Zahnsanierung und Provisorien

28.05.04 21:56 #1
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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo Ihr Alle,

ich habe eine Frage: wie ist es Euch mit Provisorien ergangen? Bei mir sollen Goldkronen und voraussichtlich auch Inlays entfernt und später durch Keramik ersetzt werden. In der Zwischenzeit sind von meiner Zahnärztin für etliche Monate Provisorien vorgesehen. Mir graust ein wenig vor dieser "Übergangszeit", weil ich aus dem Bekanntenkreis weiß, daß bei einigen Betroffenen das eine oder andere Teil herausgefallen ist und in zwei Fällen sogar versehentlich verschluckt wurde...

Ist es tatsächlich nötig, eine so lange Pause zwischen der alten Zahnversorgung und der zukünftigen Neuen einzuhalten?

Gruß

Malve

Geändert von Malve (10.05.16 um 11:21 Uhr)

Zahnsanierung und Provisorien

Susy ist offline
Beiträge: 268
Seit: 13.01.04
Hallo Malve, aus meiner Erfahrung von Beruf und eigener traurigen Geschichte bin ich total für eine prov. Zwischenlösung! Hätte mir das damals jemand gesagt, wäre mir viel Frust, Schmerzen und vorallem Kosten von rund Fr. 50.000.-- erspart geblieben! Es gibt drei Gründe PRO Zwischenlösung: 1. Durch den porösen Steinzement können noch Dämpfe (Gold-Palladium, Amalgam-Quecksilber) und kleinste Metallreste entweichen! 2. Man sieht ob sich die Zähne ruhig verhalten! Durch bohren und schleifen werden die Nerven gereizt- ein Zahn kann mal Schmerzen machen! Wenn sofort etwas neues drauf- alles wieder weg- Kosten! Bei mir Sanierung für 20.000.-- alles wieder raus!!!! 3. Genaue Materialtests gibt es nur, wenn kein Metall mehr im Mund ist! Dein zukünftiges Material sollte ausgetestet werden, absolut metallfrei sein und lasse ja keine Wurzelbehandlungen machen!!! Ich empfehle 3 - 6 Monate- glaube mir, diese Lösung lohnt sich!! Es gibt gute prov. Zemente- ich hoffe, deine Zahnärztin legt sie auch gut! Dann halten sie ohne Probleme! Viel Erfolg und Grüassli Susy

Geändert von Malve (10.05.16 um 11:21 Uhr)

Zahnsanierung und Provisorien

Malve ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo Susy,

vielen Dank für Deine Info und Deine Tipps. Ich werde mit meiner Zahnärztin noch einmal ausführlich über alles sprechen und auch nach der Haltbarkeit ihrer Provisorien fragen. Da ich zu ihrer Praxis ein ganzes Stück fahren muß, ist Letzteres schon wichtig. Mit dem Austesten kennt sie sich aus, sie ist übrigens auch Heilpraktikerin, was sicherlich nicht von Nachteil ist.

Du hast ja auch eine Menge hinter Dir, was Zahnsanierung betrifft!

Liebe Grüße in die schöne Schweiz,

Malve

Geändert von Malve (10.05.16 um 11:21 Uhr)

Zahnsanierung und Provisorien

Susy ist offline
Beiträge: 268
Seit: 13.01.04
Liebe Malve, ich freue mich immer riesig, wenn ich von Hilfesuchenden, auf meine Antwort - ein Danke- bekomme! Ist leider wenig der Fall! Also, ich danke Dir ganz herzlich! Weisst Du, oft ist es frustrierend für mich, mein grosses Wissen gratis weiter zu geben- und es folgt weder ein Danke, noch hört man wieder etwas von diesen Menschen! Ja, ich habe viel trauriges hinter mir, und- das möchte ich Euch allen ersparen! Darum schreibe ich ja auch ein Buch- Meine Geschichte- Traumberuf, mit fatalen Folgen! Untertitel ev.: Zahnärzte- verehrt-verachtet! Bin auf Seite 103- ca. 200 werden es sicher noch werden! Also, Dir ein herzliches Danke, viel Erfolg und lass Dich zu nichts überreden- frage lieber wieder, gäll! Herzliche Grüsse aus dem kühlen, nassen Bündnerland Susy

