Tinnitus - Durch Koriander selbst verschuldet?

21.09.12 15:21 #1
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Bilineata ist offline
Beiträge: 6
Seit: 21.09.12
Hallo,

ich bitte um Hilfe!!

Ich habe seit exakt. 2,5 Wochen einen ständigen, durchgängigen Tinnitus (hohes Pfeifen) auf beiden Ohren (rechts und links geringfügig anders).

Meine Frau und ich zeigten beide typische Symptome von Candida auf (u.a. auch ein akuter Befall im Intimbereich). Da meine Frau gerade eh in ärztlicher Behandlung auf der Suche nach den Ursachen ihrer Rücken- und Muskelschmerzen war, wurde bei ihr ein LTT gemacht (Lymphozythen-Transformationstest), der etliche Werte extrem erhöht aufwies. Spitzenreiter war dort ebenfalls Candida, so dass ich mir sicher war, dass wir beide unter Candida leiden.

Meine Frau bekam Nystatin verschrieben. Ich selbst wollte mich lieber alternativ mit Grapefruitkernextrakt selbst behandeln, da dieser aber noch nicht eingetroffen war, habe ich die ersten zwei Tage einige der Nystatin-Pillen meiner Frau genommen. Zudem hatte ich gelesen, dass es eine Verbindung zu Quecksilber geben kann (ich hatte/habe auch etliche Amalgam-Füllungen) und dass bei der Candida-Therapie Quecksilber zunächst frei wird (da die Pilzzellen platzen und gebundenes Quecksilber frei geben). Dagegen würde Chlorella, Bärlauch und Koriander helfen.

Beim Einkauf habe ich daher u.a. eine Koriander-Pflanze mitgenommen und am abend einige Blätter einfach mal probiert (an dem Tag, wo ich das Nystatin nahm). An diesem Tag begann der Tinnitus, der wie gesagt seit 2,5 Wochen durchgängig anhält. Vorher hatte ich so was noch nie!

Mittlerweile habe ich gründlicher gegoogelt und weiß, dass zur Quecksilberausleitung ich zunächst Chlorella und Bärlauch hätte nehmen müssen und erst danach Koriander. Koriander soll die Blut-Hirn-Schranke überwinden können und kann Quecksilber aus Gehirn und Nervenzellen rasch ausleiten. Da das über einen osmotischen Gradienten funktioniert, kann das auch nach Hinten losgehen: falls im Gewebe Quecksilber mobilisiert und nicht gebunden wurde, kann Quecksilber in die Nervenzellen eingeschleust werden und z.B. Tinnitus erzeugen.

Jetzt habe ich Angst, dass das passiert ist. Kann das sein??

Und was kann ich zur sofortigen Abhilfe tun (außer einige Monate Chlorelle/Bärlauch zu nehmen und solange mit dem Pfeiffen leben und dann nochmals Koriander nehmen) ???

Danke für Hilfe!


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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Jetzt habe ich Angst, dass das passiert ist. Kann das sein??
schwer zu sagen. ich hatte ein ähnliches erlebnis. aber es muss nicht zwangsläufig durch den koriander sein. unter nystatin hatte ich auch zum teil seltsame reaktionen, ich glaube auch tinnitus wurde teilweise stärker.

Und was kann ich zur sofortigen Abhilfe tun (außer einige Monate Chlorelle/Bärlauch zu nehmen und solange mit dem Pfeiffen leben und dann nochmals Koriander nehmen) ???
zur sofortigen Abhilfe wahrscheinlich gar nichts. Ich würde vorerst für lange Zeit auf keinen Fall mehr Koriander anrühren. Ich denke da hilft erstmal nur Geduld.

Wenn die Beschwerden vergiftungsbedingt wären bringt eine Ausleitung bei bestehenden Amalgamfüllungen sowieso nichts bzw. würde den Zustand verschlechtern. Wenn es überhaupt nicht besser wird würde ich eine Quecksilberbelastung in Erwägung ziehen und ggf. die Füllungen mit geeignetem Schutz entfernen lassen. Ohne Schutz könnte sich der Zustand permanent und dramatisch verschlechtern.

Würde mich aber nicht nur auf den Koriander versteifen. Absterbende Pilzgifte können sowas möglicherweise auch verursachen.

Tinnitus - Durch Koriander selbst verschuldet?

salute ist offline
Beiträge: 182
Seit: 05.07.07
Ich würde das schon auf Koriander zurückführen.
Die Symptome auf Koriander sind sehr individuell. Pfeifen im Ohr ist aber bekannt.

