Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

22.06.11 21:20 #1
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Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Evian,
Zitat von Evian Beitrag anzeigen
Wenn Amalgam eine Ursache für psychische Beschwerden ist, dann werden diese Beschwerden im Zuge einer Gift-Reduzierung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abnehmen.
Bin ganz Deiner Meinung, nur, wer kann schon mit Sicherheit bestimmen ob Amalgam die Ursache einer Depression ist? Ich wüsste nicht wie das gehen sollte und lasse mich diesbezüglich gerne belehren.
Eine Amalgam-Sanierung ist eine gute Sache, aber eben teuer, und man sollte sie nicht mit falschen Erwartungen/Hoffnungen durchführen.
__________________
Ich bin medizinischer Laie. Meine Ausführungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Recherchen und ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers.

Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Hamsafar,

antidepressiva lehne ich ab.
Ja, das tat ich auch, bis ich dann zusammenklappte und kurz vor der Einweisung stand --- und AD's nehmen musste, die ich mittlerweile wieder los bin.
Mein Rat:
Sprich mit einem Arzt -- am besten mit einem Psychiater, mach vielleicht eine Therapie.

Zantos
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Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

blech200 ist offline
Gesperrt
Beiträge: 128
Seit: 13.06.11
Zitat von zantos Beitrag anzeigen
Sprich mit einem Arzt -- am besten mit einem Psychiater, mach vielleicht eine Therapie.

Und solltest du *nachvollziehbare* Gründe dafür haben, eine Hg-Belastung zu vermuten, dann probier auch die DMPS-Lösung aus. Solltest du dabei Problemem bekommen, die nicht von DMPS selbst stammen - was ja nur dessen Allergiepotential betreffen kann, und diese Symptome sind sehr einfach und schnell zu erkennen - dann kann es sich ja nur um durch aufgescheuchtes Hg verursachte Symptome handeln. Den freundlichen Tip, das dann ja nachgewiesene Hg einfach in Ruhe zu lassen, würde ich ignorieren und dem freundlichen Ratgeber einen freundlichen Vogel zeigen.

Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

Evian ist offline
Beiträge: 116
Seit: 18.06.10
Zitat von zantos Beitrag anzeigen
Evian,

Bin ganz Deiner Meinung, nur, wer kann schon mit Sicherheit bestimmen ob Amalgam die Ursache einer Depression ist? Ich wüsste nicht wie das gehen sollte und lasse mich diesbezüglich gerne belehren.
Eine Amalgam-Sanierung ist eine gute Sache, aber eben teuer, und man sollte sie nicht mit falschen Erwartungen/Hoffnungen durchführen.



Wenn man eine nachgewiesene Belastung hat, und psychische Symptome, dann liegt der Verdacht des Zusammenhangs nahe, denke ich.
Eine Psychotherapie kann auch bei einer Hg-Belastung begleitend zur Entgiftung hilfreich sein. Es kommen sehr viele Themen hoch!

Geändert von Evian (29.06.11 um 16:35 Uhr)

Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

Hamsafar ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 22.06.11
zantos, es ist ja gut gemeint aber mein instinkt sagt mir, dass es an giften liegt. das ist ja imo auch das naheliegenste und logischste. man kann garnicht wissen, was es im körper alles anrichten kann. eine bloße hormonstörung als ursache der depri kann an sich auch wiederum eine folge der vergiftung sein.
wie daunderer schon schrieb so denke auch ich:

- Strikte Vermeidung neuer Nervengifte.
- Keine Therapieversuche, die erneut schaden.

darum kommen AD für mich nicht in frage

- Nur eine giftfreie Psyche kann gesund werden.
- Erst nach der Entgiftung wirkt eine Psychotherapie.

somit höchstens nach oder begleitend zur entgiftung, quasi als stärkung aber nicht als ursachenforschung. denn dann ist die psyche leichter, weil kein schwermetall mehr darauf liegt.

dmps123, danke für den kleinen abriß der thematik.