Geändert von Malve (10.05.16 um 11:21 Uhr)

Zahnsanierung und Provisorien

jontev ist offline
Beiträge: 83
Seit: 21.02.04
Hallo Susy,
war das die magische 100, die Du als überschritten so nebenbei uns zahnarztgeschädigter, aber noch nicht hoffnungslosen Forum-Gemeinde vermeldet hast?
Glückwünsche!!! (Weiß nicht, wie das in der Schweiz heißt...)
Wenn viele Seiten = viele Schmerzen bedeuten, was ich irgendwie vermute, würde ich Dir lieber weniger verbleibende Seiten wünschen!

Was empfiehlst Du anstelle einer Wurzelbehandlung? Extrahieren?
Die Frage steht für mich nicht aktuell, es ist nur eine Überlegung darüber, wie es mit der Zahnruine so weiter geht oder gehen könnte.

Beste Grüße - Jontev.


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Klaus Weber ist offline
Beiträge: 46
Seit: 20.02.04
Hallo jontev,

>Was empfiehlst Du anstelle einer Wurzelbehandlung? Extrahieren? ... es ist nur eine Überlegung darüber, wie es mit der Zahnruine so weiter geht oder gehen könnte.

Tote Zähne müssen entfernt werden, denn sonst schädigen sie, mit ihrem Leichengift über das Nerven-Bindegewebe, insbesondere über das Gehirn das entsprechend dem Zahnschema zugehörige Organ.

Bei einer "Wurzelbehandlung" füllt der Zahnarzt nach Zahnnerv-Entfernung den Nervenkanal mit antibakteriellem bzw. giftigem auf. Enthalten ist Arsen, Formaldehyd, oder flüssiges Quecksilber das schon mal in den Kieferknochen fliesst.

Die Füllung schliesst selten mit der Zahnwurzelspitze ab, sondern wird meist nicht mal bis zu den vorgeschriebenen 2/3 durchgeführt. Die meist folgende Restnerv-Entzündung führt zu einem Granulom an der Zahnwurzelspitze, in den Jahren danach.

Dann "verdient" der wurzelbehandelnde Zahnarzt oder sein Kieferchirurg, mit ihrer dann empfohlenen Zahnwurzelextraktion, meist nochmals 250 bis 500 Euro.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
mh, Klaus, nur eine Frage dazu:
Meinst Du mit Zahnwurzelextraktion die WUrzelspitzen-Resektion? Denn bei einem wurzelbehandelten Zahn ist die Wurzel bzw. der Nerv ja schon gezogen...
Gruß,
Uta