Das verschwindet wieder, keine Panik. Schneller geht es mit Chlorella oder anderen Mittel wie Kohle, DMPS, DMSA, etc.
Ich persönlich würde Chlorella nehmen.

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HalfLife ist offline
Beiträge: 117
Seit: 28.09.12
Zitat von Bilineata Beitrag anzeigen
Da das über einen osmotischen Gradienten funktioniert, kann das auch nach Hinten losgehen: falls im Gewebe Quecksilber mobilisiert und nicht gebunden wurde, kann Quecksilber in die Nervenzellen eingeschleust werden und z.B. Tinnitus erzeugen.

Jetzt habe ich Angst, dass das passiert ist. Kann das sein??
Denke schon das das möglich ist. So lange noch Amalgam vorhanden besser kein Koriander sondern einfach nur Chlorella + Bärlauch nehmen. Ein paar Wochen nach kompletter Amalgam-Entfernung dann zusätzlich Koriander.

Andere Methode wäre die Cuttler Entgiftung mit DMPS oder DMSA. Wobei DMSA noch eher bis in die Nerven kommt. Für das Nervensystem am effektivsten dürfte aber ALA sein, aber hier ist vermutlich das selbe Problem das das Amalgam erst raus muss.

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fr33mind ist offline
Beiträge: 57
Seit: 17.06.10
ja ich glaub auch das das bei dir mit dem koriander zusammenhängt....hatte auch ein krasses koriander erlebnis nach zu früher einnahme... weiss nicht mehr genau aber ich glaub tinitus war damals auch dabei...

kann mich meinen vorschreibern da auch nur anschliessen das wird mit der zeit und unterstützend kann man eben die div. entgiftungs methoden ( cutler/ klinghardt etc) durchführen.

bin mir nicht ganz sicher aber könnte mir auch vorstellen das Alpha- liponsäure (ala) hilfreich wäre... wird in der allg. medizin oft eingesetzt wenn die nerven etwas belastet sind... hat bei mir auf jeden fall damals geholfen gegen meine allgemeinen "hirnnebel" schwindel etc.
wie gesagt bin mir nicht sicher aber könnte mir vorstellen das ein tinitus evtl auch durch nervenschädigung durch quecksilber ausgelöst wird.

auf jeden fall nich verzagen das geht wieda wech
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James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.748
Seit: 20.05.08
Hallo Bilineta,

sehr oft lese ich, dass Patienten, die Nystatin wegen Candida einnehmen anschließend unter schweren Nebenwirkungen zu leiden haben. Wir nehmen an, dass die frei werdenden Schwermetalle sowie die Zerfallsprodukte des Pilzes dieses auslösen.
Besser wäre natürlich gewesen, wenn zuvor zumindest das Quecksilber ausgeleitet wird. Ich denke, dass der Tinnitus eher eine Nebenwirkung dieser Vorgänge und weniger auf den Koriander zurück zu führen ist. Die uns bekannten Zusammenhänge haben wir in den Wiki-Seiten Candida und Tinnitus beschrieben.
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Gruß, James

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fr33mind ist offline
Beiträge: 57
Seit: 17.06.10
Zitat von James Beitrag anzeigen
Hallo Bilineta,

Wir nehmen an, dass die frei werdenden Schwermetalle sowie die Zerfallsprodukte des Pilzes dieses auslösen.....
...Ich denke, dass der Tinnitus eher eine Nebenwirkung dieser Vorgänge und weniger auf den Koriander zurück zu führen ist.

Koriander löst quecksilber ausm hirn... somit is nich der koriander an sich aba die wirkung des koriander auslösend...
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Odysseus14 ist offline
Beiträge: 91
Seit: 10.09.12
Hallo Bilineata,

ich hatte vor einigen Jahren auch Tinnitus, allerdings nur leicht. Ich habe dann Magnesium CT 500 mg genommen, und es ging nach kurzer Zeit weg. Google dazu einfach mal "magnesium tinnitus".

Bei mir gab es auch Verdacht auf Candida, bei Einnahme von Nystatin traten dann ebenfalls schwere Nebenwirkungen auf, was ich auf das Absterben der Pilze und die damit verbundene Freisetzung von Quecksilber zurückführte. Pilze binden anscheinend Quecksilber. Von daher muss nicht Koriander ausschließlich schuld sein, sondern vermutlich das Zusammenwirken von Nystatin und Koriander.

Mich würde außerdem interessieren, ob Quantenheilung eine Wirkung hat bei deinem Tinnitus. Dazu wäre die schnellste Methode, die gleichnamige CD von Kinslow zu hören an einem völlig ungestörten Ort. Das dann entstehende sogenannte Eu-Gefühl hat eine stark entspannende Wirkung.