nächster schritt ist den richtigen ZA zu finden, der unter den nötigen sicherheitsmaßnahmen ausbohrt und kunststoff alternativen anbietet inkl. zement, da ich gern mit dem unbedenklichsten füllstoff entgiften möchte. leider bietet mein derzeit geplanter, den ich telefonisch danach gefragt habe, garkeinen zement an und auch keinen kunststoff, der auf dem epikutantest vom toxcenter zu finden ist, sondern nur diesen VENUS DIAMOND. ich weiß jetzt nicht, ob die das am telefon so sagen müssen, weil sie nicht wissen, wen sie dran haben und mir dann vor ort durchaus zement reinzimmern könnten. jedoch befindet sich diese praxis 5 stunden autofahrt weg von mir. ich bräuchte vielleicht ein paar alternativen, von denen bekannt ist (durch user dieses forums zb.), dass sie ahnung vom sicheren ausbohren haben und auch eine kleine auswahl an zement und kunststofffüllungen, am besten inkl. den bekannten harvard zement und charisma kunststoff.

bisher wurde mir nur diese praxis empfohlen, weil sie mit sauerstoff ausbohren: Dentbonn Ganzheitliche Zahnmedizin Endenich was den rest betrifft muss ein anruf klären. ich kann nur hoffen, dass sie nicht alle im endeffekt am telefon nur die hälfte sagen. ich komme aus den neuen bundesländern btw. ich brauche unbedingt alternativen und wäre dankbar über weitere empfehlungen.

Geändert von Hamsafar (29.06.11 um 16:58 Uhr)

Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

zantos ist offline
Beiträge: 499
Seit: 11.05.07
Evian, Blech2000 und Hamsafar

Ergänzung:
Wie erwähnt musste ich AD's nehmen. Beim Absetzen der AD's wurde ich plötzlich überempfindlich im Mund, konnte nicht mehr zubeissen und nur noch lauwarme Sachen zu mir nehmen.
Dann liess ich eine Amalgamsanierung durchführen, da ich s e h r viel davon im Mund hatte. Ob die Dep. bei mir im Zusammenhang mit Quecksilber stand, kann ich nicht sagen. Meiner Meinung ist Tatsache, dass Amalgam Sondermüll ist, der eigentlich nicht im Mund entsorgt werden sollte.

Gruss
Zantos
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Hamsafar ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 22.06.11
was genau passiert eigentlich im körper, wenn das amalgam (auch teilweise) entfernt wurde? merkt der körper das? hebt er dann wieder die aktivität der gluthation-schwefel-transferase an? oder passiert das erst, wenn alles amalgam aus den zähnen raus ist? geschieht dann eine mobilisation des giftes aus den zellen in die blutbahn, um dann über urin/stuhl ausgeschieden zu werden? oder schafft das nur dmps? denn, warum fühlen sich viele nach der entfernung so schlecht?

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Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Zitat von zantos Beitrag anzeigen
Evian,

Bin ganz Deiner Meinung, nur, wer kann schon mit Sicherheit bestimmen ob Amalgam die Ursache einer Depression ist? Ich wüsste nicht wie das gehen sollte und lasse mich diesbezüglich gerne belehren.
Eine Amalgam-Sanierung ist eine gute Sache, aber eben teuer, und man sollte sie nicht mit falschen Erwartungen/Hoffnungen durchführen.
Hallo zantos,

unter "Ursächliche Behandlung von Depressionen und Erschöpfungszuständen" sind Zusammenhänge zwischen Amalgam und Quecksilber nachzulesen.

Liebe Grüße
Anne S.
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Dateityp: pdf Jennrich 2010-07_Depression.pdf (308,7 KB, 35x aufgerufen)
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Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.

Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?

dawin ist offline
Beiträge: 142
Seit: 02.12.10
Hallo Anne

Vielen Dank für diesen Link!!

Sehr, sehr interessant.

Warst du schon mal bei Dr. Jennrich?


LG
Claudia

Depression weg nach Amalgamsanierung: Eure Erfahrungen?
Männlich Windpferd
Hallo Hamsafar,

etwas in Eile ein paar Bemerkungen zu den wichtigen Punkten Deiner Mails. Vieles hat dmps bereits gesagt; auch Bodo ist ein Experte, von dem Du viel erfahren kannst. (Freilich steht er auf Daunderer - dessen Pessimismus muß man sich nicht reinziehen.)

