Angst

25.06.07 10:18 #1
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yolanda ist offline
Themenstarter Beiträge: 29
Seit: 21.06.07
ja, ich denke auch es ist wichtig, immer schön cool zu bleiben und in kein extrem zu fallen. was mir manchmal auch ehrlich gesagt schwer fällt

interessant find ich ja die reaktionen meines umfelds auf den neuen verdacht.

weiß nich ob ich mir das nur einbilde, hab schon seit einiger zeit das gefühl dass mein umfeld schon recht angenervt von mir ist. ich glaub die halten mich für hypochondrig oder so was. dabei bin ich eigentlich immer genau andersrum drauf gewesen.

auf die idee, dass ich unter diesem geistigen und körperlichen schwachzustand LEIDE, kommen die irgendwie nich ... dabei hab ich auch schon so oft gesagt "ich versteh das nich ... warum fühl ich mich nur so schlecht ... mir gehts doch gut ...." usw.

angenervt bin ich wiederum von den ständig oberflächlichen tipps. "geh doch MAL zum hautarzt" usw. meiner mutter z.b. hab ich auch schon hundertmal versucht zu erklären, dass es seit jahren nicht wirklich besserung bringt, da die entzündung und allet sowieso regelmäßig wiederkommt.

ne bekannte von mir hatte angeblich dasselbe. ich total enthusiastisch, ja echt?! und was hast du gemacht? sie empfahl mir eine rezeptfreie cortisonsalbe aus der apotheke, soll wie ein wundermittel wirken. ja und auch die entzündung hemmen und verhindern, dass die wiederkommt. jo. von wegen.

meine mutter ist aber eh der abschuss. nachdem sie mir beim ersten telefonat noch, als ich sie bat, mal in ihren tagebüchern nachzuschauen, wann das war mit dem fieberthermometer, mir noch sagte "aaaach ja, oh je, ja das weiß ich noch, hatte ich einen schreck bekommen", rief sie mich gestern an, um mich wissen zu lassen, sie hätte nix gefunden, bis zu meinem einschl. 7. lj. ob ich mir das nicht nur einbilden würde mit dem thermometer? denn das hätte sie damals dann doch sicherlich notiert. außerdem habe sie mit einer freundin gesprochen, die "mal beim krankenhaus" gearbeitet hat, und die meinte das sei doch sicherlich nur psychisch (sic!) und hätte doch längst leicht anhand einer blutprobe festgestellt werden müssen.

also fazit: meine mutter, die wirklich einmal jede woche zum arzt rennt wegen nix, glaubt mir nicht und schiebt mich in die ecke faul und hypochonder. dankeschön.

meine freundin, die mir seit gut nem halben jahr fast täglich ihren liebeskummer erzählt oder auch recht ausführlich ihre diversen krankheitsbilder, hat auch keine lust, auf das thema näher einzugehen. so sagte sie gestern zu mir, ich solle doch "einfach mal mehr" an die frische luft. und weil ich meinte, ich zweifle manchmal dran, die energie aufbringen zu können, haushalt und sohn zu versorgen, sagte sie nur "na da mussten wir doch alle durch". so nach dem motto: jammer nich, nerv nich, reiß dich zusammen.

dabei jammer ich gar nicht ... ich versuch mich nur mit menschen meines vertrauens auszutauschen.

naja war wohl nix ;°)

lg yolanda


Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
yolanda,
ich weiß nicht, ob es dich tröstet, aber da mussten wir wohl alle durch. krankheit und schmerz unterliegen völlig dem subjektiven empfinden, daher tun sich gesunde sehr schwer damit, da das angemessene verständnis dafür aufbringen zu können.
mein ratschlag: leg dir ein dickes fell zu und hör einfach nicht hin, das bringt dich höchsten noch mieser drauf, als es die krankheit eh schon tut. wir sind hier und wir wissen, dass du kein hypochonder bist - das muss erstmal genügen

lg
alanis

(post gelesen?)


yolanda ist offline
Themenstarter Beiträge: 29
Seit: 21.06.07
ja doch, das tröstet mich sogar sehr

ich bin dann so gestrickt, dass ich mich dann einschnecke ... werde denke ich den leuten auch gar nix mehr groß erzählen. aber dann auch nicht mehr zuhören.

morgen hab ich therapie. das wird meinen thera freuen. der hört immer gerne geschichten aus meinem leben

lg yolanda

ps: ich guck gleich ma nach!


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