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Susy ist offline
Beiträge: 268
Seit: 13.01.04
Hallo miteinander, also was Klaus geschrieben hat, stimmt so heute nicht mehr! Meine Meinung ist absolut auch die- tote, wurzelbehandelte Zähne gehören nicht in den Mund- vor allem nicht bei chronischkranken Menschen!! Die Wurzelfüllungen enhalten KEIN Arsen! Heute wird eine Wurzelbehandlung, in der Regel in einer Sitzung gemacht: Der Patient erhält eine Anästhesie, der oder die Nerven werden aus den Kanälen entfernt und dann mit der Wurzelfüllung luftdicht verschlossen! Diese Füllungen sind problematisch sie enthalten Bleirot und des öfteren Cadmium. N2 ein Wurzelfüllmaterial wurde deshalb in Schweden verboten! Zu meiner Zeit als Zahnarztgehilfin wurden die Wurzelbehandlungen in zwei Sitzungen gemacht: 1. Sitzung bohren bis "auf den Nerv"- Abtötungsmittel- und dieses enthielt Arsen- rein- und in der nächsten Sitzung wurden die abgestorbenen Nerven entfernt- diese sahen aus wie vertrocknete Regenwürmer! Warum sind Wb schlecht: In der Regel kommt der Zahnarzt mit seinen Instrumenten nicht an die Wurzelspitze (Wurzeln abgebogen, Kanal verkalkt)- also bleibt im letzten Drittel der nun tote Nerv drin- dieser zersetzt sich- es entsteht ein Eisweisszerfallprodukt- ein Leichengift! Zudem hat es im oberen Drittel der Wurzel feine Abzweigen- wie bei einem Baum- auch aus diesen, kann der Zahnarzt des tote Gewebe nicht entfernen! Mit sträuben sich die Nackenhaare, totes Material im Mund zu wissen! In meinen Vorträgen bringe ich immer ein krasses Beispiel: Ein Diabetiker hat oft Durchblutungsstörungen in den Beinen- als schlimmstes Szenario sterben einzelne Zehen ab, sie werden schwarz! Was macht dann der Arzt? Er muss amputieren! Der Zahnarzt aber lässt solch totes Material im Körper! Ja, wenn der Zahn gezogen ist, gibt es nichts mehr zu flicken???!! Die Wurzelspitzenresektion ist eine weitere Einnahmequelle- der Störherd ist immer noch da, aber der Zahnarzt um ein paar hundert Franken reicher! Bei diesem chirurgischen Eingriff- wird die Wurzelspitze gekappt- und zu meiner Zeit, wurde das Kanalloch mit Amalgam gefüllt!!! Stellt euch das vor, Amalgam mitten im Kieferknochen!
Metall, tote Zähne und im Kiefer verbliebene Zähne können krank machen!!! Bei nicht diagnostizierbaren Krankheiten- IMMER an die Zähne denken! ein schönes Wochenende Susy

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Hallo,
meine letzte Wurzelbehandlung ist zwar schon ca. 4 Jahre her, aber sie lief in einigen Sitzungen ab: ERst wurde der Nerv entfernt, dann wurde Calciumhydroxid eingefüllt und oben kam ein Deckel drauf. Beim nächsten Mal wurde der Zahn innen wieder gereinigt und wieder gefüllt. Das ganze 5 x. - Dann kam die endgültige Wurzelfüllung rein:
wird nur ein Material für die Wurzelfüllung als probat angesehen und das ist Guttapercha! (in Kombination mit einem Epoxyd- oder Silikatsealer) Diese Kombinationen werden übereinstimmend als körperverträglich angesehen.
Der Cadmiumgehalt von Guttaperchafüllungen wurde unlängst von einer Zeitschrift angegangen. Die Fachwelt ist sich jedoch einig, daß dies in keiner Form relevant für den Organismus ist. Weitere Informationen hierzu gibt es z.B. in den wissenschaftlichen Stellungnahmen der DGZMK, die online abrufbar sind (www.dgzmk.de).
www.dentalimplantat.de/forum/messages/1189.html , fester Deckel drauf und fertig.
Leider war der Zahn mit dieser Behandlung nicht einverstanden, und nach 3 schmerzhaften Monaten wurde er gezogen. Zum Glück hatte der ZA keine Lust, auch noch eine Wurzelspitzenresektion zu mache.
Gruß,
Uta

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jontev ist offline
Beiträge: 83
Seit: 21.02.04
Danke, Klaus Weber, Susy, Uta
für Eure Informationen zu meiner Frage, die ich schon fast vergessen hatte. Es steht derzeit auch nicht akut bei mir zu Diskussion. Wenn ich Euch trotz Meinungsverschiedenheiten im Detail richtig verstanden habe, so ist der Weg im Fall der Irreparabiltät der Kavitäten doch eher die Extraktion als irgendeine Weiterbehandlung an der Zahnwurzel o.ä.
Herzliche Grüße - Jontev


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