Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde

01.08.07 09:57 #1

Wie gefährlich ist Amalgam? Welche Symptome stehen im Verdacht, durch Schwermetalle ausgelöst zu sein?
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Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde
Silvia P
Ja, wo soll dieser Tumor denn sonst herkommen?

Amalgam oder Wurzelfüllungen finde ich schon plausibel genug.

Fällt ihnen etwas anderes dazu ein? Her damit, das würde mich sehr interessieren. Welche Ursachen hat also so ein Tumor? Wenn nicht naheliegende welche dann?

Liebe Grüsse

Silvia

Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von froschminister Beitrag anzeigen
es tut mir leid, aber ich kann das einfach nicht unkommentiert stehen lassen.
so simple darstellungen wirklich komplexer zusammenhänge wird der situation einfach nicht gerecht.

gruss fm
genau, wir können es ja auch schön kompliziert machen, so dass es kein laie mehr verstehen kann, nicht wahr?

Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.205
Seit: 28.03.05
Ich sehe Depression ebenfalls mit als eine Folgeerkrankung vom Amalgam.

Jetzt kam in der Sendung nano in 3sat 26.02.08.

Forscher bezweifeln die Wirkung vieler Antidepressiva
Prozac oder Seroxat sind laut einer britischen Studie so gut wie wirkungslos

Antidepressiva wie Prozac oder Seroxat sind laut einer Studie so gut wie wirkungslos. Die neue Generation von Medikamenten gegen Depressionen sei kaum besser als Placebos, ergibt die Studie eines Forscherteams unter Leitung des Briten Irving Kirsch. Die Autoren empfehlen, Antidepressiva nur zur Behandlung von Patienten mit schwersten Depressionen einzusetzen. Bei leichten bis schweren Depressionen sollten Ärzte auf andere Behandlungsmethoden zurückgreifen.

n ihrer Studie untersuchten Irving Kirsch von der englischen Hull-Universität und sein Team die Wirkung der neuen Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), die Antidepressiva der jüngsten Generation. Dafür werteten sie unveröffentlichte Daten aus den klinischen Versuchen zur Zulassung der Wirkstoffe Fluoxetin (Prozac), Venlafaxin (Efexor) und Paroxetin (Seroxat) bei der US-Gesundheitsbehörde "Food and Drug Administration" (FDA) aus.

Alison Cobb von Mind von der britischen Hilfsorganisation für psychische Erkrankungen begrüßte die Studie. Sie stelle die bisherige "Vorherrschaft der medikamentösen Behandlung von Depressionen ernsthaft in Frage". "Antidepressiva helfen vielen Menschen, aber bei weitem nicht allen - und bei einigen lösen sie schwere Nebeneffekte aus", sagte Cobb. Neun von zehn Hausärzten seien unglücklich darüber, "dass sie Medikamente verschreiben müssen, weil sie keinen Zugang zu anderen Methoden wie etwa spezielle Verhaltenstherapien haben". Marjorie Wallace von der Organisation Sane bezeichnete die Studie als "sehr beunruhigend". Sollten sich ihre Ergebnisse bestätigen, wäre eine "große Hoffnung" für die künftige Behandlung von Depressionen zerstört. Sie riet allen Patienten ab, ihre Therapie nun einfach ohne ärztlichen Rat abzubrechen.

Nach Angaben von Mind wurden 2006 allein in Großbritannien 31 Millionen Antidepressiva verschrieben, davon 16,2 Millionen der neuen Generation. Gesundheitsminister Alan Johnson will insgesamt 225 Millionen Euro für die Ausbildung von 3600 Therapeuten für die nicht-medikamentöse Behandlung von Depressionen zur Verfügung stellen.

Der Seroxat-Hersteller "GlaxoSmithKline" bemängelte, die Studie ignoriere die "sehr guten Ergebnisse" einer medikamentösen Behandlung. Sie stehe in "Widerspruch zu den Erfahrungen aus dem Klinikalltag", sagte ein Sprecher und warnte davor, bei den Patienten nun "unnötig Alarm und Sorge" auszulösen. Ein Sprecher von Eli Lilly, dem Hersteller von Prozac, sagte zu der Studie, "sorgfältige wissenschaftliche und medizinische Experimente" hätten gezeigt, dass Fluoxetin ein "wirksames Antidepressivum" sei.
Eigentlich nicht verwunderlich, dass Antidepressiva nicht helfen, wenn die Ursache ganz wo anders zu suchen ist.
Natürlich haben die Pharmas kein Interesse, dass Amalgam verboten wird - die Umsatzeinbußen wären sicher enorm.