Vor allem aber studier gründlich die beiden Bücher von Dr. Joachim Mutter ("Amalgam - Risiko für die Menschheit", 2005; "Gesund statt chronisch krank", 2009). J. M. ist DER Experte auf diesem Gebiet.

Du darfst Dir eine sehr wesentliche Besserung Deiner Depression erwarten. Die Mechanismen sind z.T. bekannt, es gibt sehr viele Fallbeschreibungen. Nur nebenbei - man soll ja nicht so viel dahermachen mit der eigenen "Erfahrung" -: ich selber nahm vor ein paar Jahren MAO-Hemmer und 7 meiner Bekannten (die ich im Lauf der Zeit zur Ausleitung überredete) haben aufgehört mit der chronischen Schwarzmalerei, beschweren sich nicht mehr über ihr Gedächtnis, lachen und verlieben sich wieder usw. usw. - Was Du an NEMs bekommen hast, ist antidepressiv aber leider bei starken Schwermetallvergiftungen unwirksam.

Depression "an sich" ist nicht irreversibel, kann aber faktisch unbehandelbar werden, wenn die Patienten nicht mehr fähig sind, sich für eine Behandlung zu entscheiden und sie durchzuziehen. Das gibt es leider.

Chelatbildner scheinen auf indirektem Weg auch Ausscheidung aus dem Gehirn zu fördern; diese kann durch Koriandertinktur gesteigert werden. (Vorsicht: nicht auf eigene Faust!)

Die Zahl Deiner Füllungen hast Du nicht angegeben (oder hab ich's überlesen?) Auch nicht deren durchschnittliche Liegedauer. Aber Du hattest offenbar eine Weile mehrere Metalle im Mund - ein sicherer Weg, die Hg-Aufnahme stark zu erhöhen. (Von Elektrolyse hast Du gewiß gehört.) Andererseits bist Du noch jung. Ich würde von mittelstarker Belastung ausgehen.

Psychiater, Psychotherapie und Rizinusöl kannst Dir sparen. (Die offizielle Psychiatrie weiß von Amts wegen absolut nichts von Schwermetallbelastung.)

2 Monate pro Quadrant ist zu langsam. Kann Nachteile haben. Gute Kieferdiagnostiker werden Dir das auch sagen. -

Ausleitung gleich nach der Amalgamentfernung beginnen. Du brauchst nicht jedesmal danach den Urin untersuchen lassen - kommt unnötig teuer. Am Anfang der Ausleitung kommt u.U. wenig Quecksilber, weil die Ausleitungskapazität des Organismus noch zu sehr geschwächt ist und weil zuerst das überschüssige Cu ausgeleitet wird. - Sehr zu empfehlen ist die Kieferprovokation (s. bei J. M.)

Chelatbildner nicht oral! Durch Schnüffeln kann vielleicht schon einiges direkt ins (Riech-)Hirn kommen - aber kaum genug. Injektion i.m. und s.c. kann man ohne weiteres allein machen. (Einmal zeigen lassen, wie's geht.) Hat den Vorteil, daß die Resorption langsamer geht als i.v. Nur beim Provokationstest sollte man i.v. spritzen, weil die Referenzwerte nur dafür gelten.

DMPS oder DMSA - das ist ein Glaubenskrieg, hast ja gemerkt. Ich hab fast nur DMPS bekommen. (DMPS nicht als das sündteuere Dimaval von Heyl sondern als das äquivalente russische Unithiol.)

Soweit ich weiß (in diesem Punkt bin ich nicht sicher), ist eine Allergie gegen Hg (kommt bei ca. 10% der Patienten vor) nur beim Vorliegen von Autoimmunkrankheiten (z.B. MS) problematisch.

Du brauchst unbedingt einen wirklich kompetenten Kieferdiagnostiker / ZA. Der muß auch nach Kieferostitiden und -nekrosen schauen. Wenn Du willst, kann ich Dir vielleicht Empfehlungen geben per PN.

Und die Ausleitung sollte durch einige NEMs vorbereitet und begleitet werden, v.a. durch N-Acetyl-Cystein, Glutathion (oral-sublingual oder parenteral), Alkalisierung des Organismus (erster Morgenurin pH > 7). Chlorella (mindestens 40g) zu jeder Spritze zu empfehlen. Näheres bei J. M.

Alles Liebe,
Windpferd


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