Hier eine kurze Schilderung von Frank Kinslow dazu:
"Die Methode arbeitet mit sanfter Berührung und versetzt das vegetative Nervensystem spontan und sofort in einen Zustand, in dem tiefe, heilsame Prozesse stattfinden können: Das Nervensystem schaltet unmittelbar um und kann all das „reorganisieren“, was nicht optimal funktioniert. Das Erstaunliche daran ist: Nicht nur der Klient, sondern auch der Anwender erleben ein unmittelbares, lang anhaltendes Wohlgefühl. Die Technik eignet sich sehr gut für die Selbsthilfe, macht aber auch jede professionelle Behandlungs- und Veränderungstechnik wirksamer."

Selbstbehandlung bedeutet, Du selbst gehst in das Eu-Gefühl hinein. Noch wirksamer ist es, wenn man es gegenseitig macht, also z.B. deine Frau und Du. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass es zumindest den enormen Stress von Dir nimmt, den Du seit dem Auftauchen des Tinnitus sicherlich hast. Der Stress wird von den negativen Emotionen ausgelöst, die mit dem Tinnitus einhergehen, z.B. "Wie soll ich so noch arbeiten, entspannen, Freude am Leben haben?". Dieser Stress kann u.U. dazu führen, dass Selbstheilungsprozesse blockiert werden.

Interessanterweise ist diese Methode das genaue Gegenteil des panischen Gedankens "Ich muss jetzt sofort diesen Tinnitus loswerden!". Es könnte aber sein, dass Dir Meditation etwas schwer fällt durch das Ohrgeräusch, das würde ich einfach mal ausprobieren.

auch noch Chlamydia pneumoniae...

Bilineata ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 21.09.12
Vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Derzeit hält der Tinnitus noch immer an :(

Da ungefähr zeitgleich mit dem Tinnitus weitere "Wehwehchen" (Schmerzen an der Archillessehne, manchmal total heftiger Schmerz im Nacken, leichte Bindehautentzündung, Muskelschmerzen,...), die aber nicht wie sonst bei so etwas üblich nach einigen Tagen wieder verschwanden, sondern ebenfalls anhalten, habe ich weiter gegoogelt und konnte meine Symptome mit Chlamydia pneumoniae in Verbindung bringen. Ich war dann beim Arzt und habe darauf testen lassen: Volltreffer! Viele Symptome sind sehr ähnlich wie Candida, zudem scheinen diese Bakterien sehr verbreitet zu sein ("schlummern" in 60% der Bevölkerung) und könnten eine völlig unterschätzte (oder verheimlichte*) Ursache für die verbreiteten Herzbeschwerden, Schlaganfall, Bluthochdruck, rheumatischen Erkrankungen wie Fibromyalgie, Arteriesklerose, MS, Asthma, Allergien etc. sein.

Ich habe mich zu einer Antibiotika-Therapie entschlossen, die ich mit natürlichen Mitteln unterstütze. Mal sehen was der Candida dazu sagt, er reibt sich sicher schon die Hände :(

* warum sollte man sowas "verheimlichen": Nachdem der Spiegel 1997 diesbzgl. von einer Jahrhundertsensation in der Medizin sprach und neuere Forschungen (z.B. von Wheldon oder Stratton) detailliert viele Zusammenhänge erklären und bestätigen konnte, wurde es nach 2007 merkwürdig still darum. Die Aussicht, dass sich ein Großteil der oben genannten Krankheiten durch eine Antibiotikatherapie in den Griff kriegen lassen, würde vielleicht die gesamte "Gesundheitsindustrie" treffen, die dadurch riesiger Einnahmen entledigt würde. Vielleicht verrückte These, oder nicht...?

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Odysseus14 ist offline
Beiträge: 91
Seit: 10.09.12
Zitat von Bilineata Beitrag anzeigen
Beim Einkauf habe ich daher u.a. eine Koriander-Pflanze mitgenommen und am abend einige Blätter einfach mal probiert (an dem Tag, wo ich das Nystatin nahm). An diesem Tag begann der Tinnitus, der wie gesagt seit 2,5 Wochen durchgängig anhält. Vorher hatte ich so was noch nie!
Dann ist es aber ein sehr großer Zufall, dass genau an diesem Tag (bzw. kurz davor) sich die Chlamydia pneumoniae, die festgestellt wurden (und die sowieso bei mehr als 50% der Bevölkerung vorhanden sind), stark vermehrt haben und somit zum Tinnitus ursächlich geführt haben.


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