Liebe Grüße
Anne S.

Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.205
Seit: 28.03.05
Es wäre doch einmal interessant, wenn solche Lipome auf Schwermetalle untersucht würden.
Da werden tolle Fallberichte gemacht und Diagnosen gestellt aber Ursachen natürlich keine erkannt.
Schön anzusehen ist die Amalgamfüllung über dem Lipom.

Die Füllung (Ursache) würde natürlich belassen.

zm-online


Liebe Grüße
Anne S.

Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde

froschminister ist offline
Beiträge: 699
Seit: 29.06.07
Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
Es wäre doch einmal interessant, wenn solche Lipome auf Schwermetalle untersucht würden.
Da werden tolle Fallberichte gemacht und Diagnosen gestellt aber Ursachen natürlich keine erkannt.
Schön anzusehen ist die Amalgamfüllung über dem Lipom.

Die Füllung (Ursache) würde natürlich belassen.

zm-online


Liebe Grüße
Anne S.


hallo anne s,

wenn du auch nur ansatzweise richtig liegen würdest, müßte doch das lipom rezidivieren. tut es aber nicht...
also ist die idee, dass die füllung die ursache ist, vielleicht nicht ganz stimmig.
ist vermutlich das letzte mal, das ich widerspreche.

gruss fm

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Binnie
Zitat von froschminister Beitrag anzeigen
hallo anne s,

wenn du auch nur ansatzweise richtig liegen würdest, müßte doch das lipom rezidivieren. tut es aber nicht...
also ist die idee, dass die füllung die ursache ist, vielleicht nicht ganz stimmig.
ist vermutlich das letzte mal, das ich widerspreche.

gruss fm
Hallo FM,

woher willst Du das wissen, dass das Lipom nicht "rezividiert" also wieder kommt ? Bist Du neben Deiner ZÄ-Tätigkeit auch noch Hellseher ? Die letzte Kontrollaufnahme war doch bloß 6 Monate später...

Für mich sehen Zähne und Zahnfleisch jedenfalls sehr ungesund aus! Für Dich etwa nicht ?

Viele Grüße
Sabine

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Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.205
Seit: 28.03.05
Hallo fm,

Das Alter des Patienten wird in diesem Fall mit 56 J. angegeben.

Erstens wissen wir, dass die Wirkung von Amalgam, je nach genetischer Disposition wie Mutter, Daunderer u.a. es beschreiben eine lange Latenzzeit besitzt. Die Kumulation erfolgt oft über lange Jahre.

Über wie viele Jahre sind die Zellen mutiert?

Wie lange war der Zeitraum bis sich das Lipom entwickelt hat?

Warum sollte es ausgeschossen sein, dass dieses Lipom rezidiv ist?

Da wären die nächsten 20 Jahre abzuwarten, falls die Patientin so alt werden sollte.

So plausibel finde ich deine Argumentation daher nicht.


Liebe Grüße
Anne S.

Folgeerkrankungen durch Amalgam und Zahnherde

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.205
Seit: 28.03.05
Bei folgendem Fall wird folgendes diskutiert.

zm-online

Risikofaktoren sind die Exposition gegenüber Stäuben von Buchen und Eichenholz aber auch gegenüber Chrom- und Nickelverbindungen gut belegt. Das Kieferhöhlenkarzinom kann daher auch als Berufskrankheit anerkannt werden (zum Beispiel gemäß Berufskrankheitsverordnung: BkV Nr. 4203). Ein pathogenetischer Zusammenhang zur Sinusitis maxillaris oder auch zur Polyposis nasi besteht nicht [Neville et al., 2002].
Irgendwie ist diese Diskussion für mich keinesfalls stimmig, weil hier in der Kasuistik eine dentogene Sinusitis beschrieben wird.

Kasuistik
Bei einem 45-jährigen Patienten war drei Jahre zuvor alio loco eine Kieferhöhlenrevision aufgrund einer dentogenen Sinusitis erfolgt.
Aktuell waren bei dem zwischenzeitlich im Oberkiefer zahnlosen Patienten erneut Schmerzen mit Ausstrahlung auf das Versorgungsgebiet des N. infraorbitalis aufgetreten.

