zu fräsen.

Das heisst die Referenzwerte sind rein logisch in keinster Weise
realitätsbezogen auch wenn sie in einem Laborbericht stehen.

Warum?

1. Sogar Seinzeitzmenschen haben geringe Mengen Schwermetalle im Knochen.

Wir haben in allen Knochenteilen Quecksilber. Selbst wenn wir das auf dem Kiefer fräsen(was gar nicht wirklich geht) haben wir es noch im Schädel, in den Beinen etc. Das bringt also einmal gar nichts weil das meiste nicht entfernt werden kann. Auch die Leute die niemals Amalgam hatten haben es.

2mcg/kg sind nicht viel. Wenn ein Kieferknochen 50Gramm wiegt sind nicht mehr als 2mcg/20 im Knochen insgesamt. Das sind 0.1mcg. So viel ist in einem Apfel!

wie viel ist das?

--

Schwermetalle 2

Tab. 15: Quecksilbergehalte einiger ausgewählter Nahrungsmittel

Lebensmittel Quecksilbergehalt/mcg/kg

Milch 9

Eier 3

Rindfleisch 2

Schweinefleisch 5

Rinderleber 21

Schweineleber 47

Kalbsnieren 14

Schweinenieren 246

Süßwasserfische 271

Seefische *) 196

Hg-Problemfische **) 1070

Weizen 7 - 22

Kartoffeln 6

Gemüse 13 -47

Pilze 20 - 500

Obst 5 - 8

Wein 1

Bier 2

Trinkwasser 0.1 - 3

--

ALSO: Wir eliminieren in einer Woche MEHR Quecksilber über den Stuhl(aus der Nahrung) als sich insgesamt in einem angeblich "astronomisch belasteten" (lt. Zahnarzt, hier im Forum dokumentiert) Kieferknochen befindet der "unbedingt" gefräst werden muss.

Der Knochen selber kann ja nur diese Menge einmal abgeben.

Das ist nächste ist das Quecksilber ist im Knochen gebunden und kommt nur schlecht hinaus. D.h bei 2mcg/kg gelangt aus der Nahrung jeden Tag mehr in unseren Körper als aus dem Kiefer während der gesamten LEBENSZEIT kommen könnte.

Das was täglich bei einer sauberen amalgamfreien Lebensweise in uns hineinfliesst übersteigt bei weiten schnell das was während unserer gesamten Lebenszeit theoretisch aus dem Kiefer "fliessen" könnte.

Deshalb kann man die Referenzwerte nicht ernst nehmen die kommen von Leuten die ihre eigene Agenda haben und Panikmache betreiben und mehr Interesse an ihren Therapien haben als an anderen Dingen. Lt. diesen Referenzwerten muss dann JEDER fräsen.

Wenn man nachweislich viel im Knochen hat dann würde ich mir Sorgen ansonsten nicht. Teil der Panikmache ist ja das gesagt wird das man so viel Quecksilber wie in einem Amalgam im Kiefer habe (das wären 20.000.000 mcg/kg) deshalb habe gemeint wenn man so viel hat dann würde ich mir Sorgen machen. Das zeigt ja schon wie realitätsfremd diese Kieferbelastungdiskussion ist. 1 Gramm Quecksilber im Kiefer Das sind doch verrückte Behauptungen.

Was viel ist bestimmt nicht der Referenzwert (Referenzwerte sind Politik) sondern die Menge.

Die Belastung durch den Kiefer ist selbst bei angeblich hohen Werten relativ niedrig.

Nur in Fällen wo wirklich hohe Mengen zu finden sind würde ich deshalb fräsen in Erwägung ziehen. Bis jetzt wurden nur Messungen ins Forum gestellt die wirklich niedrig waren aber die ZÄ haben gross Panik gemacht und wollten die Leute gleich
durchfräsen Noch sinnvoller ist es sich gleich alle Arme und Beine zu amputieren da ist ja auch massig Quecksilber im Knochen noch mehr als im Kiefer. Am besten gleich alles weg. Leber, Nieren, Muskelgewebe´, Schädeldecke

Ich kann nur sagen, immer am Teppich bleiben, immer kritisch bleiben, von niemanden etwas einreden lassen, immer selbst hinterfragen.

Was noch wichtig ist: Öfters wird gesagt man solle den Kiefer fräsen lassen um eine Zerstörung des Knochens durchs Quecksilber zu verhindern.

Aber durchs Fräsen wird der Knochen garantiert beschädigt und auch viell. zerstört. Also das ist total verrückt den Knochen zu zerstören um ihn vor Zerstörung zu retten!

Geändert von dmps123 (27.02.13 um 12:50 Uhr)

Ausleitung schon vorm Fräsen?
Paula3
D a n k e ! dmps123

Ausleitung schon vorm Fräsen?

ExLukas ist offline
Beiträge: 1.597
Seit: 27.08.09
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Natürlich ist das der Referenzwert aber man muss den auch hinterfragen nicht blind übernehmen wie es zb. Amalgam gemacht wird und dann Millionen Leute krank werden.

Du zitierst ein Labor vielleicht weil du denkst das sei eine Authorität die wissen muss von was sie spricht. Sollte man meinen aber auf das Gesundheitswesen ist kein Verlass heutzutage!



Ich habe kein Zitat eingestellt. Auch habe ich weder jemals einen Arzt oder ein Labor als Autorität angesehen, noch irgendwelche Grenzwerte blind übernommen. Genau daher habe ich ja auch darauf hingewiesen, dass dieser vom Labor genannte Hg-Grenzwert von 2 µg/kg eigentlich nicht korrekt ist, da eigentlich (damit ist nicht der IST-, sondern der SOLL-Zustand gemeint) der Grenzwert von Null gelten müsste! Musst Du genauer lesen, gell...

Außerdem machst Du den gravierenden Fehler, Hg-Gehalte von Nahrungsmitteln mit Knochen-Hg zu vergleichen. Das ist natürlich völlig absurd. Das meiste Hg in der Nahrung wird einfach so mit dem Stuhl wieder ausgeschieden. Von dem winzig kleinen bisschen, was dennoch über den Darm in den Körper gelangt, wird dann wiederum ein Teil über die Nieren ausgeschieden, und der bereits überaus winzige nicht ausgeschiedene Teil wird hauptsächlich in irgendwelche Organe eingelagert. Eine eigentlich nicht mehr wirklich wahrnehmbare Menge wird ihren Weg in den Knochen finden. Daher ist es ja auch so, dass dann letztendlich eine gewisse, Dir klein erscheinende Menge Hg im Knochen bereits eine Hg-Intoxikation belegt. Der Knochen-Hg-Gehalt ist der einzige, der schulmedizinisch und darüber hinaus auch in der Rechtsmedizin anerkannt eine Hg-Intoxikation belegen kann. Und wie wir alle wissen, ist gerade der Schulmedizin herzlich daran gelegen, uns allen eine Hg-Intoxikation nachhaltig auszureden. Gerade sie wird also Grenzwerte, die eine Hg-Intoxikation belegen sollen, nicht anerkennen, wenn an ihnen auch nur irgendwie zu rütteln wäre. Aber gerade sie erkennt die genannten Grenzwerte an...

Ich habe noch nie zum Knochenfräsen geraten. Das muss jeder selber für sich entscheiden. Ich habe darüber geschrieben, dass es mir persönlich geschadet hat.

Gruß
Lukas


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