Der Zahnstatus die Patienten ist natürlich erschreckend.
Da der Oberkiefer zahnlos ist, ist logischerweise davon auszugehen, dass bei einem 45 jährigen Patienten vom Alter her 100% Amalgamfüllungen oder anderer ungesunder Zahnersatz ehemals vorhanden war. Das OPG ist nicht sehr deutlich, aber ich finde schon, dass man hier eine chronische Osteomyelitis erkennen kann. Der Oberkieferknochen wurde wahrscheinlich nie chirurgisch gesäubert.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass pathogene Veränderungen in der Kieferhöhle als Ausgangspunkt von den Zähnen anzusehen ist.

Ich bin schließlich das beste Beispiel dafür, an der Stelle wo ehemals Amalgamgefüllte Zähne überkront wurden, war mein Kiefer "Matsche" und in der Kieferhöhle darüber sieht es einfach "beschissen" aus.

Meiner Meinung nach müssten solche Diagnosen einfach immer mehr kritisch betrachtet und in Zweifel gestellt werden.

Unsere Gesundheitsministerin und der Präsident der Bundesärztekammer Hoppe haben doch jetzt so groß verkündet "Ärzte sollten aus ihren Fehlern lernen".

Gerade in der Zahnmedizin sollte man damit anfangen und die Ursachen einmal überdenken.

Gesundheitspolitik - Aus Fehlern lernen? | Inforadio - Aus der Hauptstadt für Berlin und Brandenburg

Liebe Grüße
Anne S.

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Petri ist offline
Beiträge: 5.316
Seit: 27.10.07
Hallo Froschminister,

ich versteh nicht den Zusammenhang warum es zu Rezidiven von Lipomen kommen muß um den Beweis für die Ursache des Amalgams zu haben.
Dann kommt ein Lipom evtl nur einmal, na und? Dann sucht sich der Körper eine andere Möglichkeit das Gift loszuwerden. Evtl ein anderer Tumor an anderer Stelle, evtl ein Adenom oder wer weiß. Wie kannst Du behaupten, daß es nicht so ist? Bring Du doch bitte den Beweis daß es nicht so ist. Ich brauch dir keine Beweise zu bringen.

Übrigens lt Dr M ist die Entgiftung eine sehr wichtige Krebsbehandlung! Warum wohl?
__________________
Grauzone Pflegezone www.gzpz.ch

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Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.205
Seit: 28.03.05
http://www.zahnwissen.de/images/Sjoegren-Sy-kli.jpg

Die ganzen Kollagenosen, die zu der Gruppe der Autoimmunerkrankungen gehören, sollte man mit Amalgam in Verbindung bringen.
Gerade bei diesen Erkrankungen spielen die Autoantikörper gegen Zellkernmaterial (ANA) eine Rolle.
Ich möchte nicht wissen bei wie vielen Amalgambelasteten Menschen sich jede Menge Antikörper finden lassen.

Kollagenose - Wikipedia

Beim Sjögren Syndrom, das zu dieser Gruppe der Erkrankungen gehört spielt Amalgam garantiert eine Rolle.
Gerade auch beim Sjögren Syndrom wird beschrieben, dass die Krankheit meist im Alter ab 40 Jahren auftritt. Eigentlich nicht verwunderlich, weil fast alle 40jährigen zur der Gruppe der Amalgamträger gehören und ihre Plomben garantiert schon 20 Jahre im Mund haben. Wie üblich wird der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht mehr hergestellt.

Ich denke gerade die Altersgruppe 40 - 60 Jahre ist enorm Amalgambelastet.

Das wäre doch mal eine tolle Studie, wenn bei Amalgamträgern oder vormals Amalgamträgern folgende Untersuchungen gemacht würden:

1. Autoimmunscreening (also die ganzen Antikörper )

2. Nachweis von genetischen Polymorphismen bei GST, Cytochromen, NAT2, SOD2 etc.

Gerade bei Menschen wo diese Polymorphismen nicht stimmen wird auch das Autoimmunscreening schlecht ausfallen. Das wäre doch mal ein Ansatzpunkt.

Liebe Grüße
Anne S.


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